Blutwerte
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Wann und Warum ist der Blutwert IgA niedrig?

IgA bezeichnet die Immunglobuline der Klasse A. Sie gehören zu den Antikörpern und bilden einen wichtigen Teil der körpereigenen Immunabwehr. Niedrige IgA-Blutwerte weisen auf schwache Abwehrkräfte hin.

Dagegen deutet eine hohe Konzentration auf eine Infektion innerhalb Ihres Organismus. IgA kommt im Blut sowie auf der Schleimhautoberfläche vor. Hier bietet es eine Schutzfunktion gegen Erreger wie Bakterien und Viren. Identifiziert es einen Fremdkörper, lagert es sich an diesen an und neutralisiert ihn.

Wichtige Fakten über  niedrige IgA Werte im Überblick:

  • Das Immunglobulin A entsteht in den Plasmazellen.
  • Vorwiegend kommt es im Blut sowie auf Schleimhautoberflächen, beispielsweise im Magen-Darm-Sekret, vor.
  • Niedrige IgA-Blutwerte sprechen für eine chronische Erkrankung oder einen schwerwiegenden Infekt.
  • Sofern Mediziner den Wert im Speichel messen, liegt die Normgrenze zwischen acht und zwölf Milligramm je Deziliter.
  • Kinder weisen andere IgA-Normwerte auf als erwachsene Patienten.

Wann entstehen niedrige IgA-Blutwerte?

Bleibt die Konzentration des Immunglobulins A unterhalb der Normgrenze, leiden Sie unter einer Unterversorgung der Antikörper. Um deren Menge zu kontrollieren, entnimmt Ihnen der Arzt eine Blutprobe. Erscheinen Sie nüchtern zur Entnahme, sinkt das Risiko verfälschter Werte.

Folgende Normgrenzen gelten für den Blutwert:

Geschlecht

IgA-Wert in Milligramm je Deziliter

Männer

70 bis 380

Frauen

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70 bis 380

 

Welche Ursachen führen zu erniedrigten IgA-Werten?

Ein möglicher Grund für einen Mangel am Immunglobulin A stellt eine angeborene Immunkrankheit dar. Diese löst eine selektive Unterversorgung des Antikörpers aus. Das Phänomen basiert auf einer gestörten Entwicklung der Lymphozyten. Dadurch wandeln sich die B-Zellen nicht zu Plasmazellen um. In der Folge existiert eine verringerte Ausschüttung des IgA.

Des Weiteren lösen folgende gesundheitliche Komplikationen eine niedrige Konzentration von IgA aus:

  • Allergien
  • Lymphknotenkrebs
  • Verbrennungen
  • eine Agammaglobulinämie,
  • das nephrotische Syndrom,
  • Nierenschwäche,
  • die exsudative Enteropathie (Eiweißverlust über die Schleimhaut des Darms),
  • Asthma,
  • bösartige Tumore.

Welche Symptome deuten auf einen IgA-Mangel hin?

Tritt ein leichter Mangel am Immunglobulin A ein, existieren keine typischen Krankheitsanzeichen. Allerdings weisen einige Patienten eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionen auf. Zudem bilden sich bei ihnen spezielle gesundheitliche Komplikationen, zu denen beispielsweise diverse Autoimmunkrankheiten gehören. Zu ihnen zählt die rheumatoide Arthritis.

Ebenso leiden Menschen mit niedriger IgA-Konzentration gehäuft an der Hautkrankheit Neurodermitis. Neben allergischen Nasenschleimhaut- und Bindehautentzündungen tritt verstärkt Asthma bronchiale auf. Sinkt bei Ihnen das Immunglobulin A, droht eine Überempfindlichkeit gegen verschiedene Lebensmittel. Jedoch tritt die Nahrungsunverträglichkeit selten auf.

Welche Komplikationen drohen bei niedrigen IgA-Werten?

Tritt bei Ihnen ein niedriger IgA-Spiegel auf, fehlen im Körper wichtige Antikörper. In der Folge dringen Erreger – Bakterien, Viren, Pilze – ungehindert in den Organismus. Das Immunglobulin A übernimmt die Aufgabe, die Eindringlinge zu identifizieren und durch das Anlagern zu neutralisieren.

Ohne dieses Element vermehren sich die Krankheitserreger und lösen Infekte und Infektionen aus. Entsteht ein IgA-Mangel im Darm, steigt beispielsweise die Anzahl filamentöser Bakterien (K. Suzuki, et al.: Aberrant expansion of segmented filamentous bacteria in IgA-deficient gut (Februar 2004).

Warum kontrollieren die Ärzte das Immunglobulin A?

Das Immunglobulin A bildet ein wichtiges Eiweiß im Organismus. Als Teil der körpereigenen Abwehr schützt es Ihren Körper vor eindringenden Antigenen. Im Gegensatz zu anderen Immunglobulinen befindet sich IgA auf der Oberfläche der Schleimhäute. Beispielsweise kommt es im Nasensekret, im Magen-Darm-Sekret und in der Tränenflüssigkeit vor.

Ebenso existiert es in den „äußeren“ Körperflüssigkeiten wie Muttermilch sowie Schleim an Genitalien und Harnausführungsgängen. Von allen Immunglobulinen macht das IgA 15 Prozent aus. Es dient als erste Schutzbarriere gegen Eindringlinge. Daher lohnt sich die Messung zur Früherkennung von drohenden Erkrankungen.

Wissenswertes über das Immunglobulin A

Wie die anderen Immunglobuline besitzt IgA die charakteristische Y-Struktur. Diese erlaubt es ihm, sich mit Erregern zu verbinden und zu „verklumpen“. Befinden sich zahlreiche Fremdkörper im Organismus, kommt es zu einer Überproduktion der Antikörper. Dieser schließen sich niedrige IgA-Blutwerte an.

Durch diesen IgA-Mangel gelangen Krankheitserreger in den Körper und lösen Infektionen aus. Profitieren Sie von einem guten IgA-Spiegel, schützen die Abwehrzellen Sie vor verschiedenen Giften. Oft stoßen Bakterien diese aus. Die Bildung des Immunglobulins A erfolgt in den Plasmazellen. Hierbei handelt es sich um veränderte B-Lymphozyten. Leiden Sie unter einem Lymphozytenmangel, kann sich ein verringerter IgA-Wert anschließen.

Tipp: So erhöhen Sie Ihren IgA-Spiegel

Niedrige IgA-Blutwerte sorgen für eine geschwächte Immunabwehr. Betroffene riskieren häufige Infektionen, die dem Körper zusätzlich Kraft rauben. Um die Konzentration des Immunglobulins A zu normalisieren, eignet sich eine generelle Stärkung des Immunsystems. Beispielsweise fördern Sie mit der Einnahme von Vitamin-D-Supplementen die körpereigenen Abwehrkräfte. Halten Sie sich täglich zehn Minuten in der Sonne auf, kommt es zur Vitamin-D-Eigensynthese.

Quellen und weiterführende Literatur: