Blut abnehmen was heißt nüchtern?

Bitte kommen Sie „Nüchtern zur Blutentnahme“?

Was meint der Arzt mit der Aussage „Nüchtern und leerer Magen? Zur Blutabnahme verlangen die Ärzte von ihren Patienten, „nüchtern“ zu erscheinen. Der nachfolgende Artikel erläutert, was der Ausdruck für die betroffenen Personen und deren Konsum-Verhalten bedeutet.

blutabnahme

Umfassendes Verständnis des Wortes „nüchtern“

Patienten erhalten die Vorgabe, mit leerem Magen zur Blutentnahme zu kommen. Die Ärzte verwenden in dieser Hinsicht den Begriff nüchtern. Die Betroffenen stellen sich die berechtigte Frage vor dem Blut abnehmen: Was heißt nüchtern? Während sich „nüchtern“ im allgemeinen Sprachgebrauch bevorzugt auf den Konsum alkoholischer Getränke bezieht, gilt der Wort-Gebrauch im medizinischen Sinne als umfangreicher definiert.

Vollkommener Verzicht auf Essen und gesüßte Getränke?
Was darf ich vor einer Blutabnahme:

Grundsätzlich fordert der Arzt mit der erwähnten Vorgabe von seinem Patienten, mit leerem Magen zur Blutentnahme anzutreten.

Darüber hinaus hängt das Verständnis von „nüchtern“ von der vorgesehenen Untersuchung und deren Umfang ab. Deshalb empfiehlt es sich, rechtzeitig mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten. Im Gespräch gilt es, die nachfolgend genannten Punkte zu klären. Die behandelte Frage „Blut abnehmen: Was heißt nüchtern?“ bezieht sich auf:

  • den Zeitpunkt der letzten Nahrungs-Einnahme,
  • das Trink-Verhalten,
  • die Einnahme von Medikamenten,
  • das Rauchen.

 

Leerer Magen durch Verzicht auf das Frühstück

Der erstgenannte Punkt des Ess-Verhaltens besitzt vor der Blutentnahme die größte Bedeutung. Generell gilt für einen Patienten beim Blut abnehmen: Er heißt nüchtern, wenn er acht bis zwölf Stunden vor dem Termin seine letzte Mahlzeit einnimmt. Die Arztpraxen versuchen, den Zeitpunkt der Blutabnahme auf den Zeitraum zwischen 7:00 und 9:00 Uhr morgens zu legen. Dadurch entfällt für die betroffene Person lediglich das Frühstück. Das Abendessen am Vortag findet wie gewohnt statt. Folglich reicht es aus, wenn der Patient am vorherigen Abend ab 20 Uhr oder 21 Uhr nichts mehr isst.

 

Verbot von Säften, gesüßten Getränken und Milch – Wasser erlaubt

Neben dem Essen bezieht sich „nüchtern“ auf das Trinken. In den meisten Fällen stellt das Trinken kleinerer Mengen Wasser am Morgen der Blutabnahme kein Problem dar. Dasselbe gilt für Tee oder Kaffee ohne Zucker. Allerdings schließt „nüchtern“ den Konsum von Säften, Milch (auch im Kaffee) oder anderen gesüßten Getränken aus. Experten sprechen diesbezüglich ebenfalls den Rat aus, die erlaubten Getränke rechtzeitig mit dem zuständigen Arzt abzuklären. Manchmal akzeptieren die Mediziner ausschließlich das Trinken von Wasser.

 

Rücksprache mit dem Arzt über die Einnahme der Medikamente halten

Beim Blut abnehmen heißt nüchtern möglicherweise ebenfalls, auf die Einnahme der üblichen Medikamente zu verzichten. Als unerlässlich gilt in diesem Fall die Absprache mit dem Arzt. Patienten stehen in der Pflicht, ihren behandelnden Arzt fragen, ob die verschriebenen Arzneimittel einen Einfluss auf die Blut-Ergebnisse besitzen. Es ist untersagt, die Einnahme der Medikamente eigenständig zu unterbrechen.

 

Rauchen bei Blutentnahme ungünstig – Übelkeit und Schwindelgefühle drohen

Im Hinblick auf das Rauchen existieren unterschiedliche Meinungen. Der Großteil der Ärzte sieht im Rauchen einer Zigarette in den genannten acht bis zwölf Stunden vor der Blutentnahme kein Problem. Sicherheitshalber empfiehlt es sich, sich in diesem Punkt ebenfalls mit dem Arzt abzusprechen. Zusätzlich belastet das Rauchen bei einem nüchternen, leeren Magen merklich den Kreislauf. Aus diesem Grund besteht die Gefahr von Übelkeit oder Schwindel-Gefühlen während der Blutabnahme.

Oftmals kombinieren die Ärzte die Blutabnahme mit weiteren gesundheitlichen Untersuchungen. Dazu gehören das Messen des Blutdrucks oder die Durchführung eines EKGs. In diesen Situationen wirkt sich das Rauchen spürbar aus. Nikotin steigert den Blutdruck und den Puls und sorgt für erhöhte Werte.

 

Bedeutung des nüchternen Zustandes für die Ergebnisse der Blutentnahme

Die erläuterten Vorgaben im Rahmen der Blutentnahme stellen eine Belastung für den Patienten dar. Das wirft die berechtigte Frage auf, warum die Ärzte das nüchterne Erscheinen fordern. Die Antwort lautet: Der Zustand des leeren Magens ermöglicht eine aussagekräftige Vergleichbarkeit der im Labor ermittelten Blut-Werte mit den Soll-Werten.

Essen und Trinken beeinflusst unterschiedliche Ergebnisse der Untersuchung. So hängt zum Beispiel der Blutzucker-Spiegel von der zuvor konsumierten Nahrung ab. Das trifft auf einen nüchternen Magen nicht zu. In der letztgenannten Situation gehen die Ergebnisse aller Blutproben von einem weitestgehend ähnlichen Vergleichs-Zustand aus.

Die Erläuterungen des vorherigen Absatzes verdeutlichen den Stellenwert des nüchternen Zustandes für die Aussagekraft der Laborwerte. Verhindern gewisse Umstände ein nüchternes Erscheinen, empfiehlt sich eine Absage des Termins. Andernfalls ermöglichen die Ergebnisse keine Rückschlüsse auf verbesserte oder verschlechterte Veränderungen der Gesundheit.

Kurz gesagt umfasst der medizinische Gebrauch von „nüchtern“ mehrere Aspekte. Beim Blut abnehmen heißt nüchtern vor allem, in den acht bis zwölf Stunden vor dem Termin keine Nahrung einzunehmen. Des Weiteren untersagen die Ärzte im genannten Zeitraum das Trinken von Milch oder gesüßten Getränken. Dagegen gilt Wasser als unbedenklich, da es keine Blutwerte verfälscht.

 

weiterführende Informationen:

http://www.aerztekammer-bw.de/20buerger/30patientenratgeber/n_s/nuechtern.html

Redaktion: Anna Nilsson


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