Wann ist der Blutdruck normal oder zu hoch? (Blutdruck messen)

Normalwerte des Blutdrucks, Blutdrucktabellen und Blutdruck messen:

Wann ist der Blutdruck normal – diese Frage stellen sich viele Menschen: Der Blutdruckwert gibt Auskunft über den Druck des Blutes innerhalb eines Gefäßes des menschlichen Körpers. Ein erhöhter Blutdruck stellt eine Gefahr für die eigene Gesundheit dar. Nierenschäden, ein Schlaganfall sowie ein Herzinfarkt sind Folgen eines dauerhaften Bluthochdrucks. Anfänglich bemerkt der Betroffene keine körperlichen Beeinträchtigungen.

Altenpflegerin misst Blutdruck bei Seniorin

Regelmäßige Kontrolle des Blutdruck kann abweichende Werte schneller erkennen lassen.

Die Konsequenzen des Bluthochdrucks machen sich in der Regel erst spät bemerkbar. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Blutdruck Normalwerte zu kennen und diese in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.

Blutdruck Tabelle:

In der folgenden Blutdruck-Tabelle erfahren die Patienten, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Blutdruckwerte einteilt.

systolisch (mm Hg)diastolisch (mm Hg)
optimaler Blutdruck< 120< 80
normaler Blutdruck< 130< 85
hoch normaler Blutdruck130-13985-89
Milde Hypertonie140-15990-99
Mittlere Hypertonie160-179100-109
Schwere Hypertonie>180>110

 

Normale und Erhöhte Blutdruck Werte ‒ eine Gefahr für den menschlichen Körper

Wer den Blutdruck misst, erfasst zwei Werte. Während der systolische Wert Auskunft über den Spannungszustand des Herzmuskels gibt, entsteht der diastolische Wert während der Entspannungsphase des Herzens. Der systolische Wert ist höher als der diastolische Wert und steht an erster Stelle eines Messgerätes. Die Maßeinheit des Blutdrucks ist in der Regel Millimeter Quecksilbersäule.

Die genannte Zahl für den Normalwert des Blutdrucks besteht aus zwei Werten. Die „120“ beschreibt den systolischen Druck, die „80“ bezieht sich auf den diastolischen Druck. Der systolische Wert definiert den Blutdruck, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht und das Blut in die Aorta pumpt (die sogenannte Auswurfphase). Anschließend entspannt sich der Herzmuskel. In der Entspannungsphase öffnen sich die Muskeln und neues Blut strömt ein. Infolgedessen sinkt der Druck in den Blutgefäßen ab. Letzteres gibt der diastolische Wert an. Folglich besteht der Blutdruck aus einem Maximal- und einem Minimalwert.

Die Abkürzung hierfür lautet mmHg. Der optimale Blutdruckwert liegt bei 120/80 mmHg. Zeigt das Messgerät einen Wert an, der oberhalb dieses Blutdruck Normalwerte liegt, leidet der Betroffene unter einem Bluthochdruck. Je nach Schwere des erhöhten Blutdrucks sind ärztliche Maßnahmen notwendig.

 

Video Bludruck erklärt:


 

Ein Arzt unterscheidet zwischen drei Arten des Bluthochdrucks. Liegen die Werte 120/80 mmHg ist der Blutdruck normal bei 140/90 mmHg oder höher, liegt ein leichter Bluthochdruck vor. Patienten, bei denen das Messgerät einen Wert ab 160/100 mmHg anzeigt, leiden unter einem mittelschweren Bluthochdruck. Ab einem Wert von 180/110 mmHg spricht der Mediziner von einem schweren Bluthochdruck. Ein stark erhöhter Blutdruck macht sich durch Schwindel, Sehstörungen oder eine veränderte Gesichtsfarbe bemerkbar.

Im Gegensatz hierzu verursachen ein leichter und mittelschwerer Bluthochdruck anfänglich keine körperlichen Beschwerden. Befindet sich der Wert oberhalb der Blutdruck Normalwerte, ist eine schnelle ärztliche Behandlung notwendig. Anderenfalls entstehen Schäden und Verkalkungen der Blutgefäße. Die Folge sind Herzbeschwerden oder sonstige Gesundheitsschäden.

 

Der normale Blutdruck ist Situations- und Tageszeit abhängig

Der Blutdruck eines Menschen ist Schwankungen unterworfen. Ein komplexes System reguliert den Druck. Daran sind Hormone, der Sympathikus, der Parasympathikus und das Enzym Renin beteiligt. Der Sympathikus erhöht Frequenz und Kraft des Herzschlags.

