Leicht erhöhter Blutdruck – Symptome und Ursachen

Führt der leicht erhöhte Blutdruck zur Hypertonie?

Auf lange Sicht resultiert aus dem leicht erhöhten Blutdruck die als Bluthochdruck bezeichnete Hypertonie. Der systolische erhöhte Druck des Blutes auf die Gefäße liegt bei 130 bis 139 Millimeter Quecksilbersäule vor. Der leichte diastolische Bluthochdruck besteht bei 85 bis 89 Millimeter Quecksilbersäule. Erst bei dauerhaft gesteigerten Werten von 140 zu 90 sprechen die Mediziner von einem leichten Bluthochdruck oder der Hypertonie ersten Grades. Das Phänomen resultiert beispielsweise aus einer ungesunden Lebensweise und zu wenig Bewegung.

Bluthochdruck

arzt misst den blutdruck © Picture-Factory – Fotolia.com

 

 

Treffen die Patienten keine Vorkehrungen gegen den leicht erhöhten Blutdruck, entwickelt sich daraus eine gefährliche Gefäßerkrankung. Zu deren Folgen zählen koronare Herzkrankheiten und chronische Kopfschmerzen. Um gegen den leicht gestiegenen Blutdruck vorzugehen, nehmen sie blutdrucksenkende Medikamente ein. Des Weiteren bewährt es sich, auf „aufputschende“ Substanzen – beispielsweise Kaffee oder Alkohol – zu verzichten.

 

Was passiert bei einem leicht erhöhten Blutdruck?

Ein leicht gesteigerter Druck in den Blutgefäßen liegt in unterschiedlichen Systemen des Körpers vor. Neben dem erhöhten Blutdruck in den Arterien kommt es vor, dass er ausschließlich in den Extremitäten auftritt. Hierbei erweist sich eine Verengung der Gefäße als Ursache. Zudem resultiert die gesundheitliche Komplikation aus einer ungesunden – vorwiegend fett- und zuckerhaltigen – Ernährung. In einigen Fällen handelt es sich um ein erbliches Leiden. Der leicht erhöhte Blutdruck besteht bereits, wenn der Druck des Blutes auf die Gefäßwände minimal über dem Normbereich liegt. Die Normgrenze liegt bei 120 zu 80 Millimeter Quecksilbersäule.

 

Beispielsweise sorgt körperliche Anstrengung dafür, dass die Werte ansteigen. Beim leicht erhöhten Blutdruck kommt es zu einer Belastung der Gefäßwände. Aufgrund des anhaltenden Reizes drohen diese Schaden zu nehmen. Dadurch steigt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Störung. Vorrangig bei Senioren verzeichnen die Mediziner häufig einen leichten Bluthochdruck. Arbeiten die Patienten in Berufen, die mit körperlicher Anstrengung einhergehen, erhöht sich ebenfalls die Wahrscheinlichkeit eines stetig leicht erhöhten Blutdrucks. Zu den typischen Symptomen des Phänomens gehören:

  • Abgeschlagenheit,
  • chronische Erschöpfung,
  • Kopfschmerzen,
  • Nervosität
  • und Schwindelgefühle.

 

Des Weiteren bemerken die Betroffenen Ohrensausen und Sehstörungen. Letztere treten auf, wenn der leicht erhöhte Blutdruck weiter ansteigt.

 

Wie entsteht leicht erhöhter Blutdruck?

Vorrangig resultiert der leicht erhöhte Blutdruck aus einer falschen Ernährung. Nehmen die Patienten überwiegend Lebensmittel, die Fett und Zucker enthalten, zu sich, leiden sie an einem Nährstoffmangel. Dadurch gelangt beispielsweise weniger Kalzium in den Organismus. Folglich entstehen verlangsamte Stoffwechselprozesse und dem Körper fehlt die notwendige Energie. Die betreffenden Personen fühlen sich schlapp und ausgelaugt. Um dem entgegenzuwirken, verspeisen sie vermehrt frisches Obst und Gemüse. Der leichte Anstieg des Blutdrucks kommt in verschiedenen Körpersystemen vor. Als Unterscheidung orientieren sich die Ärzte an der Aktivität des Herzmuskels.

Zieht sich dieser zusammen, messen die Mediziner den systolischen Blutdruck. Fließt das Blut zurück zum Herzen, dehnt sich dieses aus. Hierbei sprechen sie vom diastolischen Blutdruck. Die Blutdruckwerte unterliegen starken Schwankungen. Beispielsweise entsteht ein leicht erhöhter Blutdruck, wenn sich die Patienten in einer Stresssituation befinden. Ein gesunder Organismus besitzt die Fähigkeit, den Blutdruck eigenständig zu regulieren. Bei einer chronischen Gefäßerkrankung liegt der Wert auch in ruhigen Augenblicken oberhalb des Normbereichs.

