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Warum steigt der Blutdruck plötzlich an:

Ist der Blutdruck hoch, sprechen die Mediziner von einer Hypertonie. Das Phänomen tritt bei manchen Patienten plötzlich auf, andere leiden unter einem chronisch erhöhten Blutdruck. Die Hypertonie gilt als Erkrankung der Gefäße. Diese zählt zu den weit verbreiteten Krankheiten.

Sie entsteht in unterschiedlichen Körpersystemen. Laien gebrauchen den Fachbegriff vorrangig für die gesundheitliche Komplikation, die Ärzte arterielle Hypertonie nennen. Ein hoher Blutdruck führt unter Umständen zu schwerwiegenden Folgen.

Bluthochdruck
arzt misst den blutdruck © Picture-Factory – Fotolia.com

Gründe wenn der Blutdruck plötzlich hoch geht

Zeigt sich der Blutdruck plötzlich hoch, ohne dass organische Ursachen vorliegen, leiden die Patienten am essenziellen (primären) Bluthochdruck. Mehrere Risikofaktoren begünstigen das Entstehen der gesundheitlichen Komplikation.

Ursachen des plötzlichen Blutdruckanstieg

  • ein Mangel an Bewegung,
  • Übergewicht,
  • ein hoher Salzkonsum,
  • eine familiäre Neigung zur Hypertonie,
  • ein hoher Konsum an alkoholischen Getränken,
  • eine niedrige Kalziumzufuhr,
  • das Rauchen
  • sowie ein fortgeschrittenes Alter.

 

Bei Männern tritt die Hypertonie vermehrt ab dem 55. Lebensjahr auf. Die weiblichen Patienten leiden ab 65 Jahren verstärkt an der Erkrankung. Zudem existiert bei Frauen ein Zusammenhang zwischen dem Bluthochdruck und den Wechseljahren. Des Weiteren resultiert der erhöhte Blutdruck aus Stress. Vorwiegend entsteht die primäre Hypertonie bei Betroffenen, die über erhöhte Blutfettwerte verfügen. Eine weitere Ursache stellt die Typ-2-Diabetes dar.

Blutdruck geht plötzlich hoch

Bei gesunden Menschen reguliert sich der Blutdruck selbstständig, bis er sich im Normalbereich befindet. Ist der Blutdruck hoch und bleibt dauerhaft auf diesem Level, sprechen die Mediziner von der Hypertonie. Hierbei liegen die Werte stetig bei über 140/90 Torr. Ab wann eine medizinische Behandlung beginnt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Vorwiegend spielt die individuelle Veranlagung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine maßgebliche Rolle. Erscheint der Blutdruck zu hoch, unterteilen die Ärzte das Phänomen in zwei Grundformen.

Dazu gehören der primäre und der sekundäre Bluthochdruck. Die erste Form kommt häufiger vor und besteht als essenzielle oder benigne Hypertonie. Sie tritt in der Regel ohne eine ursächliche Grunderkrankung auf. Anders verhält es sich, wenn eine Krankheit zur Hypertonie führt. Die Ärzte nennen das Phänomen einen sekundären Bluthochdruck. Stellt sich der Blutdruck hoch dar, liegen beispielsweise eine Schilddrüsenfunktionsstörung oder eine Nierenkrankheit zugrunde.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass die Hypertonie plötzlich auftritt. Hierbei handelt es sich um eine hypertensive Krise. Der Blutdruck steigt innerhalb kurzer Zeit stark an. Eine weitere Sonderform bildet die Präeklampsie. Dieser Bluthochdruck entsteht in der Schwangerschaft.

Wann ist der Blutdruck zu hoch – Die Ursachen der Hypertonie

Beispielsweise erhöht sich mit ihm das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Zu den Ursachen der Hypertonie gehört ein Mangel an Bewegung und falsche Ernährung. Zudem besteht die Möglichkeit, dass es sich um eine vererbte Krankheit handelt.

Warum ist der Blutdruck plötzlich hoch?

Die Hypertonie besteht als gesundheitliche Komplikation, bei der sich der Blutdruck als hoch erweist. Das bedeutet, dass das Blut einen gesteigerten Druck auf die Gefäßwände ausübt. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Schädigung dieser Wände. Vorrangig bei älteren Menschen erhöht sich das Risiko, an hohem Blutdruck zu leiden. Des Weiteren resultiert die Erkrankung aus einer fehlerhaften Ernährung. Verspeisen die Patienten wenig frisches Obst und Gemüse, fehlt ihnen Kalium. Der Mineralstoffmangel führt unter Umständen zu dem erhöhten Blutdruck.

Um die gesundheitsgefährdenden Folgen der Hypertonie zu vermeiden, verschreiben die Mediziner den Betroffenen blutdrucksenkende Medikamente. Zudem hilft den Erkrankten ein bewusster Lebenswandel ebenso wie ein stressfreier Alltag.

 

Was passiert bei der Hypertonie?

Beim Bluthochdruck handelt es sich um eine Gefäßerkrankung. Bei ihr übt das Blut bei jedem Herzschlag einen übermäßigen Druck auf die Gefäße aus. Die Hypertonie entsteht in unterschiedlichen Körpersystemen. Speziell der arterielle Bluthochdruck kommt bei den Betroffenen vor. Ihre Prävalenz blieb in den Industrieländern seit 1980 konstant. Sie liegt bei zehn bis 50 Prozent der gesamten Bevölkerung. Dabei zeigt sich, dass im Alter die Wahrscheinlichkeit, an Hypertonie zu leiden, ansteigt. Die Werte veröffentlichten W. Fink und G. Haidinger in der Publikation „Die Häufigkeit von Gesundheitsstörungen in 10 Jahren Allgemeinpraxis“.