Der Blutdruck steigt. Der Parasympathikus arbeitet umgekehrt. Die jeweilige Höhe des Blutdrucks ist abhängig von der Situation und dem Zeitpunkt. Morgens ist der Wert – verglichen mit der Nacht – leicht erhöht. Über den Tag sinkt der Druck. In Stresssituationen erhöht der Körper den Blutdruck. Stress verbessert die Leistungsfähigkeit des Herzens, infolgedessen steigt der Druck in den Blutgefäßen.

Das bedingt eine bessere Durchblutung der Muskeln. Entspannt der Körper, senkt sich der Blutdruckwert. Unter Normalbedingungen liegt der Blutdruck eines gesunden Menschen bei 120 zu 80 mm HG. Die Angabe des Blutdrucks erfolgt im Verhältnis zu einer Millimeter-Quecksilbersäule, kurz „mm Hg“. HG ist das Symbol für Quecksilber im Periodensystem der Elemente. Ein mmHg ist definiert als den Druck, den eine Quecksilbersäule mit der Höhe von einem Millimeter ausübt.

 

Regelmäßige Dokumentation der Blutdruck Werte

Ein Arzt stellt anhand einer Blutdrucktabelle fest, ob die Werte des Patienten im Normalbereich liegen. In der Regel erfolgt die Messung am Oberarm oder am Handgelenk. Bei älteren und schwangeren Menschen ist das regelmäßige Messen des Blutdrucks sinnvoll. Ein Arzt empfiehlt seinen Patienten, die ermittelten Blutdruckwerte regelmäßig aufzuschreiben.

Dabei notiert sich der Patient die Uhrzeit der Messung sowie die dazugehörenden Werte. Darüber hinaus ist es ratsam, wichtige Ereignisse, die zu dieser Uhrzeit stattfanden, aufzuschreiben. Hierzu zählen körperliche Belastungen, Ruhephasen, eine Mahlzeit oder psychischer Stress. Diese Faktoren beeinflussen die Blutdruck Normalwerte und erfordern eine besondere Beachtung. Wer seine Blutdruckwerte regelmäßig aufschreibt, ist in der Lage, den Verlauf und mögliche Veränderungen über einen längeren Zeitraum nachzuverfolgen.

Je nach Alter variieren die Blutdruck Normalwerte. Während junge Menschen einen niedrigeren Blutdruck aufweisen, ist dieser im Alter oftmals erhöht. Dennoch darf der Blutdruck nicht über den Normalwerten für die entsprechende Altersgruppe liegen. Wann eine therapeutische Behandlung notwendig ist, hängt von dem Gesundheitszustand und anderen bestehenden Erkrankungen des Patienten ab.

Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Diabetes und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen, benötigen bei einem leicht erhöhten Blutdruck eine entsprechende Therapie. Patienten, die ein geringes Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems aufweisen, benötigen in diesem Fall keine Behandlung. Stattdessen fordert ein Arzt zu regelmäßigen Kontrollen und einem veränderten Lebensstil auf. Hierzu gehören viel Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie viele Ruhephasen.

 

Blutdruck messen

Warum besteht die Notwendigkeit, den Blutdruck zu messen?

Die Relevanz der Blutdruckwerte

Ein normaler Blutdruck gewährleistet langfristig die Gesundheit der Patienten. Dabei gibt der Wert an, mit welchem Druck das Blut durch die Gefäße fließt. Bei einem niedrigen Blutdruck klagen die Betroffenen beispielsweise über Erschöpfung oder häufiges Frieren. Die charakteristischen Symptome des Bluthochdrucks sind Schwitzen, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen. Die Fachbegriffe für die gesundheitlichen Komplikationen lauten Hypotonie und Hypertonie. Letztere tritt beispielsweise bei einer ungesunden Lebensweise auf.

Um den negativen Folgen vorzubeugen, besteht die Notwendigkeit, den Blutdruck zu messen. Zu dem Zweck benutzen die Verbraucher ein Blutdruckmessgerät für den Hausgebrauch. Es besteht aus dem eigentlichen Messgerät, einer Manschette und dem Verbindungsschlauch.

