Gamma GT (GGT) im Blut und Blutbild

aktualisiert 10.05.2017 veröffentlicht von: Anna Nilsson

Gamma GT (GGT) stellt ein Enzym dar, das sich für den Stoffwechsel im Körper verantwortlich zeigt. Seine Bildung erfolgt in der Leber, den Nieren, der Bauchspeicheldrüse, der Milz und im Dünndarm. Die Abkürzung GGT steht in der Medizin für das Enzym „Gamma-Glutamyl-Transferase“.  Was das Stoffwechsel-Enzym im Blut und in der Analyse im Blutbild über unsere Gesundheit aussagt und welche Werte im Blutbild normal sind erfahren Sie hier:

Blutröhrchen

Blutprobe © Shawn Hempel – Fotolia.com


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Das Enzym GGT und seine Wirkung auf den Organismus

Die Zellen im menschlichen Organismus brauchen das Enzym Gamma GT für den Eiweiß-Stoffwechsel.

Der aus dem Blut erhaltene Gamma-GT-Wert kommt zum großen Teil aus den Zellen der in der Leber befindlichen Gallengänge. Diese leiten die von der Leber gebildete Gallenflüssigkeit in die Gallenblase. Diese Substanz enthält eine große Menge des Enzyms. Sie gelangt später in den Darm, um dort den Verdauungsvorgang zu fördern. Das Gamma GT verfügt über besondere Merkmale. Als Enzym befindet es sich nicht in den Körperzellen. Stattdessen liegt es auf der Zelloberfläche auf. Deutlich erkennen dies Interessierte in Blutproben, die sie unter ein Mikroskop legen.

Der Wert des Gamma GT im Blutserum gilt hauptsächlich als leberspezifischer Marker. Andere Transaminasen bestehen in dem ALT und dem AST. Ebenso deutet der Anstieg der Gamma-Glutamyl-Transferase auf andere Krankheiten – beispielsweise das Herz betreffend – hin.

 

Das Gamma GT und die Blutwerte?

Der Arzt misst den Gamma-GT-Wert im Blut, insbesondere bei Verdacht auf eine Infektion der Leber oder der Gallengänge. Die Angabe des Wertes erfolgt in Units pro Liter (U/l).

Das Erhöhen dieses Wertes gibt Auskunft über eine Infektion innerhalb der Gallenwege. Speziell bei einem Gallenstau – Cholestase genannt – steigert sich die Gamma-GT-Konzentration im Blut des Betroffenen. Weiterhin vermehrt sich dieses Enzym im Organismus, wenn die Patienten viel Alkohol zu sich nehmen. Somit steht das Gamma GT als typisches Anzeichen für einen Alkoholmissbrauch.

Andere Erkrankungen im Zusammenhang mit Gamma GT

Das Gamma GT spielt in der Medizin eine Rolle, wenn Ärzte Krankheiten der Bauchspeicheldrüse, der Niere oder des Herzens vermuten.

Eine Reihe von Gallen-Krankheiten zeigen sich für ein erhöhtes Gamma GT verantwortlich. Gallensteine führen zu einem Rückstau von Gallenflüssigkeit und somit zu dem Erhöhen des Gamma-GT-Enzyms. Der Gamma-GT-Wert erlaubt allerdings keine Rückschlüsse auf das eigentliche Ausmaß der Krankheit. Diese muss der Arzt im Zusammenhang mit weiteren Blutwerten sowie anhand weiterer Untersuchungen genauer bestimmen.

Allerdings kommt es in einigen Fällen zu einem komplizierten Beurteilen des Wertes. Dies liegt daran, dass sich dieser bei verschiedenen Krankheiten im Körper erhöht. Zu diesen Infektionen zählen

  • der Gallenstau,
  • die akute durch Viren bedinge Leberentzündung (Virushepatitis),
  • die chronische Leberentzündung durch vermehrten Alkoholkonsum (Alkoholhepatitis),
  • die akute Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis),
  • der Pankreaskarzinom genannte Bauchspeicheldrüsen-Krebs,
  • Krankheiten der Nieren,
  • der Herzinfarkt,
  • Diabetes mellitus,
  • veränderte Werte im Gehirn des Patienten
  • sowie der Bluthochdruck (Hypertonie).

