Sphärozyt

Kugelzellen im Körper: die Sphärozyten

Als Sphärozyt bezeichnen Experten die kugelförmigen, roten Blutkörperchen. Bei dieser besonderen Form der Erythrozyten fehlt der typische bi-konkave Umriss. Die roten Blutkörperchen nehmen die Kugelform an, wenn das Ende ihrer Existenz bevorsteht. Somit stellen Sphärozyten  überalterte Blutzellen dar. Des Weiteren geben Sphärozyten Auskunft über eine kommende Hämolyse im menschlichen Organismus.

Blutbildungsstörung

 

Die Definition und Eigenschaften von Sphärozyten

Ein Sphärozyt definiert sich als rotes Blutkörperchen, das eine runde Form besitzt. Diese Sphärozyten– auch Kugelzellen genannt – weisen im Regelfall eine ähnliche Größe wie normale Erythrozyten auf. Zeigt sich ein Sphärozyt deutlich kleiner als eine rote Blutzelle, sprechen Mediziner von einem Mikrosphärozyten.

Diese besitzen ein kleineres Verhältnis zwischen Oberfläche und Volumen. Somit besteht eine höhere Dichte des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin.

Die kleineren Sphärozyten unterscheiden sich nicht ausschließlich durch ihre Größe von regulären roten Blutzellen. Sie verfügen nicht über eine zentrale Aufhellung. Ihre Färbung nennt sich panoptisch. Dies bedeutet:Diese Zelle lässt sich von allen Seiten einsehen. Zudem ist ihre Lebensspanne deutlich geringer als die der normalen Erythrozyten.

Wo und warum kommen Sphärozyten vor?

In gesteigerter Anzahl treten Sphärozyten bei autoimmun-hämolytischen Anämien auf. Dabei handelt es sich um das Zerstören der Zellmembran durch Fremdkörper. Ebenso existiert ein Sphärozyt

  • bei Sphärozytose, einem Membran-Defekt,
  • bei einer Milzvergrößerung,
  • bei Kälte-Agglutinin-Krankheiten
  • sowie bei nicht-infektiöser Gelbsucht.

Ein Sphärozyt kommt im menschlichen Blut vor. Er gilt als einer krankhaften Veränderung unterliegenden Blutzellen. Durch spezielle Stoffwechselgifte verändert sich der onkotische Druck in den roten Blutkörperchen. Dadurch gelangt die Elektrolyte nicht in das Blutplasma. Stattdessen kommt Wasser in das rote Blutkörperchen. Dieses folgt dem entstandenen Druckgefälle. Dadurch verliert der Erythrozyt seine charakteristische „Linsenform“.Die Blutzelle zeigt sich vollkommen gefüllt und erhält dadurch ihre kugelrunde Form.

Bei Experten gilt der Sphärozyt als verändertes rotes Blutkörperchen. Durch die entstehende runde Form trägt diese Erythrozyten-Art den Beinamen „Kugelzelle“. Im Regelfall endet ihr Lebenszyklus schneller als der von normalen Blutzellen – vorwiegend treten sie im Krankheitsfall auf.

 

Lizenzen und weiterführende Literatur:

veröffentlicht von Redaktion: Anna Nilsson

© Mopic – Fotolia.com


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