Die Hypophosphatämie bei niedrigen Phosphat-Blutwerten:

Leiden Sie unter einem niedrigen Phosphat-Blutwert, diagnostizieren die Ärzte bei Ihnen eine Hypophosphatämie. Bei dieser liegt die Konzentration des Werts langfristig unterhalb der Normgrenze.

Beim Phosphat handelt es sich um ein Elektrolyt im menschlichen Organismus. Der Mineralstoff trägt beim Auflösen in Körperflüssigkeiten eine elektrische Ladung.

Bleibt die Phosphatkonzentration dauerhaft gering, treten typische Symptome auf. Zu ihnen zählt beispielsweise die geistige Verwirrung. Gleichzeitig entstehen gesundheitliche Komplikationen, als Beispiel Herzrhythmusstörungen.

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Niedriger Phosphat-Blutwert – wichtige Fakten im Überblick:

  • Liegt der Phosphatwert bei Erwachsenen unter 2,6 Milligramm je Deziliter, leiden sie unter der Hypophosphatämie.
  • Das Absinken des Phosphatspiegels führt zu neurologischen Beeinträchtigungen.
  • Auf die Dauer zieht der Körper aufgrund der Unterversorgung Phosphat aus den Knochen.
  • Der sinkende Phosphatspiegel kann plötzlich oder schleichend auftreten.
  • Gegen einen Phosphatmangel hilft eine phosphat- und Vitamin-D-reiche Ernährung.

Warum erhält der Blutwert Phosphat Relevanz?

Das Phosphat besteht als Salz der Phosphorsäure und kommt zu 85 Prozent in den Knochen und Zähnen vor. Des Weiteren findet sich der Mineralstoff in den Zellen sowie den Zellzwischenräumen. Innerhalb der Knochen geht das Phosphat eine Verbindung mit Kalzium ein.

Anschließend speichert Ihr Körper das entstandene Kalziumphosphat. Das Elektrolyt versorgt die Zellen durch chemische Reaktionen mit ausreichend Energie für zahlreiche Stoffwechselprozesse. Leiden Sie unter einem niedrigen Phosphat-Blutwert, bemerken Sie daher deutliche Leistungseinbußen. Gleichzeitig treten gesundheitliche Komplikationen auf, die sich mit zunehmender Phosphatverringerung verschlimmern.

Wann kommt es zum niedrigen Blutwert Phosphat?

Sinkt der Phosphatspiegel unter den Normbereich, bezeichnen die Ärzte das Phänomen als Hypophosphatämie. Diese tritt akut oder chronisch auf. Um sie zu diagnostizieren, messen die Mediziner die Phosphatkonzentration im Serum. Hierbei gelten folgende Normwerte:

Geschlecht

Phosphat im Serum in Milligramm je Deziliter

Phosphat (i. S.) in Mikromol je Liter

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Männer

2,6 bis 4,5

0,84 bis 1,45

Frauen

2,6 bis 4,5

0,84 bis 1,45

 

Blutwerte Thrombozyten

Ursachen von Phosphatmangel im Blut?

Bei der Hypophosphatämie unterscheiden sich zwei grundlegende Formen. Beim akuten Phosphatmangel sinkt die Konzentration des Blutwerts innerhalb kürzester Zeit. Beispielsweise benötigt der Körper eine Menge des Mineralstoffs bei bestimmten Krankheiten.

Daher sinkt das Phosphat bei folgenden Beeinträchtigungen ab:

  • schwerer Alkoholismus,
  • schwere Verbrennungen,
  • Unterernährung,
  • langes Hungern,
  • die diabetische Ketoazidose.

Ein chronischer Mangel an Phosphat führt zu einem langsamen Absinken der Mineralstoffkonzentration im Blut. Der Vorgang zieht sich über Monate oder Jahre hin. Die gesundheitliche Komplikation entsteht durch das übermäßige Ausscheiden des Phosphats.

Das geschieht bei:

  • chronischem Durchfall,
  • die langfristige Einnahme von Diuretika,
  • Hyperparathyreoidismus,
  • die Anwendung großer Theophyllinmengen (beispielsweise zur Behandlung von Asthma),
  • die langfristige Einnahme aluminiumhaltiger Antazida.

Welche Symptome treten bei einem Phosphatmangel auf?

In der Regel zeigen sich deutliche Symptome erst, wenn der Phosphatspiegel im Blut stark absinkt. Zunächst bemerken die Betroffenen eine Muskelschwäche. Dieser schließen sich Benommenheit und schlimmstenfalls ein Koma an.

Bei einer akuten Hypophosphatämie droht innerhalb kurzer Zeit der Tod. Beim chronischen Absinken des Phosphatspiegels setzen Atemnot und Schwierigkeiten beim Schlucken ein. Ebenso kommt es zu epileptischen Anfällen und einer starken Schwäche der Skelettstruktur. Bei dieser treten Knochenschmerzen auf.

Des Weiteren stellt eine gestörte Darmtätigkeit ein Anzeichen für einen sinkenden Phosphatspiegel dar. Gleiches gilt für ein allgemeines Schwächegefühl und zunehmende Appetitlosigkeit.

Welche Folgen zieht der Abfall der Phosphatkonzentration nach sich?

Dem niedrigen Phosphat-Blutwert folgen schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen. Zunächst zieht der Körper den benötigten Mineralstoff aus den Knochen. Dadurch zeigen sich diese zunehmend brüchig.

Das Risiko von Brüchen steigt. Beeinträchtigungen der mentalen und physischen Fähigkeiten belasten die Psyche der Patienten. Beispielsweise leiden diese unter Depressionen.

Zugleich steigt durch die Hypophosphatämie das kardiovaskuläre Risiko (Prof. Dr. med. E. Ritz, et al.: Hypophosphatemia Also Increases the Risk (April 2012). Durch einen niedrigen Phosphatspiegel droht eine verringerte Muskelaktivität.

Folglich entstehen eine erschwerte Atmung sowie Beschwerden beim Schlucken. Beides erhöht das Risiko der Luftknappheit.

Tipp: Phosphatspiegel erhöhen

Zeigen Bluttests eine verminderte Konzentration des Phosphats im Serum, diagnostizieren die Ärzte die Hypophosphatämie. Anschließend beginnen sie mit der Ursachenforschung. Um das gesundheitliche Risiko der Patienten zu mindern, empfehlen sie eine schnelle Erhöhung der Phosphatkonzentration. Dafür setzen Sie sämtliche Arzneimittel, die den Phosphatspiegel zusätzlich senken, ab.

Verläuft das Absinken der Phosphatkonzentration ohne Symptome, nehmen Sie fettarme oder entrahmte Milch zu sich. Diese liefert dem Körper große Mengen des Mineralstoffs. Ebenso besteht die Möglichkeit, Phosphat oral einzunehmen. Allerdings tritt Durchfall als Nebenwirkung auf. Bei einer schweren Hypophosphatämie, sollten Sie den niedrigen Blutwert Phosphat zeitnah erhöhen. Das gelingt beispielsweise mit einer intravenösen Gabe der Substanz.

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