Bronchoskopie Untersuchung – Ablauf der Lungenspiegelung

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Bronchoskopie Ablauf

Die Bronchoskopie (Lungenspiegelung, faseroptische Bronchoskopie FOB) ist eine Untersuchung, bei der Ihr Arzt Ihre Luftwege untersucht. Dafür verwendet er ein spezielles Instrument das er durch Nase oder Mund in den Rachenraum einführt, um so die Luftröhre und Bronchien der Lunge zu erreichen. Ein solches Bronchoskop besteht aus einer dünnen Stange aus Glasfasern, welche die Bilder an eine Kamera am anderen Ende überträgt.

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Lungenspiegelung, Bronchoskopie
Bronchoskopie (Lungenspiegelung, faseroptische Bronchoskopie – Copyright: Paha_L bigstockphoto

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Bronchoskopie Ablauf: Warum wird die Untersuchung durchgeführt?

Während einer Bronchoskopie kann man im Ablauf die Atemwege untersuchen. Das beginnt im Rachenraum über den Kehlkopf und die Luftröhre bis hinunter in deren Aufzweigungen, die Bronchien und die noch feineren Bronchioli, die die Lungenbläschen mit Atemluft versorgen.

Lungenspiegelung, Bronchoskopie
Bronchoskopie (Lungenspiegelung, faseroptische Bronchoskopie – Copyright: Paha_L bigstockphoto

 

Klinische Indikationen für das Vornehmen einer Bronchoskopie sind

  • chronischer Husten (etwa bei einem Keuchhusten)
  • Erkrankungen der Lunge und der Luftwege (Beispiel: chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (Chronic obstructive pulmonary disease, COPD).
  • Infektionen von Lunge und Luftwegen (Bronchitis, Tuberkulose)
  • Tumoren der Lunge (Bronchialkarzinome)
  • Kollaps der Lunge (Pneumothorax) infolge traumatischer Verletzungen, COPD, zystischer Fibrose und anderer Ursachen.

Vor allem bei einem unklaren Befund nach bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Computertomografie (CT) oder Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT) kann eine solche direkte optische Begutachtung die Diagnose bestätigen oder erleichtern.

Ferner erlaubt die Bronchoskopie in ihrem Ablauf intervenierende Maßnahmen zur Diagnose oder Behandlung. Dazu zählen

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  • die Entnahme von lebendem Gewebe (Biopsie) aus den oberflächlichen Bereichen der Luftwege, etwa eine Lungenbiopsie zur Überprüfung möglicherweise tumorig entarteten Gewebes
  • die Entfernung von Fremdkörpern, die beim Schluckakt versehentlich über die Luftröhre in die Lunge gelangt sind, beispielsweise Nahrungsteile
  • die Durchführung einer Bronchienspülung (Bronchiallavage) zur Gewinnung von Zellen, vor allem bei Verdacht auf Lungenkrebs oder bei Infektionen. Bei der Bronchiallavage wird sterile physiologische Kochsalzlösung in die Bronchien eingespült und in ein steriles Röhrchen abgesaugt. Die darin enthaltenen Zellen oder Keime werden von einem erfahrenen Pathologen unter dem Mikroskop zytologisch oder von einem Mikrobiologen mit entsprechenden bakteriologischen Methoden untersucht.
  • das Absaugen von zähem Schleim, etwa bei einer Mukoviszidose ebenfalls im Rahmen einer Bronchiallavage
  • die Verabreichung von Medikamenten direkt an Ort und Stelle innerhalb der Atemwege
  • die Entfernung erkrankter, geschwürig oder tumorig entarteter, oberflächlicher Bereiche – heutzutage zumeist mithilfe eines Laserskalpells
  • das Einsetzen eines künstlichen Röhrchens (Stents) in die Luftröhre, um diese bei einer Verengung (Trachealstenose) offen zu halten
  • die Erweiterung von Bronchien (Bronchodilatation) bei einer Verengung durch Tumoren oder Abszesse
  • die Stillung einer Lungenblutung, die zu Bluthusten (Hämoptyse oder Hämotpoe) führt, meist als Folge einer Krebserkrankung der Lunge (Lungenkarzinom). Kleine Blutungen kann der Körper selbst kompensieren, aber stärkere und lang anhaltende Lungenblutungen enden unbehandelt tödlich.

