Bluthusten – Blut spucken beim Husten (Ursachen)

Wann kommt es zum Bluthusten?

Folgt auf einen Husten ein blutiger Sputum, kommen für das Phänomen verschiedene Ursachen infrage. In der Fachsprache bezeichnen die Ärzte das Bluthusten als Hämoptyse. Die Patienten bemerken beim Auswurf eine Beimengung von Blut. Geschieht dies in größeren Mengen, besteht das Krankheitsbild der Hämoptoe. Als mögliche Ursachen für das Spucken von Blut beim Husten kommen Schäden im Lungengewebe infrage. Lungenkrebs oder ein Abszess führen ebenfalls zu einem blutigen Auswurf beim Husten. In jedem Fall suchen die Betroffenen schnellstmöglich ihren Arzt auf.

Bluthusten

Blut-Beimengungen beim Husten auspucken? © deagreez – Fotolia.com

Warum ist das Bluthusten gefährlich?

Das Spucken von Blut beim Husten resultiert aus mehreren Faktoren. Es existieren zwei Arten des Bluthustens. Bei der Hämoptyse spucken die Patienten nach dem Husten ein blutiges Sputum. Dieses bezeichnet hierbei einen Auswurf, der aus den Atemwegen stammt. Husten die Betroffenen diesen ab, präsentiert er sich als schleimiges Sekret. Befindet sich im Sputum ausschließlich ein kleiner Anteil Blut, besteht für die Patienten keine Lebensgefahr. Unter Umständen führen harmlose Ursachen zu diesem Phänomen.

Bei einer Hämoptoe spucken die Patienten nach dem Husten reines Blut. Tritt dieser Umstand ein, suchen die Betroffenen zwingend einen Arzt auf. Hierbei handelt es sich um ein Symptom, das auf eine lebensgefährliche Erkrankung hinweist. In beiden Fällen zeigen sich in der Regel die Atemwege als Blutungsquelle. Vorwiegend Abszesse oder Verletzungen in der Lunge führen zu dem Spucken von Blut beim Husten.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass das ausgehustete Blut aus dem Mund kommt. Hämorrhagien im Nasen- und Rachenraum gelten als Ursachen für das Abhusten von Blut. Entstehen Blutungen im Magen oder in der Speiseröhre, bemerken die Betroffenen im gleichen Fall eine Beimengung von Blut im Speichel. In diesem Fall sprechen die Mediziner von einer Pseudohämoptyse.

Bei dieser treten in der Regel verschiedene Begleitsymptome auf. Die Erkrankten leiden beispielsweise unter:

  • Atemnot,
  • Fieber,
  • Brustschmerzen,
  • Unruhe
  • und Gewichtsverlust.

Bei einem starken Blutverlust treten Schockzeichen auf. Ebenso leiden die Patienten unter Herzrasen und einem Abfall des Blutdrucks. Zusätzlich kommt es im Rahmen einer Hämoptoe zu kaltem Schweiß und Bewusstseins-Störungen. Sobald eine Beeinträchtigung der Nerven vorliegt, suchen die Betroffenen zwingend ein Krankenhaus auf.

 

Welche Ursachen kommen bei Bluthusten infrage?

Kommt es beim Husten zum Spucken von Blut, existieren mehrere Blutungsquellen. Bei einer Hämoptyse stellen in der Regel Lungen-Erkrankungen die Ursachen für den Bluthusten dar. Beispielsweise leiden die Patienten unter einer chronischen oder einer akuten Bronchitis. In seinem Buch „Studien über die Entstehung und den Verlauf der Lungenkrankheiten“ beschreibt Dr. N. Ph. Tendeloo die Entstehung der Hämoptyse aus den Gefäßen des Lungengewebes. Durch eine Entzündung oder eine Stauung des Blutes erweitern sich die Bronchiektasen.

Auf diese Weise tritt das Blut in die Atemwege. Ein Lungenabszess oder eine Pneumonie kommen als Ursachen für den Bluthusten infrage. Möglicherweise leiden die Patienten an:

  • Lungenkrebs,
  • Bronchialkrebs,
  • einem Bronchus-Karzinom
  • oder Metastasen in der Lunge.