 

Blutdruck messen, zusammenfassend erklärt

Um ihren Blutdruck im Auge zu behalten, ermitteln alte und junge Menschen ihn ein- bis zweimal in der Woche. Um den Blutdruck zu messen, verwenden sie ein Handgelenkmessgerät oder einen Apparat, der über eine Oberarmmanschette verfügt. Für Kinder verkaufen Onlineshops separate Blutdruckmessgeräte mit einer schmaleren Manschette als die für Erwachsene. Die Messung des Blutdrucks erfolgt im besten Fall in einer entspannten Situation.

Stress oder Angst führen zu verfälschten Messwerten. Bemerken die Betroffenen, dass sie an Bluthochdruck leiden, suchen sie ihren Hausarzt auf. Dieser beginnt mit einer Behandlung, die im Regelfall mit blutdrucksenkenden Medikamenten einhergeht.

 

Die Normwerte beim Messen des Blutdrucks

Um den Blutdruck zu messen, verwenden die Patienten ein Blutdruckmessgerät, das sie ohne Schwierigkeiten im Online-Handel erhalten. Den Apparat finden die Verbraucher in zwei Ausführungen. Die kleinere Variante nennt sich Handgelenkmessgerät. Hierbei legen sich die Nutzer die Manschette um das Handgelenk. Das kompakte Gerät eignet sich für eine Gelenkbreite von 14 bis 20 Zentimetern. Speziell bei Kindern kommt das Modell zum Einsatz, da die geringe Größe die Mitnahme ermöglicht. Beispielsweise messen die Eltern ihren Schützlingen den Blutdruck im Urlaub. Menschen, die über weniger elastische Adern verfügen, benötigen das Blutdruckmessgerät mit Oberarmmanschette.

Deren Breite liegt bei erwachsenen Personen bei zwölf Zentimetern. Die Kindermanschetten erreichen im Regelfall ein Ausmaß von fünf bis sieben Zentimetern. Um exakte Werte zu ermitteln, legen die Verbraucher die Manschette 2,5 Zentimeter über der Ellbogenbeuge an. Welchen Arm sie zur Messung nutzen ist nicht relevant. Qualitativ hochwertige Apparate kontrollieren den richtigen Sitz eigenständig. Zudem regulieren sie die Druckluftzufuhr. Dadurch dringt nicht zu viel Luft in die Manschette und die Kunden profitieren von einem schmerzfreien Prozess.

 

Bei einigen Maschinen beginnt das Messen, sobald die Verbraucher die Manschette schließen. Alternativ bedienen sie den Apparat über den Start-Knopf. Die Druckluft entweicht nach wenigen Sekunden aus der Manschette. In der Zeit misst das Gerät den Puls und den Blutdruck der Verwender. Der Vorteil der Oberarmmessgeräte besteht in dem größeren Display. Auf diesem erkennen auch Personen mit einer Sehschwäche die Werte. Zudem gewährleistet das große Bedienfeld ein unkompliziertes Drücken der Knöpfe.

 

Wie erfolgt die Messung des Blutdrucks

Beim Messen des Blutdrucks bewährt es sich für die Patienten, Ruhe zu bewahren. Fühlen sie sich unwohl oder nervös, beeinträchtigt der Umstand das Messergebnis. Des Weiteren nehmen die Betroffenen unmittelbar vor dem Ermitteln des Werts keine Lebensmittel zu sich. Die Angabe des Messwerts erfolgt in mmHg. In seinem Buch: „Anatomie und Physiologie“ erklärt Christoff Zalpour, dass die Abkürzung für Millimeter Quecksilbersäule steht. Alternativ nennen die Mediziner die Einheit Torr.

Beim Messen des Blutdrucks stehen zwei Werte im Mittelpunkt: der systolische und der diastolische. Ihre Synonyme lauten oberer und unterer Blutdruck. Pumpt das Herz, erweist er sich höher und systolisch. Während sich der Herzmuskel entspannt, misst das Gerät den diastolischen Blutdruck. Nach dem Messen des Blutdrucks geben die Patienten ihre Werte beispielsweise in einem Blutdrucktagebuch ein. Speziell bei Menschen, die an einer Hypertonie leiden, spielt die regelmäßige Kontrolle der Blutdruckwerte eine Rolle.

