Serotoninmangel Symptome und Ursachen

Serotoninmangel und seine schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit

Serotonin und das menschliche Glücksgefühl sind unmittelbar miteinander verbunden. Hierbei handelt es sich um einen Botenstoff, der unsere Stimmung maßgeblich beeinflusst. Leiden Sie unter Serotoninmangel, kann sich dies schlimmstenfalls in heftigen Depressionen bemerkbar machen. Schließlich fehlt dem Körper ein wichtiger Botenstoff, der spezifische Signale an das Gehirn überträgt. Serotonin ist darüber hinaus auch für das Darmnervensystem und das Herz-Kreislauf-System verantwortlich. Folglich sind mit einem Serotoninmangel zumeist schwerwiegende gesundheitliche Folgen verbunden.

Blut messen beim Arzt

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Was bewirkt Serotonin im Körper?

Alternativ zu Serotonin wird auch die Bezeichnung 5-Hydroxytryptamin verwendet. Da uns dieser Name nur sehr schwer über die Lippen geht, bleiben wir bei Serotonin. Dieser Botenstoff bindet sich im Körper an Rezeptoren. Wir unterscheiden vier verschiedene Rezeptoren voneinander – kurz: 5 HT Rezeptoren.

Folglich ist Serotonin an der Regulation verschiedener Körpervorgänge und Prozesse beteiligt. Die bekannteste Wirkung entfaltet Serotonin im Hinblick auf das Gehirn, sodass es einen unwiderruflichen Einfluss gerade auf psychische Erkrankungen hat. Alternativ zu Serotonin hat sich auch der Begriff Dopamin oder Glückshormon durchgesetzt.

 

Test für den Serotoninmangel:

Aktualisierung am 21.02.2017 / Amazon Partner Links und Bilder

 

Die Symptome für Serotoninmangel auf einen Blick

Tatsächlich hat Serotonin einen unwiderruflichen Einfluss auf die menschliche Stimmungslage, sodass bei einem Mangelzustand eine Depression droht. Folglich gehören zum Beispiel die folgenden Krankheitszeichen unmissverständlich zu einem auftretenden Serotoninmangel:

 

  • Stimmungsschwankungen,
  • Angst und Aggressionen,
  • gesteigerter Appetit,
  • erhöhte Körpertemperatur,
  • gesteigertes Schmerzempfinden,
  • Migräne.

 

Mit einer einsetzenden Depression können alle diese Lebensbereiche aus den Angeln gehoben werden. Leider unterschätzen viele noch den Einfluss des Botenstoffes und der leichten Depressionen – oftmals werden diese abgetan als schlechte Laune. Dabei kann es schwerwiegende Folgen haben, wenn es zum wiederholten Male zu einem Serotonin Defizit kommt.

 

Was tun gegen Serotoninmangel?

Bei den oben beschriebenen Stimmungsschwankungen und Problemen im Alltag sollten Sie sich sofort in fachärztliche Hände begeben. Ärzte verschreiben nach einer eingehenden Untersuchung, Behandlung und Beratung in den meisten Fällen Serotonin Wiederaufnahme-Hemmer – kurz: SSRI. Diese Medikamente bewirken, dass Serotonin länger seine Wirksamkeit ausstrahlen kann und somit der Serotoninspiegel direkt im Gehirn ausgeglichen wird.

Aus diesem Grund werden diese Medikamente auch bei Angststörung und Zwangsverhalten eingesetzt. Antidepressiva fallen ebenfalls als Untergruppe in diesem Bereich. Hier ein paar beispielhafte Medikamente:

  • Fluvoxamin,
  • Citalopram,
  • Fluoxetin,
  • Sertralin,
  • Paroxetin,

 

Im Gegensatz zu Vitaminen ist eine Überversorgung mit Serotonin ebenfalls nicht förderlich. So macht Sie ein Überschuss dieser Botenstoffe nicht automatisch glücklicher, sondern wirkt sich negativ auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden aus. Von daher sind alle diese Medikamente verschreibungspflichtig, denn es kann zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.

 

Wann kommt es zum Serotonin-Syndrom?

Bei einem Überschuss Serotonin ist von dem so genannten Serotonin-Syndrom die Rede. Es macht sich in den folgenden Anzeichen bemerkbar:

  • Angstzustände und Unruhe,
  • ungewöhnliche Muskelspannung und Zuckungen,
  • abnormale Erregungszustände und Zittern.

In Absprache mit dem behandelnden Arzt können Sie dieses Syndrom ganz leicht vermeiden, indem Sie sich strikt an die Dosis der verschriebenen Medikamente halten.

