Stationäre Entgiftung im Krankenhaus -Das erwartet Sie:

Die Entgiftung im Krankenhaus ist der erste Schritt aus dem Alkoholismus, einer der gefährlichsten Suchterkrankung. Der schleichende Verlauf der Alkoholkrankheit führt im Laufe der Jahre zu seelischen, sozialen und körperliche Symptomen.

Im Akutstadium versuchen viele Alkoholkranke vom Alkohol loszukommen.

Ein wichtiger Schritt ist es den Körper vom Alkohol zu lösen, dazu wird eine körperliche Alkohol Entgiftung im Krankenhaus durchgeführt. Danach folgen Langzeit-Therapie und Nachsorgebehandlungen.

Alkohol Entgiftung im Krankenhaus

Menschen die den Weg aus der Alkoholsucht in ein neues Leben geschafft haben, sind diese 3 Schritte erfolgreich gegangen. Wir informieren Sie hier zur Alkohol Entgiftung als der erste Schritt in ein neues alkohlofreies Leben.

 

Alkohol Entgiftung im Krankenhaus – Faktenblock:

  • Vor dem Beginn der Alkohol Entgiftung, sollte alle Schritte mit dem Hausarzt abgestimmt werden, diese bereitet die Einweisung in ein Krankenhaus vor
  • ohne abgeschlossene Entgiftung kann keine Therapie (ambulant oder stationär) begonnen werden
  • Alkohol Entgiftungen werden in internistischen Abteilungen eines Krankenhauses oder in psychiatrischen Kliniken durchgeführt
  • Die Symptome eines Alkoholentzugs bedürfen häufig intensivmedizinischer Behandlung
  • Die Alkohol Entgiftung im Krankenhaus dauert zwischen fünf und sieben Tagen
  • Die Ausprägung der empfunden Symptome ist individuell abhängig, entscheidend ist die Höhe und Dauer des vorangegangenen Alkoholkonsums

 

Was ist eine Alkohol Entgiftung im Krankenhaus?

Alkoholische Getränke gehören in unseren Breitengraden zum gesellschaftlichen Leben dazu. Ein Glas Wein oder Bier am Abend leitet den Feierabend ein.

Die Grenzen zwischen normalem Alkoholkonsum und Alkoholismus, der Abhängigkeit nach Alkohol, sind dabei fließend.

Benötigt man eine gewisse Dosis Alkohol um besser abschalten oder einschlafen zu können, ist dies bereits bedenklich. Zwischen der kurzfristigen Entgiftung, also alkoholfreien Zeiten und einem dauerhaften Entzug liegt jedoch ein weiter Weg vor den Betroffenen.

Eine Alkohol Entgiftung für Alkoholabhängige ist ein relativ kurzer Zeitraum,von 5 bis maximal 10 Tagen, der den Zustand beschreibt, indem der Alkohol im Körper durch den Stoffwechsel abgebaut wird.
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Die Phase der Alkohol Entgiftung ist die akute Phase, die je nach Konzentration und Konsum von Alkohol zwischen einem Tag bis zu drei Tagen dauern kann.

Schließt sich an die Alkohol Entgiftung im Krankenhaus eine Entzugstherapie an, die dem Betroffenen dabei helfen soll, dauerhaft „trocken“ zu bleiben, ist es wichtig zu wissen, dass diese Therapie mehrere Wochen bis Monate dauern kann.

Auch eine Alkoholvergiftung, im Fachjargon Alkoholintoxikation genannt, ist eine Indikation für eine Alkohol Entgiftung im Krankenhaus.

– Alkoholvergiftung – kurz erklärt:

Eine Alkoholvergiftung oder Alkoholintoxikation ist eine Vergiftung mit Alkohol (Ethanol) des betroffenen Körpers. Durch diese Vergiftung ist die Gehirnfunktion zeitweise stark beeinträchtigt. Ethanol gehört zu den Nervengiften, schädigt das ungeborene Kind im Mutterleib, stört die gesunde Blutbildung und wird über die Leber abgebaut.

Daher zählt Ethanol zu den sogenannten Lebergiften. Schwere Symptome einer Alkoholvergiftung können Kreislaufversagen und Atemlähmung sein, daher ist dieser Zustand akut lebensbedrohlich und bedarf einer Behandlung beziehungsweise Alkohol Entgiftung im Krankenhaus.

Eine Alkoholvergiftung weist zwar auf eine bedenkliche Menge Alkohol hin, die der Betroffene konsumiert hat, muss aber nicht immer ein Anzeichen für eine bestehende Suchterkrankung sein.

 

Gerade Jugendliche, die sich ausprobieren und ihre Grenzen noch nicht gut einschätzen können, überschätzen sich schnell beim Konsum von Alkohol. Die Folge kann dann eine Alkoholvergiftung sein, die in der Regel in einer Krankenhausbehandlung und Alkohol Entgiftung endet.

Wann ist eine stationäre Alkohol Entgiftung im Krankenhaus notwendig?

Allgemein gesprochen kann eine stationäre Alkohol Entgiftung ab einer Blutalkoholkonzentration von zwei Promille Blutalkohol indiziert sein. Allerdings richten sich die Auswirkungen der Blutalkoholkonzentration nach gewohntem Konsum, Körpergröße und Gewicht sowie weiteren individuellen Faktoren.

– Blutalkoholkonzentration – kurz erklärt:

Promille beschreibt den Wert der Blutalkoholkonzentration (kurz: BAK). Dieser Wert ist messbar. Bei einem Wert von zwei Promille sagt er aus, dass pro Liter Blut des Betroffenen zwei Milliliter reiner Alkohol enthalten ist. Die Blutalkoholkonzentration wird mit Hilfe der sogenannten Widmark-Formel bestimmt.

Diese Formel berücksichtigt nicht nur das Körpergewicht des Betroffenen, sondern auch den unterschiedlichen Anteil Körperflüssigkeit bei Männern (ungefähr 68 Prozent) und Frauen (im Durchschnitt 55 Prozent). Demnach ergeben sich bei gleichem Alkoholkonsum unterschiedliche Werte für die Blutalkoholkonzentration.

Vergleicht man einen Mann und eine Frau, die beide rund 70 Kilo wiegen und an einem Abend drei Bier trinken, hat der Mann einen Promillewert von 0,75 Promille und die Frau von 0,93 Promille.

 

Trinkt die Frau aus diesem Beispiel drei weitere Bier hat sie fast die Grenze von zwei Promille Blutalkoholkonzentration erreicht, die eine Alkohol Entgiftung im Krankenhaus indizieren können.

Ab einer Konzentration von zwei Promille Alkohol im Blut hat das gesellschaftlich akzeptierte Rauschmittel bereits die Wirkung eines Narkosemittels und kann zu Bewusstlosigkeit oder zu körperlichen Schockzuständen führen.

Eine Alkoholvergiftung ist daher ein akut lebensbedrohlicher Zustand, der weitere medizinische Behandlung im Krankenhaus notwendig macht.

Warum ist eine Alkoholvergiftung so gefährlich?

Alkohol hat eine gefäßerweiternde Wirkung. Der körperliche Schock entsteht, da Alkohol dem Körper Flüssigkeit entzieht.

Dieser Flüssigkeitsverlust wird durch die erweiternden Gefäße verstärkt. Bereits eine Alkoholkonzentration von vier Promille Blutalkohol – in unserem Beispiel trinkt die betroffene Frau rund 12 bis 14 Bier an einem Abend – droht ein lebensbedrohlicher Koma-Zustand, der einen Herzstillstand nach sich ziehen kann. Der Alkoholkonsum kann in solchen Fällen tödlich enden.

Gerade bei Menschen, die nicht regelmäßig Alkohol konsumieren, kann dieser Zustand bereits bei einer Blutalkoholkonzentration von drei Promille eintreten.

Ablauf einer Alkohol Entgiftung

Ganz gleich, ob auf Grund einer akuten Alkoholvergiftung oder zur Vorbereitung auf eine Entzugstherapie: Eine Alkohol Entgiftung wird im Krankenhaus stationär durchgeführt, da die Betroffenen intensiv medizinisch überwacht werden müssen.

In vielen Fällen startet die Alkohol Entgiftung daher auf einer Intensivstation. Die meisten Betroffenen werden in die stabile Seitenlage gebettet, da zu erwarten ist, dass sie in dieser akuten Phase erbrechen. Die Seitenlage beugt das Einatmen von Erbrochenem vor. Dem großen Flüssigkeitsverlust des Betroffenen wird mit Hilfe von Infusionen, die eine Glukoselösung enthalten, vorgebeugt.

Bei einer Alkohol Entgiftung im Krankenhaus werden dem Betroffenen außerdem unterschiedliche Medikamente verabreicht, um die Entzugssymptome erträglicher zu machen. Diese verabreichten Medikamente sind meist Beruhigungsmittel, sogenannte psychoaktive Substanzen.

Gerade stark Alkoholabhängige erleiden unter einer Alkohol Entgiftung das gefürchtete Delirium tremens, das starke Halluzinationen mit sich bringt.

Auch dieses Symptom wird mit Hilfe von starken Medikamenten eingedämmt. Befindet sich der Körper im letzten Stadium des Abbaus des Alkohols kann es vorkommen, dass der Blutdruck der Betroffenen bedrohlich ansteigt.

In diesem Fall ist die Gabe Blutdruck senkender Medikamente erforderlich.

– Delirium tremens – kurz erklärt:

Delirium tremens (Kurz: D.T.) wird auch Alkoholdelir genannt. Es tritt auf, wenn chronisch kranke Alkoholiker plötzlich mit dem Konsum von Alkohol aufhören, zum Beispiel bei einer Alkohol Entgiftung.

Zu den Symptomen gehören Halluzinationen, starke Verwirrtheit und Desorientierung, Angstzustände, starkes Zittern, Schwitzen und eine starke Erhöhung der Herzfrequenz. Ein Delirium tremens ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der einer Behandlung und intensiven Überwachung der Körperfunktionen in einem Krankenhaus bedarf. Unbehandelt kann ein Alkoholdelir tödlich enden.

 

Alkohol Entgiftung im Krankenhaus – die ersten Schritte

Die Einsicht, dass eine Alkohol Entgiftung für einen Betroffenen sinnvoll ist, wird meist durch Familie oder Verwandte angekurbelt.

Optimalerweise nimmt der Betroffene dann Kontakt mit seinem Hausarzt auf. Gerade schwer Alkoholabhängige finden bei dem Wunsch einer Alkohol Entgiftung ein offenes Ohr bei dem behandelnden Arzt.

Haben Betroffene keinen Hausarzt, können sie auch direkt Kontakt mit einem Krankenhaus aufnehmen. Bei der Wahl des Krankenhauses ist es wichtig, dass das Krankenhaus über eine internistische Abteilung verfügt, denn hier werden normalerweise Alkohol Entgiftungen angeboten.

Geht der Betroffene direkt ins Krankenhaus, wird er als „Akutfall“ gesehen und muss direkt aufgenommen werden. Die Krankenkasse des Betroffenen ist in diesem Fall verpflichtet, die Kosten für die Alkohol Entgiftung zu übernehmen.

Die Alkohol Entgiftung im Krankenhaus dauert im Normalfall fünf bis zehn Tage. Um eine dauerhafte Entwöhnung zu gewährleisten und Rückfällen vorzubeugen, sollte sofort im Anschluss eine ambulante oder stationäre Therapie den Entzug unterstützen.

 

Eine stationäre oder ambulante Langzeit-Alkoholterapie bezahlt immer die Rentenversicherung. Dazu muss ein Antrag bei der Rententversicherung gestellt werden.

Dieser Antrag kann durch Ihren Hausarzt oder durch Ihre Krankenkasse vorbereitet und gestellt werden. Auch eine Sucht- oder Drogenberatungsstelle kann hierbei helfen.

Auch psychiatrische Krankenhäuser bieten eine Alkohol Entgiftung an. Diese sollten Betroffene dann aufsuchen, wenn weitere psychische Erkrankungen zur Alkoholabhängigkeit hinzu kommen und einer besonderen Behandlung bedürfen.

Das Personal in psychiatrischen Krankenhäuser ist auf die Symptome psychischer Erkrankungen spezialisiert und kann diesen entsprechend medikamentös entgegen wirken.

– Sonderfall akutes Delirium tremens:

Wenn chronisch Alkoholkranke eine gewisse Zeit keinen Alkohol konsumieren, weisen sie auch im häuslichen Umfeld Symptome eines Alkoholdelirs auf. Da diese akut lebensbedrohlich und stark ausgeprägt sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass Menschen im Umfeld den Notarzt verständigen.

Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus ist dann unumgänglich, da ein akutes Delirium tremens lebensbedrohlich ist. Gerade Alkoholkranke, die zuhause einen „kalten Entzug“ ohne jegliche Unterstützung versuchen wollen, sind von diesem Fall betroffen. Nicht selten enden diese Selbstversuche der Alkohol Entgiftung tödlich.

Was ist ein „warmer Entzug“?

