Blutwerte

Alle Blutwerte einfach und verständlich erklärt:

veröffentlicht: 14.10.2009 aktualisiert 02.10.2014 von: Anna Nilsson

Hier finden Sie Ihre Blutwerte einfach und verständlich erklärt. Die Analyse der Blutwerte besitzt in der Medizin einen hohen Stellenwert. Zu den bekanntesten Werten gehören die Erythrozyten, die Leukozyten und die Thrombozyten. Deren Häufigkeit im Blut messen Ärzte mithilfe eines großen Blutbildes oder kleinen Blutbildes. Die Zusammensetzung des Blutes stellt in Kombination mit auftretenden Symptomen ein wichtiges Hilfsmittel dar, um Krankheiten zu diagnostizieren.

Ein Auswertungsbogen des Blutbild mit Gamma GT Wert

Blutwerte des Großen Blutbild

Die Blutanalyse liefert ein Blutbild mit zahlreichen unterschiedlichen Blutwerten. Für jeden Wert gibt es fest definierte Ober- und Untergrenzen. Im entsprechenden Bereich bewegen sich 95 Prozent der gesunden Menschen.

Gewöhnlich gelten verschiedene Normbereiche für Männer und Frauen. Bei Kindern variieren die Blutwerte abhängig von ihrem Alter.

Die Ärzte differenzieren zwischen einem kleinen und einem großen Blutbild. Bei Verdacht auf Störungen des Blutbildes oder Infektionen erfolgt eine Analyse des kleinen Blutbildes. Gleiches geschieht vor einer geplanten Operation. Das große Blutbild ergibt sich durch ein zusätzliches Differenzialblutbild. Letzteres untersucht vorwiegend die weißen Blutkörperchen.

 

Die wichtigsten Blutwerte des Blutbildes

Speziell bei dem kleinen Blutbild gibt es Werte, die die Mediziner bei einer Untersuchung vorrangig beachten. Wenige Milliliter Vollblut reichen für die Analyse des kleinen Blutbildes aus.

Die Untersuchung liefert Aufschluss über die Konzentration der einzelnen Blutzellen.Dabei gliedert sich das Resultat in Blutwerte für rote Blutkörperchen, die in der Fachsprache Erythrozyten heißen und weiße Blutkörperchen, die Leukozyten. Des Weiteren existieren in einem Blutbild die Blutplättchen. Die nennen Mediziner Thrombozyten.

Die roten Blutzellen (Erythrozyten) im Blutbild

Die Erythrozyten erlangen ihre Relevanz hinsichtlich des Sauerstofftransports. In ihnen befindet sich der rote Blutfarbstoff Hämoglobin. Dieser übernimmt die Zuständigkeit für die Kohlendioxid- und Sauerstoff-Verbindungen im Blut.

Damit spielt bei dem Versorgen des Körpers mit Luft die Anzahl der roten Blutkörperchen eine wichtige Rolle. Erkennen die Ärzte in einem Blutbild stark vermehrte Erythrozyten, wissen sie um eine Störung bei der Sauerstoff-Versorgung. Es gelangt aufgrund unterschiedlicher Ursachen nicht ausreichend Sauerstoff in die einzelnen Zellen. Diese Unterversorgung versucht der Körper mit der erhöhten Konzentration der roten Blutzellen auszugleichen.

Ebenfalls existieren im menschlichen Blut die Retikulozyten. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe der roten Blutkörperchen. Ihre Größe unterscheidet sich deutlich von dem Ausmaß der Erythrozyten. Zudem verfügen diese Zellen auf eine veränderte Form. In einem kleinen Blutbild kommen viele Retikulozyten vor, wenn der Organismus zahlreiche Erythrozyten neu bildet. Diesen erhöhten Wert der roten Blutkörperchen bezeichnen die Experten als Polyglobulie.

Daneben misst die Analyse den Anteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin und den Hämatokritwert. Besagter Wert bildet den Indikator für das Verhältnis zwischen Blutzellen und Gesamtblut. Je höher das Ergebnis, desto dickflüssiger zeigt sich das Blut. Daraus resultiert das leichtere Bilden von Blutgerinnseln.


