Blutbild: Erhöhte Testosteronwerte beim Mann

Testosteronwert – das männliche Hormon

Testosteron – Sexualhormon des Mannes

Im menschlichen Körper finden sich zahlreiche Hormone im Blutbild. Das Testosteron gilt als das wichtigste männliche Sexualhormon. Allgemein besitzen beide Geschlechter Anteile dieses Androgens, wobei bei Frauen die Konzentration deutlich geringer ausfällt. Die Produktion des Botenstoffes findet bei Männern zu einem Großteil in den Hoden, und in kleinen Mengen in den Nebennierenrinden, statt. Die Eierstöcke und Nebennierenrinden sorgen bei Frauen für das Testosteron.

Um dieses Hormon im Körper zu transportieren, bindet es sich an Eiweiße und gelangt auf diese Art zu den verschiedenen Organen. Hier entwickelt es seine Wirkung und sorgt für das Wachstum des Penis, Hodensackes, der Klitoris, der Behaarung und es beeinflusst den Fett- und Zuckerstoffwechsel. Dieser Artikel befasst sich damit, wie hoch die Testosteron Normalwerte beim Mann ausfallen und wie das Blutbild mit Testosteron aussieht.

Ursachen für erhöhte Testosteronwerte

Ursachen für erhöhte und niedrige Testosteronwerte Urheber: designer491 / 123RF.com

Der Botenstoff Testosteron

Die Testosteron Normalwerte beim Mann liegen bei 8,8 bis 27,0 pg/ml. Allerdings schwankt der Wert stark im Laufe des Lebens. Bei Neugeborenen liegt der Normwert deutlich höher. Bis zum siebten Lebensjahr nimmt er wieder ab. Im Erwachsenenalter bis zum 40. Lebensjahr gilt der oben genannte Normwert, der den höchsten Stand bei einem Mann angibt. Ist der Patient über 40 Jahre alt, sinkt der normale Testosteronwert bis zu circa 5,6 bis 19,0 pg/ml.

Liegt der eigene Wert jenseits des Normalwertes, sind bei erhöhtem und niedrigem Testosteronspiegel irreparable Folgen möglich. Der Botenstoff trägt zum Stoffwechsel bei und steuert die Ausbildung der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale, die Spermienproduktion und die Libido.

 

Das Blutbild –Testosteron Normalwerte beim Mann

Testosteron zählt zu den wichtigsten Sexualhormonen des Menschen. Beide Geschlechter verfügen über diesen Botenstoff, wobei bei Männern der Anteil großer ausfällt. Die Produktion findet in den Hoden, oder bei Frauen in den Eierstöcken statt. Ein kleiner Anteil stammt zusätzlich aus den Nebennierenrinden. Verschiedene Eiweiße, wie Albumin und Globulin, binden das Testosteron im Blut. Auf diese Weise gelangt es in die Organe, wo es zum Einsatz kommt.

 

Testosteronspiegel bestimmen

Um den Testosteronspiegel zu bestimmen, führen Ärzte eine Blutuntersuchung durch. Die besten Ergebnisse liefert eine Blutentnahme am Morgen, weil die Konzentration des Hormons während des Tages ungleichmäßig verläuft. Im Verlauf von 24 Stunden sinkt das Blutbild des Testosterons bis zu 15 Prozent. Bei einem grenzwertigen Wert empfiehlt es sich, eine erneute Messung nach zwei bis vier Wochen durchzuführen. Meist ergibt sich nach der zweiten Durchführung ein Wert im Normbereich.

Der Großteil des Botenstoffes bindet sich für den Transport an Eiweiße, wie SHBG. Ist deren Konzentration zu gering, spiegelt sich dies im Wert des Testosterons wieder. Bei Übergewicht, Erkrankungen der Leber, Niere oder Schilddrüse und bei verschiedenen Medikamenten, führt eine veränderte SHBG-Anzahl zu Messfehlern. Für diese Fälle messen Ärzte freies, ungebundenes Testosteron.

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Messgrößen der Ergebnisse

In Abhängigkeit des Labors, verwenden Mediziner andere Messgrößen, um den Testosteronwert zu bestimmen. Die häufigste Angabe endet auf pq/ml „Picogramm pro Milliliter“, sprich ein millionstel Gramm. Zusätzlich existieren ng/ml, Nanogramm pro Milliliter und mmol/l, Millimol pro Liter.

Diese Angaben in die jeweiligen Einheiten umzurechnen ist aufwendig und nicht sinnvoll. Die beste Variante ist, das Blutbild mit dem Arzt zu besprechen. Für den Fall, dass der Patient den Blutspiegel zu Hause analysiert, stehen verschiedene Laborwerte-Visualizer im Internet zur Verfügung. Diese Programme errechnen eine Prozentzahl, die den Zustand zum Normwert verdeutlicht, ohne Zahlen oder Einheiten zu nennen.

