Langzeit-Blutdruckmessung 24-Stunden Messung – Langzeit-Blutdruckmessgeräte

24-h-Messung mit dem Langzeit-Blutdruckmessgerät

Speziell bei Patienten, die einen hohen Blutdruck aufweisen, steht die 24-Stunden-Blutdruckmessung im Vordergrund. Durch die Maßnahme finden die Ärzte heraus, ob eine einmalige Blutdruckspitze vorliegt oder ob die Patienten an Bluthochdruck leiden.

Langzeit-Blutdruckmessung

24-Stunden-Blutdruckmessung im Krankenhaus Urheber: auremar / 123RF

Wie ihr Name bereits verrät, misst die Langzeit-Blutdruckmessung den systolischen und diastolischen Blutdruck über einen längeren Zeitraum. Die entsprechenden Langzeit-Blutdruckmessgeräte funktionieren in der Regel zwischen 16 Stunden und einem Tag. Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Patienten eigenständig eine Langzeit-Messung vornehmen.

Dabei ermitteln sie innerhalb von 24 Stunden ihren Blutdruck mithilfe eines normalen Blutdruckmessgerät. Die Zeitintervalle bei der 24-Stunden-Blutdruckmessung liegen zwischen einer Viertelstunde und 30 Minuten. Während der Nachtruhe verlängern sich die Zeitabstände.

Langzeit-Blutdruckmessgeräte

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Was ist die Langzeit-Blutdruckmessung?

Bei dieser Art des Blutdruckmessens kommt es darauf an, den Druck des Blutes für einen längeren Zeitraum im Auge zu behalten. Fließt das Blut durch die Gefäße, übt es Druck auf deren Wände aus. Bei einem hohen Blutdruck kommt es im schlimmsten Fall zu einer Beschädigung der entsprechenden Arterien. Dadurch steigt für die Betroffenen das Risiko, an einer koronaren Herzerkrankung zu leiden. Hierbei bedenken die Patienten, dass der Blutdruck zahlreichen Schwankungen unterliegt. Geraten sie in eine Stresssituation, erhöht sich der Wert. Zu einem niedrigen Blutdruck – der Hypotonie – kommt es beispielsweise bei einer Unterfunktion der Schilddrüse.

Vorwiegend bei Personen, in deren Familie Hypertonie vorkommt, stellen Blutdruckspitzen eine gesundheitliche Gefährdung dar. Der Grund besteht darin, dass ebenfalls der Verdacht eines drohenden Bluthochdrucks naheliegt. Bei einer einmaligen Messung fehlt dem Resultat die Aussagekraft. Daher empfehlen die Mediziner die Blutdruckmessung über mehrere Stunden. Zu dem Zweck erhalten die Patienten ein 24-Stunden-Messgerät. Dieses zeichnet die Blutdruckwerte auch während der Nachtruhe auf.

Speziell bei Hypertonie-Verdacht spielt dieser Aspekt eine wesentliche Rolle. Bei gesunden Menschen senkt sich der Blutdruck in der Nacht ab. Geschieht das nicht, kommt es unter Umständen zu gesundheitlichen Risiken. Durch die längere Blutdruckmessung erkennen die Ärzte die Problematik frühzeitig und leiten die entsprechenden Gegenmaßnahmen ein. Sie informieren die Patienten ebenfalls darüber, dass der hohe nächtliche Blutdruck ein stärkeres Warnsignal als eine einmalige Blutdruckspitze darstellt.

 

In der Regel erweist sich die 24-Stunden-Blutdruckmessung als unkomplizierte Maßnahme. Nach dem Anlegen des Langzeit-Blutdruckmessgerät führen die Verwender ihren Alltag ohne Einschränkungen fort. Jedoch kommt es in einigen Fällen zu einem gestörten Schlaf. Wachen die Patienten mehrmals in der Nacht auf, resultieren die hohen Blutdruckwerte aus der stressigen Situation. Damit keine fehlerhafte Messung droht, kontrollieren die Mediziner häufig die Schlafphasen. Dadurch schließen sie aus, dass die fehlende Nachtabsenkung durch den Schlafmangel verursacht wird.

 

Wann erhält die 24-Stunden-Blutdruckmessung Relevanz?

Die Blutdruckmessung über einen längeren Zeitraum kommt meist zum Einsatz, wenn punktuelle Messungen keine aussagekräftigen Ergebnisse bringen. Die exakte Dauer des Verfahrens hängt von den ärztlichen Verordnungen ab. Interessieren sich die Mediziner für den Blutdruck während des Tages, dauert die Messung bis zu 16 Stunden. Um den nächtlichen Druck des Blutes ebenfalls in Erfahrung zu bringen, tragen die Patienten das entsprechende Langzeit-Blutdruckmessgerät 24 Stunden lang.