Weiße Blutzellen und Blutplättchen im Blutbild

Die weißen Blutzellen oder Leukozyten nehmen bei der körpereigenen Abwehr eine bedeutende Rolle ein. Auf verschiedene Arten identifizieren sie Krankheitserreger im Blut und zerstören diese. Thrombozyten entscheiden über die Blutgerinnung. Durch diese Blutplättchen verschließen sich offene Wunden mit einer Grind-Schicht.

Besteht im Körper eine gesteigerte Thrombozyten-Konzentration, weist dies auf einen enormen Blutverlust des Betroffenen hin. Nach schweren Krankheiten zeigt sich die Anzahl der Blutplättchen beispielsweise stark gestört. Dagegen macht eine erniedrigte Zahl diese Zellen auf eine Mangelerscheinung aufmerksam. Dem Organismus fehlen Folsäure oder das Vitamin B12, um neue Blutplättchen zu bilden. Ebenso beeinflussen verschiedene Medikamente die Thrombozyten-Anzahl auf eine negative Weise. Den schwankenden Wert der Blutplättchen zeigt ein kleines Blutbild an. Jedoch erfahren die Mediziner daraus nichts über die Ursachen für dieses Phänomen.

Abweichungen der Blutwerte aus den festgelegten Sollbereichen bilden in manchen Fällen einen Hinweis auf eine Infektion. Ein definitiver Befund liegt nicht vor. Dies liegt daran, dass Faktoren wie die Ernährung, Genussgifte, Medikamente oder Ruhe- und Stressphasen zu Schwankungen der Blutwerte führen.

 

 Alle Blutwerte:

