Blutwerte bei Depression

Welche Blutwerte weisen auf Depressionen hin?

Zahlreiche Faktoren lösen unter Umständen eine Depression aus. Auf den Betroffenen wirkt beispielsweise eine emotionale Belastung oder Stress ein. Den Unterschied zwischen einem schlichten Stimmungstief und einer seelischen Verstimmung klärt seit Neuestem ein Bluttest, bei dem bestimmte Blutwerte auf die Depression hinweisen. Eine Vielzahl von Biomarkern zeigt den Gemütszustand des Patienten an. Zu den Blutwerten bei einer Depression gehören Stresshormone.

Frau

Depression © Photographee.eu – Fotolia.com


Serotonin Wert bei Depression

Einen der wichtigsten Blutwerte bei einer Depression stellt das Serotonin dar. Bei diesem handelt es sich um ein Hormon, das eine Vielzahl von körperlichen Aktivitäten beeinflusst. Es stammt aus dem zentralen Nervensystem. Innerhalb des Organismus wirkt sich das Serotonin auf verschiedene Prozesse aus. Zu ihnen zählen:

  • das Empfinden von Schmerz,
  • das Gedächtnis,
  • das Schlafverhalten,
  • das Sexualverhalten
  • sowie der emotionale Zustand.

Ein niedriger Serotonin-Spiegel weist auf eine schlechte Gemütsverfassung hin. Die betreffenden Personen leiden an einer emotionalen Belastung. Dies führt zu Depressionen. Phantomschmerzen treten bei einer geringen Konzentration des Hormons ebenfalls auf. Der relevante Blutwert bei Despressionen verdeutlicht des Weiteren das Schlafverhalten der Patienten.

Befindet sich wenig Serotonin im Körper, leiden die Betroffenen in der Regel an einem unruhigen Schlaf. Dies wirkt sich auf den Gemütszustand aus. Eine Depression verschlimmert sich durch gestörte Schlafphasen zusätzlich. Im Normalfall dauern die depressiven Verstimmungen längere Zeit an. Dabei kommt es zu einem Kreislauf des Serotonin-Spiegels. Je weiter dieser sinkt, desto mehr verfallen die Patienten in die, auch „Schwermut“ genannte, Krankheit.

Depressionen führen zu Blutarmut

Bei einer Depression handelt es sich nicht um eine schlichte Stimmungs-Schwankung. Stattdessen leiden die Betroffenen an einer schwerwiegenden Komplikation. Bei schweren Depressionen zeigen sich Volumen und Zahl der roten Blutkörperchen betroffen. Diese nennen sich in der Fachsprache Erythrozyten. Leiden die Patienten unter depressivem Verhalten, sinkt die Anzahl der roten Blutzellen. Im gleichen Fall kommt es zu einer Senkung des Hämoglobins.

Auch das Volumen der Erythrozyten stellt einen relevanten Blutwert bei Depressionen dar. Hierbei weisen die untersuchten Patienten ebenfalls eine Verringerung auf. In der Folge erfolgt der Sauerstofftransport der Zellen langsamer. Im schlimmsten Fall folgt eine Unterversorgung der Organe, auch des Gehirns. Der fehlende Sauerstoff im Blut führt zu einem stetigen Gefühl der Müdigkeit. Diese und Abschlaffung gehören zu den emotionalen Zuständen, die eine Depression unter Umständen verschlimmern. Die Betroffenen fühlen sich ausgelaugt. Die körperliche Schwäche nimmt dabei direkt Einfluss auf die Psyche der Patienten.

Stress spielt eine tragende Rolle

Bei einer Depression fühlen sich die Betroffenen unter Druck gesetzt. Die Gründe hierfür liegen in einer psychischen Dauerbelastung. Die Folge besteht in einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Dieses stammt aus den Nebennieren. Die Patienten weisen einen erhöhten Cortisol-Spiegel auf. Daher bildet dieses einen wichtigen Blutwert bei einer Depression.

Zahlreiche Biomarker weisen auf Depressionen hin

Zu den relevanten Werten für die Diagnose einer Depression zählen verschiedene Biomarker. Zu diesem Ergebnis kam eine Forschungsgruppe vom Institute of Biotechnology der Universität Cambridge. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass elf Biomarker auf eine „Schwermut“ hindeuten. Diese helfen in einem Bluttest dabei, den Unterschied zwischen der Depression und einer Stimmungs-Schwankung festzustellen. Zu diesen Biomarkern gehört beispielsweise die mtDNA, die DNA der Mitochondrien.

Die Telomere spielen bei diesem Test ebenfalls eine wichtige Rolle. Zudem existieren 18 weitere Biomarker, die speziell bei der Untersuchung von jugendlichen Patienten zum Einsatz kommen. Sie bestimmen, ob die Betroffenen zusätzlich zu der Depression an einer Angststörung leiden. Um ein konkretes Resultat zu erzielen, untersuchen die Ärzte die Ribonukleinsäure.

 

Bei Depressionen fehlen oftmals Nährstoffe

Das Fehlen verschiedener Vitamine und Nährstoffe im Blut weist auf eine Depression hin. Bei dieser Erkrankung verlangsamen sich aufgrund von Stress und emotionalem Druck einige Prozesse im Körper. Dazu gehört beispielsweise der Transport diverser Nährstoffe. Durch die anhaltende Schwermut verspüren die Patienten in der Regel geringfügigen oder keinen Appetit. Demzufolge gelangen weniger Vitamine in den Organismus.

Mangelnde Aufenthalte im Freien sorgen für anhaltende Schwermut. Zudem wirkt sich das fehlende Vitamin D auf das Immunsystem aus. Den Erkrankten drohen weitere Infektionen. Stellen die Mediziner durch einen Bluttest eine Depression fest, bedarf diese einer schnellen Behandlung. Vorwiegend kommen Antidepressiva zum Einsatz.

Die Blutwerte bei einer Depression zusammengefasst

Bei einer Depression handelt es sich nicht um ein vorübergehendes Stimmungstief. Stattdessen leiden die Betroffenen unter einer Krankheit, die Körper und Geist betrifft. In einem Bluttest kontrollieren die Ärzte die Blutwerte bei einer Depression. Speziell die Werte Serotonin und Cortisol spielen eine bedeutende Rolle. Ebenso erhalten die Form und die Anzahl der roten Blutzellen Priorität. Um den Unterschied zwischen der Schwermut und einer Stimmungs-Schwankung zu erkennen, nutzen die Mediziner Biomarker.


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