Der Blutzuckerwert bei Kindern

Wie sieht der Blutzuckerwert bei Kindern aus?

Der Blutzuckerspiegel bei den kleinen Patienten

Im Laufe des Tages verändert sich der Blutzuckerspiegel bei Kindern und Erwachsenen. Nach der Nahrungsaufnahme kommt es zu einem Anstieg des Werts. Dieser pegelt sich selbstständig auf ein normales Niveau ein. Geschieht das nicht, bleibt der Blutzuckerwert dauerhaft erhöht. Die Mediziner sprechen in dem Fall von einer Hyperglykämie. Der Blutzuckerwert bei Kindern spielt eine wesentliche Rolle, um Anzeichen der Erkrankung frühzeitig zu erkennen. Bei einer Blutuntersuchung kontrolliert der Arzt die Werte anhand eines großen Blutbilds.

Fakten zum Blutzuckerwert

Blutzuckerbestimmung – Werte des Blutzuckers Urheber: andreypopov / 123RF

 

Blutzuckerwerte bei Kindern in der Zusammenfassung

Schwanken die Blutzuckerwerte bei Kindern an einem Tag, stellt das einen natürlichen Prozess dar. Nach der Nahrungsaufnahme entstehen Blutzuckerspitzen, bei denen die Werte bei bis zu 140 Milligramm je Deziliter Blut liegen. Reguliert sich der Blutzuckerspiegel eigenständig, profitieren die Sprösslinge von einem gesunden Zuckerhaushalt. Liegen die Werte ober- oder unterhalb des Normbereichs, leiden die jungen Patienten an einer Hyperglykämie oder einer Hypoglykämie. Die Fachbegriffe stehen für den Überzucker und den Unterzucker. Beide Phänomene gehen mit negativen Folgen für die Gesundheit einher.

 

Wie hoch darf der Blutzuckerwert bei Kindern sein?

Welcher Blutzuckerspiegel tritt bei Kindern auf?

Bereits im Kindesalter erhält der Blutzuckerspiegel einen hohen Stellenwert. Er gibt an, wie viel Glukose sich im Blut befindet. Diesen Stoff nimmt der menschliche Organismus über die Nahrung auf. Es handelt es sich um einen Einfachzucker, darum gelangt er durch die Darmwand direkt in den Blutkreislauf. Die Glukose stellt einen wichtigen Energielieferanten für die Nerven- und Körperzellen dar. Die roten Blutkörperchen nehmen den Zusatzstoff direkt auf. Damit er zu seinen anderen Zielgebieten gelangt, transportiert das Hormon Insulin die Glukose.

Leiden die Kinder an einem gestörten Zuckerhaushalt, befindet sich im Blut übermäßig viel Blutzucker. Der Fall tritt beispielsweise bei einer verminderten Menge des Insulins ein. Zeigen sich im kindlichen Organismus Insulin und Somatropin (STH) erhöht, kommt es ebenfalls zu einer Hyperglykämie. Das liegt an dem Umstand, dass das Wachstumshormon die Wirkungsweise des Insulins hemmt. Die Erkenntnis veröffentlichte J. C. Behrends in der Publikation „Physiologie: 93 Tabellen“.

 

Die Relevanz der Blutzuckerwerte bei Kindern

Die Messung des Blutzuckerwerts bei Kindern und erwachsenen Patienten erfolgt in Milligramm je Deziliter Blut. Nach dem Aufstehen verfügen die Sprösslinge über den niedrigsten Blutzuckerspiegel. Er steigt im Laufe des Tages an, sodass nach der Nahrungsaufnahme Blutzuckerspitzen entstehen. Liegt der Blutzuckerwert der Kinder dauerhaft unter 70 Milligramm pro Deziliter Blut, leiden sie an der Hypoglykämie. Hierbei handelt es sich um eine Unterzuckerung. Bei Werten über 160 Milligramm pro Deziliter tritt die Überzuckerung ein.

