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Gefahren für Patienten

Shit happens – aber bitte nicht im Krankenhaus! Fehler können jedem und überall passieren. Aber eine Klinik ist so ziemlich der letzte Ort, an dem man sich damit konfrontiert sehen möchte.

Infektionen mit Krankenhauskeimen, falsche Diagnosen und falsche Behandlungen haben schnell weitreichende Konsequenzen.

Wir möchten keine Angst vor einem meist medizinisch notwendigen Klinikaufenthalt machen – Ihnen aber zeigen, welche Risiken und Gefahren im Krankenhaus als Patient in Frage kommen können und was alles schiefgehen kann.

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OP, Copyright: Yastremska, bigstockphoto

Welche Gefahren im Krankenhaus auftreten können

Ein Krankenhaus dient der Pflege, Erstellung von Diagnosen und Behandlung von Patienten. Alles hoch komplexe Dinge, bei denen bereits eine Kleinigkeit Sand ins Getriebe bringt. Einiges davon ist schlichtweg auf technisches oder menschliches Versagen zurückzuführen, anderes muss man als höhere Gewalt verbuchen.

Gefahren im Krankenhaus
Gefahren im Krankenhaus, Behandlungsfehler, Hygiene und Keime, Copyright: sudok1 bigstockphoto

 

 

Gefahren im Krankenhaus:

Verwechselungen im Krankenhaus und Klinik Alltag

Sehr unwahrscheinliche, Namensverwechslungen in der Klinik.

Heißen Sie zufällig Thomas Müller? Statistisch gesehen ist das in Deutschland der häufigste Name. Regional häufig ist alles, was Müller, Meyer, Schmidt heißt. Es ist schon vorgekommen, dass der falsche Herr Müller in den Untersuchungsraum gegangen ist, weil der richtige nicht mehr gut hört oder zur Toilette war. Das ist der Grund, warum heutzutage im Krankenhaus alles nur noch mit Patientenetikett läuft. Der Barcode liefert Vorname, Name und Geburtsdatum und macht solche Verwechslungen unwahrscheinlich.

Verwechslung von Medikamenten.

Vermutlich gibt es keine Statistik, aber man darf annehmen, dass bei stationären Patienten öfters mal Tabletten verwechselt werden. Das kann schon beim Stellen der Medikation passieren, wenn es von einem Präparat mehrere Stärken gibt und die Pflegekraft versehentlich den falschen Blister erwischt. Oder irrigerweise der Meinung ist, dass das vom Arzt in der Kurve vermerkte Medikament den gleichen Wirkstoff enthält wie Präparat XY aus der Krankenhausapotheke. Oder ein Apotheker nötig gewesen wäre, um die Sauklaue richtig zu entziffern. Als nächste Verwechslungsmöglichkeit erhält ein Patient das versehentlich das Tablettenschälchen seines Nachbarn. Bei Blutdrucktabletten mag das noch harmlos sein, wenn es nur einmal vorkommt. Wenn sich hingegen die Zytostatikaapotheke in der Zusammensetzung der Chemotherapie irrt, hat das fatale Auswirkungen.

Verwechslung bei Operationen

Verwechslung von Körperhälften.

So dusselig das klingt, alles schon vorgekommen. In der Presse tauchen dann spektakuläre Meldungen wie Falsches Bein amputiert auf. Es soll Patienten gegeben haben, die aus Furcht vor Verwechslungen mit Edding auf ihrer Haut herummalten, damit die Krampfadern auf der richtigen Seite gestrippt werden. Früher kam es schon mal vor, dass man in der Eile des Gefechtes das zugehörige Röntgenbild falsch herum gehalten hat. Heute ist fast alles digital und automatisch eindeutig beschriftet, sodass man das ausschließen kann.

Verwechslung von Blutkonserven.

Blutkonserven sollten heutzutage nicht mehr verwechselt werden können. Vor jeder Bluttransfusion muss man die Verträglichkeit durch einen Koagulationstest überprüfen. Ebenso ist die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung kontaminierter Blutkonserven praktisch bei Null. Seit den Erfahrungen mit HIV und BSE wird jedes Blutprodukt eingehend geprüft, bevor eine Freigabe erfolgt.