 

Funktionsweise des Langzeit-Blutdruckmessgerät

Bei der Langzeit-Blutdruckmessung kommt ein Gerät, das einem gängigen Blutdruckmesser ähnelt, zur Anwendung. Der Vorteil besteht darin, dass das Langzeit-Blutdruckmessgeräe zu den tragbaren Apparaten gehört. Das bedeutet, die Patienten integrieren sie ohne Schwierigkeiten in ihren Alltag. Zu bestimmten Zeiten – meist alle 30 Minuten – pumpt sich die Manschette am Oberarm mit Luft voll. Dieses Zeichen weist die Patienten darauf hin, dass eine Messung erfolgt. Schmerzen oder Einschränkungen brauchen die Nutzer in der Regel nicht zu befürchten. Abhängig vom Hersteller des Geräts positionieren die Verwender dieses in der Tasche oder am Gürtel.

 

Alternativ besteht die Möglichkeit, sich das Langzeit-Blutdruckmessgerät um den Hals zu hängen. Hierbei achten die Patienten darauf, dass der Kontakt zwischen der Maschine und der Blutdruckmanschette nicht abreißt. Geschieht dies doch, funktioniert das Messen nicht und die Ergebnisse bleiben unspezifisch. Nach Ablauf der 24 Stunden bringen die betreffenden Personen das Gerät zurück zu ihrem Hausarzt oder ins Krankenhaus. Aus den ermittelten Werten erstellen die Mediziner ein Blutdruckprofil. Bei der Auswertung spielt der Tagesablauf der Verbraucher eine maßgebliche Rolle. Während der Tragezeit führen sie aus dem Grund ein Protokoll. Daraus schlussfolgert der Arzt, welchen Einfluss spezielle Handlungen auf den Blutdruck nehmen.

 

Die 24-Stunden-Blutdruckmessung ordnen die Mediziner an, sofern Verdacht auf den Praxishochdruck besteht. Bei diesem Phänomen ergreift die Patienten während des Aufenthalts in der Klinik eine große Aufregung, welche die Blutdruckergebnisse verfälscht. Das bedeutet, die Mitarbeiter der Praxis messen einen hohen Blutdruck, obwohl der Nutzer sonst normale Werte aufweist. Weiterhin erhält die Maßnahme einen hohen Stellenwert, wenn die Patienten unter einem gestörten Tag-Nacht-Rhythmus des Blutdrucks leiden.

 

Kommt es bei einer Blutdruckmessung zu starken Schwankungen, steht ebenfalls die Messung über mehrere Stunden im Fokus. Leiden die Patienten bereits an der Hypertonie, benutzen die Ärzte die Langzeit-Blutdruckmessung, um die exakte Dosierung der Arzneien zu bestimmen.

 

Welche Besonderheiten bestehen bei der Nachtmessung?

Führen die Verwender eine Blutdruckmessung über 24 Stunden durch, behalten sie ihren gewohnten Tagesablauf zwingend bei. Verändern sie beispielsweise ihren Rhythmus, entstehen verfälschte Daten, die keinen Bezug zum eigentlichen Alltag aufweisen. Bemerken die Patienten, dass sich die Manschette aufpumpt, empfinden sie dies zuerst als unangenehm. Damit sie sich besser an das Verfahren gewöhnen, lohnt es, den Arm ruhig zu halten. Des Weiteren bleibt er auf Höhe des Herzens, sodass keine störenden Muskelspannungen entstehen. Im Regelfall zeigen sich die Messgeräte nicht wasserfest. Demnach verzichten die Patienten während der Messung auf das Duschen und Baden.

 

Zusätzlich existieren bei speziellen Gerätetypen weitere Einschränkungen. Damit die Messergebnisse ein ordnungsgemäßes Resultat liefern, informieren sich die Patienten im Vorfeld darüber bei ihrem Hausarzt. Schreibt der Mediziner die Langzeit-Blutdruckmessung vor, übernimmt die Krankenkasse im Normalfall die Kosten. Anders verhält es sich, wenn der Patient auf die Maßnahme besteht.

 

Die Normwerte bei der Langzeit-Blutdruckmessung

Um eine exakte Diagnose zu erstellen, ermitteln die Ärzte die Durchschnittswerte des während der 24 Stunden gemessenen Blutdrucks. Dabei entstehen folgende Normwerte:

  • Mittelwert am Tag: 135 / 85 Torr,
  • Mittelwert in der Nacht: 120 / 70 Torr
  • und der 24-Stunden-Mittelwert: 130 / 80 Torr.

 

Bei einer gesunden Person kommt es während der Nachtruhe zu einer Blutdrucksenkung von mindestens zehn Prozent. Leiden Sie beispielsweise an dem Praxishochdruck, informieren Sie Ihren Hausarzt über das Phänomen. Zu den typischen Anzeichen gehören schweißfeuchte Hände sowie ein schnellerer Herzschlag. Bevor Sie um Durchführung der 24-Stunden-Blutdruckmessung bitten, ermitteln Sie besser den Blutdruck in Ihren eigenen vier Wänden. Das entsprechende Gerät erhalten Sie zu moderaten Preisen in Onlineshops. Tritt dabei ebenfalls ein Blutdruck oberhalb der Normgrenze auf, liegt der Verdacht einer Hypertonie nahe.

 

weiterführend:

www.grossesblutbild.de/niedriger-blutdruck-hoher-puls.html

 

 

 

Gesundheit

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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