Wie viel Blut hat ein Mensch

Wie viel Liter Blut hat der Körper des Menschen – eine ausführliche Antwort

Aus generellem Interesse oder aus aktuellem Anlass vor dem Blutspenden kommt die Frage auf: Wie viel Blut hat ein Mensch? Die lebensnotwendige Körperflüssigkeit versorgt jede Zelle mit dem benötigten Sauerstoff, übermittelt Botenstoffe und spielt bei der Immunabwehr sowie bei Läsionen eine entscheidende Rolle.  Schnittwunden oder anderweitige Verletzungen der Gefäße führen zum Austritt von Blut. Insbesondere bei größeren Wunden neigen manche Betroffenen zu Sorgen angesichts eines ihrer Meinung nach zu starken Blutverlustes.

Die Vene im Körper

Blutkreislauf | © ap_i – Fotolia.com

 

 

 

Erwachsene besitzen im Durchschnitt fünf bis sechs Liter Blut

Zusammengefasst hängt die Beantwortung der Frage „Wie viel Blut hat ein Mensch?“ von mehreren Faktoren ab. Insbesondere das Körpergewicht, das Alter und das Geschlecht beeinflussen das Blutvolumen erheblich. Durchschnittlich besitzt ein gesunder Erwachsener zwischen fünf und sechs Liter Blut.

Das entspricht einem prozentualen Anteil von ungefähr acht Prozent des Körpergewichtes. Bei Frauen fällt die im Körper enthaltene Gesamtblutmenge im Vergleich zu Männern geringer aus. Dagegen steigt das prozentuale Verhältnis von Blutmenge und Körpergewicht bei Kindern auf bis zu neun Prozent an.

 

Einfluss-Faktoren der Gesamtblutmenge im Körper

Über das Gefäßsystem erreicht das Blut beinahe alle Bereiche des menschlichen Körpers. Dadurch übernimmt das Blut zahlreiche Funktionen wie den Transport von Sauerstoff, Nährstoffen und Vitaminen. Dazu zeichnet es sich durch eine hohe Wärme-Kapazität aus, weshalb es die Regulation der Körper-Temperatur verantwortet. Um in der Lage zu sein, die vielfältigen Aufgaben zu erfüllen, benötigt der Organismus diese Körperflüssigkeit in einer ausreichenden Menge. Das führt zu der Frage: Wie viel Blut hat ein Mensch?

Ein allgemeingültiger, konkreter Wert in Angabe von Litern als Antwort auf die formulierte Fragestellung existiert nicht. Die Gesamtblutmenge hängt von mehreren Faktoren ab. Folgende Kriterien beeinflussen das Blutvolumen des Körpers:

  • Körpergewicht,
  • Alter,

 

Wie viel Blut hat ein Mensch?

Um dennoch das Blutvolumen eines Menschen zu schätzen, verwenden die Ärzte Richtwerte. Bei einem durchschnittlichen, gesunden Erwachsenen kommt die Gesamtblutmenge auf etwa sieben bis acht Prozent des Körpergewichtes. Daher stellt das Gewicht eines Menschen den wichtigsten Anhaltspunkt für das Blutvolumen dar.

Da es sich um eine ungefähre Angabe hat, schwanken die tatsächlichen Werte. Eine gesunde Person mit einem Körpergewicht von 70 Kilogramm besitzt zwischen fünf und sechs Liter Blut. Das Alter und das Geschlecht wirken sich zusätzlich auf die im menschlichen Körper enthaltene Blutmenge aus.

 

Frauen besitzen weniger Blut als Männer

Männer besitzen tendenziell ein höheres Blutvolumen als Frauen. Dadurch reduziert sich die Gesamtblutmenge bei weiblichen Personen auf ungefähr 61 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht. Somit enthält der männliche Körper im Durchschnitt etwa ein Liter mehr Blut. Die Differenz geht hauptsächlich auf die Unterschiede bei der Größe und auch des Gewichtes zurück. Dazu besitzt der weibliche Körper mehr Fett, das weniger Blut benötigt.

 

Der Einfluss des Alters

Als dritter zu berücksichtigender Faktor beim Blutvolumen gilt das Alter. In jungen Jahren fällt der prozentuale Anteil der Blutmenge gegenüber dem Körpergewicht größer aus als bei Erwachsenen. Bei Kindern bewegt sich der entsprechende Wert im Bereich von acht bis neun Prozent.

 

Training und Flüssigkeits-Verlust wirken sich auf das Blutvolumen aus

Die Blutmenge im Körper bleibt nicht konstant. Unabhängig von den angeführten Faktoren Alter, Geschlecht und Körpergewicht verändert sich das Blutvolumen durch weitere Einflüsse. Regelmäßiger Ausdauersport erhöht die im Körper enthaltene Menge des Blutes. Durch das Training kommt zu einer Vermehrung der Erythrozyten und des Blutplasmas. Dadurch steigt das Blutvolumen um bis zu 40 Prozent an. Umgekehrt führen Schwitzen und ein Flüssigkeits-Mangel zu einer Abnahme der Gesamtblutmenge. Das beeinträchtigt die Versorgung der Zellen und Muskeln mit den benötigten Nährstoffen sowie mit Sauerstoff durch das Blut. Die durch die Flüssigkeits-Aufnahme und das Schwitzen verursachte Schwankung des Blutvolumens erreicht Ausmaße von bis zu 1,5 Liter.

 

Starker Anstieg des Blutvolumens in der Schwangerschaft

Eine Ausnahme in Bezug auf die Gesamtblutmenge stellen Schwangere dar. Während der Gravidität nimmt das Blutvolumen kontinuierlich zu. Das Herz-Kreislauf-System beginnt ab der sechsten Schwangerschafts-Woche damit, sich umzustellen. Das geht mit einem durch Hormon-Einflüsse bedingten Anstieg der Gesamtblutmenge einher. Seinen höchsten Wert erreicht sie ab der 30. Schwangerschafts-Woche. Hierbei besitzt die Schwangere rund 50 Prozent mehr Blut als eine durchschnittliche, nicht gravide Frau.

 

Blutverlust von bis zu 15 Prozent unproblematisch

Nach der Beantwortung der Frage, wie viel Blut ein Mensch besitzt, folgen zum Abschluss einige Informationen zum Blutverlust. Schließlich hängt der vom Körper problemlos zu kompensierende Verlust mit der Menge des vorhandenen Blutvolumens zusammen. Der Austritt von zehn bis 15 Prozent der Blutmenge stellt für den Organismus eines gesunden Erwachsenen kein Problem dar. Als problematisch gilt ein Blutverlust von 30 oder mehr Prozent. Es kommt zu einem sogenannten hypovolämischen Schock.

 


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