Ursachen und Bedeutung einer hohen Anzahl von Monozyten im Blutserum

Eine Erhöhung der Monozyten tritt bei einer Grunderkrankung auf. Allgemeine Krankheitssymptome können auftreten. Dazu gehören Abgeschlagenheit, Müdigkeit sowie Gliederschmerzen. Phagozytieren die Fresszellen Erreger und andere schädliche Substanzen, reagiert der Körper unter Umständen mit Fieber.

Wir zeigen in diesem Artikel die Ursachen und Bedeutung eines erhöhten Monozyten Wert, wie dieser zustande kommt und wie der Wert ermittelt wird.

Monozyten Werte

Wichtige Fakten über erhöhte Monozyten zusammengefasst:

  • Monozyten stellen die größte Form der weißen Blutkörperchen dar.
  • Nach ihrer Bildung im Knochenmark wandern sie ins Blut und anschließend ins Gewebe.
  • Bei einem erhöhten Blutwert sprechen die Ärzte von der Monozytose.
  • Zeigen sich die Monozyten hoch, kommen bakterielle Infektionen oder Karzinome als Ursachen infrage.
  • Eine niedrige Monozytenkonzentration entsteht selten und weist beispielsweise auf AIDS hin.

Was sind Monozyten

Die Monozyten bilden eine Unterform der Leukozyten. Die im Knochenmark gebildeten weißen Blutkörperchen gelangen ins Blut. Später wandern sie ins Körpergewebe. Hier wandeln sie sich zu den Makrophagen, den Fresszellen, um.

Als wesentlicher Teil der Immunabwehr verdauen die Zellen verschiedene Erreger. Sie phagozytieren. Eine weitere Aufgabe dieser weißen Blutzellen besteht darin, das Abwehrsystem zu aktivieren. Zeigen sich die Monozyten zu hoch, leiden Sie unter einer Monozytose. Zu den Ursachen zählen Autoimmunerkrankungen oder bakterielle Infektionen.

 

Wann messen die Ärzte den Monozytenspiegel?

Ob die Konzentration der Monozyten hoch ausfällt, finden die Mediziner mit einer Blutprobe heraus. Dafür entnehmen Sie Ihnen venöses Blut. Dieses unterziehen sie einem Labortest. Beispielsweise kontrollieren sie die Menge der Monozyten im Blut im Rahmen eines Differenzialblutbilds.

Zusammen mit dem kleinen Blutbild ergibt dieses ein großes Blutbild. Der Arzt gibt die Untersuchung der Blutzellen beim Verdacht auf Infektionen oder Entzündungen in die Hände eines Labors. Zudem hilft die Monozytenkonzentration, Blutkrankheiten aufzudecken. Hierbei handelt es sich um Leukämien und Anämien. Verfälschte Blutwerte vermeiden Sie, indem Sie nüchtern zur Blutabnahme erscheinen.

Wann zeigen sich die Monozyten zu hoch?

Von einem hohen Monozytenwert sprechen die Ärzte, wenn die Konzentration dieser Leukozyten den Normwert übersteigt. Bereits leichte Infektionen führen zu einem Anstieg des Blutwerts.

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In der folgenden Tabelle sehen Sie den Normbereich der Monozyten:

Monozyten in Prozent

Männer

Frauen

Geschlecht

drei bis acht

drei bis acht

 

Aus welchem Grund steigt die Monozytenzahl?

Im Normalfall bilden die Monozyten drei bis acht Prozent im Blut erwachsener Menschen. Das entspricht einem Wert zwischen 285 und 500 Zellen pro Mikroliter. Übersteigen diese Leukozyten die Normgrenze, kommen folgende Ursachen infrage:

  • Infektionen durch Viren (beispielsweise Masern, Mumps oder Windpocken),
  • Infektionen durch Bakterien (Brucellose oder Tuberkulose),
  • Autoimmunkrankheiten (beispielsweise Polyarthritis),
  • Infektionen durch Parasiten (Malaria oder Leishmaniose),
  • Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber)
  • Morbus Boeck (Sarkoidose),
  • metastierende Krebserkrankungen (Streukrebs),
  • Krebserkrankungen (beispielsweise Leukämie).

 

Diese Folgen entstehen beim erhöhten Monozytenwert

Bleiben die Monozyten hoch, hält der Organismus der Überproduktion auf die Dauer nicht stand. Speziell bei einer lang andauernden Infektion kommt es zu einem plötzlichen Absinken der weißen Blutkörperchen. In der Folge leidet Ihr Körper unter einer hohen Anfälligkeit gegenüber Folgekrankheiten. Gleichzeitig erhöht die Monozytose das Risiko einer Autoimmunkrankheit. Vorwiegend eine rasche Überproduktion führt zu unvollständig entwickelten Zellen. Diese sind weniger funktionsfähig.

Zudem besteht die Gefahr, dass vermehrte Monozyten die roten Blutkörperchen verdrängen. Das geschieht, wenn sich ihre Anzahl drastisch erhöht. Folglich kommt es zu einer starken Einschränkung des Sauerstofftransports im Organismus. Das beeinträchtigt die Funktion verschiedener Organe. Gleichzeitig verursacht eine verringerte Sauerstoffkonzentration im Blut Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und einen deutlichen Leistungsabfall.

Ebenso kann eine leichte Erhöhung der Monozyten positive Folgen nach sich ziehen. Leiden Sie unter einer entzündlichen Darmerkrankung, kommen Granulozyten-Monozyten-Adsorber zum Einsatz.

Die nicht-pharmakologische Behandlung besitzt das Potenzial, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern (Maria Di Girolamo, et al.: Efficacy of a Novel Granulocyte Monocyte Apheresis Adsorber Device in the Treatment of Inflammatory Bowel Diseases: A Pilot Study (Dezember 2016).

Um die Konzentration der Monozyten zu senken, bietet sich deine Erniedrigung des gesamten Leukozytenwerts an. Beispielsweise führt eine medikamentöse Behandlung direkt zur Reduktion der weißen Blutzellen. Des Weiteren versuchen Sie, Stress und eine ungesunde Lebensweise zu vermeiden.

Tipp:

Senken Sie Ihren Monozytenwert

Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe, Vitamine und ausreichend Nährstoffe, normalisiert sich der Wert weißer Blutkörperchen und damit der Monozytenwert. Sorgt eine Autoimmunkrankheit dafür, dass die Monozyten hoch bleiben, sollten Sie sich in ärztliche Behandlung begeben. Oft ermöglicht die Therapie der Grunderkrankung das Absinken der Monozytenkonzentration im Blut.

Literatur:

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