 

Leiden die Patienten an einem Bluthochdruck, konsultieren sie ihren Hausarzt. Dieser verschreibt ihnen Arzneien, die zu einer Senkung des Blutdrucks führen. Um den Verlauf der Behandlung zu kontrollieren, erfolgt das Messen des Blutdrucks regelmäßig. Gesunde Menschen profitieren ebenfalls von dem Prozess, da sie Anzeichen der Hypertonie frühzeitig erkennen. Des Weiteren existieren charakteristische Symptome, die auf die gesundheitliche Komplikation hinweisen. Beispielsweise leiden die Betroffenen an:

  • Übelkeit,
  • Schwindel,
  • einem verstärkten Durstgefühl,
  • Schlaflosigkeit
  • und Abgeschlagenheit.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass spontanes Nasenbluten auftritt. Eine körperliche Belastung führt bei den betreffenden Personen zur Atemlosigkeit und zum starken Schwitzen.

 

Eine einmalige Messung des Blutdrucks reicht nicht aus

Eine einmalige Messung reicht zur Kontrolle der Blutdruckwerte nicht aus. Im Laufe des Tages verändern sich diese. Speziell in stressigen oder anstrengenden Situationen kommt es zum Anstieg des Blutdrucks. Führen die Patienten zu dem Zeitpunkt die Messung durch, riskieren sie fehlerhafte Messergebnisse. Zudem entwickelt sich der Bluthochdruck innerhalb kurzer Zeit. Demnach gibt eine regelmäßige Ermittlung der Blutdruckwerte einen wichtigen Überblick. Bemerken die Betroffenen, dass sich der Blutdruckwert in einem erhöhten Bereich befindet, vermeiden sie Stress.

Zudem achten sie darauf, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Um den Blutdruck auf einem normalen Level zu halten, bewährt es sich gleichermaßen, Sport zu treiben. Bereits leichte Ausdauerübungen beeinflussen ihn positiv. Wer von Hypertonie betroffen ist, vermeidet jedoch das Krafttraining. Die körperliche Belastung führt im schlimmsten Fall zu einem Infarkt oder einem Schlaganfall.

 

Treten beim Blutdruckmessen normale Werte auf, besteht dennoch die Notwendigkeit einer regelmäßigen Kontrolle. Um die Werte zu überblicken, führen die Patienten beispielsweise den Blutdruckpass. Er stellt die Alternative zu einem Blutdrucktagebuch dar. Bei einigen Blutdruckmessgeräten bieten die Hersteller eine Software an, welche die Daten direkt auf das Smartphone oder das Tablet überträgt. Bei unregelmäßigen Blutdruckwerten nehmen die Patienten die Auswertung mit zu ihrem Hausarzt. Dieser verwendet die Daten als Diagnosehilfe.

 

Bluthochdruck rechtzeitig und zuverlässig erkennen

Wer feststellen will, ob der eigene Blutdruck normal ist, also im Normalbereich liegt, misst diesen täglich zur selben Uhrzeit. Der Patient schreibt die ermittelten Werte auf und berechnet den Mittelwert von sieben aufeinanderfolgenden Tagen. Anschließend vergleicht er diesen Wert mit einer Blutdrucktabelle. Befindet sich der Mittelwert oberhalb der Blutdruck Normalwerte, ist ein Besuch beim Arzt ratsam. Eine weitere Möglichkeit des Blutdruckmessens besteht darin, die Werte 30 Tage lang zu protokollieren. Liegen von den 30 Ergebnissen sieben über den Normalwerten, ist eine ärztliche Behandlung notwendig.

 

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Plötzlicher Bluthochdruck?

Wann ist der Blutdruck zu hoch – Die Ursachen der Hypertonie

Ist der Blutdruck hoch, sprechen die Mediziner von einer Hypertonie. Das Phänomen tritt bei manchen Patienten plötzlich auf, andere leiden unter einem chronisch erhöhten Blutdruck. Die Hypertonie gilt als Erkrankung der Gefäße. Diese zählt zu den weit verbreiteten Krankheiten. Sie entsteht in unterschiedlichen Körpersystemen. Laien gebrauchen den Fachbegriff vorrangig für die gesundheitliche Komplikation, die Ärzte arterielle Hypertonie nennen. Ein hoher Blutdruck führt unter Umständen zu schwerwiegenden Folgen.

Beispielsweise erhöht sich mit ihm das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Zu den Ursachen der Hypertonie gehört ein Mangel an Bewegung und falsche Ernährung. Zudem besteht die Möglichkeit, dass es sich um eine vererbte Krankheit handelt.

 

Warum ist der Blutdruck hoch?

