Elektrophorese Blutwerte

Die Elektrophorese ermittelt die Eiweißwerte im Blut

In der Regel beauftragen Ärzte bei einer Blutuntersuchung ein kleines Blutbild in den Labors. Dieses gibt erste Anhaltspunkte für eine Erkrankung. Eine detailliertere Übersicht ermitteln Ärzte durch ein großes Blutbild. Der Unterschied zum kleinen Blutbild ist die Ergänzung durch ein Differenzialblutbild.

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Die Aufschlüsselung der Bluteiweiße durch die Elektrophorese

Die Werte des Bluteiweißes stellen Labors mit der Methode der Elektrophorese fest. Um die Menge der Eiweiße zu ermitteln, setzt die Elektrophorese das Blut der Elektrizität aus. Ähnlich wie bei Erstellung eines DNA-Profils stellen sich nach der Untersuchung die Bluteiweiße farblich dar. In der Regel zeigt das Bandenmuster die Werte von

  • Alphaglobuline
  • Albumin
  • Gammaglobuline und
  • Betaglobuline
  1. Die Vorarbeiten für die Elektrophorese mit Blut sind umfangreich. Zuerst kommt das Blut auf einen Träger, danach in ein elektrisches Feld. Bei diesem Vorgang trennen sich die Proteine von den anderen Bestandteilen des Blutes. Die Eiweiße tragen die Mitarbeiter des Labors auf einen weiteren Träger und färben sie ein. Die Proteine wandern in den meisten Fällen ähnlich. Albumin gehört zu den Eiweißen, die farblich den höchsten Balken darstellen. Beispielsweise wandern bei Gammaglobuline Immunglobuline mit. Diese sind als schmale Balken erkennbar.Maßgeblich für das gewonnene Bild ist das bandenförmige Muster, das die Werte der Bluteiweiße anzeigt. Die Labors benötigen für die Untersuchung der Eiweißwerte im Körper durch Elektrophorese Blut oder Urin.

 

Welche Werte sind erkennbar?

Im Zuge der Elektrophorese mit Blut ermittelt das Labor die Werte der im Blut befindlichen Eiweiße. Die nachfolgenden Werte zeigen den Normalbereich bei einer Blutuntersuchung an. Diese sind:

  • 50 – 68 Prozent Albumin, das 35 – 55 Gramm pro Liter Blut entspricht.
  • Alphaglobuline teilt sich auf in:
    • zwei bis vier Prozent bei Alpha-1 Globuline
    • 3,5 bis 7,5 Prozent bei Alpha 2 Globuline.
  • Acht bis 13 Prozent Betaglobuline und
  • zwölf bis 19 Prozent Gammaglobuline.

An diesen Ergebnissen orientieren sich die Ärzte beim Erstellen ihrer Diagnose. Eine Behandlung ist notwendig, wenn die Eiweißwerte höher oder niedriger als die Werte im Normalbereich sind. Die Angaben beziehen sich auf Erwachsene und Schulkinder. Für Kleinkinder und Neugeborene gelten andere Werte.

 

Welche Konstellationen bietet das Bild der Elektrophorese?

Sobald der Arzt die durch die Elektrophorese mit Blut ermittelten Werte erhält, stellt er seine Diagnose. Neben der automatischen Analyse ist die Elektrophorese als Diagramm wichtig. Anhand der prozentualen Verteilung der Eiweiße erhält der Mediziner wichtige Anhaltspunkte.

Die Elektrophorese bietet weitere aufschlussreiche und hilfreiche Informationen für eine Diagnose. Das Bild stellt die Peaks in schmaler und breiter Form dar. Der Bereich der Gammaglobuline beinhaltet oft Paraproteine. Dies zeigt ein schmaler Peak an. Breite Gammaglobule-Balken sind typisch für sogenannte Auto-Immunkrankheiten. Die Peaks gemeinsam mit den prozentualen Werten der Elektrophorese ergeben für den Mediziner ein Gesamtbild. Beides ist für seine Diagnose bedeutsam.

 

Blutbild und Elektrophorese führen zur Diagnose

Zum großen Blutbild gehören das kleine Blutbild und das Differenzialblutbild. Das Labor analysiert beim kleinen Blutbild die Konzentration der roten und weißen Blutkörperchen sowie die der Blutplättchen. Im Differenzialblutbild ist die Analyse detaillierter. Die Leukozyten oder weißen Blutkörperchen untersucht das Labor dabei eingehender. Bei diesem Vorgang teilt es die Blutwerte in Untergruppen auf. Im Ergebnis finden sich die Werte für Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten.

Das Labor braucht für die Analyse der Eiweiße im Körper mittels Elektrophorese Blut. Bei dem Vorgang trennt das Labor die Eiweiße vom Blut in einem elektrischen Feld. Auf diesem Feld bleiben die Proteine nach dem Einfärben mit einem spezifischen Farbstoff. Aufgrund der Elektrizität wandern die eingefärbten Eiweiße nach oben und bilden Banden. Über die Elektrophorese erhält der Arzt das Ergebnis als Bandenmuster und als prozentuale Aufstellung. Beides ist hilfreich für das Erstellen von Diagnosen.

 

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Lizenzen und weiterführende Literatur:

veröffentlicht von Redaktion: Anna Nilsson

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© Mopic – Fotolia.com

 

https://www.grossesblutbild.de/blutwerte

http://www.laborlexikon.de/Lexikon/Infoframe/b/Blutbild_gross.htm

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Autorenprofil

Gesundheitsredaktion

Anna Nilsson, Journalistin, und Medizinredakteurin seit 2001, medizinische Angestellte. verfasst medizinjournalistische Artikel unter anderem im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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