CRP-Schnelltest – Durchführung und Anleitung für zuhause

Schnelltest CRP zur semiquantitativen Bestimmung
von C-reaktivem Protein

Für den Nachweis verschiedener Infektionen spielt der CRP-Wert eine wesentliche Rolle. Aus dem Grund erwerben die Verbraucher einen praktischen CRP-Schnelltest. Hierbei handelt es sich um ein chromatografisches Immunassay, das für einen semiquantitativen Nachweis des C-reaktiven Proteins im Vollblut sorgt. Zusätzlich besteht durch den Test die Möglichkeit, das CRP im Serum oder im Plasma nachzuweisen. Durch diese Bestimmung erkennen die Verwender die mögliche Beschädigung des Körpergewebes. Hierbei liegt die Sensitivität bei zehn Milligramm pro Liter CRP.

Schnelltest, Heimtests auf www.grossesblutbild.de

Schnelltest, Heimtests auf www.grossesblutbild.de Urheber: angellodeco / 123RF

 

Wie funktioniert der Schnelltest CRP?

Das C-reaktive Protein stellt ein Mitglied der Petraxin-Proteinfamilie dar. Unter der Bezeichnung verstehen die Mediziner eine Gruppe von unspezifischen Akute-Phase-Proteinen. Hierbei bestehen die fünf identischen Untereinheiten des Proteins aus Polypeptidketten, die eine Größe von 23 kDa aufweisen. Die Ketten zeigen sich in einem zyklischen Pentamer aufgereiht. Die einzelnen Kettenglieder verfügen über eine besondere Bindungsstelle für Phosphocholin. Das Element erweist sich als Vorstufe des Phophatidylcholins. Zusätzlich gibt es an den Untereinheiten zwei Bindungsstellen für Kalzium.

 

Kommt es zu einer Zerstörung von Zellgewebe, setzt dieses das Phosphocholin frei. Dieses bindet das CRP und führt auf die Weise zu einer phagozytotischen und immunologischen Antwort. Demnach gibt der CRP-Schnelltest Auskunft über das Ausmaß einer Zellschädigung. Ein erhöhter Wert des C-reaktiven Proteins dient als Parameter für die Akute-Phase-Reaktion. Die letzte Bezeichnung steht in Zusammenhang mit einer lokalen und systemischen Entzündungsreaktion.

Die lokalen Reaktionen enthalten Gefäßerweiterungen, die sich in der Fachsprache Vasodilatation nennen. Zudem kommt es zu einer Thrombozytenaggregation und einer Freisetzung lysosomaler Enzyme. Bei den systemischen Komplikationen existieren Fieber und die Leukozytose. Des Weiteren zieht die Reaktion eine veränderte Synthese hepatischer Akute-Phase-Proteine nach sich. Beispielsweise bemerken die Ärzte einen Anstieg oder eine Senkung im Serum.

Wie setzen Betroffene den CRP-Schnelltest ein?

Um das C-reaktive Protein im Vollblut, Plasma oder Serum nachzuweisen, benötigen die Verbraucher den Schnelltest CRP. Vorrangig bei einer bakteriellen Infektion erhöht sich der CRP-Wert drastisch. Ähnlich verhält es sich bei einer beginnenden Arteriosklerose. Bei dem qualitativ hochwertigen CRP-Schnelltest handelt es sich um ein Sandwich-Immunoassay. Dabei beinhaltet das Testkit einen Nitrozellulosemembranstreifen, der eine Beschichtung mit immobilisierter Maus-anti-CRP-Antikörper besitzt. Führen die Patienten den Schnelltest durch, reagiert das CRP-Antigen mit einem goldkolloid-gekoppelten CRP-Antikörper. Dadurch bildet sich ein Komplex, der sich über die Membran bewegt.

 

Existieren in der Probe ausreichend C-reaktive Proteine, bildet sich eine rote T-Linie. Des Weiteren wandern die löslichen Goldkolloid-Konjugate zur Referenzlinie. In der Folge präsentiert sich eine rötliche R-Linie. Durch eine weitere Reaktion mit den Konjugaten entsteht die C-Linie. Ihr Erscheinen stellt einen Indikator für die richtige Anwendung des CRP-Schnelltests dar. Im Anschluss verwenden die Labortechniker die Testlinienintensität für die semiquantitative Auswertung einer CRP-Konzentration. Für den gesamten Test steht die Blutprobe der Verbraucher im Vordergrund.

 

Welche Vorteile bietet das CRP Testkit?

Benutzen die Patienten den Schnelltest, profitieren sie von zahlreichen Vorteilen. Beispielsweise besteht die Möglichkeit:

  • virale und bakterielle Krankheitsursachen schnell voneinander zu unterscheiden,
  • den Test rasch und unkompliziert zu gebrauchen,
  • ein augenblicklich verfügbares Testergebnis, ohne Wartezeiten zu bekommen
  • und die hohe Sensitivität des Tests, für bessere Ergebnisse zu benutzen.

 

Wie läuft der CRP Test ab?

Das C-reaktive Protein stellt einen Teil des Immunsystems dar. Beispielsweise erhöht sich die Konzentration des Wertes bei einer bakteriellen Erkrankung, nach einer Operation sowie bei Entzündungsprozessen im menschlichen Organismus. Sobald die Menge des CRP über 10 Milligramm pro Liter ansteigt, erfolgt der Nachweis über den Schnelltest. Einige Modelle besitzen eine zusätzliche Testlinie, die Auskunft über Werte über 30 Milligramm pro Liter gibt. Dadurch besteht die Option, bakterielle Infektionen in einem großen Umfang nachzuweisen.

Verursachen Bakterien die Erkrankung, steigt die Konzentration des C-reaktiven Proteins schneller als bei einer viralen Infektion. Dadurch erhalten die Patienten die Möglichkeit, die Ursache der Krankheit frühzeitig zu identifizieren. Auf die Weise ergibt sich der Vorteil einer rasch einsetzenden Behandlung. Im besten Fall gelingt es den Verbrauchern, weiteren gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen.

 

Anwendungsempfehlung für die Anwender

Den CRP-Test wenden Sie ohne einen großen Aufwand an. Vorwiegend bewährt es sich, das Verfahren in der Praxis des Hausarztes durchzuführen. Durch den Schnelltest sparen Sie Zeit bis zur indizierten Therapie. Zunächst besteht die Notwendigkeit, den Test und die Reagenzien auf Raumtemperatur zu erwärmen. Die Reagenz geben Sie in das Mischröhrchen und füllen dazu die Blutprobe. Alternativ benutzen die Patienten eine Plasma- oder Serumprobe.

Nach dem Aufsetzen der Tropfkappe träufeln Sie das Gemisch aus Probe und Reagenz auf den Teststreifen. Nach der Durchführung des Schnelltests beginnen Sie mit der Behandlung gegen die bakterielle Infektion. Jedoch belegt die Studie „Inflammatory Markers in Coronary Heart Disease“ von Heusch G, dass kein direkter Zusammenhang mit entzündlichen Erkrankungen existiert.

 

 


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