Bronchoskopie: Im Ablauf eingesetzte Geräte (Bronchoskope)

Als Geräte setzt man die klassischen starren oder, wenn sich das vermeiden lässt, flexible Endoskope ein, die man als Bronchoskope bezeichnet. Beide Formen verfügen über einen optischen Anteil und einen Arbeitskanal, über die man Instrumente einzuführen und zu bedienen vermag. In der Regel beträgt der Durchmesser eines Bronchoskops weniger als einen Zentimeter (besonders bei der flexiblen Variante). Die Länge liegt passend zur Lunge bei etwas über einen halben Meter. Damit lassen sich alle so zugänglichen Bereiche der Atemwege sicher erreichen.

Als Instrumente kommen zum Einsatz:

  • Biopsiezangen zur Entnahme von Biopsiematerial (vor allem bei einer Lungenbiopsie)
  • Feinnadeln ebenfalls zur Entnahme von Biopsiematerial (bei einer transbronchialen Nadelaspiration, TBNA)
  • Laserskalpelle zum Schneiden (bei kleineren Resektionen von oberflächlichem und damit gut zugänglichem Gewebe)
  • Fangkörbchen zur Aufnahme und Entfernung von Fremdkörpern oder herausgeschnittenem Material
  • Spülkatheder zum Durchspülen mit physiologischer Kochsalzlösung
  • Medikamentenbehältnisse, mit denen Arzneimittel an Ort und Stelle gebracht werden können (beispielsweise zur Blutstillung)
  • Laser oder Stromelektroden, mit denen sich krankes Gewebe gezielt zerstören lässt oder mit dem ebenfalls Blutungen gestillt werden können
  • Ultraschallsonden für die gleichzeitige Durchführung einer Sonografie (endobronchialer Ultraschall, EBUS)
  • Fluoreszenzlicht aus einer externen Lichtquelle wird über die Glasfaserelemente in den Untersuchungsbereich geleitet (Autofluoreszenzbronchoskopie)

Die Optik besteht aus meist zwei Glasfaserbündeln, die das Licht einer externen Lichtquelle durch das Endoskop leiten und die Umgebung der Spitze des Bronchoskops beleuchten. Ein weiteres optisches Element sorgt für die Bildgebung. Bei den klassischen Endoskopen handelt es sich dabei um ein weiteres Glasfaserkabel. Über dieses kann der untersuchende Arzt entweder über ein Okular direkt in die Lunge blicken oder über eine angeschlossene Kamera Bilder aufnehmen. Bei modernen Geräten sitzt an der Spitze des Bronchoskops ein CCD-Chip, ähnlich wie bei einem digitalen Fotoapparat. Dieser übermittelt über ein dünnes Kabel die digitalen Signale des CCD-Chips an einen Computer. An dessen Monitor kann der Arzt die Bronchoskopie verfolgen und dabei Bilder abspeichern.

Ein starres Bronchoskop hat einen größeren Durchmesser als ein flexibles. Im Prinzip handelt es sich dabei um ein Rohr, durch das zusätzliche Instrumente eingeführt werden können, etwa eine spezielle Zange zur Entnahme von Gewebematerial (Biopsie) oder zum Durchspülen der Bronchien (Bronchiallavage) zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken. Starre Bronchoskope kann man bei Vollnarkose auch zur stoßweisen Beatmung mit Sauerstoff (transtracheale Jet-Ventilation) verwenden.

Ein flexibles Bronchoskop ist wesentlich dünner und wird daher meistens bevorzugt, sofern die Untersuchung keinen größeren Arbeitskanal für bestimmte Instrumentarien erfordert. Zudem ist durch den geringen Durchmesser keine Vollnarkose notwendig, sodass man die damit immer verbundenen Risiken vermeiden kann.

 

Bronchoskopie: Für den Ablauf wichtig zu wissen!

