Blutwerte bei Diabetes

Veränderte erhöhte Blutwerte bei Diabetes

Die  Blutwerte sind bei Diabetes besonders wichtig, da das Hauptsymptom von Diabetes der erhöhte Blutzuckerspiegel unter ständiger Kontrolles sein sollte. Der Arzt kontrolliert die Blutwerte bei Diabetes regelmäßig.

Blutwerte messen bei Diabetes

 

Blutzuckerwert bei Diabetes

Bei einer gesunden Person liegt der Blutwert bei Diabetes – auch Blutzuckerwert genannt bei 6,1 Millimol pro Liter. Nach der Nahrungsaufnahme steigt dieser Wert auf 7,8 Millimol pro Liter und höher.

Liegt der Wert zwischen 6,1 und 6,8 Millimol pro Liter, ist dies noch kein sicheres Anzeichen für Diabetes. Es handelt sich um einen Grenzwert, den es regelmäßig zu kontrollieren gilt. Liegt der Blutzuckerspiegel bei oder über sieben Millimol pro Liter, ist eine Diabetes-Erkrankung wahrscheinlich.

Diagnose: Diabetes

Diabetes Typ1 macht sich durch typische Symptome wie erhöhter Durst, Harndrang und Müdigkeit bemerkbar.Daraufhin erfolgt die Diagnose zügig. Bei Diabetes Typ2 verläuft die Entwicklung der Symptome schleichend. Der Betroffene gewöhnt sich an die Veränderungen. Dadurch dauert es bis zu zehn Jahren, bis er die Diagnose erhält. In diesem Zeitraum entstehen aufgrund der dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerte Folge-Erkrankungen.

Der Arzt diagnostiziert anhand derBlutwerte die Diabetes. Er berücksichtigt folgende Parameter:

  • Bei Diabetes liegt der Nüchternblutzucker über sieben Millimol pro Liter. Die Messung des Blutwertes erfolgt morgens vor der ersten Nahrungsaufnahme.
  • Der Gelegenheits-Blutzucker liegt über 11,1 Millimol pro Liter. Die Messung erfolgt, wie der Name verrät, zu jeder Tageszeit unabhängig von der Nahrungszufuhr.
  • Bei dem oralen Glukose-Tolleranztest trinkt der Patient eine, mit 75 Gramm Zucker angereicherte Flüssigkeit. Die Messung des Blutzuckers erfolgt zwei Stunden vor und nach dem Trinken. Liegt er nach den zwei Stunden über 11,1 Millimol pro Liter, ist der Patient an Diabetes erkrankt.

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Der Glykohämoglobin-Wert

Seit 2010 ist die Messung von Glykohämoglobin standardisiert. Er gehört zu den Blutwerten, die bei Diabetes zur Erstellung der Diagnose geeignet sind.

Glykohämoglobin ist der Farbstoff der roten Blutkörperchen und untrennbar mit Zucker verbunden. Er zeigt an, wie hoch der Blutzuckerwert in den letzten sieben bis acht Wochen war. Daher trägt er auch den Namen Blutzucker-Gedächtnis. Diabetes besteht, wenn der Wert über 48 Millimol pro Mol liegt.

 

Folgen durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte

Eine bekannte Langzeitfolge ist die Polyneuropathie. Hiervon sind 30 Prozent aller Diabetiker betroffen. Die Nerven erleiden in Armen, Beinen und Organen Schäden. Dies kann zu einer Vielzahl von Beschwerden führen. Betroffen sind die Empfindungs- und Bewegungsnerven sowie die nicht willentlich beeinflussbaren Nerven, welche die Organe steuern. Die regelmäßige Kontrolle der Blutwerte bei Diabetes kann dem Arzt helfen, Folge-Erkrankungen zu verhindern.

Die Symptome fallen unterschiedlich aus. Möglich sind:

  • Störungen des Temperatur-, Schmerz- und Berührungs-Empfindens
  • chronische Schmerzen sowie
  • Missempfindungen bis hin zu Lähmungen

als Folgen der Diabetes.

Die Polyneuropathie begünstigt beispielsweise:

  • eine Blasen-Schwäche,
  • Herzrhythmus-Störungen und
  • Erektions-Probleme.

Außerdem ist sie eine Ursache für das diabetische Fußsyndrom. Aufgrund des verminderten Schmerzempfindens bleiben Verletzungen an den Füßen lange unbemerkt. Im schlimmsten Fall folgt die Amputation des Fußes.

 

Regelmäßige Messung der Blutwerte bei Diabetes

Der Patient lernt, seine Blutwerte bei Diabetes selbst zu kontrollieren und zu dokumentieren, um eine Änderung in niedrig normale Werte zu gewährleisten. Die Messungen erfolgen, je nach Therapieform, einmal täglich, oder nach jeder Mahlzeit. Dadurch kann der Arzt die Behandlung an die aktuelle Situation optimal anpassen.

Der Arzt nimmt dem Patienten in der Regel einmal im Quartal Blut ab, um den Glykohämoglobin-Wert zu messen. Hierdurch kann der Arzt den allgemeinen Verlauf der Erkrankung überblicken. Bei Diabetikern liegt der Zielwert unter 6,5 Prozent.

Die Blutwerte bei Diabetes sind für die Diagnose wichtig. Sie benötigen eine regelmäßige Kontrolle, um eine Verbesserung der Erkrankung zu ermöglichen. Die Anzahl der Messungen hängt von Erkrankungsgrad und der Therapieform ab. Ist der Blutzuckerspiegel über eine zu lange Zeit hinweg erhöht, entstehen folgenschwere Krankheiten.

Lizenzen und weiterführende Literatur:

veröffentlicht von Redaktion: Anna Nilsson

© Alexander Raths – Fotolia.com


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