Bluttest und Blutuntersuchungen was wird untersucht?

Was ist ein Bluttest als Blutuntersuchung?

Blutuntersuchungen umfassen die labortechnische Auswertung der festen Blutbausteine, wie rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen sowie des Blutplasma. Je nach Funktion der Blutanalyse prüft der Arzt ausgewählte Bausteine des Blutes oder die Relation der festen Blutbestandteile zu flüssigen.

Bei einer Blutuntersuchung entnimmt der Arzt zunächst menschliches oder tierisches Blut mithilfe einer Kanüle aus einer Vene. Dieses untersucht er entweder im praxiseigenen oder externen Labor oder vergibt den Auftrag an ein externes. Die Blutuntersuchung stellt einen wichtigen Bestandteil der Laboratoriums-Medizin dar. Hierbei spielt die Schnittstelle der Medizin zur Chemie oder Molekularbiologie eine tragende Rolle.

5 Fragen zur Blutuntersuchung / Bluttest an den Experten:

von Prof. v. Schrenck
Medizinisches Labor Hamburg Stephansplatz, www.labor-stephansplatz.de

 

1. Wann ist ein Bluttest sinnvoll:

Zahlreiche Erkrankungen verursachen zunächst keinerlei Symptome. Der Satz „Man ist so gesund, wie man sich fühlt!“ stimmt leider nicht immer.
Durch einen Bluttest / moderne Labordiagnostik können durch verschiedene Blutwerte Risikofaktoren zuverlässig erkannt werden und damit die Weichen für eine geeignete Vorsorge bzw. Therapie gestellt werden. (z.B. Cholesterin-Werte, Blutzucker, Blutfette, Harnsäure, Nierenwerte, Leberwerte, ).

blutabnahme 

 

Hat der Patient bereits Symptome/Beschwerden, dient die Blutuntersuchung der Diagnosestellung einer bestimmten Erkrankung. (z.B. der Patient fühlt sich müde und schlapp, die Diagnose Blutarmut (Anämie)/Eisenmangel wird über einen erniedrigten Ferritinwert im Blut gestellt).

Bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen wird eine Blutanalyse zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs herangezogen (z.B. bei Diabetes mellitus: Blutzucker- und HbA1c-Wert).

 

Vor Operationen werden Blutuntersuchungen durchgeführt, um mögliche Risikofaktoren oder Vorerkrankungen zu erkennen (z.B. Störungen der Blutgerinnung, Infektionen)

 

In Notfallsituationen geben bestimmte Laborwerte (z.B. best. Elektrolyte oder Blutbild) wichtige Hinweise auf den Zustand des Patienten und weitere nötige Maßnahmen.

 

Eine Blutuntersuchung deckt verschiedene sexuell übertragbare Krankheiten auf, wie z.B. HIV, Hepatitis B+C, Chlamydien und Syphilis. Oft verlaufen diese Infektionen ohne Symptome, können jedoch weitreichende gesundheitliche Folgen haben und gefährliche Ansteckungen ermöglichen.

 

2. Das Blutbild:

Man unterscheidet das kleine vom großen Blutbild.

Das kleine Blutbild gibt Auskunft über die Konzentration der Blutzellen: rote Blutkörperchen (Erythrozyten), weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten), sowie die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) und den sog. Hämatokritwert. Anhand der Menge und Zusammensetzung dieser Bestandteile kann ein Hinweis auf verschiedene Erkrankungen erhalten werden.

Das große Blutbild liefert darüber hinaus noch weitere Blutwerte (sog. Differentialblutbild), in dem festgestellt wird, aus welchen Untergruppen sich die Leukozyten zusammensetzen.
Das Blutbild gibt jedoch keine Aussage z.B. über die Blutfette, über die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen oder über bestimmte Stoffwechselerkrankungen und Risiken. Je nach Fragestellung werden also verschiedene Tests aus einem breit gefächerten Analysenspektrum durchgeführt. Das Blutbild wird in verschiedenen Situationen durchgeführt, z.B. bei einer Routineuntersuchung oder einem Verdacht auf eine Infektion.

 

3. Wo findet die Blutuntersuchung statt:

Es findet eine Blutentnahme aus der Vene statt (normalerweise Armbeuge)

 

4. Was ist vor der Blutuntersuchung zu beachten:

Bei bestimmten Blutanalysen (z.B. für einige Blutfette (Triglyceride) und Blutzuckermessung) sollte der Patient bei der Blutabnahme nüchtern sein, also mind. 8-12 h nichts gegessen haben. Die Blutentnahme wird deshalb in der Regel morgens angeboten. Bei bestimmten Hormonuntersuchungen müssen tageszeitliche Schwankungen beachtet werden.

 

5. Wo kann man die Blutuntersuchung durchführen lassen?

Was viele nicht wissen: Die Blutentnahme muss nicht zwingend beim Hausarzt erfolgen. Auch als Privatperson kann man sich direkt an ein Labor wenden und dort bestimmte Blutuntersuchungen durchführen lassen. So bieten einige Medizinische Labore bereits spezielle Services für eine schnelle und bequeme Blutanalyse, teilweise mit ärztlicher Beratung, an.