Im Vorfeld einer Bronchoskopie sollten Sie diese Punkte unbedingt wissen:

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  1. Die Bronchoskopie wird nach Maßgabe der geplanten Untersuchungen entweder ambulant in der Praxis eines Arztes oder stationär in einem Krankenhaus vorgenommen.
  2. Die Untersuchung erfolgt je nach Erfordernissen mit einem starren oder mit einen flexiblen Bronchoskop.
  3. Für die Untersuchung mit einem starren Bronchoskop ist in der Regel eine Vollnarkose notwendig. Dafür kann eine stationäre Aufnahme in einer Klinik notwendig sein.
  4. Für die Untersuchung mit einem flexiblen Bronchoskop reicht in der Regel eine leichte örtliche Betäubung der Luftwege und die Gabe eines Beruhigungsmittels (Sedativums) aus. Daher kann diese auch ambulant erfolgen.
  5. Eine normale Bronchoskopie geht relativ schnell vonstatten und nimmt etwa dreißig Minuten in Anspruch.

Bronchoskopie Ablauf: Vorbereitungen

Der menschliche Körper ist es nicht gewohnt, dass fremde Objekte in seine Atemwege eindringen und wehrt sich bei entsprechenden Anzeichen automatisch und reflexhaft dagegen. Dazu gehören Hustenreflex und Würgereiz, sobald etwas in den Rachenbereich gerät und sich in Richtung Kehlkopf bewegt. Das stellt normalerweise sicher, dass keine Fremdkörper in die Lunge gelangen, wo sie zu Schäden und/oder Infektionen des empfindlichen Gewebes führen könnten.

Aber nicht nur die Automatismen Ihres Körpers sind wenig von einem Eindringen in Ihre Atemwege begeistert, sondern mit Sicherheit auch Sie selbst. Eine Bronchoskopie mit ihrem angegebenen Ablauf gehört nicht unbedingt zu den angenehmeren Methoden der medizinischen Diagnostik.

Abgesehen von der psychischen Unerfreulichkeit der Vorstellung kann das Bronchoskop natürlich auch Schmerzen verursachen, wenn es an den hochempfindlichen Schleimhäuten vorbeischrappt. Das lässt sich selbst mit den modernen Bronchoskope nicht gänzlich vermeiden. Im Vergleich zu den ersten, im Durchmesser vergleichsweise riesig dimensionierten Geräte sind diese aber nur noch verschwindend dünn.

Um all dies zu umgehen wird Ihnen der Arzt unmittelbar vor der Durchführung der Untersuchung eine

  1. Narkose in Form einer Lokalanästhesie oder Vollnarkose und ein
  2. Beruhigungsmittel (Sedativum) verabreichen.

Darüber hinaus sind im Vorfeld einer Bronchoskopie einige Vorbereitungen notwendig, die Sie selbst treffen müssen:

  1. Vermeiden Sie es, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Stunden vor einer geplanten Untersuchung zu essen oder zu trinken.
  2. Ihr Arzt weist Sie rechtzeitig vorher darauf hin, wenn Sie vor der Bronchoskopie bestimmte Tabletten Ihrer normalen Medikation nicht einnehmen sollen. Das gilt insbesondere für blutverdünnende Mittel (Antikoagulanzien) wie Aspirin, Warfarin oder Ibuprofen.
  3. Eingeführt wird das Bronchoskop entweder über die Nase oder über den Mund. Piercings an relevanten Stellen wie Nase, Lippen oder Zunge sollten daher unbedingt entfernt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Endoskop zu Verletzungen führt.
  4. Bringen Sie zu Ihrer Bronchoskopie unbedingt eine Begleitperson mit, sofern diese nicht stationär in einem Krankenhaus, sondern in einer Arztpraxis ambulant vorgenommen werden soll. Sie erhalten vor der Untersuchung ein Beruhigungsmittel (Sedativum), das Sie auch noch nach der Untersuchung in einen mehr oder weniger halbwachen Zustand halten wird. Daher sollten Sie sich auf keinen Fall alleine auf den Nachhauseweg machen, sondern sich am besten von einer Begleitperson fahren lassen.