 

Gefahr: Falsche Diagnose im Krankenhaus

Die richtige Diagnose ist eine hohe Kunst, für die Ärzte sehr lange studieren und Erfahrungen sammeln müssen. Trotzdem kommt es vor, dass die nach bestem Wissen und Gewissen gestellte Diagnose falsch ist.

Mit die bekanntesten Beispiele kommen aus der Mammografie. Viele Patientinnen erhalten im Rahmen ihrer Brustkrebsvorsorge den falschen Befund Brustkrebs. Nach der Operation stellt sich in der pathologischen Untersuchung des Resektats heraus, dass kein malignes Gewebe vorhanden ist. Trotzdem ist allemal besser, vorsorglich einen zweifelhaften Knoten zu entfernen, als einen Tumor nicht zu erkennen. Denn je früher Krebs erkannt wird, desto erfolgreicher kann man ihn bekämpfen. Metastasen treten schnell auf und verkomplizieren die Behandlung erheblich.

Grenzwertige Befunde sind relativ häufig und nicht immer klären die Ärzte ihre Diagnosen bis zur Beseitigung des letzten Zweifels durch. Oftmals ist das mit bildgebenden Verfahren oder Blutwerten kaum möglich, sodass man für die endgültige Diagnosestellung auf das Ergebnis einer Operation angewiesen ist. Beispiel hierfür ist die Abklärung von Erkrankungen der Pleura durch eine Thorakoskopie des Brustkorbes. (Allgemeine Pflichten eines Arztes gegenüber dem Patienten )

Patienten Risiko im Krankenhaus und Kliniken,
Patienten Risiko im Krankenhaus und Kliniken, Copyright: sudok1 bigstockphoto

 

Gefahr: Falsche Behandlung im Krankenhaus

Unter den Gefahren im Krankenhaus liegen die Behandlungsmöglichkeiten auf einem außerordentlich schmalen Grat zwischen richtig und falsch. Natürlich gibt es Fälle, in denen man die Art der Behandlung nur als absoluten Humbug bezeichnen kann. Dazu gehört die vor einiger Zeit von Presse und Fernsehen aufgegriffene „Desinfektion“ mit frischem Zitronensaft. So etwas ist indiskutabel und stellt eine schwerwiegende Körperverletzung dar.

Auch in vielen Akutfällen erübrigt sich jede Diskussion über erforderliche Maßnahmen. Jedem Arzt ist klar, wie er bei einem Blinddarmdurchbruch, Schlaganfall oder Herzinfarkt reagieren muss. Schwieriger sind solche Entscheidungen oftmals bei chronischen Erkrankungen und wenn mehrere Therapieoptionen möglich sind.

Nehmen wir als Beispiel ein metastasiertes Lungenkarzinom. Dass der Primärtumor operativ zu entfernen ist, bedarf keiner Diskussion. Schwierig wird es erst bei der Behandlung der Metastasen.

Metastasen sehen letztlich alle gleich aus, aber was sich genetisch dahinter verbirgt, kann man noch nicht einmal erahnen. Es gibt eine Unzahl von Behandlungsprotokollen mit verschiedenen Zytostatika, unterschiedlichen Dosierungen, Wiederholungen und so weiter. Wäre eine Bestrahlung angebracht, oder eine neuartige Immuntherapie?

Der behandelnde Arzt trifft die Entscheidung anhand der ihm vorliegenden Datenlage aus persönlicher Erfahrung heraus und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl. Ob er damit Recht hatte oder nicht, weiß man erst nach der Therapie. Dementsprechend ist die Unterscheidung zwischen richtiger und falscher Behandlung oft eine Frage des Ergebnisses.

