Blutbild – Erklärungen und Fragen

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Kann ich vom Arzt ein großes Blutbild verlangen?

In der Regel besteht für jeden Patienten die Möglichkeit, den Hausarzt nach der Erstellung eines großen Blutbilds zu fragen. Allerdings sehen die Mediziner diese medizinische Maßnahme vorwiegend bei Betroffenen ohne Symptome als unnötig an. Zusätzlich besteht die Option, dass der jeweilige Arzt nicht über die entsprechenden Geräte für die Fertigung des Blutbilds verfügt. In dem Fall existieren für die Interessenten drei verschiedene Alternativen.

Wenden sich die Patienten an einen Internisten, erhalten sie auf Wunsch ihr großes Blutbild. In der Regel bieten auch die Unikliniken in der sportmedizinischen Abteilung Blutuntersuchungen an. Vorwiegend die Sportmediziner kennen die Relevanz der Blutwerte und erstellen die Analyse auch ohne einen vorherigen Verdacht auf eine Krankheit. Des Weiteren erwerben die Interessenten einen unkomplizierten Bluttest, den sie in den eigenen vier Wänden vornehmen. Im Internet finden sich zahlreiche Angebote, wobei die Käufer von einer Zeit- und Stressersparnis profitieren. Besteht die Notwendigkeit für ein großes Blutbild, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für das Verfahren. Bei einer als unnötig erachteten Blutuntersuchung tragen die Patienten die Gebühren selbst.

 

Blutbild und Diagnostik

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Kann man im normalen Blutbild THC nachweisen?

Die Abkürzung THC steht für das Tetrahydrocannabinol. Hierbei handelt es sich um die Droge Cannabis, die als Bestandteil der Hanfpflanze existiert. In einem großen Blutbild erkennen die Mediziner nicht, ob ihr Patient die berauschende Substanz konsumiert. Im Mittelpunkt der Analyse stehen ausschließlich die unterschiedlichen Blutzellen sowie der rote Blutfarbstoff. Um die Drogen im Blut zu identifizieren, benötigen die Interessenten ein THC-Screening. Dieses besteht als gesonderte Form einer Blutuntersuchung.

 

Wie lange dauert ein Blutbild-Ergebnis?

Die Zeitspanne von der Blutabnahme bis zum tatsächlichen Befund variiert zwischen zwei bis sieben Tagen. Hierbei kommt es darauf an, ob die Praxis über ein eigenes Labor für die Bestimmung der Probe verfügt. Schicken die Mediziner den entnommenen „Lebenssaft“ an ein separates Labor, fügt sich der Transport zeitlich an die eigentliche Bearbeitung an.

 

Ruft der Arzt bei schlechten Blutwerten an?

Liegen die Blutwerte der einzelnen Blutzellen außerhalb des Normbereichs, entstehen unter Umständen gesundheitliche Komplikationen. Allerdings kontaktieren die Ärzte ihre Patienten nicht bei jeder Abweichung der jeweiligen Befunde. Stattdessen erfolgt der Anruf ausschließlich, wenn es sich um eine akute Erkrankung handelt, die einer augenblicklichen Behandlung bedarf.

 

Wie lange sieht man Alkohol im Blut?

Zwölf Stunden vor einer Blutuntersuchung nehmen die Betroffenen keine oder ausschließlich magere Kost zu sich. Bei der Aufnahme von fettigen und kohlenhydrat-reichen Speisen kommt es zu einer Verfälschung von zahlreichen Werten. Dazu gehören beispielsweise die Leberenzyme, der Blutzucker und die Blutfette. Ebenso wie die Nährstoffe bleibt der Alkohol in der lebenswichtigen Körperflüssigkeit zurück.