Bronchoskopie: Ablauf der Untersuchung

  1. Unmittelbar vor der Bronchoskopie erhalten Sie ein Lokalanästetikum in Form eines Sprays, das der Arzt in Ihre Nase (wenn er das Bronchoskop hier einführen wird) und Ihren Rachen sprüht. Zusätzlich erhalten Sie ein Sedativum zur Beruhigung.
  2. Wenn Sie entspannt sind oder bei einer Vollnarkose vollständig eingeschlafen, führt er das Bronchoskop über Nase oder Mund in die Luftröhre ein.
  3. Dort bewegt er das Bronchoskop unter optischer Kontrolle bis in die Bronchien an die zu untersuchende oder zu behandelnde Stelle vor.
  4. Dann führt er die Untersuchung oder Behandlung wie geplant durch, wie etwa die Gewinnung einer Gewebeprobe oder eine Bronchiallavage.
  5. Gegebenenfalls speichert er während der Untersuchung Bilder der Endoskopkamera ab, die man für die Dokumentation der Diagnose oder Therapie benötigt.
  6. Danach entfernt er das Bronchoskop vorsichtig. Eine gründliche Desinfektion ist im Anschluss an die Untersuchung notwendig, um die Verschleppung von Krankheitskeimen zu verhindern.
  7. Sie haben danach Zeit, sich von der Bronchoskopie, ihrem Ablauf und der Wirkung des Narkose- und Beruhigungsmittels zu erholen. Nach einer Vollnarkose überprüft man im Aufwachraum noch eine Weile Blutdruck, Puls und Atmung, bis Sie wieder hinreichend munter sind.
  8. Für ein oder zwei Stunden werden Sie nicht in der Lage sein, zu essen oder zu trinken, da Ihre Kehle taub ist. Sie wird sich noch ein paar Tage lang kratzig anfühlen und Sie werden an Heiserkeit leiden. Alle diese Symptome verschwinden nach einer Weile von selbst.

 

Bronchoskopie: Ablauf alternativer und ergänzender Untersuchungsverfahren

Virtuelle Bronchoskopie

Die Bronchoskopie lässt sich durch eine virtuelle Bronchoskopie (VB) teilweise ersetzen, wenn die Untersuchung aufgrund der Konstitution des Patienten nicht angebracht ist. Das ist der Fall bei einigen Kindern sowie bei Patienten, die intensivmedizinisch betreut und künstlich beatmet werden. Dafür führt man eine spezielle Form der Computertomographie durch, ein Multi-Detektor-Spiral-CT (MD-SCT). Aus den so gewonnenen Daten lässt sich ein farbcodiertes, dreidimensionales Bild generieren, das der Arzt für eine virtuelle Bronchoskopie anstelle oder ergänzend zu einer normalen faseroptischen Bronchoskopie (FOB) verwenden kann.

Für ein Multi-Detektor-Spiral-CT werden Sie ganz ähnlich wie bei einer normalen Computertomographie untersucht. Allerdings geht die Spiral-CT wesentlich schneller und die Menge an Kontrastmittel kann in der Regel deutlich reduziert werden.

Die heutigen CT-Geräte erlauben eine hervorragende Auflösung. Bei der dreidimensionalen Oberflächendarstellung kann man eine Falschfarbendarstellung zur Beurteilung der Strukturen an der Oberfläche der Luftwege und im benachbarten Brustraum (Mediastinum) verwenden. Damit steht eine ausgezeichnete, nicht-invasive Möglichkeit zur Diagnose endotrachealer und endobronchialer Krankheiten zur Verfügung.

Das Verfahren ist sinnvoll für die beurteilende Untersuchung von Verengungen der Luftröhre und/oder Bronchien (Tracheobronchialstenosen). Ebenso dient es der Planung von operativen, palliativen oder interventionellen Maßnahmen. Ebenso ist das Verfahren für Kontrolluntersuchungen nach der Behandlung von Lungenkrebs (Bronchialkarzinomen) und zum Screening bei Verdacht auf Tumoren sinnvoll.

Zurzeit unternimmt man große Anstrengungen, um das Verfahren weiter zu verbessern. Inzwischen ist es auf dem besten Wege, die klassische faseroptische Bronchoskopie als Goldstandard bei der bildgebenden Diagnostik des Brustraumes zu ersetzen.