Bereits ein bis zwei Gläser Wein oder Bier genügen, um den Wert deutlich ansteigen zu lassen. Dies liegt an einem in der Fachsprache Enzyminduktion genannten Vorgang. Aber auch bestimmte Medikamente, vor allem Kontrazeptiva und Steroidhormone, bedingen einen erhöhten Wert an Gamma GT.

Im Fall von drastischen Verbrennungen tritt bei den Betroffenen ebenfalls ein hoher Wert des Enzyms auf. Eine verminderte Konzentration des Gamma GT im Körper weist nicht auf eine krankhafte Situation hin.

 

Die normalen Gamma GT Werte

Weicht das Gamma GT nicht von den Normalwerten ab, gibt diese Tatsache Auskunft über den Gesundheitszustand des Patienten. Bei den Werten in einem normalen Bereich besteht keine Gefahr, an Krankheiten der Leber oder der Galle zu leiden.

 

Gamma GT Werte

Bei gesunden Frauen liegt das Gamma GT in der Regel bei:

7 bis 40 U/l bzw. bis 0,63 µkat/l

Bei Männern beträgt der Normalwert

10 bis 55 U/l bzw.  bis 0,92 µkat/l

U/l bedeutet Units pro Liter.
µkat/l bedeutet Mikro und Kat und ist die internationale Einheit

 

Abweichung der Werte

Einige Geräte zur Gamma GT Messung stellen leicht veränderte Werte als Normwerte da, deshalb ist in jedem Fall eine ärztiche bzw. labordiagnostische Untersuchung anzuraten.

Allerdings ist die Gamma-GT-Konzentration starken tageszeitlichen und jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen. Die unterschiedlichen Ergebnisse bei dem Messen zu verschiedenen Jahreszeiten sind normal. Speziell in den kälteren Monaten leiden viele Menschen unter einer leichten Grippe. Diese besteht als ein Grund für einen unregelmäßig schwankenden Gamma-GT-Spiegel. Ebenso weisen die Werte bei Kindern deutliche Abweichungen auf. Ein bis zwölf Jahre alte Kinder besitzen einen Wert von 22 Units pro Liter. In manchen Fällen erhöht sich dieser mit dem sechsten Lebensjahr auf durchschnittlich 39 Units pro Liter. Babys haben bis zum 30. Tag ihres Lebens einen Gamma-GT-Wert von 132 Units pro Liter.

Des Weiteren muss der Arzt das Gamma GT zusammen mit anderen Laborwerten betrachten. Dies erscheint wichtig, um genaue Rückschlüsse auf eine Krankheit der Leber oder anderer Organe zu ziehen.

 

Der veränderte Gamma-GT-Wert und die Ursachen

Im Regelfall besitzt ein verringerter Wert des Gamma-GT keinen Krankheitswert. Vorrangig bei Personen, die sich sportlich betätigen oder einem stressigen Beruf nachgehen, kommt es Schwankungen des Leberwerts. In dem Fall deutet auch eine leichte Erhöhung nicht auf eine Krankheit hin. Steigt der Wert über einen längeren Zeitraum kontinuierlich an, diagnostizieren die Ärzte unter Umständen eine Leberzirrhose. Im Verlauf der Krankheit fühlt sich die Leber zunehmend kleiner und härter an.

Dabei sterben die Leberzellen ab, sodass sich die Konzentration der Leberenzyme im Blut erhöht. Vorwiegend betrifft das das aus den Zellen der Gallengänge stammende Gamma-GT. Durch die Messung des Werts besteht die Möglichkeit, die Ursache für die Zirrhose herauszufinden. Ein anderer Begriff für das Phänomen lautet Schrumpfleber, da sich das Gewebe unabänderlich in Binde- und Narbengewebe um. Nicht ausschließlich ein vermehrter Alkoholkonsum führt zu der gesundheitlichen Komplikation. Gleichzeitig rührt sie aus einer Hepatitis. Demnach steigt die Menge des Gamma-GT im Blut aufgrund einer Kombination aus verschiedenen Erkrankungen.