 

Gefahren bei der Anästhesie im Krankenhaus: 

Dem Risikofaktor Narkose haben wir einen eigenen Beitrag zu Gefahren bei der Vollnarkose gewidmet. Zu den Risiken einer Vollnarkose gehören die falsche Intubation, bei der der Beatmungsschlauch in die Speiseröhre statt der Luftröhre eingeführt wird. Bei rund einem Viertel aller Vollnarkose tritt post-operative nausea and vomiting (PONV), eine postoperative Übelkeit mit Erbrechen auf. Bei Teilnarkosen in Form von Periduralanästhesie und Spinalanästhesie sind Blutungen und Hämatome an der Einstichstelle die häufigste Komplikation.

 

Gefahr: der falschen Injektionen und Infusionen

Jede Infusion und jede Injektion stellt einen Eingriff in den Körper dar. Daher dürfen diese nur von Ärzten und speziell geschultem medizinischem Personal vorgenommen werden. Infektionen sind mittlerweile selten. Häufigste Komplikation beim intravenösen Einbringen von Flüssigkeiten ist das Verfehlen der dafür vorgesehenen Vene. Trifft man nicht das Lumen des Gefäßes, läuft die Flüssigkeit in das umliegende Gewebe, selten in die Gefäßwand und verursacht eine dicke Beule. Bei subkutanen Injektionen unter die Haut erwischt es in seltenen Fällen Hautnerven.

Die Gefahr, dass ein Nerv getroffen wird, ist bei intramuskulärer Injektion wesentlich höher. Daher wird bei Injektionen in die Pobacke immer die ventroglutäale Injektion nach Hochstetter gewählt.

In dem Dreieck zwischen Rollhügel (Trochanter major), vorderem oberen Darmbeinstachel (Spina illiaca anterior superior) und einer Erhebung des Darmbeinkamms (Eminentia cristae iliacae) sind alle wichtigen Nerven wie der Ischiasnerv weit entfernt. Injektionen unmittelbar in große Nerven sind außerordentlich schmerzhaft und können diesen nachhaltig schädigen und zum Absterben bringen.

 

Risiko bei Operationen, Organschäden, Nervenschäden

Naturgemäß ist jeder invasive Eingriff, bei dem anatomische Strukturen verletzt werden, mit einem relativ hohen Risiko behaftet. Vergleichsweise häufig sind Herz-Kreislauf-Probleme während der Anästhesie. Die Überwachung ist Aufgabe des Narkosearztes, der gegebenenfalls schnellstmöglich Gegenmaßnahmen einleitet.

Schlimmstenfalls werden Gewebe oder Organe unabsichtlich beschädigt. In den meisten Fällen betrifft das Nerven und Blutgefäße.

Nervenbeschädigungen führen zu Sensibilitätsstörungen, Taubheit oder Lähmungserscheinungen. Prominentes Beispiel ist die Beschädigung des Stimmnerven (Nervus laryngeus recurrens) bei Schilddrüsenentfernungen, die zur Lähmung der inneren Kehlkopfmuskulatur führt.

Eine Beschädigung von Blutgefäßen lässt sich kaum vermeiden, wobei große Gefäße nur angeschnitten werden, wenn dies für die Operation unumgänglich ist, wie etwa bei Transplantationen. In vielen Fällen können die zwangsläufigen Blutungen schnell gestillt werden.

Ein gutes Beispiel ist die Behandlung mit Laserskalpellen. Die früher üblichen starken Nachblutungen bei der operativen Adenomablation einer benignen Prostatavergrößerung lassen sich mit modernen Holmium- oder Thuliumlasern vermeiden. Das hochenergetische Licht koaguliert das Gewebe und führt so zu unmittelbarem Gefäßverschluss.

Ebenso kann es bei offenen Operationen zu Beschädigungen innerer Organe kommen. Das gilt beispielsweise für die Lunge bei Eingriffen im Brustkorb oder die nur linsengroßen Nebenschilddrüsen, die bei einer Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie) oftmals mit beseitigt werden, vor allem wenn sie bei einer Schilddrüsenvergrößerung durch das hypertrophierte Gewebe überwachsen sind.

