Niedrige und erhöhte Blutwerte bei einem Osteosarkom

Leiden Sie unter einem Osteosarkom, handelt es sich um einen bösartigen, im Knochen auftretenden Tumor. Vorrangig tritt der Knochenkrebs bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Sie manifestieren sich in den langen Röhrenknochen. Zu den typischen Anzeichen der gesundheitlichen Komplikation gehören Rötungen und Schmerzen am betroffenen Knochen. Bei einer Blutuntersuchung kontrolliert der Arzt zudem erhöhte und niedrige Blutwerte beim Osteosarkom.

Blutwerte bei Osteosarkom
Biopsie eines menschlichen Riesenzelltumors des Knochens. Lichtmikroskopische Aufnahme – Copyright: jlcalvo bigstockphoto

Wie und warum entsteht das Osteosarkom?

Eine exakte Ursache für das Osteosarkom fanden die Wissenschaftler bisher nicht. Die seltene Knochenkrebsart gehört zu den häufig bei Kindern und Jugendlichen auftretenden malignen Knochentumoren. Besteht der Verdacht auf die Erkrankung, leitet der behandelnde Arzt eine Blutuntersuchung ein. Er kontrolliert die erhöhten oder niedrigen Blutwerte beim Osteosarkom. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Proteinen. Ein erhöhter Eiweißwert im Blut weist auf einen Tumor hin.

Das Osteosarkom entwickelt sich direkt aus dem Knochengewebe und zählt zu den primären Knochentumoren. Die Tumorzellen bilden unkontrolliert neue Knochengrundsubstanz und zerstören das gesunde Gewebe. Das Phänomen heißt in der Fachsprache Osteolyse. Leiden Sie unter der Komplikation, weist der Arzt erhöhte Blutwerte beim Osteosarkom nach. Zu ihnen gehören beispielsweise die knochenbildenden Zellen, Osteoblasten genannt.

Zusätzlich vermehren sich die Chondroblasten genannten knorpelbildenden Zellen und die Fibroblasten. Letztere stellen die spindelförmigen Stützgewebszellen dar. Der Tumor tritt an unterschiedlichen Knochen auf. Häufig manifestiert es sich an den gelenknahen Bereichen der Röhrenknochen:

  • Oberarmknochen,
  • Schienbeinknochen
  • oder Oberschenkelknochen.

Welche erhöhten und niedrigen Blutwerte beim Osteosarkom existieren?

Um den malignen Tumor zu diagnostizieren, nimmt der Arzt eine Blutuntersuchung vor. Entsteht im Organismus ein Osteosarkom, erhöhen sich spezielle Enzyme, beispielsweise die alkalische Phosphatase und die Laktatdehydrogenase. Eine Steigerung der Substanzen über die Normgrenze deutet auf einen ungünstigen Krankheitsverlauf hin. Die Blutwerte deuten auf eine Erkrankung der Knochen, nicht direkt auf das Osteosarkom hin.

Daher stützen die Mediziner ihre Diagnose, indem sie eine Gewebeprobe nehmen. Nach der Biopsie untersuchen sie das betroffene Knochengewebe labortechnisch, um die Tumorzellen zu klassifizieren.

Abdomen-Sonografie
Sonografie Copyright: Aniphaes.serenity, Bigstockphoto

Warum hilft die alkalische Phosphatase bei der Diagnose?

Die alkalischen Phosphatasen zählen zur Gruppe bestimmter Enzyme, die Phosphorsäuremonoester spalten. Aus welchem Grund weist der erhöhte Blutwert auf ein Osteosarkom hin, fragen sich viele Betroffene. Steigen die Enzyme über die Normgrenze, deutet der Prozess auf einen veränderten Knochenstoffwechsel hin.

Der Referenzbereich bei Menschen über dem 17. Lebensjahr liegt zwischen 30 und 120 Units in einem Liter Blut. Kinder weisen einen höheren Normwert auf. Um bei ihnen ein Osteosarkom zu diagnostizieren, bestimmen die Ärzte die Laktatdehydrogenase. Deren Konzentration im Serum beträgt 90 bis 250 Units pro Liter.

Steigt die Anzahl, kommt es im Körper zu einem vermehrten Absterben von Zellen. Das geschieht bei einem schnellen Knochenstoffwechsel. Zusätzlich dient die Laktatdehydrogenase als unspezifischer Tumormarker.

Wie halten Mediziner den gestörten Knochenstoffwechsel auf?

Die Behandlung eines Osteosarkoms hängt vom Fortschritt der gesundheitlichen Komplikation ab. In der Regel kommt eine Chemotherapie zum Einsatz. Die eingesetzten Zytostatika verkleinern den Knochentumor und zerstören gestreute Tumorzellen.

In Kombination mit einer Operation führt die Polychemotherapie zu einem guten Heilungsverlauf [Quelle: Bielack, S., et al.: Neoadjuvante Therapie des lokalisierten Osteosarkoms der Extremitäten (1999); URL: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-2008-1043798 (letzter Zugriff: 16.02.2018)].

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Der chirurgische Eingriff erhält Relevanz, um das Osteosarkom vollständig zu entfernen. Bildete dieses bereits Metastasen genannte Tochtergeschwülste aus, beseitigt der Operateur diese ebenfalls. Um den Heilungsverlauf zu kontrollieren, nehmen die Ärzte erneut Blutuntersuchungen vor. Normalisiert sich die Konzentration der Proteine im Blut, stehen die Genesungschancen der Patienten gut.

Besteht die Möglichkeit, einem Osteosarkom vorzubeugen?

Im Normalfall existiert kein Weg, dieser Form des Knochenkrebses frühzeitig entgegenzuwirken. Bisher blieben die exakten Ursachen der Erkrankung ungeklärt. Faktoren, die das Osteosarkom begünstigen, liegen außerhalb Ihres individuellen Einflussbereiches.

Konsultieren Sie im Verdachtsfall den Arzt, erkennt dieser aufgrund erhöhter Blutwerte das Osteosarkom. Ebenso hilft es, den Körper bewusst auf Veränderungen der Knochenstruktur zu untersuchen. Leiden Sie an Schmerzen, für die es keine Erklärung gibt, sollten Sie rechtzeitig einen Mediziner kontaktieren. Bei kleinen Osteosarkomen stehen die Heilungschancen besser als bei ausgewachsenen Tumoren.

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