Durch den voranschreitenden Umbau des Lebergewebes folgt ohne Behandlung die Beeinträchtigung der Leberfunktion. Durch das akute Leberversagen finden die Betroffenen innerhalb kurzer Zeit den Tod. Daher besteht die Notwendigkeit, einem veränderten Gamma-GT-Wert nachzugehen.

 

Erhöhter Gamma-GT-Wert ohne Ursache

In einigen Fällen weisen gesunde Patienten einen stark erhöhten Gamma-GT-Wert auf. Nehmen sie keinen Alkohol zu sich, deutet der Blutwert nicht auf einen alkoholbedingten Leberschaden hin. Kommt es zu einer Steigerung des Werts, ohne dass weitere Auffälligkeiten auftreten, steht die Anamnese im Vordergrund. Die Ärzte besprechen mit den Patienten, welche Ursachen für das veränderte Gamma-GT infrage kommen. Zusätzlich klären sie bei der unerklärbaren Leberwerterhöhung typische Krankheitsbilder ab. Dazu zählen beispielsweise Hepatitis B und C.

Selten gehen die gesundheitlichen Komplikationen ohne äußerliche Symptome einher. In diesen Fällen weist ausschließlich der gesteigerte Gamma-GT-Wert auf die Erkrankung hin. Um diese auszuschließen, nehmen die Mediziner die Messung von Anti-HCV vor. Ebenso bestimmen sie das HBsAg. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass pharmazeutische Präparate zum Anstieg des Blutwerts führen. In der Regel erfragt Ihr Hausarzt, ob Sie Nahrungsergänzungsmittel oder pflanzliche Arzneien konsumieren.

 

Steigt der Gamma-GT-Wert ist die Ursache beispielsweise ein genetischer Defekt. Bei der Erkrankung stellt die Erhöhung des isolierten Gamma-GT kein typisches Symptom dar. Dennoch bewährt es sich, das Ferritin sowie das Alpha1-Antitrypsin in Erfahrung zu bringen. Findet sich bei den Untersuchungen kein Hinweis auf eine erblich bedingte Steigerung, besprechen die Ärzte das weitere Vorgehen mit den Betroffenen. Gleiches geschieht, wenn keine Beweise für einen medikamentös verursachten Anstieg des Werts existieren. Oftmals empfehlen die Mediziner eine Leberpunktion. Speziell bei Patienten, deren Gamma-GT über 200 bis 300 Units pro Liter steigt, kommt die Methode zum Einsatz.

Das Ergebnis der medizinischen Maßnahme gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Erkrankungen des Organs. Bei einer geringen Leberwerterhöhung beobachten die Experten den Verlauf der gesundheitlichen Komplikation. In Intervallen von einem halben Jahr oder zwölf Monaten führen sie bei den Betroffenen einen Ultraschall sowie eine Laboruntersuchung durch.

 

 

Warum der Gamma-GT-Anstieg Infektionen anzeigt

Das Gamma GT übernimmt die Aufgabe, Schadstoffe im Körper in andere, für den Organismus unschädliche Stoffe umzuwandeln. Zu diesen schädlichen Substanzen zählen beispielsweise Alkohol oder Gifte. Anschließend unterstützt das Enzym den Körper bei der Verdauung.Ein Anstieg des Gamma GT über den Normalwert deutet auf ein Problem im Organismus hin. Das Enzym gewährleistet nicht länger den Abbau von Schadstoffen im Körper. Die Gründe liegen in einer falschen Ernährung oder Krankheiten.

 

Welche weiteren Faktoren beeinflussen das Gamma GT?

Unregelmäßige Werte bei dem Gamma GT erscheinen als Merkmal einer körperlichen Belastung. Diese entsteht bei einer verfetteten Leber als Folge von starkem Übergewicht. Schon kleine Abweichungen der Gamma-GT-Konzentration geben Aufschluss über gebildete Metastasen in der Leber. Tumore in der Prostata sowie in dem Dickdarm beeinflussen das Gamma GT im Körper zusätzlich.