Wert
FrauMannEinheiten
Natrium135 – 155135 – 155mval/l
Kalium3,6-5,03,6-5,0mval/l
Calcium4,1-5,24,1-5,2mval/l
Chlorid95-11095-110mval/l
Kupfer13,4-24,411,0-22,0mval/l
Magnesium1,4-2,01,4-2,0mval/l
Glucose70-11070-110mg/dl
Harnstoff-N6-206-20mg/dl
Kreatinin0,8-1,20,9-1,4mg/dl
Kreatinin-Clearance98 – 15695-160ml/min
Harnsäure2,5-5,73,5-7,0mg/dl
Gesamteiweiß6,6-8,36,6-8,3g/dl
Triglyceride<200<200mg/dl
Cholesterin140-200140-200mg/dl
Eisen60-16080-180mikrog/dl
Ferritin23-11035-217mikrog/l
GOT<15<19U/l
GPT<19<23U/l
CK-NAC10-7010-80U/l
Myoglobin19 – 5621 – 98ng/ ml
Troponin0,01 – 0,080,01 – 0,08ng/ml
LDH266 – 500266 – 500U/l
alkalische Phosphatase60-17070-175U/l
Gamma-GT<36<64U/l
GLDH<3<4U/l
CHE3500-85003500-8500U/l
Bilirubin gesamt< 1,1< 1,1mg/dl
Pankreasamylase17-11517-115U/l
Fructosamin2,0-2,82,0-2,8mmol/dl
Bilirubin direkt<0,3<0,3mg/dl
Osmolalität280-300280-300mosm/kg
HDL>35>42mg/dl
LDL<155<155mg/dl
Ammoniak20-6528-80mikrog/dl
Lactat<16<16mg/dl
Phosphor2,5-4,62,5-4,6mg/dl
Gerinnung  
WertFrauMannEinheiten
Quick70-10070-100%
PTT26-3626-36sec
PTZ14-2114-21sec
Fibrinogen180-350180-350mg/dl
AT370-12070-120%
PFA-Verschlußzeit, Collagen/Epinephrin85-16585-165sec
PFA-Verschlußzeit, Collagen/ADP71-11871-118sec
kleines Blutbild  
WertFrauMannEinheiten
Leukozyten4,4-11,34,4-11,3Tsd./mikrol
Lymphozyten20 – 4020 – 40%
Mixed3-133-13%
Neutrophile45 – 8545 – 85%
Erythrozyten4,1-5,44,5-6,0Mill./mikrol
Hämoglobin11,5-16,413,5-18,0g/dl
Hämatokrit35-4536-48%
MCV76-8876-88fl
Hbe28-3228-32pg
Thrombozyten150-300150-300Tsd./mikrol
Retikulozyten7-157-150/00
Differenzial- Blutbild  
WertFrauMannEinheiten
Segmentkernige45-8045-80%
Lymphozyten20-4020-40%
Eosinophile1-41-4%
Monozyten2-82-8%
Anisozytosenegativnegativ-
Polychromasienegativnegativ-
Retikulozyten7-157-150/00
Rheuma Faktoren  
WerteFrauMannEinheiten
ASL< 200< 200-
RF< 40< 40-
CRP< 0,5< 0,5mg/dl
Blutsenkung< 25< 15mm/h
Medikamente  
WerteFrauMannEinheiten
Digoxin0,8-2,00,8-2,0mikrog/l
Digitoxin10-3010-30mikrog/l
Theophyllin8-308-30mg/l
Hormone und Diabetes  
WerteFrauMannEinheiten
FT31,64 – 3,451,64 – 3,45pg/ml
FT40,71 – 1,850,71 – 1,85ng/dl
TSH basal0,3 – 4,00,3 – 4,0mI.E./l
TRH-Test2-252-25mI.E./l
Beta HCG< 10< 10I.U./l
Insulin1,6 – 10,81,6 – 10,8mU/l
Fructosamin2,0 – 2,82,0 – 2,8mmol/dl
HbA1c4,2 – 6,24,2 – 6,2%
Leberserologie  
WertFrauMannEinheiten
Anti-HAV ( IgG / IgM)negativnegativ-
Anti Hbsnegativnegativ-
Anti HBc ( IgG / IgM)negativnegativ-
HBs-Antigennegativnegativ-
Anti-HCVnegativnegativ-
Tumormarker  
WerteFrauMannEinheiten
PSA-< 4,0ng/ml
CEA< 5,0< 5,0ng/ml
Blut Gasanalyse  
WertFrauMannEinheiten
pH7,37-7,457,37-7,45-
pCO232-4335-46mmHg
pO271-10471-104mmHg
BE-2 bis +3-2 bis +3mmol/l
Bikarbonat21-2621-26mmol/l
O2-Sättigung94-9894-98%
Proteine  
WerteFrauMannEinheiten
IgE<100<100IU/ml
IgG700-1600700-1600mg/dl
IgA70-40070-400mg/dl
IgM40-23040-230mg/dl
Transferrin200 – 360200 – 360mg/dl
Elektrophorese  
WerteFrauMannEinheiten
Albumin55,3-68,955,3-68,9%
Alpha1-Globulin1,6 – 5,81,6 – 5,8%
Alpha2-Globulin5,9 – 11,15,9 – 11,1%
Beta-Globulin7,9 – 13,97,9 – 13,9%
Gamma-Globulin11,4 – 18,211,4 – 18,2%
Urinstatus  
Leukos< 25< 25Leu/mikrol
Erys< 2< 2Erys/mikrol
Plattenepithelienkeinekeine-
Rundepithelienkeinekeine-
Bakterienkeinekeine-
Nitrit00mg/dl
pH-wert6-76-7-
Eiweiß< 10< 10mg/dl
Glucose00mg/dl
Aceton00mg/dl
Medizinische Normalwerte  
WerteFrauMannEinheiten
Körpertemperatur36,5-37,536,5-37,5°C
Blutdruck< 140/90< 140/90mmHg
Ruhepuls60-8060-80Schläge/min
Puls bei Leistungbis 180bis 180Schläge/min
Atemfrequenz13 +- 613 +- 6mal/min
Atemminutenvolumen6-86-8liter/min
Atemzugsvolumen550+-200550+-200ml
BMI Normal20-2520-25kg/m2
BMI Übergewicht25,1-30,025,1-30,0kg/m2
BMI Adipositasgrößer 30größer 30kg/m2
Enzymaktivität  
WerteFrauMannEinheiten
ALD Fructse-1,6-diphosphat-Aldolase0,5-3,10,5-3,1U/l
AP Alkalische Phosphatase40-17040-170U/l
CHE Cholinesterase4,5-7,94,5-7,9U/l
GLDH Glutamat-Dehydrogenasebis 3bis 4U/l
GOT Glutamat-Oxalacetat-Transaminasebis 15bis 17U/l
GPT Glutamat-Pyrovat-Transaminasebis 19bis 23U/l
y-GT y-Glutamyl-Transpeptidasebis 18bis 28U/l
ICDH Isocitrat-Dehydrogenasebis 7bis 7U/l
LDH Lactat-Dehydrogenase120-240120-240U/l
SDH Sorbit-Dehydrogenasebis 0,4bis 0,4U/l
Nierenfunktionenen  
WerteFrauMannEinheiten
Creatinin0,5-0,90,6-1,1mg/100ml
Harnstoff10-5010-50mg/100ml
Harnsäure2,4-5,73,4-7,0mg/100ml
pH-Wert (Harn)4,5-8,04,5-8,0-