Die Abbau-Geschwindigkeit des Alkohols hängt von der konsumierten Menge des Getränks ab. In der Regel braucht die Alltagsdroge bei einem Mittelwert von 0,15 Promille in der Stunde sechs bis sieben Stunden, um den Gesamtalkohol abzubauen. Bei einem regelmäßigen Konsum von Alkohol bleiben die Rückstände in der Leber enthalten. Aus dem Grund weisen vorwiegend bei Alkoholikern die Leberwerte auf die jeweilige Aufnahme der Flüssigkeit hin. Jedoch gilt es zu beachten, dass der Abbau des Alkohols von unterschiedlichen Faktoren abhängt. Demnach variiert gleichzeitig die Nachweiszeit. Sie orientiert sich an:

  • – der Menge und der Art des Alkohols,
  • – dem Geschlecht des Patienten,
  • – dem Body-Mass-Index, kurz BMI,
  • – der Menge und Fetthaltigkeit der eingenommenen Nahrung
  • – sowie des Körperwassers.

Kann man im Blutbild sehen, ob man schwanger ist?

Das große Blutbild misst nicht ausschließlich die Blutzellen sowie die flüssigen Bestandteile des Blutes. Zugleich stehen die Hormone und Vitamine im Vordergrund. Bei einer Schwangerschaft bildet der Organismus der jungen Mutter ein spezielles Schwangerschaftshormon. Mithilfe eines großen Blutbilds besteht aus dem Grund die Möglichkeit, eine Gravidität festzustellen. Hierbei messen die Mediziner das Hormon hCG. Dieser Botenstoff hält die Schwangerschaft aufrecht und ist deshalb für die werdende Mutter relevant. In der Regel weist eine Blutuntersuchung das Hormon bereits zehn Tage nach der Empfängnis nach.

Kann man im Blutbild sehen, ob man Krebs hat?

Im großen Blutbild identifizieren die Mediziner eine Vielzahl von Erkrankungen. Dabei achten sie auf die Krebsmarker, die eine krankhafte Mutation der Zellen nachweisen. Allerdings existiert nicht die Möglichkeit, sämtliche Krebserkrankungen ausschließlich durch eine Blutuntersuchung zu erkennen. Vorrangig geben die Leukozyten Aufschluss über die gesundheitliche Komplikation. Befindet sich ihre Konzentration oberhalb des Normwerts, liegt der Verdacht einer Krebserkrankung der blutbildenden Zellen nahe. Des Weiteren spielen die weißen Blutkörperchen bei dem Erkennen des Blutkrebses, der Leukämie, eine wesentliche Rolle.

Als weiterer Marker stellt sich das RDW-CV dar. Dieser Wert gibt an, ob eine Veränderung bei den roten Blutzellen eintritt. Steigt der RDV-Spiegel über das normale Maß an, weist der Umstand auf eine Krebserkrankung hin. Ähnlich verhält es sich mit dem körpereigenen Stoff Triglyceride. Aus der Substanz schöpfen die Blutzellen ihre Energie. Liegt der Stoff in einer niedrigen Konzentration vor, besteht ebenfalls Verdacht auf die Krankheit Krebs.

 

Kann man im Blut Medikamente nachweisen?

In der Regel weisen die Experten kein bestimmtes Medikament innerhalb des Blutes nach. Allerdings ermöglicht das Erstellen eines großen Blutbilds einen Überblick über den Wirkspiegel von Arzneien, welche die einzelnen Blutzellen beeinflussen. Vorwiegend Gerinnungshemmer beeinträchtigen die körpereigene Produktion der Thrombozyten. Daher kommt es bei der Einnahme des Medikaments zu einer niedrigen Konzentration der Blutplättchen. Des Weiteren erniedrigen Schmerzmittel beispielsweise die Anzahl der weißen Blutkörperchen. Verschreibt der Hausarzt dem jeweiligen Patienten eine bestimmte Arznei, besteht für ihn die Option, deren Wirksamkeit anhand des großen Blutbilds zu überprüfen.

Ist Hautkrebs durch das Blutbild erkennbar?

Beim Hautkrebs handelt es sich um das maligne Melanom. Der schwarze Hautkrebs führt im schlimmsten Fall zu Tochtergeschwülsten, die sich innerhalb des Körpers ausbreiten. Um die gefährliche Komplikation zu heilen, besteht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Erkennung der Krebserkrankung. In einem großen Blutbild existieren ausschließlich Anzeichen für den Hautkrebs, wenn bereits Geschwülste bestehen. Hierbei weisen die Tumormarker auf die mutierten Zellen hin.

