Die Antikörper im Blut

Die Antikörper nehmen im menschlichen Organismus eine wichtige Rolle ein, da sie Krankheitserreger aktiv identifizieren und bekämpfen. Die Bildung der Antikörper im Blut übernehmen die B-Lymphozyten, wobei der Bauplan minimalen Abweichungen unterliegt. Der Grund: Jeder Antikörper passt zu einem bestimmten Antigen im Schlüssel-Schloss-Prinzip.

  

Entstehung der Blutzellen: _differentiation_chart.jpg: パタゴニア derivative work: Furfur (Blood_cells_differentiation_chart.jpg) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Wo erfolgt die Bildung der Antikörper im Blut?

Kommt der Organismus mit einer Oberflächenstruktur eines Fremdstoffs – dem Antigen – in Kontakt, produziert er Antikörper und setzt diese frei. Sie wandern zielstrebig zu den Erregern und verbinden sich an einem Ende mit ihnen. Das andere Ende des Antikörpers im Blut geht eine Verbindung mit einer körpereigenen Zelle ein. Dadurch entnehmen sie den Fremdstoff aus dem Blutkreislauf und demontieren ihn. Durch die körpereigene Abwehr schützen Sie sich vor Infektionen.

Zu den Erregern, die eine Antikörperbildung verursachen, zählen:

  •  Bakterien,
  •  Viren,
  •  Pilze,
  •  Parasiten und
  •  von ihnen ausgeschiedene Abbauprodukte.

Es befinden sich verschiedene Antikörper im Blut. Ihre Art hängt von dem eindringenden Erreger ab. In einem Blutbild erkennt der Arzt, unter welchen „Eindringlingen“ Ihr Körper leidet. Dementsprechend therapiert er die Erkrankung.

Wie entsteht Blut Was sind Blutkörperchen

Wo befinden sich die Antikörper im Blut?

Antikörper existieren im Blut sowie in anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise der Lymphflüssigkeit. Ihre Bildung übernimmt eine Gruppe der weißen Blutkörperchen, die B-Lymphozyten. Die Struktur der Abwehrzellen bestimmt, zu welcher der fünf Klassen sie gehören. Abhängig von dieser Klassenzugehörigkeit entscheidet sich, wo sie im Organismus vorkommen.

Kämpft Ihr Körper mit einer Infektion, bilden die Lymphozyten das Immunglobulin M, kurz IgM. Dieses schützt den Organismus vor Viren und unterscheidet bei einer Bluttransfusion zwischen verträglichen und unverträglichen Zellen. Damit dies schnell geschieht, befinden sich die Antikörper im Blut. Indem sie dem Blutkreislauf folgen, erreichen sie sämtliche Organe im Körper. Der mengenmäßig am häufigsten auftretende Abwehrstoff trägt den Namen Immunglobulin G, kurz IgG. Dieser existiert vorrangig im Blutplasma. Er besteht aus mehreren Untertypen und hilft beispielsweise bei chronischen Infektionen.

Ebenso wie IgG kommt das IgE im Blutplasma vor. Allerdings existiert es im Körper in einer geringen Konzentration. Die produzierte Menge erhöht sich, sobald der Abwehrstoff mit einer allergieauslösenden Substanz in Berührung kommt. Ferner gehört das IgA zu den fünf Klassen der Antikörper. Immunglobin A befindet sich kaum im Blut. Vielmehr sammelt es sich in Schleimhautsekreten, beispielsweise im Speichel oder dem Magen- und Darmsaft.

Zu den Antikörpern im Blut zählt das Immunglobulin D, IgD genannt. Seine Wirkungsstätte hängt mit seiner Hauptaufgabe, der schnellen Signalübertragung im Krankheitsfall, zusammen. Zusätzlich entdeckten Forscher einen neuen Antikörper, der Immunzellen effektiv in Kontakt mit Krebszellen bringt [Quelle: Hoffmann, M. et al.: Generation, selection and preclinical characterization of an Fc-optimized FLT3 antibody for the treatment of myeloid leukemia (Januar 2012); URL: https://www.nature.com/articles/leu2011372 (letzter Zugriff: 03.02.2018)].

Mit einfachen Tipps das Immunsystem stärken

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Bildet die Immunabwehr zu wenig Antikörper im Blut, dringen Krankheitserreger in Ihren Organismus ein. Um das zu verhindern, sollten Sie Ihr Immunsystem stärken. Das gelingt mit einer ausgewogenen, vitaminhaltigen Nahrung, viel Schlaf und einer ausreichenden Aufnahme von Vitamin D.