Blutwerte TSH-Wert – zu hohe Werte

Der Blutwert TSH als Bestandteil der Endokrinologie

Der Blutwert TSH  ist der wichtigste Wert bei der Schilddrüsendiagnostik. Die Werte sind bei Autoimmun-Krankheiten von hoher Relevanz für den Endokrinologen. TSH steht für Thyreoidea-stimulierendes Hormon. Das Hormon steuert die körperliche Aufnahme von Iod und beeinflusst das hormonelle Gleichgewicht der Schilddrüse. Die Hormonbildung findet im Hypothalamus statt. Es handelt sich um ein Areal im menschlichen Zwischenhirn. Im Zusammenhang mit anderen Schilddrüsenhormonen regelt TSH das hormonelle Gleichgewicht im Blut und in der Schilddrüse selbst.

blutwerte einzelwert 

 

Als maßgeblich beteiligtes Schilddrüsenhormon schließen Mediziner anhand des Wertes Dysfunktionen aus. Bei vorhandenen Über- oder Unterfunktionen dient der Wert der Kontrolle der Schilddrüsenfunktion. Der TSH-Blutwert stimuliert die Schilddrüse, die körpereigenen Schilddrüsenhormone zu produzieren. Ist der TSH-Wert zu niedrig, erfolgt keine ausreichende Stimulation. Eine Schilddrüsenunterfunktion ist die Folge. Im anderen Fall stimuliert das Hormon die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone zu stark. Patienten erleiden eine Überfunktion des Organes.

Der Zweck der Bestimmung des TSH-Blutwertes

Neben den Dysfunktionen beeinflussen zahlreiche weitere Faktoren und Erkrankungen das TSH-Volumen. Lithium, als Mittel gegen Depressionen, erhöht den Wert binnen kurzer Zeit. Fällt der Wert zu hoch oder zu niedrig aus, überprüft der behandelnde Arzt die weiteren Schilddrüsenhormone. Aus der Gesamtschau des TSH-Wertes mit den beiden weiteren Hormonen ergibt sich eine erste Prognose. Zur Abklärung weiterer Erkrankungen beziehungsweise der Ursache kommen andere Untersuchungen infrage.

 

Normwert und Abweichungen im Überblick

Der Normwert variiert mit dem Labor der Überprüfung. Der ungefähre Blutwert TSH-Normwert liegt zwischen 0,27 und 4,0 Milli-Einheiten pro Liter. Während des Tages schwankt der Spiegel naturgemäß. Am Abend erreicht er sein Maximum. Bei Kindern und Jugendlichen gilt ein höherer Wert als Norm.

Abweichungen resultieren auch aus bestehender Hormon-Ersatztherapie. Patienten mit einer Schilddrüsenunterfunktion erhalten das Ersatzhormon L-Thyroxin. Fällt die Dosis zu hoch aus, stellt die Hypophyse die TSH-Produktion ein und der Wert sinkt. Der behandelnde Arzt passt die Dosis an. Fällt der TSH-Wert niedrig aus bei normalwertigen Schilddrüsenhormonen, weist die Konstellation auf eine beginnende Schilddrüsenerkrankung hin. Bei erhöhten Schilddrüsenhormonen und einem hohen TSH gehen Mediziner von einer Überfunktion aus.

Ein niedriger TSH-Spiegel ohne weitere Auffälligkeiten deutet bei einer Minderheit der Patienten auf einen organisch bedingten Mangel an Schilddrüsen-Steuerungshormonen hin. Weitere Aufklärung bringen weitergehende Untersuchungen. Neben diesen Konstellationen beeinflussen endogene Faktoren den TSH-Wert. Heparin und Morphin-Medikamente senken den Wert. Dopamin und verwandte Substanzen haben den gleichen Effekt.

Andere Antidepressiva erhöhen den Wert. Ein Übermaß an Iod sowie Mangelernährung beeinflusst ihn ebenfalls negativ. Neben dem Wert kommt eine Überprüfung der generellen Stimulations-Fähigkeit des TSH infrage.

 

Grundkonstellationen mangelhafter Blut-TSH-Werte

Die häufigsten Ursachen abnormer Blutwert TSH sind Schilddrüsenunter- und Überfunktionen sowie Autoimmunkrankheiten. Über Umwege reguliert die Ausschüttung von TSH den Grundumsatz der täglichen Energie, die der Körper benötigt. Im Zusammenspiel mit dem Hormon TRH wirkt sich TSH auf das Gewicht, den Stoffwechsel und die körperliche Entwicklung aus. Aus diesem Grund überprüfen Mediziner bei Babys routinemäßig den TSH-Anteil.

Bei Unterfunktionen erfolgt die Substitution mit Schilddrüsenhormonen. Weiterhin kommen Ernährungsumstellungen und das Fördern des Energieumsatzes infrage. Ein erhöhter Anteil an TSH führt ursächlich zu Kropfbildungen. Die ferneren Gründe liegen im Mangel an Iod. Im Zusammenhang mit dem TSH bestimmen Mediziner die Auto-Immunerkrankung Hashimoto. Diese führt zu einer permanenten Entzündung der Schilddrüse. Der TSH-Wert bleibt bei einem geringen Teil der Patienten im Frühstadium im Normbereich.

 

Der Wert und seine Bedeutung für Forscher

Forschern gelang es bis heute nicht, die Ursachen von Unter- und Überfunktionen vollumfänglich zu klären. Der TSH-Wert bildet den Schlüssel für viele Forschungsansätze, die sich im Bereich der Endokrinologie bewegen. Das Wirken verschiedener Spurenelemente auf den Wert steht zur Diskussion.

Der TSH-Wert ist ein grundlegender Wert zum Abklären der Ursachen von Unter- und Überfunktionen der Schilddrüse. In der Endokrinologie und Hirnforschung leistet er für Gesundheitsstudien einen wichtigen Beitrag.

redaktionelle Bearbeitung: Anna Nilsson


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