 

Die Symptome des leicht gestiegenen Blutdrucks

Weisen die Patienten einen leicht erhöhten Blutdruck auf, geht das Phänomen mit charakteristischen Anzeichen einher. Diese gleichen jedoch den unspezifischen Krankheitssymptomen. Aus dem Grund bemerken die Betroffenen die gesundheitliche Komplikation erst bei einer ärztlichen Untersuchung. Um die Diagnose zu festigen, messen die Mediziner mehrmalig den Blutdruck. Dadurch schließen sie aus, dass eine temporäre Erhöhung des Gefäßdrucks vorliegt. Zu den Merkmalen, die auf das Phänomen hinweisen, gehören Schlafstörungen sowie eine gerötete Gesichtsfarbe. In einigen Fällen führt bereits ein leicht erhöhter Blutdruck zur Couperose.

Leiden die Patienten an einer leichten Steigerung des Blutdrucks über den Normbereich, neigen sie zur Kurzatmigkeit. Bereits kurze Belastungen sorgen für Atemnot und starkes Keuchen. Hierbei droht eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Dadurch fühlen sich die Betroffenen nach einer körperlichen Belastung schwindelig oder Kopfschmerzen treten auf.

 

Natürliche Maßnahmen gegen den erhöhten Blutdruck

Diagnostiziert der Mediziner bei den Patienten eine leichte Erhöhung des Blutdrucks, verschreibt er vorerst keinen Blutdrucksenker. Vielmehr empfiehlt er, den Blutdruck auf natürliche Weise zu senken. Das funktioniert beispielsweise mit ausreichend Bewegung. Durch ein leichtes, aber regelmäßiges Sportprogramm kommt es zu einer deutlichen Verringerung der Blutdruckwerte. Dabei beeinflusst die individuelle Lebensweise den Erfolg der Therapie. Für Menschen mit einem leicht erhöhten Gefäßdruck erweisen sich Kraftsportarten als gesundheitsgefährdend.

 

Das liegt an der Anstrengung, die zu einer Überbelastung des Körpers führt. Eine bessere Alternative stellen Ausdauersportarten, beispielsweise Joggen oder Schwimmen, dar. Auch eine gesunde Ernährung schafft bei einem leicht ansteigenden Blutdruck Abhilfe. Ein hoher Salzkonsum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Erkrankung verschlimmert. Daher bewährt es sich, frische Kräuter als Salzersatz zu verwenden. Auf salzhaltige Speisen verzichten die Patienten.

Sie nehmen wenig Alkohol zu sich. Die empfohlene Tagesmenge für Männer liegt bei 20 Gramm. Das entspricht beispielsweise einem Viertelliter Wein. Frauen bauen den Alkohol langsamer ab. Zudem verfügen sie im Regelfall über ein geringeres Gewicht. Aus dem Grund konsumieren sie am Tag nicht mehr als zehn Gramm Alkohol. Das Körpergewicht nimmt Einfluss auf den Blutdruck. Daher leiden Übergewichtige an einem Blutdruck oberhalb der Normgrenze. Als Therapie empfehlen die Ärzte, das Gewicht zu reduzieren. Statt einer Diät denken die Betreffenden über eine Nahrungsumstellung nach.

 

Durch Stress erhöht sich der Blutdruck, sodass das Risiko einer Herzerkrankung ansteigt. Neben einer körperlichen Belastung gefährdet auch eine emotionale Überreaktion die Gesundheit. Abhilfe schafft es, den individuellen Umgang mit Stresssituationen zu verbessern. Beispielsweise versuchen die Patienten, einen anstrengenden Alltag mit Yoga oder Meditation auszugleichen. Des Weiteren eignet sich autogenes Training, um einer Überlastung vorzubeugen.

 

Tipps für die medikamentöse Behandlung

In einigen Fällen bringen natürliche Methoden keinen Erfolg bei der Verringerung der Blutdruckwerte. Tritt dies ein, beginnen die Ärzte mit einer medikamentösen Behandlung. Dabei kommen die Blutdrucksenker zum Einsatz. Zu den Arzneien zählen beispielsweise Betablocker und Diuretika. Bevor Sie die entsprechenden Medikamente konsumieren, informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt über deren Vor- und Nachteile. Neben den Präparaten eignet sich eine zusätzliche Psychotherapie.

 

Das belegt die Studie: „Behavioral therapies of hypertension: psychotherapy, biofeedback, and relaxation/meditation. Die 1983 veröffentlichte Publikation stammt von G L Stainbrook. Entscheiden Sie sich für eine Nahrungsumstellung, um den erhöhten Blutdruck zu senken, achten Sie auf eine ausgeglichene Ernährung. Neben Früchten und Gemüse verzehren Sie ausreichend Kohlenhydrate und Eiweiße.

 

Quellen:

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1464-0597.1983.tb00899.x/abstract;jsessionid=07C2CD32BB2974C8DEEE6978425453D8.f01t03

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Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin "Großes Blutbild"


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