Das Gamma GT und das Herz

Ein geringer Anstieg des Gamma GT über den Normalwert gibt Anlass zu weiteren Tests und Befunden. Ausschließlich in einem solchen Fall kann der Arzt teilweise gefährliche Krankheiten wie Krebs im Frühstadium erkennen und erfolgreich behandeln.

Patienten mit erhöhtem Gamma GT in Kombination mit Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhtem Cholesterinspiegel haben ein größeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Dies belegen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse.

 

Das Gamma GT und die Herzkranzgefäße

Der isolierte Anstieg des Enzyms Gamma GT ohne den Konsum von alkoholischen Getränken weist nicht explizit auf eine Leberpathologie hin. Vielmehr deutet dieses Resultat auf ein gesteigertes KHK-Risiko hin. KHK besteht als Kurzform für eine koronare Herzkrankheit. Hierbei handelt es sich um eine Infektion an den Herzkranzgefäßen. Diese heißen in der Medizin Koronar-Arterien.

Speziell im Bereich des Herzens sorgt das Enzym Gamma GT für das schnelle Übertragen des Glutamyl-Restes auf die Peptide. Dieser Vorgang geschieht im gesamten Körper und erscheint nicht ausschließlich leberspezifisch. Die hohe Gamma-GT-Konzentration resultiert nicht zwangsläufig aus einer Infektion der Leber. Trotzdem hielt sich dieser Irrglaube lange in der Medizin. Als zellmembran-ständiges Enzym steigert sich das Gamma GT im Blut, wenn es sich von der Zellmembran ablöst. Beispielsweise passiert dies bei dem erwähnten Gallenstau. Darum gilt das Gamma GT als zuverlässiger Cholestase-Parameter. Bei dieser Krankheit kommt es gleichzeitig zu einem Anstieg der alkalischen Phosphatase (AP). Somit gibt das Gamma GT separat betrachtet keinen Aufschluss auf eine Gallen-Infektion.

Trotzdem gibt das isolierte Erhöhen des Gamma-GT-Wertes für den Betroffenen Grund zur Sorge. Dieser leidet an einer verstärkten kardiovaskulären Mortalität. Dies bedeutet, dass das Risiko, an einer das Herz betreffenden Infektion zu sterben, besteht.

 

Wie stellt sich der Zusammenhang von Gamma GT und Herzkrankheiten dar?

Das enge Zusammenspiel zwischen dem Gamma GT und dem Herzen liegt an den zellulären Oxidations-Prozessen. Somit besteht die Option, in dem Enzym ein Parameter für oxidativen Stress zu sehen. Der oxidative Stress besteht als problematische Lage des Stoffwechsels. Bei dieser überschreitet die Konzentration der reaktiven Sauerstoff-Zusammenschlüsse den physiologischen Wert.

Laut neuester Studien prägt sich dieser Zusammenhang stark aus. Die gesamte Sterblichkeit bei einem Anstieg des Gamma GT steigert sich um bis zu 65 Prozent. Die Todesursachen lagen bei dem Untersuchen ausnahmslos in kardiovaskulären Krankheiten. Praktisch bedeutet dies, dass bei einer hohen Konzentration an Gamma GT ohne gleichzeitigen Anstieg von AP und Bilirubin keine Leberkrankheit vorliegt. Stattdessen obliegt den entsprechenden Hausärzten das Abklären kardiovaskulärer Risikofaktoren. Eine Therapie bildet eine unbedingte Folge.

 

Ein Pilz als Ursache für Gamma-GT-Wert

Der Gamma-GT-Wert steigt nicht ausschließlich aufgrund des Alkoholkonsums. Bemerken die Ärzte bei einer Blutuntersuchung die Steigerung des Werts, fragen sie nach Ihrer Lebensweise. Ernähren Sie sich gesund und trinken wenig alkoholische Getränke, weist der Anstieg beispielsweise auf eine Infektion mit Candida parapsilosis hin. Hierbei handelt es sich um einen Pilz, der sich ähnlich wie Alkoholkonsum auf die Leber auswirkt. Vorrangig befällt der Hefepilz Personen, die unter einer schwachen Immunabwehr leiden.