Andere Beschädigungen können bei Intubationen auftreten, wie etwa Beschädigungen des Gebisses, der Zunge oder Mandeln.

Eine sehr seltene, aber folgenreiche Komplikation von Operationen ist die maligne Hyperthermie. Angeborene Störungen des Calciumhaushaltes führen dazu, dass bestimmte Medikamente während der Operation einen Calciumeinstrom in die Muskelzellen auslösen. Das führt zu einem dramatisch erhöhten Energiestoffwechsel, bei dem der Körper durch überschießende Energiefreisetzung und Ansammlung von Stoffwechselendprodukten überwärmt. Das führt zu Schäden an Herz, Lunge, Nieren und Gehirn.

Etwas vergessen? Das bei einer Operation verwendete Material ist sorgfältig durchgezählt und wird nach Abschluss der Maßnahme überprüft. Trotzdem ist es schon vorgekommen, dass Kompressen oder Instrumente im Bauchraum vergessen wurden.

 

Hygiene im Krankenhaus

Gefahr: Ansteckung mit Keimen – Infektionen im Krankenhaus

Bakterien, Viren und Pilze lauern überall. So ist es kein Wunder, dass bei Operationen trotz aller antiseptischen Maßnahmen unerwünschte Keime in den Körper gelangen. Ist das Immunsystem des Patienten in Ordnung, sollten einige wenige Bakterien für ihn kein Problem darstellen. Anders sieht es aus, wenn das Immsystem arg in Mitleidenschaft gezogen oder völlig ausgeschaltet ist. Das ist etwa bei einer erworbenen Immunschwäche (AIDS), durch die Immunsuppression nach Organtransplantationen oder nach einer Knochenmarktransplantation der Fall. In einem solchen Fall kann bereits eine simple Erkältung tödlich verlaufen.

Finden die Hygienemaßnahmen nicht ausreichende Beachtung, bekommt auch ein gesundes Immunsystem mit einem deutlichen Mehr an Keimen Probleme. Operationsbesteck wird nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt und sterilisiert. Die Funktionsfähigkeit der Sterilisationsanlagen muss man in regelmäßigen Abständen überprüfen.

Dementsprechend kommt eine Verschleppung von Keimen hier nur selten vor. Eine größere Gefahr ist bei Geräten zu sehen, die nicht zur Gänze in einen Autoklaven gesteckt werden können. Endoskope reinigt und desinfiziert man sehr gründlich, aber der geringste Fehler bringt Bakterien an das Gerät. Bei einer Koloskopie mag das noch harmlos sein, aber bei einer Thorakoskopie, laparoskopischen Eingriffen im Bauchraum oder gar Herzkatheteruntersuchungen sind Bakterien das letzte, was man im Körperinneren oder der Blutbahn gebrauchen kann.

Als dritter Punkt sind Bakterien zu erwähnen, die auch in geringen Mengen und selbst bei intaktem Immunsystem Ärger bereiten.Krankenhauskeime“ wie Methocillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) oder enterohämorrhagische Escherischia coli (EHEC) prägen die Schreckensmeldungen aus dem Klinikbetrieb. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit den üblichen Antibiotika kaum in den Griff zu bekommen sind und für langwierige Infektionen sorgen.

Zurückzuführen sind solche Antibiotikaresistenzen auf den großzügigen Umgang mit Penicillin & Co., nicht nur in Krankenhäusern, sondern vor allem in der industriellen Nutztierhaltung. Je mehr Antibiotika in die Umwelt gelangen, desto mehr Bakterien passen sich dem an. Das geht in Windeseile: Das Darmbakterium Escherischia coli verdoppelt sich unter optimalen Bedingungen alle zwanzig Minuten und hat so die Möglichkeit, alle zwanzig Minuten eine neue Anpassung durchzutesten. Pro einzelner Zelle unter Milliarden.

 

Komplikationen bei der Behandlung im Krankenhaus

Bei vielen diagnostischen Verfahren und bei fast allen Therapien können Nebenwirkungen, Komplikationen und unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten. Sie sind zu den verbreitetsten Gefahren im Krankenhaus zu rechnen.