Die Blutwerte in dem großen Blutbild

In einem großen Blutbild kommt es vorwiegend zu einer Analyse der Leukozyten. Mit einem Differenzialblutbild untersucht dieses große Blutbild die weißen Blutkörperchen detaillierter. Die Blutwerte der weißen Blutzellen unterteilen sich in verschiedene Kategorien.

Dazu gehören die Untergruppen Granulozyten, Monozyten und Lymphozyten. Der Arzt erstellt häufig ein großes Blutbild, nachdem das kleine Bild auffällige Werte lieferte. Die Verteilung der Granulozyten liefert Hinweise über die Art der vorliegenden Krankheit. Zudem zeigt sich unter dem Mikroskop die Reife der Blutzellen. Zu viele junge Zellen deuten auf eine Infektion oder Blutkrebs hin.

Die Aufgabe der Lymphozyten besteht in dem Identifizieren körperfremder Erreger, wobei die einzelnen Arten verschiedene Funktionen einnehmen. Grundsätzlich bestimmen und entfernen diese die im Organismus befindlichen Fremdkörper. Weiterhin übernehmen sie die Produktion von Antikörpern und vernichten erkrankte Zellen. Dabei teilen sich die Lymphozyten in weitere Untergruppen. Somit erkennen die Ärzte in einem Differenzialblutbild die T-Zellen, die B-Zellen und die NK-Zellen. Diese nennen sich auch “natürliche Killerzellen”.

Zu viele Leukozyten im Blutbild weisen demnach auf eine vorliegende Störung hin. Diese gesteigerte Anzahl – eine Leukozytose – gibt Aufschluss über einen möglichen Befall durch Pilze, Bakterien und Parasiten. Die normalen Werte bei den Leukozyten liegen bei Männern und Frauen bei 3.800 bis 10.500 Stück pro Mikroliter.

 

Die unspezifischen Blutwerte in einem Blutbild

Zu den Blutwerten gehören die unspezifischen Entzündungs-Parameter. Diese schauen sich Mediziner bei einem Verdacht auf eine Krankheit gesondert an. Diese unspezifischen Blutwerte weisen somit auf eine Infektion hin. Sie lassen aber nicht darauf schließen, wo die entzündliche Erkrankung liegt. Zu diesen Parametern zählen die Akute-Phase-Proteine. Die Gruppe schließt das Fibrinogen sowie das Transferrin ein. Des Weiteren teilen sich die Parameter in unterschiedliche Blutwerte. Dazu gehören

  • erneut die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten),
  • die Blutsenkungs-Geschwindigkeit (BSG)
  • und das C-reaktive Protein (CRP).

 

BSG – die Senkungsgeschwindigkeit der Blutkörperchen

Ein weiterer wichtiger Wert besteht in der Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit. Die Kurzform für diesen Fachbegriff lautet BSG. Hierbei geben die Blutwerte an, wie schnell sich die roten Blutkörperchen in der genommenen Probe absetzen.

Dabei befindet sich das Blut eine Stunde lang in einem genormten Rohr. Anschließend folgt die Messung, wie tief die Blutkörperchen sinken. Diesen Wert erfassen die Ärzte in der Einheit Millimeter. Im männlichen Blut liegt die Senkungsgeschwindigkeit bei vier bis zehn Millimetern pro Stunde. Bei Frauen ist der Normalbereich als zehn bis 20 Millimeter in der Stunde definiert.

Erfolgt das Sinken zu rasch, weist dies auf eine Infektion hin. Bei einer möglichen Krankheit existieren im Blut des Betroffenen zahlreiche Eiweiße. Diese bewirken, dass die Blutkörperchen zusammenkleben. Aus diesem Grund gelangen sie im Vergleich schneller auf den Boden des Teströhrchens. Gleichfalls gilt eine erhöhte Geschwindigkeit als ein möglicher Hinweis für einen Entzündungsherd. Rheumatische Erkrankungen sowie Bakterien oder Viren erscheinen als potenzielle Auslöser. Im Umkehrschluss existieren ebenfalls Krankheiten, welche die Blutkörperchen vermehren und damit deren Blutsenkung verlangsamen. Beispielhaft zeigen sich Krankheiten der Leber, die zu derartigen Blutwerten führen.

 

Das CRP als wichtiger Blutwert

Das CRP besteht als einer der wichtigsten Parameter im Blut. CRP bedeutet ausgesprochen “C-reaktive Protein”. Dieser Wert deutet wesentlich schneller auf eine Infektion als die Blutsenkungs-Geschwindigkeit. Schon sechs Stunden nachdem sich die Betroffenen anstecken, erhöht sich diese Protein-Konzentration im Körper. Gleichfalls baut das C-reaktive Protein Erreger und erkrankte Zellen ab. Ein deutlicher Anstieg weist auf eine vermehrte Anzahl der kranken Zellen hin.

Besonders bei einer akuten Infektion eignet sich dieser Blutwert für das zeitnahe Erkennen. Dieser Parameter erscheint bei einer Bronchitis sowie bei einem Herzinfarkt erhöht. Ebenso dient das C-reaktive Protein zu dem Unterteilen von durch Viren und Bakterien ausgelösten Erkrankungen. Bei Männern und Frauen liegt der normale Wert bei unter fünf Milligramm pro Liter.

 

Blutwerte geben Aufschluss über Störungen des Gerinnungssystems

Die Fähigkeit zur Gerinnung verhindert bei Verletzungen einen übermäßigen Blutaustritt. Die Fibrinspaltung übernimmt die Verantwortung für die körpereigene Auflösung eines Blutgerinnsels. In einem gesunden Körper sind beide Systeme gezielt aufeinander abgestimmt. Eine gestörte Blutgerinnung birgt die Gefahr einer Lungenembolie, einer Thrombose oder eines Herzinfarktes.

Um die Blutwerte zu bestimmen, gibt es auch spezifische Faktoren. Hierbei spielen bevorzugt die partielle Thromboplastinzeit (PTT) und TPZ eine tragende Rolle. Der TPZ-Wert stellt das Ergebnis des sogenannten Quicktests dar. Dieser Test gibt die Abweichung der Gerinnungszeit des untersuchten Blutes vom Normalwert in Prozent an. Die genannten Blutwerte untersuchen die zwei Rubriken des Gerinnungssystems. Zu diesen zählen die langsame und die schnelle Kaskade. Letztere setzt sich bei Gewebsverletzungen frei. Dagegen setzt die langsame Kaskade an beschädigten Blutgefäßen an. Blutwerte des Quicktests messen Störungen an der schnellen Kaskade, die partielle Thromboplastinzeit sucht nach Fehlern im langsamen System.

 

Weitere das Blut betreffende Werte

Andere Werte, die bei einer Blutuntersuchung Relevanz erhalten, bestehen in dem Blutdruck und dem Blutzucker. Im gleichen Fall gehört der Cholesterin-Spiegel in diese Kategorie. Cholesterin entsteht als Maß für das Blutfett. Ein zu hoher Wert steigert das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls.

Die Diagnose der Blutzuckerkrankheit Diabetes erfolgt über das Messen des Blutzuckerwertes. Der Blutdruck gibt den Druck des Blutes in einem Blutgefäß an. Bluthochdruck erhöht die Gefahr von Schlaganfällen, Infarkten und weiteren ernst zu nehmenden Gefäßkrankheiten. Im Unterschied zu den bisher vorgestellten Werten erfolgt die Messung ohne Blutabnahme.

Bei den Blutwerten gibt es spezifische und unspezifische Parameter, die die Mediziner bei einer Untersuchung kontrollieren. In einem kleinen Blutbild erhalten sie die Werte der roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen. Um speziell die Leukozyten-Werte genauer zu bestimmen, eignet sich ein großes Blutbild oder ein Differenzialblutbild. Blutwerte wie die Senkungs-Geschwindigkeit und die allgemeine Leukozyten-Anzahl geben als Entzündungs-Parameter Auskunft über Infektionen.

quelle der Werte www.hoehen-apotheke.de