 

Leberentzündung führt zu erhöhtem Gamma-GT-Wert

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die virale Hepatitis den deutlichen Anstieg des charakteristischen Leberwerts verursacht. In der Fachsprache verwenden die Ärzte den Ausdruck Virushepatitis. Sie stellt eine akute oder chronische Infektion des Organs durch bestimmte Erreger dar. Dadurch leiden die Patienten an einer Entzündung des Leberparenchyms. Letzteres fungiert als organspezifisches Gewebe. Die virale Hepatitis lösen die Hepatitisviren A bis E aus. In fünf Prozent der Fälle existieren veränderte Erregerstämme. Diese bezeichnen die Mediziner als Hepatitis-F-Virus oder Hepatitis-G-Virus.

Oftmals sorgen die Viren nicht für eine Beschädigung der Hepatozyten genannten Leberzellen. Stattdessen verursachen sie eine Veränderung der Oberflächenantigenstruktur. In der Folge identifizieren die T-Lymphozyten die Zellen als Fremdkörper und formulieren eine entsprechende Immunantwort. Dadurch entstehen Verletzungen im Organgewebe. Bei einem cholestatischen Verlauf der Erkrankung folgt eine intrahepatische Cholestase. Im Zuge des Phänomens erhöhen sich die alkalische Phosphatase und der der Gamma-GT-Wert.

Kommt die Krankheit für den hohen Gamma-GT-Wert als Ursache infrage, kontrollieren die Ärzte die auftretenden Symptome. Beispielsweise leiden Patienten, die eine virale Hepatitis aufweisen, an:

  • Fieber,
  • Beschwerden im Oberbauch,
  • Inappetenz,
  • Myalgien
  • und Übelkeit.

 

Die Myalgie stellt das Fremdwort für den Muskelschmerz dar. Durch den cholestatischen Verlauf der gesundheitlichen Komplikation kommt es gleichermaßen zu dunklem Urin und einem entfärbten Stuhl. Bemerken Sie, dass mehrere dieser Anzeichen zusammen auftreten, suchen Sie besser umgehend Ihren Hausarzt auf. Dieser entnimmt eine Blutprobe und bringt die Konzentration des Gamma-GT in Erfahrung. Aufgrund einer zeitnahen Diagnose profitieren Sie von einer schnellen Behandlung und der Linderung der Schmerzen.

Bleibt die virale Hepatitis unbehandelt, drohen im schlimmsten Fall starke Leberschäden sowie der Tod. Allein im Jahr 2013 verstarben 1,45 Millionen Menschen aufgrund der Erkrankung. Zu dem Ergebnis kommt die Studie: „The global burden of viral hepatitis from 1990 to 2013: findings from the Global Burden of Disease Study 2013“. Hierbei untersuchten zahlreiche Mediziner die Ursache für das Phänomen und analysierten zu dem Zweck Daten einer vorangegangenen Studie. Zu den Verfassern zählen Dr. Jeffrey Stannaway et al.

 

 

Das Gamma-GT und das Vitamin D

Das Vitamin D3 nennen die Mediziner auch Calciol oder Cholecalciferol. In Deutschland leiden zahlreiche Personen an einem Vitamin-Mangel, da sie sich wenig im Sonnenlicht aufhalten. Fehlt der als Sonnenvitamin bezeichnete Zusatzstoff im Blut, erhöhen sich die Leberwerte. Dazu zählt der Gamma-GT-Wert, da dessen Bildung maßgeblich von dem Cholecalciferol abhängt. Im Umkehrschluss gibt ein erhöhter Leberwert Auskunft über das Fehlen des Vitamin D. Durch das zerstörte Gewebe gelingt es dem Organ nicht länger, aufgenommene Calciol in das Vitamin-D-Hormon umzuwandeln. Hierbei handelt es sich um das Calcitriol.

Durch den regelmäßigen Aufenthalt im Freien profitieren Sie von einer verbesserten Eigensynthese des Cholecalciferols unter Einfluss der Sonnenstrahlen. In der Winterzeit bewährt es sich, Vitamin-D-Präparate zu konsumieren. Dadurch beeinflussen Sie die körpereigenen Abwehrkräfte positiv und verringern das Risiko einer viralen Hepatitis oder anderer Krankheiten.