 Wie entsteht der Bluthochdruck?

Der Blutdruck bezeichnet den Druck, der innerhalb der Gefäße existiert. Schlägt das Herz, gelangt das Blut in die Blutgefäße. Dabei übt es von innen Kraft auf die Gefäßwände aus. Die Ärzte unterscheiden zwei Blutdruck-Werte, die sich abhängig von der Herzaktion zeigen. Zieht sich das Herz zusammen, bezeichnen die Mediziner den Prozess als Systole. Hierbei messen die Experten den systolischen Blutdruck. Dieser entsteht, da das Blut zunächst in die Hauptschlagader – die Aorta – gelangt. Dadurch bildet sich eine Druckwelle, die sich an den Gefäßwänden der Arterien fortsetzt. Auf die Weise besteht für den Arzt die Möglichkeit, den Blutdruck beispielsweise im Bereich der Extremitäten zu ermitteln.

Beim diastolischen Blutdruck kommt es zur Dehnung des Herzmuskels, der sich folglich erneut mit Blut füllt. Noch immer erkennen die Mediziner innerhalb der Gefäße einen Druck. Jedoch erweist sich dieser niedriger als der systolische Blutdruck. Beide Varianten unterliegen Schwankungen. Beispielsweise führt eine plötzliche Aufregung zum Anstieg des Gefäßdrucks. Die Veränderung besteht als normale körperliche Reaktion, um sich dem Alltag anzupassen.

Warum ist der Blutdruck hoch?

Spezifische Ursachen für die Hypertonie entdecken die Mediziner in vielen Fällen nicht. Das bedeutet, dass oftmals keine organischen Ursachen vorliegen. Der Fachbegriff für die gesundheitliche Komplikation lautet idiopathische Hypertonie. Bei der sekundären Hypertonie besteht dagegen die Möglichkeit, die Ursachen für den übermäßigen Blutdruck zu benennen.

Warum kommt es zur sekundären Hypertonie?

Zudem präsentiert sich der Blutdruck hoch, wenn eine Grunderkrankung vorliegt. Zu den häufigen Gründen für die Krankheit zählt eine Störung der Nierenfunktion. Zu den Stoffwechselstörungen gehört das Cushing-Syndrom. Eine weitere mögliche Ursache für einen sekundären Bluthochdruck ist das Schlafapnoe-Syndrom. Verschiedene Medikamente führen ebenso zu einem erhöhten Blutdruck. Dazu gehören beispielsweise Rheumamittel und die Anti-Baby-Pille. Um den Blutdruck zu senken, kommt eine Kombination aus Psychotherapie und einer speziellen Medikation infrage.

Zu dem Ergebnis kommt G.L. Stainbrook et al. in der Studie: „Behavioral therapies of hypertension: psychotherapy, biofeedback, and relaxation/meditation“. Ihre Erstveröffentlichung fand im April 1983 statt. In einigen Fällen führt auch eine körperliche Belastung zu einem Anstieg des Blutdrucks. Leiden die Patienten bereits an einer Hypertonie, steigen die Werte schnell in einen gefährlichen Bereich. Speziell beim Krafttraining treten unter Umständen Blutdruckspitzen auf. Dennoch erweist sich die körperliche Betätigung als nützliche Gegenmaßnahme der Erkrankung. Vorwiegend Ausdauersportarten üben einen positiven Effekt aus.

Erhöhter Blutdruck: Gefahr für Organe und Gefäße

Liegen der systolische Wert, der diastolische Wert oder beide Werte dauerhaft über dem Normalzustand, liegt Bluthochdruck vor. Zu Beginn verursacht ein zu hoher Druck minimale Beschwerden. Die Patienten bemerken die Erkrankung nicht, während der Druck in den Gefäßen weiter ansteigt. Dadurch drohen gravierende Folgen. Eine dauerhaft hohe Belastung des Herzens führt möglicherweise zu einer Herzschwäche und zu Verkalkungen der Gefäße. Der Bluthochdruck gilt als eines der größten Risiken für einen Schlaganfall.

Daneben drohen Schäden an den Nieren. Letztere schütten dadurch mehr Hormone aus, der normale Blutdruck steigt weiter an. Ebenfalls gefährdet ist das Sehvermögen durch Beschädigungen an der Netzhaut. Möglich ist zudem ein zu niedriger Blutdruck. Sofern Letzterer nicht durch eine Erkrankung bedingt ist, drohen keine gravierenden Schäden an den Gefäßen oder Organen. Symptome sind Müdigkeit und Schwindelgefühl. Einfache Maßnahmen wie frische Luft, Bewegung oder Wechselduschen bringen Besserung.

Quellen:

Ambrosius WT, et al.: The design and rationale of a multicenter clinical trial comparing two strategies fort control of systolic blood pressure: SPRINT Systolic Blood Pressure Intervention Trial. Clin Trials 2018; 11: 532–46.

Hinweis für die Leser

Diese Inhalte sind zur Information gedacht. Sie sind kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bitte konsultieren Sie dafür immer einen Arzt.

Verantwortliche Autorin: Anna Nilsson, Journalistin und Medizinautorin seit 2001 mitwirkende Autorin, entsprechen ihre Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich auf ärztliche Fachliteratur.