 

So können Sie Ihren Serotoninmangel ausgleichen

Tatsächlich kommen diese Botenstoffe nicht einfach nur im Körper vor. Sie sind auch in Lebensmitteln enthalten. Wir wollen an dieser Stelle an die auffallende Wirkung von Schokolade und Süßigkeiten erinnern. Gerade Kakao, Ananas und Bananen sowie Gemüse und Kiwis enthalten Serotonin.

 

Warum macht uns eine Tafel Schokolade viel glücklicher als eine Tomate?

Beide sollen doch Serotonin enthalten. Die stimmungsaufhellende Wirkung ist auf den hohen Gehalt an Kohlenhydraten zurückzuführen.

So kann man aus ernährungsphysiologischer Perspektive davon ausgehen, dass Nahrung mit einem besonders hohen Gehalt an Kohlenhydraten stimulierend auf den Organismus wirkt. Diese Stimulation wirkt sich schlussendlich auf die Bildung von Serotonin aus. So ist es vermutlich vielmehr der Verzehr kohlenhydratreicher Nahrung und nicht die serotoninreiche Nahrung, die sich der stimmungsaufhellend auswirkt. Eine um ein Vielfaches gesündere und kalorienarme Alternative zum Verzehr von jeder Menge Schokolade ist tägliche Bewegung an der frischen Luft und Sport.

 

Was hat Tryptophan mit guter Laune zu tun?

Tatsächlich kann gerade Ausdauertraining Ihren Serotoninspiegel entscheidend nach oben schrauben. In diesem Zusammenhang setzt mit der körperlichen Aktivität auch eine erhöhte Verfügbarkeit von Tryptophan ein. Hierbei handelt es sich um eine Aminosäure. Der Körper ist in der Lage, aus dieser Aminosäure Serotonin zu bilden. Wäre es also nicht sinnvoller, anstelle einer Tafel Schokolade dem eigenen Körper körperliche Aktivität an der frischen Luft anzubieten?

 

Immer mehr sind der Meinung, dass der heutige Lebenswandel,

  • enormer Stress,
  • Belastungen,
  • Konkurrenzdenken und
  • Druck

dazu geführt haben, dass der Körper nicht mehr in der Lage ist, ausreichend Serotonin herzustellen und in diesem Zusammenhang Depressionen zunehmen. Im Folgenden wollen wir mögliche Lösungsansätze aufzeigen, die auf lange Sicht glücklicher machen sollen.

 

Serotoninmangel im Zusammenhang mit der modernen Lebensweise

 

Setzen Sie zum großen Teil auf vitaminstoffreiche Ernährung pflanzlicher Lebensmittel, die zum Teil unverarbeitet auf dem Teller landen. Hier ist von der so genannten Rohkost die Rede. Überdies sollten die Lebensmittel auch wenig Eiweiß beinhalten. Im Gegensatz dazu setzen Sie auf einen hohen Gehalt an L-Tryptophan. Nehmen Sie diese Mahlzeiten in kleineren Mengen zu sich. Kauen Sie alle Lebensmittel gründlich, sodass im Mund ein gleichmäßiger Brei entsteht.

Gönnen Sie dem Körper zwischen leichten Mahlzeiten immer wieder Bewegung. Dabei müssen Sie sich nicht bei mehreren Trainings tagtäglich überanstrengen, sondern legen vielmehr einen kleinen Spaziergang ein.

Besonders eiweißreiche Ernährung mit einem Übermaß an Fleisch und Milch-Produkten kann auf lange Sicht zu einem chronischen Mangelzustand führen. Zudem nehmen viele Ihre Nahrung viel zu schnell zu sich. Sie essen gehetzt und im Vorbeigehen. Auch Übergewicht, Zuckerkrankheiten, Mangelernährung wirken sich negativ auf die Laune heraus.

 

Wie Sie auf lange Sicht Serotoninmangel entgegenwirken?

Schlussendlich lassen sich krankhafte Depressionen nicht in jedem Fall auf einen vorliegenden Serotoninmangel zurückführen. Gerade in schwerwiegenden, klinischen Fällen sind die Patienten darauf angewiesen, ein Leben lang auf Medikamente zurückzugreifen. Für den Alltag sei gesagt: Eine bewusste Ernährung und pflanzliche Lebensmittel helfen, die Laune zu verbessern. Schmerzlich, aber wahr: Das Serotonin-Geheimnis der Schokolade haben wir in diesem Beitrag gelüftet. Folglich ist es für Körper und Seele viel gesünder und nachhaltiger, sich täglich an der frischen Luft zu bewegen, als zu Süßigkeiten zu greifen.

 

 

weiterführenden Information:

www.dr-neidert.de/index.php/ernaehrungsmedizin3/372-serotoninmangel-und-ernaehrung


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