Schwangerschaft auf Röteln testen – Blutuntersuchungen Vorsorge

Schwangerschaft – Röteln Vorsorge

Blutuntersuchungen zur Vorsorge von Mutter und Kind

„Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger!“ sind die Worte eines jeden Arztes, um der Schwangeren mitzuteilen, dass sie in Erwartung eines Kindes ist. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen führen Ärzte zahlreiche Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft durch. Röteln zählt zu einer dieser Krankheiten, die bei Schwangeren zu Komplikationen führen. Diese Bluttests bezeichnen Mediziner in Fachkreisen als serologische Untersuchungen. Sie verfolgen den Zweck, verschiedene Krankheiten oder Entwicklungsstörungen vorzeitig zu entdecken, um den Fötus vor Schlimmerem zu bewahren.

Blutröhrchen

Blutprobe © Shawn Hempel – Fotolia.com

Blutuntersuchungen reduzieren Fehlgeburten und Fehlbildungen

Blutuntersuchungen in der Schwangerschaft auf Röteln durchzuführen, ist besonders wichtig. Neben zahlreichen Bluttests bei der Vorsorge in der Schwangerschaft, zählt die Antikörper-Bestimmung gegen Röteln zu den wichtigsten Tests. Infiziert sich eine schwangere Frau mit Röteln, führt dies zu schwerwiegenden Komplikationen beim ungeborenen Kind, die zu einer Fehlgeburt führen können. Für Frauen, die schwanger werden möchten, empfehlen Ärzte, im Vorfeld den Immunstatus zu überprüfen. Als Schutz gegen die Erkrankung hilft eine Impfung.

 

Untersuchungen in der Schwangerschaft auf Röteln

In der Schwangerschaft führen Ärzte gemeinsam mit den Müttern zahlreiche Vorsorgeuntersuchungen durch, zu denen die Blutuntersuchungen zuzuordnen sind. Der Sinn hinter diesen Kontrollen ist es, Krankheiten oder Entwicklungsstörungen frühzeitig zu entdecken. Entlarvte Erkrankungen im Entstehungsstadium zu bekämpfen, ist ohne weitere Komplikationen möglich, wenn Ärzte Gegenmaßnahmen einleiten. Eine Blutuntersuchung in der Schwangerschaft auf Röteln dient zur Bestimmung der Röteln-Immunität.

Bestimmte Blutuntersuchungen schreiben die Mutterschaftsrichtlinien bei Schwangeren vor. Andere sind individuell notwendig oder sinnvoll bei bekannten Vorerkrankungen. Jede durchgeführte Kontrolle vermerkt der Hausarzt im Mutterpass. Dies verschafft einen guten Überblick darüber, welche Untersuchung als Nächstes ansteht.

 

Durchführung

Mit einer gewöhnlichen Hohlnadel entnimmt der Mediziner das Blut einer Vene von der Ellenbeuge, was einer Blutabnahme von nichtschwangeren Patienten gleicht. Bevor es zum Einstich kommt, ist es notwendig, die Hautstelle gründlich zu reinigen. Ohne diese Vorbereitung entstehen verfälschte Ergebnisse und bei einem geschwächten Immunsystem sind Infektionen möglich. Anschließend wandert das Blut ins Labor, welches ein Mediziner unter bestimmten Kriterien untersucht.

Das Ergebnis erhält der behandelnde Arzt, der die Werte auswertet und die Diagnose erstellt. Der gesamte Vorgang dauert in der Regel wenige Tage, sodass eine rasche Diagnose feststeht. In Abhängigkeit davon, auf was der Arzt testete, folgen die notwendigen Gegenmaßnahmen, um die Gesundheit des Kindes und der Mutter zu schützen.

 

Test auf Infektionen und Antikörper

Steht die Schwangerschaft mithilfe eines Bluttests zu 100 Prozent fest, ist es notwendig, für die Gesundheit des Kindes und der Mutter weitere Untersuchungen durchzuführen. Zu unterscheiden gilt, dass die Mutterschaftsrichtlinien bestimmte Bluttests verpflichten und zusätzliche Blutuntersuchungen als sinnvoll ansehen.

 

Zu den vorgeschriebenen Tests zählen:

  • Bestimmung der Blutgruppe und des Rhesusfaktors,
  • Hämoglobinbestimmung,
  • ein Suchtest auf verschiedene Antikörper.

Weiteres folgen unterschiedliche Tests, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und gegebene Immunkörper zu bestimmen. Der Arzt testet auf Hepatitis, Syphilis und Röteln. Zu den freiwilligen Blutuntersuchungen zählen ein HIV-Test und einer auf Toxoplasmose.

 

Blutuntersuchung auf Röteln – HAH-Test

Eine Rötelninfektion zählt zu den harmlosen Kinderkrankheiten. Infiziert sich eine schwangere Frau, bedeutet dies unter bestimmten Umständen schwere Folgen für das Ungeborene. Es kommt zu Komplikationen, wie Herzfehler, TGA, Persistierendes Foramen, Aortenisthmusstenose, Fallot-Tetralogie sowie zu Taubheit oder getrübten Augenlinsen. In manchen Fällen ist eine Fehlgeburt zu erwarten, da es zu einer starken Organschädigung des Fötus kommt.

Die Ringelrötelninfektion bei Erwachsenen verläuft meist ohne den typischen Hautausschlag. Aus diesem Grund ist eine eindeutige Diagnose ausschließlich mithilfe einer Blutuntersuchung im Labor möglich. Der Virus Parvovirus B19 verursacht die Infektion mit der Krankheit. Die Verbreitung erfolgt, ähnlich wie bei den Windpocken, durch eine Tröpfcheninfektion. Bei Patienten, die nicht vor einer Erkrankung geschützt sind, besteht in den ersten 20 Schwangerschaftswochen ein erhöhtes Risiko, das Kind zu verlieren.

 

Schutz gegen eine Röteln-Infektion durch Impfung

Gegen eine Infektion mit dem Rötelnvirus hilft eine Impfung. Zu beachten ist, dass diese im Verlauf der Schwangerschaft nicht mehr möglich ist. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte, diese Blutuntersuchung auf Röteln-Antikörper vor der Gravidität durchzuführen. Sind keine Immunkörper vorhanden, erscheint eine Impfung sinnvoll. Ab einem Titer von 1 : 32 oder höher sprechen Ärzte von einem ausreichenden Immunschutz.

Das Tückische an dieser Infektion ist, dass das Ansteckungsrisiko vor Beginn eines Hautausschlages am höchsten ist, falls die Exantheme überhaupt auftreten. Sich vor einer Infektion zu schützen, erweist sich als unmöglich. Bevor eine Frau in Erwägung zieht, schwanger zu werden, ist es von großer Bedeutung, den Immunstatus gegen Röteln zu bestimmen.

 

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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