 

Testosteron Normalwerte beim Mann

Bei einem neugeborenen männlichen Menschen liegt der Normwert zwischen 5,27 und 11,8 Picogramm pro Milliliter. Zwischen der zweiten und siebten Lebenswoche reduziert sich dieser Wert auf 4,04 bis 8,46 pg/ml und sinkt bis zum siebten Lebensjahr auf unter 0,29 pg/ml. Der Normwert hängt stark vom Alter des Patienten ab. Nach der Vollendung des siebten Lebensjahres steigt der Testosteronspiegel an. Zwischen einem Alter von 18 und 39 Jahren liegt der Normwert beim Mann zwischen 8,8 und 27,0 pg/ml. Circa ab 40 baut sich der Gehalt des Hormons ab und sinkt bis 59 Jahre auf 7,2 bis 23,0 pg/ml. Nach vollendetem 60. Lebensjahr gelten Werte zwischen 5,6 und 19,0 pg/ml als normal.

 

Normwerte einer Frau im Vergleich

Im gesamten Leben einer Frau ist der Testosteronwert niedriger, als der des Mannes. In den ersten Lebenswochen eines weiblichen Babys liegt der Normwert bei bis zu 9,74 pg/ml. In den nächsten sieben Jahren nimmt der Testosteronanteil im Blut bis unter 0,34 pg/ml ab. Ab dem achten Lebensjahr und dem 17. schwankt der Spiegel zwischen 0,55 pg/ml und 2,12 pg/ml. Als junger Erwachsener bis 40 Jahre sind Normwerte bis 2,57 pg/ml möglich. Von da an sinkt der Testosteronwert kontinuierlich bis er bei einem Alter von circa 60 Jahren unter 1,55 pg/ml liegt.

 

Ursachen für erhöhte und niedrige Testosteronwerte

Die Ursache von einem niedrigen Testosteronspiegel sind schwere Allgemeinerkrankungen, größere Gewichtsabnahme, Stress und Alkoholismus. Die Konzentration nimmt zusätzlich ab, wenn Schädigungen der Hoden oder Eierstöcke vorliegen, wie bei Verletzungen, Tumore oder Entzündungen. Die Einnahme bestimmter Medikamente, wie die Pille oder Glukokortikoide, und bestimmte Krankheiten, wie Morbus Addison oder das Klinefelter-Syndrom, führen zu geringen Testosteronwerten.

Zu hohe Werte treten auf, wenn die Nebennierenrinden, Hoden oder Eierstöcke, bedingt durch Tumore, übermäßig viel Testosteron ausschütten. Zusätzlich ist eine erhöhte Einnahme als Dopingmittel eine mögliche Ursache. Bestimmte angeborene Erkrankungen, wie das adrenogenitale Syndrom und eine komplette Androgenresistenz, begünstigen einen erhöhten Testosteronspiegel. Bei Frauen besteht die Möglichkeit, dass sie an einem polyzystischen Ovarialsyndrom leiden.

 

Testosteronmangel und seine Auswirkungen

Aufgrund dessen, dass die Frau geringere Normwerte aufweist, als der Mann, führen Schwankungen des Testosteronspiegels zu größeren Auswirkungen bei Männern. Ein Mangel des Hormons bewirkt eine schlechtere Ausbildung der Geschlechtsorgane. Verfügt der männliche Körper, vor oder während der Pubertät, über zu wenig Testosteron, ist es unter Umständen notwendig, den Botenstoff künstlich beizugeben. Eine zu niedrige Konzentration verhindert das selbstständige Auslösen der Pubertät.

Besteht im Erwachsenenalter ein Testosteronmangel, ist es möglich, dass der Mann an Unfruchtbarkeit leidet. Eine künstliche Zufuhr des Androgens regt die Spermienproduktion an, um eine natürliche Vaterschaft zu gewährleisten. Zusätzlich treten verschiedene Beschwerden auf, wie Lustlosigkeit, geschwächte Libido, Müdigkeit und Erektionsstörungen.

 

Überschuss des männlichen Botenstoffes

Ein, in einem längeren Zeitraum, erhöhter Testosteronspiegel hat schwere Nebenwirkungen zur Folge. Sportler, die es mit dem Doping übertreiben, verwenden meist eine zu hohe Dosierung. Der positive Effekt ist, dass der Mann schneller Muskelmasse aufbaut und höhere Leistungen erzielt. Der Überschuss des Testosterons zieht Schäden mit sich, wie Herzmuskelschwäche, Leberkrebs, Schlaganfälle und Schilddrüsenüberfunktion.

Zeigt das Blutbild beim Testosteron einen dauerhaft erhöhten Wert, richtet dies einen irreparablen Schaden an der Spermienproduktion in den Hoden an. Zusätzlich leidet die Psyche am Überschuss, was zu Konzentrationsstörungen, Depressionen, Stimmungsschwankungen und verminderter Gedächtnisleistung führt.


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