 

 

Den erhöhten Wert des Enzyms frühzeitig erkennen

Wie erwähnt, deutet ein überhöhtes Gamma GT im Blut auf eine Infektion von Leber, Galle oder Nieren hin. Doch in vielen Fällen liegt deren Ursache in einer ungesunden Lebensweise und Nahrung.

Zu viel Alkohol, fette Kost und mangelndes Bewegen führen über kurz oder lang zu dem Verfetten der Leber und Leberzirrhose. Die Leber zeigt sich in diesem Fall nicht in der Lage, die Giftstoffe im Körper abzubauen. Einen bemerkenswerten Fakt stellt das schnelle Schwanken des Gamma-GT-Wertes in Krankheitsfällen dar. Dabei zeigt sich, dass sich das Gamma GT vor dem Auftreten von Symptomen wie Bauchschmerzen, Übelkeit oder Gelbfärbung der Haut erhöht.Daher sollte jeder Mensch die angebotenen Check-ups beim Arzt wahrnehmen. Ausschließlich in diesem Fall besteht die Option, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

 

Wie senken Betroffene ihren Gamma-GT-Wert?

Hat der Arzt im Rahmen eines Checks einen Anstieg des Enzyms Gamma GT diagnostiziert, führt er weitere Tests durch. Weiterhin befragt er den Patienten nach seinen Lebensgewohnheiten und seiner Ernährung. Erhöhte GGT-Werte bilden kein Schicksal der Natur. Ein Umstellen der Kost bringen sie in vielen Fällen zurück in den Normalbereich.

Um dies zu verwirklichen, gibt es verschiedene Methoden. Dazu gehört der konsequente Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie eine ausgewogene und fettarme Nahrung. Hierbei konsumieren die Betroffenen viel frisches Obst und Gemüse sowie pflanzliche Produkte. Eine bedeutende Rolle in der Nahrungsaufnahme spielen die Vitamine und Mineralstoffe. Die Patienten trinken am Tag mindestens eineinhalb bis zwei Liter Wasser. Ebenso bietet sich Saft an, um den Körper mit genügend Flüssigkeit zu versorgen. Einen positiven Einfluss auf das Gamma GT bringt das ausreichende und regelmäßige Bewegen. Nach Möglichkeit gehen die Betroffenen an der frischen Luft spazieren. Dies führt zu einem Abbau von Stress durch das tägliche Entspannen.

Die Leber ist im Anfangsstadium durchaus in der Lage, sich beim Einhalten der Verhaltensregeln wieder zu erholen. Menschen, die zu einem erhöhten Gamma GT neigen, suchen in ihrem eigenen Interesse regelmäßig ihren Hausarzt auf. Dieser kontrolliert die Leberwerte.

Mit einer gesunden Lebensweise steuern sie folgenschweren Krankheiten rechtzeitig entgegen. Ab einem bestimmten Alter übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einen Check-up beim Arzt.

 

Zusammenfassung –  Gamma GT

Das Enzym Gamma GT besteht im menschlichen Blut als relevanter Parameter für verschiedene Probleme. Ein Anstieg dieses Wertes erfolgt bei Infektionen der Galle, der Leber, der Nieren sowie bei Herzkrankheiten. Des Weiteren steigert sich die Gamma-GT-Konzentration bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten und übermäßigem Alkoholgenuss. Um Rückschlüsse auf die genaue Komplikation zu ziehen, messen die Ärzte neben dem Gamma GT noch andere Werte. Mithilfe unterschiedlicher Maßnahmen senken Interessierte einen zu hohen Gamma-GT-Spiegel wieder. Ab einem bestimmten Alter übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für einen Check-up beim Arzt.

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Quellen und Literatur:

H.Renz-Polster, S.Krautzig: Basislehrbuch Innere Medizin. 3. Auflage. München
N. Heisterkamp, J. Groffen The human gamma-glutamyltransferase gene family.

weiterführende Information:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/hepatitis/article/823567/gamma-gt-schlechtes-zeichen-aber-nicht-leber.html

Themen zur Leber:

 

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