Bei einer Lungenembolie gelangt blutiger Auswurf ebenfalls in den Speichel. Das Spucken und Husten von Blut geschieht des Weiteren bei einer Tuberkulose oder Bluthochdruck in der Lunge. Hierbei sprechen die Ärzte von einer pulmonalen Hypertonie. Bei einem Lungentrauma, das mit einer Verletzung einhergeht, kommt es gleichfalls zu dem blutigen Sputum.

Zudem führen Herzkrankheiten zum Spucken von Blut beim Husten. Hierbei gelangt es vom Herzen in die Lunge. Durch die Atemwege vermischt es sich mit dem Speichel. Dies geschieht bei einem Herzklappenfehler. Ebenso bemerken Patienten einer Herzinsuffizienz den Bluthusten. Weitere Gründe für das Phänomen bestehen in einer Blutgerinnungs-Störung oder einer Hämophilie. Letztere nennt sich im Volksmund Bluterkrankheit. Auch Nebenwirkungen blutverdünnender Medikamente führen zu dem Abhusten von blutigem Schleim.

In ihrem Faltblatt CF-Manual beschreiben die Autoren M. Ballmann und C. Smaczny typische Begleit-Erscheinungen bei einer Hämoptoe. Somit bemerken die Erkrankten beim Abhusten ein Wärmegefühl in der Gegend eines Lungenareals.

Zudem kommt es möglicherweise hinter dem Brustbein zu einer Erwärmung. Diese Bereiche stimmen in der Regel mit den Blutungsquellen bei der Hämoptoe überein. Des Weiteren verfügen die Patienten über einen süßlichen Geschmack im Mund. Beide Symptome treten bei einer Hämoptyse in der Regel nicht auf.

 

Neubildungen führen zu einer Hämoptyse

Leiden die Patienten unter dem Bluthusten, stellt eine Neubildung eine mögliche Ursache für das Symptom dar. Unter dem Begriff verstehen die Mediziner Tumore. Es spielt keine Rolle, ob die neuen Zellen gutartig oder bösartig sind. In der Regel bildet sich bösartiges Gewebe. Dieses erscheint in Form eines Karzinoms oder eines Lymphoms. Dabei dringt die sich neu bildende Geschwulst in die Blutgefäße ein und verletzt diese. Das Einwachsen in die Gefäße stellt keine Seltenheit bei einer Tumor-Erkrankung dar.

Durch die entstehende Verletzung dringt das Blut in die Atemwege. Das Husten selbst führt unter Umständen bereits zu einem blutigen Auswurf. Das geschieht, wenn der Betroffene unter einer entzündlichen Erkrankung leidet. Speziell die Inflammationen im Hals- und Rachenraum rufen starke Entzündungs-Reaktionen nach sich. Diese bewirkt, dass sich die Bronchialschleimhaut aufgelockert zeigt. Zudem kommt es zu einer höheren Durchblutung. Bei einem starken Husten reißt das empfindliche Gewebe und Blut strömt in den Speichel ein.

 

Existieren Hämoptysen ohne Ursachen?

In einigen Fällen finden die Ärzte bei einer auftretenden Hämoptyse keine Ursache. Dies liegt beispielsweise an einer unklaren Blutungsquelle. Bei einer Hämoptoe finden die Mediziner unter Umständen keinen Grund für den blutigen Auswurf. In diesem Fall leidet der betroffene Patient unter einer idiopathischen Hämoptoe.

 

Die Ursachen für den Bluthusten zusammengefasst

Patienten spucken beim Husten Blut, wenn sie unter einer Blutgerinnungs-Störung leiden. Ebenso stellt eine Schädigung der Lunge eine Ursache für die Hämoptyse genannte Erscheinung dar. Dabei husten die Betroffenen blutigen Speichel. Kommt es zu einem Husten aus reinem Blut, sprechen die Mediziner von einer Hämoptoe. In der Regel weist dieses Symptom auf eine lebensgefährliche Erkrankung hin. Auch die Ursachen für eine Hämoptoe zeigen sich vielfältig. In seltenen Fällen erkennen die Mediziner die Blutungsquelle nicht.

Quelle:

Berthold Block et al., Respiratorisches System –Georg Thieme Verlag, 2006 


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