GPT-Wert (Glutamat-Pyruvat-Transaminase)

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Der GPT Wert als Teil der Leberwerte

Die Leber übernimmt im menschlichen Körper den Abbau von Giftstoffen und produziert Enzyme für die Verdauung. Der GPT Wert gibt im Rahmen einer Untersuchung der Leberwerte Aufschluss über den Zustand dieses wichtigen Organs.

blutwerte einzelwert 

Der GPT Wert zählt zu den leberspezifischen Werten, die Aufschluss über die Funktion der Leber geben.

Das Wort GPT steht für Glutamat-Pyruvat-Transaminase und ist in einigen Publikationen als ALAT (Alanin-Aminotransferase) aufgeführt.

Es bezeichnet ein in der Leber gebildetes Enzym, das den Eiweiß-Stoffwechsel steuert. Der Körper benötigt GPT zum Abbau von Aminosäuren. Neben der Leber enthalten die Herz- und Skelettmuskeln einen geringen Anteil an GPT. Unter den Leberwerten nimmt das GPT neben dem GGT und GOT eine wichtige Stellung ein.

Was bedeutet GPT und welche Werte sind normal?

Zur Bestimmung der Leberwerte entnimmt der Arzt Blut aus der Armvene des Patienten. Eine anschließende Analyse gibt Auskunft über die Werte an GGT, GOT und GPT. Für das GPT gelten folgende Werte als normal:

  • bei Frauen bis 30 U/l und
  • bei Männern bis 50 U/l.

Hierbei handelt es sich um Richtwerte, die zwischen den einzelnen Typen an Analysegeräten variieren können.

 

Ursachen für erhöhten GPT Wert

Mit dem Absterben der Leberzellen setzen diese GPT ins Blut frei. Somit kann der Arzt bei erhöhtem GPT auf eine Schädigung der Leber schließen. Am Anfang verursachen Leberschäden keine spezifischen Symptome. In der Regel klagen die Betroffenen über ein leichtes Druckgefühl im Bauch sowie Völlegefühl, Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Durchfälle und häufiges Nasenbluten deuten ebenfalls auf eine mögliche Schädigung der Leber hin. Zu den Ursachen für ein erhöhtes GPT zählen:

  • übermäßiger Alkoholgenuss,
  • Erkrankungen der Leber wie Leberkrebs, Hepatitis, gestörte Gallefluss und Leberzirrhose,
  • Einnahme von Drogen und Medikamenten sowie
  • Pilzgifte.

Darüber hinaus führen Herzschwäche und eine Vielzahl an Virusinfektionen zu erhöhten GPT-Werten.

Ein leicht erhöhter GPT Wert stellt in der Regel keinen Grund zur Besorgnis dar. Auf das Doppelte erhöhte Werte zählen zu einer leichten Erhöhung. Sie bedeuten keine akute Gefahr, geben jedoch Anlass zu Aufmerksamkeit. Ein leicht erhöhtes GPT deutet auf eine mögliche Erkrankung der Leber hin. Unbehandelt führen Lebererkrankungen zu schweren Schäden. Dagegen lassen sich Entzündungen der Leber sowie Hepatitis B und C mit Medikamenten gut therapieren. Bei einer Entzündung oder Vergiftung der Leber steigt das GPT auf Werte von bis zu 1.000 U/l.

Diagnose und Behandlung

Ein leicht erhöhtes GPT diagnostiziert der Arzt häufig im Rahmen einer Routineuntersuchung, die eine Ermittlung der Leberwerte beinhaltet. Neben einer ausführlichen Befragung des Patienten zu seinen Lebensgewohnheiten führt der Arzt weitere Tests durch, um deren Ursache abzuklären.

Liegt diese in einer ungesunden Ernährung, führt eine Umstellung auf fettarme und ballaststoffreiche Kost häufig zum Erfolg. Ebenso schont ein Verzicht auf Alkohol die Leber. Da der Körper das GPT langsam abbaut, ist sein erhöhter Wert nach Beheben der Ursache noch messbar. Eine durch Viren verursache Leberentzündung erfordert eine Therapie mit Medikamenten und Antibiotika. Bei rechtzeitiger Behandlung bestehen gute Chancen auf Heilung. Eine Leberzirrhose gilt dagegen als unheilbar und macht vielmals eine Lebertransplantation notwendig.

Der GPT Wert gehört zu den wichtigsten Angaben im Laborbefund. Er informiert den Arzt und Patienten über den Zustand der Leber und bildet die Grundlage für eine weitere Behandlung.

 

redaktionelle Bearbeitung: Anna Nilsson


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