Einige Krankenhäuser bieten zur Alkohol Entgiftung einen sogenannten „warmen Entzug“ an. Diese Methode ist umstritten, da sie eine hohe Rückfallquote aufweist. Bei einem „warmen Entzug“ erhält der Betroffene über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen sehr starke Medikamente, die einem Delirium tremens, epileptischen Krampfanfällen oder einem Organversagen vorbeugen. Die gefürchteten Symptome einer Alkohol Entgiftung bleiben im Idealfall für den Betroffenen ganz aus oder werden nur sehr abgeschwächt wahrgenommen.

Der Betroffene fühlt sich nach der Entgiftung gut und hat das Gefühl, das eigene Leben (ohne Alkohol) wieder „voll im Griff“ zu haben. Die starken Medikamente werden nun aber langsam runterdosiert. Alltagsgewohnheiten, die das Trinken mit einschließen, schleichen sich erneut ein.

Bei sehr starken Alkoholikern ist jedoch auf Grund der zu erwartenden Entzugssymptome nur ein „warmer Entzug“ möglich. Eine andere Form wie den Kalten Alkohol Entzug zuhause würde der Organismus nicht überstehen.

Alkohol Entgiftung im Krankenhaus – wie schlimm sind die Symptome?

Wie quälend die Symptome einer Alkohol Entgiftung wahrgenommen und empfunden werden ist natürlich individuell. Ein entscheidender Faktor hierbei ist auch, wie stark der Betroffene an Alkoholismus erkrankt ist.

weiterlesen: Alle Alkoholentzug Symptome

Im Volksmund als „Quartalssäufer“ bekannte Alkoholkranke können oft Tage oder Wochen ohne Alkohol auskommen. Das tückische an dieser Form des Alkoholismus ist es, dass das Umfeld meist erst sehr spät darauf aufmerksam wird, dass der Betroffene an Alkoholismus erkrankt ist.

Menschen, die in ausgewählten oder unspezifischen Phasen einen bedenklichen Alkoholkonsum aufweisen, haben bei einer Alkohol Entgiftung meist wenig bis gar keine Symptome. Das Ende einer Trinkepisode wird wenn überhaupt von morgendlichem Erbrechen, einem „Kater“, Black-outs (sogenannten Filmrissen oder Erinnerungslücken) und morgendlichen Schweißausbrüchen begleitet.

Anders verhält es sich bei Menschen, die täglich Alkohol benötigen, um die „gewohnte“ Blutalkoholkonzentration aufreicht zu erhalten.

Starke Alkoholiker benötigen eine konstante Blutalkoholkonzentration von einem bis drei Promille, in extremen Fällen sogar mehr. Sie sind eine so starke Menge Alkohol gewöhnt, die einen Menschen, der nicht regelmäßig Alkohol trinkt, in einen lebensbedrohlichen Zustand versetzen würde.

Bei dieser Form des Alkoholismus steigert sich der Konsum und die Menge des benötigten Alkohols stetig. Betroffene benötigen immer mehr Alkohol, um den gewünschten Effekt oder „Rausch“ zu erzielen.

Eine Alkohol Entgiftung im Krankenhaus ist in solchen Fällen zwingend erforderlich. Weiterhin kann es sein, dass Organe durch den langen Konsum des Nervengiftes bereits irreversibel geschädigt sind. Eine Behandlung mit starken Medikamenten kommt in diesem Fall dem „warmen Entzug“ sehr nahe, da ein Delirium tremens erwartet wird.

Und nach der Alkohol Entgiftung?

Um einen erneuten Entzug und einer erneuten Alkohol Entgiftung im Krankenhaus vorzubeugen, sollte sich nach einer stationären Alkohol Entgiftung immer eine Therapie anschließen.

Nur so kann ein dauerhafter Erfolg und eine dauerhafte Alkoholabstinenz gewährleistet werden. Auch eine längerfristige Behandlung mit Medikamenten kann eine Entzugstherapie, die sich an eine Alkohol Entgiftung anschließen sollte, begleiten.

Dies wird dann notwendig, wenn die Bildung von Botenstoffen im Gehirn durch den missbräuchlichen Alkoholkonsum so stark geschädigt ist, dass länger Entzugserscheinungen zu erwarten sind. Therapieansätze zielen meist auf die kognitive Therapieform ab. Diese wird im Volksmund auch Verhaltenstherapie genannt. Betroffene lernen hier in sehr komplexer Weise ein Verhalten, dass sie unterstützt, dauerhaft auf Alkohol zu verzichten und Rückfälle vorzubeugen.

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Thema Alkohol & Sucht:

Quelle u.a.: Heyne Winterfeldt (Autor): „Alter Rabe Alkohol – Einsichten aus einem Entzug“, worthandel Verlag, 2014

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