 

Der Blutzucker übernimmt im Körper der Kinder eine wesentliche Aufgabe. Er stellt die Energieversorgung der Zellen sicher. Befindet sich wenig Insulin im Organismus, erfolgt kein Transport der Glukose in die Zielgebiete. Stattdessen verbleibt sie im Blut, sodass sich der Blutzuckerspiegel erhöht. Leiden die Kinder an Diabetes, resultiert die Hyperglykämie aus dem Insulinmangel. Folgt eine fehlerhafte Medikation, kommt es unter Umständen zu einem Überschuss des Hormons. Das geschieht beispielsweise, wenn sich die Erkrankten zu viel Insulin spritzen. In der Folge entsteht im Körper eine Unterzuckerung.

 

Speziell die Typ-2-Diabetes resultiert aus einer falschen Ernährung und einem Bewegungsmangel. Um der Krankheit vorzubeugen, bewährt es sich für die Eltern, die Blutzuckerwerte der Kinder regelmäßig zu messen. Vorwiegend erfolgt deren Bestimmung:

  • bei der Blutzuckerspiegel-Kontrolle von Diabetikern,
  • bei einem Zustand der Mangel- oder Fehlernährung,
  • bei Neugeborenen,
  • bei einem Enzymmangel
  • sowie bei einer Störung des Stoffwechsels und des Kohlenhydrathaushalts.

 

Speziell im Zuge der Diabetesbehandlung steht ein Blutzuckertagesprofil im Vordergrund. Bei diesem messen die Patienten ihren Blutzuckerspiegel drei- bis sechsmal an einem Tag. Um die Werte bei Kindern zu ermitteln, verwenden die Ärzte eine Blutprobe. Vorwiegend steht das Kapillarblut im Mittelpunkt. Des Weiteren besteht für die Eltern die Möglichkeit, die Konzentration der Glukose im Blut ihrer Sprösslinge zu Hause zu bestimmen. Dafür benutzen sie ein Blutzuckermessgerät. Auf den Teststreifen träufeln sie einen Tropfen Blut. Dieses analysiert die Maschine und zeigt nach fünf bis 30 Sekunden das Ergebnis an.

 

Die Blutzucker Normalwerte bei Kindern

Bei Minderjährigen und erwachsenen Patienten unterscheiden sich die idealen Blutzuckerwerte nicht. Nur Säuglinge verfügen über einen niedrigeren Blutzuckerspiegel. Die durchschnittlichen Werte finden die Patienten in der folgenden Tabelle. In dieser gilt in der ersten Zeile die Maßeinheit „Milligramm pro Deziliter Blut“. In der zweiten Zeile erkennen die Leser die alte Einheit „Millimol pro Liter Blut“.

 

MaßeinheitErwachseneKinderNeugeborene
mg/dl70-11070-11030-40
mmol/l3,9-6,13,9-6,11,7-2,2

 

Liegen die Blutwerte über der Normgrenze, ergibt sich der Verdacht einer Bauchspeicheldrüsen-Erkrankung. In dem Organ findet die Produktion des Insulins statt. Zudem resultieren erhöhte Blutzuckerwerte bei Sprösslingen aus einer Störung des Hormonhaushalts. Diese treten beispielsweise zu Beginn der Pubertät auf. Auch eine ungesunde Ernährung führt auf lange Sicht zu der Hyperglykämie. In früheren Zeiten – den 1970er-Jahren – gingen die Ärzte davon aus, dass sich im Blut gesunder Menschen gar keine Glukose befindet. Das schrieb E. Harnack in seiner Publikation: „Zur Pathogenese und Therapie des Diabetes mellitus“.

 

Treten bei den Kindern niedrige Blutzuckerwerte auf, leiden sie beispielsweise an einer Unterfunktion der Schilddrüse. Des Weiteren führt eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die Pankreatitis, zu der gesundheitlichen Komplikation.

 

Quellen:

Buch. J. C. Behrends – Physiologie: 93 Tabellen

 

 

 

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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