Das Blut ist das Lebenselixier des Menschen. Gibt es eine Fehlfunktion im Körper, stellt der Arzt die Ursache anhand einer Blutuntersuchung fest. Eine Blutuntersuchung ist eine klinische Analyse des Blutes. Sie dient der Untersuchung von Quantität und Bau der Blutbestandteile.

 


 

Wir beantworten weitere Fragen zur den Bluttests

 

Wann ist eine Blutuntersuchung sinnvoll?

Die Entscheidung für eine Blutanalyse resultiert aus verschiedenen Gründen. Treten beim Patienten mit einer Fehlfunktion des Blutes zusammenhängende Beschwerden auf,verordnet der Arzt eine Analyse des Blutes. So sieht er, ob eine Erkrankung bei einem oder mehreren Organen vorliegt. Dies erkennt er an den Werten der Schilddrüse, der Nieren und der Leber. Außerdem wendet er das Mittel zur Diagnose bei Verdacht auf eine Vergiftung oder eine Infektion an.

In bestimmten Fällen erfolgt die Blutuntersuchungauf Wunsch des Patienten.Dieser geht selbstständig zum Hausarzt oder in die Klinik und bittet um eine Blutanalyse. Gewöhnlichtestet der Arzt regelmäßig, ob sein Patient über angemessene Blutwerte verfügt. Er stellt fest, ob die Zucker-, Fett- und Entzündungswerte im Blut die Normalwerte übersteigen und verordnet entsprechende Maßnahmen.

Bei einer bevorstehenden Operation veranlasst der Arzt ebenfalls die Untersuchung des Blutes. Ihn interessieren insbesondere alle relevanten Werte zur Blutgerinnung. Die Kenntnis darüber reduziert das Risiko des Auftretens von Komplikationen während der Operation.

 

Welche Methoden der Blutuntersuchung gibt es?

Das häufigste Verfahren der Blutanalyse ist das Erstellen eines Blutbilds. Generell unterscheidet die Medizin zwei Arten der Blutuntersuchung: das kleine Blutbild und das Differenzialblutbild. Gemeinsam umfassen sie das große Blutbild. Anhand der ermittelten Werte erkennt der Arzt das Vorhandenseinvon Entzündungen, Vergiftungen sowie Gerinnungsstörungen.

Beim kleinen Blutbild untersucht der Arzt die Werte der Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten sowie den Hämoglobin-Wert im Blut. Letzterergibt Aufschluss über den Gehalt an rotem Blutfarbstoff.

 

Weitere Methoden untersuchen die Beschaffenheit und den Aufbau des Vollbluts. Ein großes Blutbild gibt hierbei detaillierte Auskunft. Mithilfe der Werte aus dem Vollblut bestimmt der Arzt während einer Blutuntersuchung den Blutzucker-Spiegel und misst den ph-Wert. Zudem untersucht er das Blutserum, um die Blutgerinnung zu prüfen.Ein großes Blutbild ermöglicht es außerdem, weitere Werte, wie den Eisen- oder Magnesiumgehalt des Blutes zu kontrollieren. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vor Operationen analysiert der Arzt das Blut mit Hinblick auf die Blutgerinnung.

 

Weitere Methoden wendet der Arzt bei der Blutuntersuchung an:

  • Blutausstrich,
  • Serologische Blutanalysen,
  • Blutkultur,
  • Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit,
  • Chemische Blutanalysen.

Nach einer Abnahme des Blutes kommt die Blutprobe ins Labor. Je nach Umfang der Analyse erhält der Patient das Ergebnis des Bluttests nach zwei bis drei Werktagen. Da die Messmethoden in verschiedenen Labors unterschiedlich sind, variieren die Blutwerte von Labor zu Labor. Falls mehrere Blutuntersuchungen nötig sind, ist es ratsam, alle in demselben Labor durchführen zu lassen. In der Regel vergleicht der Arzt mehrere Blutwerte miteinander, um eine genaue Diagnose zu ermöglichen. Ein einzelner Blutwert ist kein zuverlässiger Indikator für eine Erkrankung.

 

Mit welchen Nebenwirkungen ist bei einer Blutuntersuchung zu rechnen?

Nach einer Blutabnahme ist es für den Patienten ratsam, viel zu trinken und sich auszuruhen, um den Flüssigkeitshaushalt im Körper zu optimieren. Andernfalls führt eine Blutabnahme gelegentlich beim Patienten zu Schwindel, Übelkeit bis hin zu Kreislaufbeschwerden. Halten die Beschwerden über mehrere Stunden an, sucht der Patient einen Arzt auf. Neben einer Untersuchung des Blutesgeben ergänzend Untersuchungen des Urins und des StuhlsAufschluss über eine mögliche Erkrankung.

Eine Blutuntersuchung ist in vielen Fällen sinnvoll, da das Blut für einen gesunden Körper eine zentrale Rolle spielt. Anhand des Blutbildes erkennt der Arzt mögliche Erkrankungen und Risikofaktoren rechtzeitig.

 

veröffentlicht von Redaktion: Anna Nilsson

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Autorenprofil

Gesundheitsredaktion

Anna Nilsson, Journalistin, und Medizinredakteurin seit 2001, medizinische Angestellte. verfasst medizinjournalistische Artikel unter anderem im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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