Veränderte Blutwerte bei Rheuma

Die verschiedenen Blutwerte bei einer Rheuma-Erkrankung

Einen der wichtigsten Blutwerte bei Rheuma stellt der Rheuma-Faktor (RF) dar. Dabei handelt es sich um einen Antikörper, welcher bei einem erhöhten Auftreten der Rheuma-Diagnose dient.

Die Normbereiche des Rheumafaktors

Bei dem Antikörper gegen das Immunglobin G gibt es bei Männern und Frauen in der Regel keine Untergrenze. Ein zu niedriger Rheuma-Faktor besitzt demnach keine medizinische Bedeutung. Jedoch existieren Obergrenzen im Normbereich. Diese liegen bei beiden Geschlechtern bei zehn bis 20 „internationalen Einheiten“ pro Milliliter Blut. Minimale Abweichungen erklären sich aufgrund der angewendeten Messmethode.

Das Blutsystem und der Sauerstoff

Die Messung des Rheuma-Faktors

Der Rheuma-Faktor besteht als Antikörper gegen das im Körper befindliche Immunglobulin G. Dabei zählt er zu den Immunglobulinen:

  • IgM,
  • IgG,
  • IgA
  • und IgE.

Als wichtiges Teilstück zur Rheuma-Diagnose erhält das positive oder negative Mess-Ergebnis des Rheuma-Faktors eine wichtige Rolle. Bei 50 Prozent der von rheumatoider Arthritis betroffenen Patienten erscheint der Faktor positiv. Zudem gibt es eine Erhöhung dieses Blutwerts bei Erkrankungen des Skelett- und Muskelsystems. Daher geben die Blutwerte bei Rheuma nicht allein Aufschluss über die Krankheit. Die Ärzte achten vorwiegend auf körperliche Symptome wie Knochen-Ablagerungen an den Gelenken.

Der erhöhte Rheuma-Faktor und seine Bedeutung

Ein gesteigerter Rheuma-Faktor deutet auf rheumatoide Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis, das Sicca-Syndrom und Sklerodermie hin. Ebenfalls zeigt sich der Antikörper bei Leberzirrhose und Entzündungen der Gefäße (Kryoglobulinämie) erhöht. Leidet der Patient nicht unter einer rheumatoiden Krankheit, sprechen die Mediziner von falschen positiven Werten. Diese treten bei verschiedenen Erkrankungen und Infektionen auf. Dazu gehören beispielsweise Tuberkulose, bösartige Tumore und Virus-Infektionen. Auch nach einer Chemotherapie besteht die Möglichkeit eines positiven Rheuma-Faktors.

Anzeichen, die auf eine rheumatoide Erkrankung hinweisen, bestehen im kleinen Blutbild in einem Ansteigen der roten und weißen Blutkörperchen. Zudem erhöht sich die Senkgeschwindigkeit der Hämozyten (BSG) und des C-reaktiven-Proteins (CRB).

Bei den Blutwerten bei Rheuma erhält der Rheuma-Faktor bei einer Blutuntersuchung eine hohe Priorität. Hierbei handelt es sich um den Antikörper gegen das Immunglobin G, der bei betroffenen Patienten in hoher Zahl vorkommt. Da der Rheuma-Faktor auch bei anderen Krankheiten ansteigt, untersuchen die Ärzte für eine genaue Diagnose die körperlichen Symptome des Patienten.


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