Sieht man Arthrose im Blutbild?

Die Krankheit Arthrose bezeichnet einen Verschleiß der Gelenke. Dieser geht mit starken Schmerzen und einer eingeschränkten Bewegung einher. Charakteristische Laborbefunde, um die Arthrose nachzuweisen, existieren in der Regel nicht. Dennoch ist eine Blutuntersuchung sinnvoll. In einem großen Blutbild erkennt der behandelnde Arzt die jeweiligen Entzündungsmarker. Auf diese Weise gelingt es ihm, den Gelenkverschleiß von ähnlichen Erkrankungen, beispielsweise der Gicht, abzugrenzen.

Zusätzlich geben die Blutwerte Auskunft, ob es sich um eine aktivierte Arthrose handelt. Speziell bei den Erythrozyten und den Leukozyten kommt es bei einer akuten Form des Gelenkverschleißes zu einer Steigerung der Konzentration. Dagegen senkt sich die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG). Um die schmerzende Komplikation zu behandeln, existieren zwei Möglichkeiten. Die Patienten wählen zwischen einer Operation oder der Physiotherapie. Die aus Boston stammende Studie „Surgery versus Physical Therapy for a Meniscal Tear and Osteoarthritis“ widerlegt die positive Wirkung des operativen Eingriffs. Laut den Wissenschaftlern Jeffrey N. Katz et al. verbessert sich der Zustand des jeweiligen Gelenks trotz der OP nicht signifikant.

 

Sind alle Krankheiten am Blutbild zu erkennen?

Anhand des großen Blutbilds erkennen die Mediziner Unregelmäßigkeiten im Bereich der festen und flüssigen Blutbestandteile. Stellt der Arzt einen verdächtigen Wert fest, spricht er den Betroffenen an. Es folgen weitere Untersuchungen, um die Ursache für die außerhalb der Norm liegenden Blutwerte abzuklären. Jede Krankheit diagnostiziert der Experte jedoch nicht ausschließlich mithilfe des Blutbilds. Es weist einzig nach, dass eine Veränderung bei den Blutwerten existiert.

 

Kann man Alkohol vor der Blutabnahme trinken?

Der Alkoholspiegel im Blut verfälscht die gemessenen Blutwerte. Deshalb ist ein großes Blutbild unter Einfluss der Alltags-Droge nicht aussagekräftig. Um eine Beeinträchtigung der jeweiligen Werte zu verhindern, sollten die Interessenten zwölf Stunden vor der Blutabnahme keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen. Des Weiteren bewährt es sich, vor der Untersuchung auf fettige Speisen zu verzichten. Diese führen ebenfalls zu einem fehlerhaften Ergebnis bei der Blutanalyse.

 

Ist ein großes Blutbild trotz Erkältung aussagekräftig?

Leiden Patienten während der Blutabnahme für das große Blutbild an einer Erkältung, brauchen sie keine Komplikationen zu befürchten. In der Regel zieht der behandelnde Arzt die durch die Infektion erhöhte Leukozytenzahl in Betracht. Auf diese Weise beeinflusst die Krankheit das Ergebnis der Blutuntersuchung nicht. Zielt deren Befund auf die Analyse der weißen Blutkörperchen ab, verschiebt der Mediziner im Normalfall den Termin. Aufgrund der krankheitsbedingten Vermehrung der Leukozyten kommt es zu einem verfälschten Wert. In dem Fall wiederholt der Experte das Verfahren, sobald der Betroffene wieder gesund ist.

 

Ist Rauchen anhand des Blutbilds nachweisbar?

Im Normalfall braucht es eine Urinprobe, um das Nikotin im Körper nachzuweisen. In einem regulären großen Blutbild stellt der Mediziner den gelegentlichen Zigarettenkonsum eines Untersuchten nicht fest. Jedoch erhöhen sich bei Menschen, die regelmäßig rauchen, die Hämatokrit-Werte. Das bedeutet, dass der Arzt die Folgen des Konsums in dem Blutbild identifiziert.  

 

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