 

Endobronchialer Ultraschall und Transbronchiale Nadelaspiration

Der Endobronchiale Ultraschall (EBUS) ist eine Kombination aus Bronchoskopie und Sonografie. Hierbei ist eine Ultraschallsonde am Kopf des Bronchoskops befestigt, mit deren Hilfe sich die unmittelbare Umgebung und damit auch tieferliegende Strukturen im Brustkorb untersuchen lassen. Eine solche Untersuchung ist mit einer normalen faseroptischen Bronchoskopie nicht möglich, da diese naturgemäß nur die oberflächlichen Strukturen zu erfassen vermag.

Der Ablauf der Untersuchung ist der gleiche wie bei einer normalen Bronchoskopie.

Besonders wertvoll ist der endobronchiale Ultraschall für die Darstellung von Lymphknoten in der Umgebung der Lunge. Bei Verdacht auf Lungentumoren, Lymphome oder Lungensarkoidose kann man dabei mit einer dünnen Biopsienadel Gewebeproben entnehmen. Ebenso können damit geschwollene Lymphknoten (Lymphadenopathien) unklarer Ursache untersucht werden, die man mit anderen bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder CT festgestellt hat. Dieses Biopsieverfahren bezeichnet man als transbronchiale Nadelaspiration (TBNA).

 

Autofluoreszenzbronchoskopie

Bei der Autofluoreszenzbronchoskopie (AFB) beleuchtet die Spitze des Bronchoskops mit Fluoreszenzlicht einer externen Lichtquelle die Oberfläche der Atemwege. Für Sie ist daher kein weiterer Eingriff oder eine Änderung der Methode notwendig, denn der Arzt schaltet einfach die verwendete Lichtquelle um. Sie müssen auch keine zusätzlichen Medikamente oder Kontrastmittel einnehmen.

Die Methode beruht darauf, dass kurzwelliges blaues Licht mit einer Wellenlänge von 380 bis 450 Nanometern (=millionstel Millimetern) auf die Schleimhaut gestrahlt wird. Die Schleimhaut strahlt das Licht mit einer verminderten Wellenlänge zurück, sie fluoresziert. Da keine weiteren chemischen Substanzen notwendig sind, spricht man von einer Autofluoreszenz. Eine gesunde Schleimhaut fluoresziert stark und erscheint hellgrün, wohingegen Läsionen, die sich zu einem Tumor entwickeln können, weniger stark leuchten und in einem blauroten Magenta-Farbton hervortreten.

Auf diese Weise ist eine sehr frühzeitige Erkennung maligner Erkrankungen der Atemwege möglich. Unter normalem Licht sind hier noch keinerlei Veränderungen zu sehen. Prinzipiell ist die AFB damit auch zum Screening geeignet. Studien konnten zeigen, dass damit eine doppelt so hohe Findungsrate von Frühstadien entsprechender Tumoren möglich ist. Die Methode kann man ferner vor einer Operation zur Feststellung von Sekundärtumoren einsetzen.

Risiken bei einer Bronchoskopie

In der Regel ist eine Bronchoskopie in ihrem Ablauf unangenehm, wird aber gut vertragen. Wie bei allen invasiven medizinischen Eingriffen sind trotzdem einige Risiken möglich. Dazu gehören

  • Blutungen, vor allem nach einer Biopsie
  • Atemprobleme
  • Infektionen der Atemwege
  • Herzattacken (selten)
  • Lungenkollaps (Pneumothorax; sehr selten).

Literatur und Quellen

  1. Marcus D. Seemann (2002): Virtuelle Bronchoskopie. Deutsches Ärzteblatt 99: A 1302-1305 [Heft 19].
  2. Gerd Herold: Innere Medizin. Köln: G. Herold Verlag (2016). ISBN-10: 3981466063
  3. Wolfgang Piper: Innere Medizin. 2. Auflage. Stuttgart: Springer-Verlag (2012). ISBN-10: 3642331076.

 

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Anna Nilsson, Journalistin und Medizinautorin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin "Großes Blutbild"