Die Hypertonie besteht als gesundheitliche Komplikation, bei der sich der Blutdruck als hoch erweist. Das bedeutet, dass das Blut einen gesteigerten Druck auf die Gefäßwände ausübt. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Schädigung dieser Wände. Vorrangig bei älteren Menschen erhöht sich das Risiko, an hohem Blutdruck zu leiden. Des Weiteren resultiert die Erkrankung aus einer fehlerhaften Ernährung. Verspeisen die Patienten wenig frisches Obst und Gemüse, fehlt ihnen Kalium. Der Mineralstoffmangel führt unter Umständen zu dem erhöhten Blutdruck.

Um die gesundheitsgefährdenden Folgen der Hypertonie zu vermeiden, verschreiben die Mediziner den Betroffenen blutdrucksenkende Medikamente. Zudem hilft den Erkrankten ein bewusster Lebenswandel ebenso wie ein stressfreier Alltag.

 

Was passiert bei der Hypertonie?

Beim Bluthochdruck handelt es sich um eine Gefäßerkrankung. Bei ihr übt das Blut bei jedem Herzschlag einen übermäßigen Druck auf die Gefäße aus. Die Hypertonie entsteht in unterschiedlichen Körpersystemen. Speziell der arterielle Bluthochdruck kommt bei den Betroffenen vor. Ihre Prävalenz blieb in den Industrieländern seit 1980 konstant. Sie liegt bei zehn bis 50 Prozent der gesamten Bevölkerung. Dabei zeigt sich, dass im Alter die Wahrscheinlichkeit, an Hypertonie zu leiden, ansteigt. Die Werte veröffentlichten W. Fink und G. Haidinger in der Publikation „Die Häufigkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis“.

Wie entsteht der Bluthochdruck?

Der Blutdruck bezeichnet den Druck, der innerhalb der Gefäße existiert. Schlägt das Herz, gelangt das Blut in die Blutgefäße. Dabei übt es von innen Kraft auf die Gefäßwände aus. Die Ärzte unterscheiden zwei Blutdruck-Werte, die sich abhängig von der Herzaktion zeigen. Zieht sich das Herz zusammen, bezeichnen die Mediziner den Prozess als Systole. Hierbei messen die Experten den systolischen Blutdruck. Dieser entsteht, da das Blut zunächst in die Hauptschlagader – die Aorta – gelangt. Dadurch bildet sich eine Druckwelle, die sich an den Gefäßwänden der Arterien fortsetzt. Auf die Weise besteht für den Arzt die Möglichkeit, den Blutdruck beispielsweise im Bereich der Extremitäten zu ermitteln.

 

Beim diastolischen Blutdruck kommt es zur Dehnung des Herzmuskels, der sich folglich erneut mit Blut füllt. Noch immer erkennen die Mediziner innerhalb der Gefäße einen Druck. Jedoch erweist sich dieser niedriger als der systolische Blutdruck. Beide Varianten unterliegen Schwankungen. Beispielsweise führt eine plötzliche Aufregung zum Anstieg des Gefäßdrucks. Die Veränderung besteht als normale körperliche Reaktion, um sich dem Alltag anzupassen.

Bei gesunden Menschen reguliert sich der Blutdruck selbstständig, bis er sich im Normalbereich befindet. Ist der Blutdruck hoch und bleibt dauerhaft auf diesem Level, sprechen die Mediziner von der Hypertonie. Hierbei liegen die Werte stetig bei über 140/90 Torr. Ab wann eine medizinische Behandlung beginnt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Vorwiegend spielt die individuelle Veranlagung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine maßgebliche Rolle. Erscheint der Blutdruck zu hoch, unterteilen die Ärzte das Phänomen in zwei Grundformen.

Dazu gehören der primäre und der sekundäre Bluthochdruck. Die erste Form kommt häufiger vor und besteht als essenzielle oder benigne Hypertonie. Sie tritt in der Regel ohne eine ursächliche Grunderkrankung auf. Anders verhält es sich, wenn eine Krankheit zur Hypertonie führt. Die Ärzte nennen das Phänomen einen sekundären Bluthochdruck. Stellt sich der Blutdruck hoch dar, liegen beispielsweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder eine Nierenkrankheit zugrunde.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die Hypertonie plötzlich auftritt. Hierbei handelt es sich um eine hypertensive Krise. Der Blutdruck steigt innerhalb kurzer Zeit stark an. Eine weitere Sonderform bildet die Präeklampsie. Dieser Bluthochdruck entsteht in der Schwangerschaft.

 

Warum ist der Blutdruck hoch?

Spezifische Ursachen für die Hypertonie entdecken die Mediziner in vielen Fällen nicht. Das bedeutet, dass oftmals keine organischen Ursachen vorliegen. Der Fachbegriff für die gesundheitliche Komplikation lautet idiopathische Hypertonie. Bei der sekundären Hypertonie besteht dagegen die Möglichkeit, die Ursachen für den übermäßigen Blutdruck zu benennen.

 

Gründe für die primäre Hypertonie

Zeigt sich der Blutdruck hoch, ohne dass organische Ursachen vorliegen, leiden die Patienten am essenziellen (primären) Bluthochdruck. Mehrere Risikofaktoren begünstigen das Entstehen der gesundheitlichen Komplikation. Dazu gehören beispielsweise:

  • ein Mangel an Bewegung,
  • Übergewicht,
  • ein hoher Salzkonsum,
  • eine familiäre Neigung zur Hypertonie,
  • ein hoher Konsum an alkoholischen Getränken,
  • eine niedrige Kalziumzufuhr,
  • das Rauchen
  • sowie ein fortgeschrittenes Alter.

 

Bei Männern tritt die Hypertonie vermehrt ab dem 55. Lebensjahr auf. Die weiblichen Patienten leiden ab 65 Jahren verstärkt an der Erkrankung. Zudem existiert bei Frauen ein Zusammenhang zwischen dem Bluthochdruck und den Wechseljahren. Des Weiteren resultiert der erhöhte Blutdruck aus Stress. Vorwiegend entsteht die primäre Hypertonie bei Betroffenen, die über erhöhte Blutfettwerte verfügen. Eine weitere Ursache stellt die Typ-2-Diabetes dar.

 

Warum kommt es zur sekundären Hypertonie?

Zudem präsentiert sich der Blutdruck hoch, wenn eine Grunderkrankung vorliegt. Zu den häufigen Gründen für die Krankheit zählt eine Störung der Nierenfunktion. Zu den Stoffwechselstörungen gehört das Cushing-Syndrom. Eine weitere mögliche Ursache für einen sekundären Bluthochdruck ist das Schlafapnoe-Syndrom. Verschiedene Medikamente führen ebenso zu einem erhöhten Blutdruck. Dazu gehören beispielsweise Rheumamittel und die Anti-Baby-Pille. Um den Blutdruck zu senken, kommt eine Kombination aus Psychotherapie und einer speziellen Medikation infrage.

 

Zu dem Ergebnis kommt G.L. Stainbrook et al. in der Studie: „Behavioral therapies of hypertension: psychotherapy, biofeedback, and relaxation/meditation“. Ihre Erstveröffentlichung fand im April 1983 statt. In einigen Fällen führt auch eine körperliche Belastung zu einem Anstieg des Blutdrucks. Leiden die Patienten bereits an einer Hypertonie, steigen die Werte schnell in einen gefährlichen Bereich. Speziell beim Krafttraining treten unter Umständen Blutdruckspitzen auf. Dennoch erweist sich die körperliche Betätigung als nützliche Gegenmaßnahme der Erkrankung. Vorwiegend Ausdauersportarten üben einen positiven Effekt aus.

 

 

Erhöhter Blutdruck: Gefahr für Organe und Gefäße

Liegen der systolische Wert, der diastolische Wert oder beide Werte dauerhaft über dem Normalzustand, liegt Bluthochdruck vor. Zu Beginn verursacht ein zu hoher Druck minimale Beschwerden. Die Patienten bemerken die Erkrankung nicht, während der Druck in den Gefäßen weiter ansteigt. Dadurch drohen gravierende Folgen. Eine dauerhaft hohe Belastung des Herzens führt möglicherweise zu einer Herzschwäche und zu Verkalkungen der Gefäße. Der Bluthochdruck gilt als eines der größten Risiken für einen Schlaganfall.

Daneben drohen Schäden an den Nieren. Letztere schütten dadurch mehr Hormone aus, der normale Blutdruck steigt weiter an. Ebenfalls gefährdet ist das Sehvermögen durch Beschädigungen an der Netzhaut. Möglich ist zudem ein zu niedriger Blutdruck. Sofern Letzterer nicht durch eine Erkrankung bedingt ist, drohen keine gravierenden Schäden an den Gefäßen oder Organen. Symptome sind Müdigkeit und Schwindelgefühl. Einfache Maßnahmen wie frische Luft, Bewegung oder Wechselduschen bringen Besserung.

 

redaktionelle Bearbeitung: Anna Nilsson

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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