Blutbestandteile

Die Bestandteile des menschlichen Blut

Hier finden Sie die wichtigsten Bestandteile:

Blutbild und Blutwerte

ErythrozytenEryDie Roten Blutkörperchen. Sie sind für den Transport des lebenswichtigen Sauerstoff zu den Zellen verantwortlich. Wenn dieser Wert nicht stimmt fühlt man sich schnell müde, krank und schlapp und müde.
LeukozytenLeukoDie Weißen Blutkörperchen. Die Hauptzellen der Immunabwehr, sie bilden den größten Anteil an Zellen aus denen das Immunsystem besteht und sind für die Abwehr von Krankheiten verantwortlich. Wenn dieser Wert erhöht ist deutet das auf eine Krankheit hin, da diese Zellen sich erhöhen wenn Sie gegen Infektionen und Krankheiten kämpfen.
ThrombozytenThromboDie Blutplättchen sind ein Bestandteil des Blut welches für die wichtige Blutgerinnung verantwortlich ist. Wenn offene Wunden auftreten sind die Blutplättchen für den Verschluß der Wunde zuständig. Sie steuern auch die Konsistenz und den Blutfluß und verhindern Blutgerinnsel und eine Thrombose.
HämoglobinHbDer Rote Blutfarbstoff in den Erythrozyten entsteht durch eine Bindung von Sauerstoff der mit dem Hämoglobin zur Lunge transportiert wird und in der Lunge den Sauerstoff ausgetauscht. Bei einem niedrigen Hämoglobin Wert spricht man von einer Blutarmut (Eisenmangel), diese kann mit Eisentabletten behandelt werden.
HämatokritHkIst die Gesamtheit aller festen Zellen im Blut. Wenn dieser Wert zu hoch ist hat das Blut nicht die richtige Konsistenz und ist zu dickflüssig, dadurch kann es zu Blutgerinnseln und Thrombose kommen.
Mittleres ZellvolumenMCVDie wichtigen Funktionsparameter für Erythrozyten zeigen das Zellvolumen der Einzel-Erythrozyten im Durchschnitt  an. Ein neidriger Wert kann auf einen Eisenmangel hinweisen.
Mittlerer zellulärer HämoglobingehaltMCH oder HBEDer Wert des  Hämoglobin in Bezug auf die einzelnen Erythrozyten.

Erythrozyten

Die Erythrozyten sind die Anzahl der roten Blutkörperchen. Ihre Aufgabe im Blutkreislauf ist die des Sauerstofftransportes. Sie haben die Form von kleinen runden Scheiben mit beidseitiger Eindellung und sie ähneln sich alle in der Größe mit durchschnittlich 7,5 µm. Sie besitzen jedoch keinen Zellkern.

Wenn die roten Blutkörperchen in zu geringer Menge vorhanden sind, wird dies als Anämie bezeichnet, was so viel wie Blutarmut bedeutet. Gleichzeitig ist dann auch der Wert des Hämoglobin niedrig. Das ist so weil das Hämoglobin eine Verbindung zu den roten Blutkörperchen hat. Erschöpftheit und Müdigkeitssymptome zeigen sich häufig dabei sympthomatisch.

Eine zu hohe Anzahl von Erythrozyten bei der Blutuntersucheung kann dagegen auf Schwierigkeiten mit dem Herz oder der Lunge sowie einer Beeinträchtigung der Produktion der roten Blutkörperchen hinweisen.

Der Normalwert der Erythrozyten im Blut liegt bei den Frauen zwischen 4,0 – 5,0 Millionen pro µl Blut und bei den Männern zwischen 4,3 – 5,6 Millionen pro µl Blut.

Hämoglobin

Als Hämoglobin ist der Hauptbestandteil der roten Blutkörperchen. Es besteht aus einem eisenhaltigen roten Pigment und bandartigen Proteinketten. Das Hämoglobin gibt den roten Blutkörperchen ihre Farbe. Seine Aufgabe ist es den Sauerstoff aus der Lunge in die Zellen weiterzuleiten.  Hämoglobin hat einen bestimmten Anteil an Eisen. Ist der Hämoglobin- Wert im Blutbild zu niedrig, lässt dies häufig auf Eisenmangel schließen.

( Der Normalwert des Hämoglobin im Blut liegt bei den Frauen zwischen 12 – 16 g pro dl Blut und bei den Männern zwischen 13 – 17 g pro dl Blut )

Hämatokrit

Großes Blutbild: Der Hämatokrit bestimmt den Anteil aller Blutzellen im Verhältnis zur Gesamtmenge des Blutes.
Der Hämatokrit beinhaltet die Menge der Erythrozyten und der Leukozyten sowie die Anzahl der Blutplättchen. Diese werden dann zum gesamten Blutvolumen ins Verhältnis gesetzt.
Zwischen den festen und den flüssigen Bestandteilen, dem Plasma des Blutes muss es ein gesundes Verhältnis geben. Sind die Zellen bei der Blutuntersuchung zu hoch und damit das Blut zähflüssiger, ist die Gefahr für die Erkrankung an einer Thrombose sehr hoch.

(Der Normalwert des Hämatokrit beträgt bei den Frauen zwischen 38 – 44 % und bei den Männern 42 – 50 %)

Leukozyten

Großes Blutbild: Als Leukozyten werden die weißen Blutkörperchen bezeichnet. Es gibt fünf Arten von weißen Blutkörperchen, die nachfolgend noch genauer aufgeführt werden. Die Hauptfunktion der Leukozyten ist der Schutz des Körpers vor Infektionen. Dringen Organismen in den Körper ein und lösen eine Infektion oder eine Entzündung im Körper aus steigt die Anzahl der Leukozyten.

(Der Normalwert der Leukozyten im Blut liegt bei den Frauen zwischen 3.800- 10.500 pro µl Blut und bei den Männern ebenfalls zwischen 3.800- 10.500 pro µl Blut.)

Thrombozyten

Großes Blutbild: Als Thrombozyten werden die Blutplättchen bezeichnet. Im Blut sind Milliarden dieser winzigen Zellen enthalten. Ihre Aufgabe ist Blutgerinnung bei Beschädigung eines Blutgefäßes. Bei einer zu geringen Anzahl von Thrombozyten im Blut, können sie nicht in der gewohnten Geschwindigkeit verklumpen und es dauert länger bis die Blutung gestillt werden kann. Die Ursache hiefür könnte eine Funktionseinschränkung ihrer Bildung im Knochenmark sein.

Der Normalwert derThrombozyten im Blut liegt bei den Frauen zwischen 140.000 – 345.000 pro µl Blut und bei den Männern ebenfalls zwischen 140.000 – 345.000 pro µl Blut.

veröffentlicht von Redaktion: Anna Nilsson

Autorenprofil

Gesundheitsredaktion

Anna Nilsson, Journalistin, und Medizinredakteurin seit 2001, medizinische Angestellte. verfasst medizinjournalistische Artikel unter anderem im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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