Risiko durch Unverträglichkeiten und Allergien.

Immer mehr Menschen vertragen immer weniger Lebensmittel, Medikamente oder sonstige Substanzen. Der Klassiker ist die Penicillinallergie. Ob eine solche Allergie vorliegt, sieht man erst, wenn man das Präparat zum ersten Mal einsetzt.

Ähnliches gilt auch für die Kontrastmittel, die man beim Röntgen oder bei einer Computertomografie verwendet. Treten entsprechende Reaktionen auf, ist man im Krankenhaus in den besten Händen. Selbst bei einem Extremfall wie einem anaphylaktischen Schock steht genug geschultes Personal zur Verfügung, das damit umzugehen versteht.

Gefahr durch Druckgeschwüre.

Wenn Patienten vorübergehend oder dauerhaft bettlägrig sind, drohen Druckgeschwüre. Ein solcher Dekubitus tritt zuerst vor allem am Po oder an den Fersen auf, weil durch dauerhaftes Liegen die Blutversorgung abgeschnitten wird. In der Folge kommt es zunächst zu Rötungen, die sich später in Schädigungen der Haut und schließlich Nekrosen tieferliegenden Gewebes äußern. Daher müssen immobile Patienten spätestens alle zwei Stunden umgelagert werden. Das gilt auch für Patienten während einer OP, bei denen bei Nichtbeachtung schwere Verbrennungen im Gesäßbereich auftreten. Liegt ein immobiler Patient auf Station, ist ein Lag

erungsplan zu erstellen, in dem die Lagerung dokumentiert wird. Denn wenn ein Dekubitus auftritt, ist das in jedem Fall ein Pflegefehler, der sich durch geeignete Maßnahmen verhindern lässt.

Gefahren für Patienten durch ein Sturzrisiko.

Viele Patienten sind nach einer Operation ungeduldig oder benebelt und wollen sich unbedingt bewegen. Je nach Konstitution führt das schnell zu Stürzen. Daher bringen viele Stationen der Einfachheit halber Bettgitter an. Das ist ohne Einwilligung oder gerichtliche Verfügung nicht statthaft, da es den Tatbestand einer Freiheitsberaubung erfüllt.

Aber, bitte keine Angst vor Krankenhäusern

 

Ein Wort zum Schluss

Ich hoffe, ich habe Sie mit diesem Beitrag nicht in Panik versetzt. Denken Sie immer daran, dass uns in Deutschland allen Unkenrufen zum Trotz eines der besten Gesundheitssysteme der Welt zur Verfügung steht. Alle aufgeführten Punkte können auftreten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eher gering ist. Hätte ein Krankenhaus eine Packungsbeilage, wäre der Punkt Risiken und Nebenwirkungen relativ lang.

Andererseits: Wenn Sie sich die Packungsbeilage von Aspirin durchlesen, möchten Sie das Medikament vermutlich nie wieder einnehmen.

Gefahren im Krankenhaus sind in gewisser Weise nicht anders als die Gefahren vor der Haustür. Prinzipiell kann man einem Anschlag zum Opfer fallen, von einem umstürzenden Baum erschlagen oder vom Blitz getroffen werden. Vermutlich ist jede Autofahrt gefährlicher als ein Krankenhausaufenthalt. Alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Trotzdem bleibt immer ein Restrisiko. Alle Statistik spricht gegen Sechser im Lotto, trotzdem gibt es regelmäßig glückliche Gewinner.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gute Besserung und den Sechser im Lotto 😉

Ihr Dr. H. Stephan

Hinweis für die Leser

Diese Inhalte sind zur Information gedacht. Sie sind kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bitte konsultieren Sie dafür immer einen Arzt.

Dr. rer. medic. Harald Stephan, Doktor der Medizinwissenschaften und Naturwissenschaftler mit medizinischer Promotion. Dieser Artikel entspricht aktuellen wisenschaflichen Standards und medizinischen Leitlinien.