Blutarmut (Anämie)

Anzeichen und Symptome der Blutarmut erkennen und behandeln.

Eine Anämie, auch umgangssprachlich als Blutarmut oder Blutmangel bekannt. Ausgelöst durch eine zu geringe Konzentration von Hämoglobin im Blut, erhöht sich die Herzfrequenz. Dies belastet den Körper bis an seine Grenzen. Hämoglobin ist ein wichtiges Protein in den roten Blutzellen des Blutes. Das Protein erfüllt die wichtige Funktion, Sauerstoff über das Blut zu transportieren. Menschen mit Blutarmut zeichnet die eingeschränkte Kapazität des Blutes, Sauerstoff in ausreichenden Mengen zu den Organen zu transportieren, aus.

Blutwerte einfach erklärt

Eine Blut-Anämie:
Blutarmut oder Blutmangel

Der Körper steigert die Herzfrequenz. Das Blut pumpt der Körper schneller durch die Venen und Adern, um ausreichend Sauerstoff zu den Organen zu befördern. Der Nachteil ist, dass durch eine dauerhafte erhöhte Herzfrequenz der Körper an die Grenzen seiner Belastungsfähigkeit gelangt. Das ist lebensgefährlich.

Die Ursachen einer Anämie

Die Blutarmut ist entweder angeboren und im Laufe des Lebens erworben. Bei einem genetischen Defekt der Mutter, wie die Störung der Bildung von ausreichend Hämoglobin, besteht die Möglichkeit, die Störung zu vererben. Somit besteht seit Geburt eine Blutarmut.

Ursachen, die zu einer Ausprägung von Blutarmut führen, sind vielseitig. Durch große Blutverluste besteht die Möglichkeit, eine Anämie zu entwickeln. Mangelerkrankungen, wie der Mangel an Eisen, B12 Vitamin oder Folsäure verändern die Stammzellen, aus denen sich die Blutzellen entwickeln. Die gesunde Blutbildung ist negativ beeinflusst und weniger rote Blutkörper bilden sich. Bei circa 80 Prozent aller Betroffenen von Blutarmut ist der Auslöser Eisenmangel. Eisen ist die häufigste Ursache von Anämie aufgrund dessen die Betroffenen dem Körper zu wenig Eisen durch die Nahrung zuführen.

Hormonstörungen und Nierenerkrankungen sind weitere Ursachen. In den Nieren liegt zu wenig Botenstoff für den Blutabbau vor. Das Knochenmark erhält nicht das notwendige Signal, neue Blutkörper zu produzieren. Die Kommunikation ist gestört. Tumore oder chronisch-entzündliche Krankheiten, wie eine Vergrößerung der Milz bedingen die Ausbildung einer Blutarmut. Die Milz ist der Ort, wo die roten Blutkörperchen zum Abbau hin gelangen. Eine Störung des Organs ist ein Auslöser. Krankheiten, die generell einen Blutabbau verursachen, fördern ebenso die Ausbildung einer Blutarmut.

Blutarmut Anzeichen

Aufgrund der erhöhten Herzfrequenz sind Anzeichen von Blutarmut ein schnelles Ermüden im Alltag. Ebenso ist Luftknappheit bei sportlichen oder anstrengenden Tätigkeiten ein Symptom für Blutarmut. Patienten erleiden bei Anstrengung Schwindelanfälle.

Häufig auftretende Kopfschmerzen und Blässe sind weitere Symptome. Die Schleimhäute sind zu prüfen, da diese in der Regel viel blasser sind, als es natürlich ist. Frauen beklagen ein starkes Kältegefühl, während andere Patienten ein Rauschen oder Pochen in den Ohren berichten.

Die Ausprägung des Mangels an dem Sauerstoff tragenden Protein ist entscheidend. Nicht bei jedem Patienten kommt es zu einem merkbaren Anstieg des Herzschlages. Ist die Krankheit ausgeprägt, steigt er an und der Puls nimmt ab. Schweißausbrüche, Schwindel, Ohnmachtsanfälle und Atemnot sind die Folgen. Liegt eine Erkrankung des Herzens vor beziehungsweise ist das Herz geschwächt, besteht ein lebensgefährliches Risiko. Durch die mangelnde Versorgung des Herzens mit Sauerstoff sowie die zunehmende Herzfrequenz sind Herzinfarkte ein ernst zu nehmendes Risiko.

Die Blutarmut beziehungsweise der Blutmangel tritt nicht immer sofort auf. Die Möglichkeit besteht, schleichend Blut zu verlieren. Der Betroffene merkt nicht den Blutverlust. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind Symptome von vielen Krankheiten oder ausgelöst durch Belastung im Beruf oder Privatleben. Vor diesem Hintergrund ist bei chronisch auftretenden Schwächeanfällen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit der Hausarzt aufzusuchen.

Blutarmut aufgrund eines Mangels an Spurenelementen, wie Eisen, weist Risse in den Mundwinkeln auf. Ebenso sind die Nägel brüchig und Rillen auf dem Nagelbett bilden sich aus.

Möglichkeiten der Therapie bei Blutmangel

Die Ursache bestimmt die Therapie. Bei einer Blutarmut aufgrund von Mangelkrankheiten, wie Eisen, ist die Ernährung auf eisenreichhaltige Lebensmittel, wie Fleisch, Nüsse und Fisch, umzustellen. Vegetarier finden Eisen in Getreide, Hülsenfrüchten, Milch und Eiern.

Für eine bessere Aufnahme des pflanzlichen Eisens empfiehlt sich die gleichzeitige Aufnahme von Vitamin C. Das Eisen löst der Körper in Verbindung mit Vitamin C besser. Ist die Umstellung der Ernährung nicht zielführend, sind Eisentabletten einzunehmen oder Injektionen zu verabreichen. Gleiches gilt für den Mangel an Folsäure und Vitamin B12.

Generell gibt es für jeden Typ von Blutarmut eine wirkungsvolle Therapie. Bei Nierenerkrankungen setzen Ärzte erfolgreich anregende Hormone zur Blutbildung ein. Aufgrund der unterschiedlichen Ursachen für Blutmangel ist der Arzt aufzusuchen und die Therapie mit ihm zu besprechen. In Eigenregie eine Therapie zu beginnen, ist nicht ratsam.

Redaktion: Anna Nilsson

weiterführende Informationen:
gefunden auf homoeopathiewelt.com – Blutarmut homöopathisch entgegenwirken

Symptome

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