Gefahren bei der Blutentnahme

Blutentnahme für ein Blutbild

Es gibt keinen Menschen, dem nicht ein Mediziner oder seine Assistentin Blut in irgendeiner Form abnahm, sei es durch den Stich am Finger oder Ohr oder mittels Kanüle aus der Vene.

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Üblicherweise erfolgt die Blutentnahme im Bereich der Ellenbeuge. Sind dort keine Venen auffindbar, erfolgt die Blutentnahme auf dem Handrücken. Ein weiterer Problemfall sind brüchige Venen. Diese kommen hauptsächlich bei älteren oder chronisch kranken Menschen vor. Diesen Venen fehlt die Elastizität, wodurch es durch um die Punktionsstelle zu großen Hämatomen kommen kann.

 Ärzte und MTA führen Blutentnahmen durch

Blut spendet eine große Anzahl Menschen beispielsweise beim Roten Kreuz. Blutspenden gehören zu den fremdnützigen Blutentnahmen. Vor der Blutspende klärt eine Mitarbeiterin den Spendenden über die Risiken auf. Bei einer medizinisch indizierten Blutentnahme bedarf es einer solchen Aufklärung nicht (LG Heidelberg, Urteil vom 29.06.2011, Az: 4 O95/08).

Risiken bei der Blutabnahme

Grundsätzlich birgt die korrekte Blutentnahme beim Arzt keine Risiken. Dennoch kann es zu einer Traumatisierung eines Nervs oder zur Anschwellung der Einstichstelle aufgrund einer geplatzten Vene kommen. Eine Blutentnahme gestaltet sich bisweilen unangenehm und mit Schmerzen. Außer dem Entstehen eines Hämatoms geht von einer Blutentnahme in der Regel keine Gefahr aus. Dennoch bleibt ein Risiko: Ist die Nadel nicht steril, kann sich der Einstichbereich infizieren.

Mit dem Punktionssystem Blut entnehmen

Um ein Blutbild anzufertigen, benötigt das Labor Blut aus einer Vene. Im Grunde überstehen die Menschen eine Blutentnahme gefahrlos. Die Farbe der Monowetten, die sich auf den Röhrchen befinden, entsprechen er Euronorm-Codierung. Jede Farbe steht für eine Bestimmung. Je nach Art des Blutbildes wählt der Arzt die Codierung aus.

Möglichkeiten bei der Blutuntersuchung

Die Blutentnahme dient für verschiedene Untersuchungen des Blutes. Dazu gehören das

  1.         kleine Blutbild, das die Blutzellen, Hämatokrit und Hämoglobin bestimmt,
  2.         Differenzialblutbild identifiziert die Unterarten der weißen Blutkörperchen,
  3.         große Blutbild, das aus dem kleinen und dem Differenzialblutbild besteht,
  4.         die Blutsenkung,
  5.         Blutgruppenbestimmung,
  6.         Blutkultur und
  7.         die Bestimmung weiterer Bestandteile des Blutes.

Im Labor findet die Untersuchung des Blutes statt. Aufgrund der angeforderten Werte des Arztes erfolgt die Untersuchung.

Das Blutbild bestätigt und zerschlägt den Verdacht

Die Blutentnahme für ein Blutbild erfolgt bei den Vorsorgeuntersuchungen. Eine Blutuntersuchung kommt ebenfalls zum Zuge, wenn der Arzt einen Verdacht auf eine bestimmte Krankheit hat. Infektionen und Entzündungen sowie Diabetes mellitus und ein hoher Cholesterinspiegel lassen sich durch ein Blutbild erkennen. Des Weiteren unterstützt ein Blutbild den Arzt bei seiner Vermutung, ob eine Leber- oder Schilddrüsenerkrankung vorliegt. Dazu liefert das Blutbild die entscheidenden Leber- und Schilddrüsenwerte. Eine Blutentnahme für die Erstellung eines Blutbildes hilft dem Mediziner bei seiner Diagnose und der darauffolgenden Therapie.

Die 5 Fragen zum Blutbild

 

 redaktionelle Bearbeitung: Anna Nilsson

Autorenprofil

Gesundheitsredaktion

Anna Nilsson, Journalistin, und Medizinredakteurin seit 2001, medizinische Angestellte. verfasst medizinjournalistische Artikel unter anderem im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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