AP-Blutwert Bedeutung zu niedriger und erhöhter Werte

Was sagt der AP-Blutwert der Alkalischen Phosphatase aus?

Als Enzym spielt die alkalische Phosphatase, auch als AP-Blutwert bekannt, eine tragende Rolle. Mediziner bezeichnen den relevanten Stoff knochenspezifisch auch als Ostase. Zu den Aufgaben des Enzyms gehört das Hydrolysieren des Phosphorsäure-Esters. Das bedeutet, dass die Alkalische Phosphatase die Spaltung der Verbindung übernimmt. Auf diese Weise entfernt der Stoff die im Organismus bestehenden Molekülarten von den Phosphatgruppen.

FSH Blutwerte

Blutserum FSH Blutwerte © angellodeco – Fotolia.com

 

Warum erhält der AP-Blutwert Relevanz?

Vorwiegend unterstützt die Alkalische Phosphatase den Körper bei einer Dephosphorylierung. Bei dem Prozess extrahiert das Enzym verschiedene Phosphor-Gruppen von den Proteinen, Nukleotiden und Alkaloiden. Daher spielt der Stoff beispielsweise bei dem alkalischen pH-Wert eine Rolle. Leiden die Patienten an einem erhöhten AP-Blutwert, besteht der Verdacht auf eine Erkrankung der Organe. Dazu gehören eine Gallenstauung, das Entstehen eines Tumors oder Schäden an Leber und Nieren.

 

Die Alkalische Phosphatase erhält Priorität

Der Blutwert AP erhält in mehreren Regionen des menschlichen Körpers Relevanz. Dabei sorgen Erkrankungen innerhalb des Organismus für einen Anstieg der alkalischen Phosphatase. Einen erhöhten Wert des Enzyms bemerken Patienten mit einer Skelett- oder Leber-Erkankung. Zudem steigt die Aktivität des Stoffs bei einer Fehlfunktion der Galle. In der Folge stellen die Mediziner bei dem Betroffenen im Rahmen einer Blutuntersuchung einen erhöhten AP-Blutwert fest.

Vorwiegend in den Knochen und dem Muskelgewebe befindet sich die Alkalische Phosphatase. Dabei weisen Männer und Frauen einen unterschiedlichen Normwert bei dem Enzym auf. Bei den weiblichen Patienten beträgt die Grenze 35 bis 105 Units pro Liter Blut. Im Serum der Männer präsentiert sich ein höherer Wert. Dieser liegt bei 40 bis 130 Units.

Bei Kindern steigen die AP-Blutwerte deutlich, da sie über einen aktiveren Knochenstoffwechsel verfügen. Zudem tritt bei schwangeren Frauen in der Regel eine erhöhte Aktivität der alkalischen Phosphatase auf. Weitere Gründe für den Anstieg des Enzyms bestehen in einer Schädigung des Leber- oder Muskelgewebes. Leiden die Patienten an einem Tumor mit der Beteiligung der Knochen, steigt der Blutwert der Phosphatase ebenfalls.

 

Niedrige AP-Werte der alkalischen Phosphatase?

Diagnostizieren die Mediziner bei einer Blutbildanalyse einen niedrigen Wert der alkalischen Phosphatase, kommen verschiedene Ursachen infrage. Vorwiegend bei der Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln sinkt die Aktivität der alkalischen Phosphatase. Zusätzlich nehmen weitere Medikamente, welche die Hormone betreffen, Einfluss auf den Serumspiegel des Enzyms.

Weiterhin resultiert ein niedriger Blutwert des Stoffs aus einer Krankheit. Dabei präsentiert sich ein breitgefächertes Spektrum. Beispielsweise führt bereits eine Unterfunktion der Schilddrüse zu einer erniedrigten Konzentration des Enzyms. Der Umstand erklärt sich durch die Substrat-Spezifität der alkalischen Phosphatase. Die Studie „Inhibition by phosphate derivatives and the substrate specificity“ aus dem Jahr 1967  befasst sich mit dem Phänomen.

 

Welche Reaktionen laufen bei Alkalische Phosphatase ab?

Die Alkalische Phosphatase fungiert als zytoplasmatisches Enzym, das in zahlreichen Geweben vorkommt. Jedoch arbeitet es ausschließlich in schwach alkalischen Lösungen, weswegen es einen pH-Wert-Puffer benötigt. Daher erhält die Substanz für den Stoffwechsel eine hohe Relevanz, um Störungen der wichtigen Organe zu unterbinden. In diesem Bereich kümmert sich die alkalische Phosphatase um das Entfernen terminaler Phosphat-Gruppen.

 

 


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