Der Nachweis von Borreliose: Borrelien im Blut?

Borreliose im Blutbild nachweisen

Ein Zeckenstich ist nicht einfach nur unangenehm, er kann auch gefährliche Folgen haben. Denn die winzigen Zecken geben beim Blutsaugen ihren Speichel in die Wunde – ideal für Krankheitserreger. So können einige tückische Erkrankungen übertragen werden. Dazu gehört auch die Borreliose, deren Nachweis selbst erfahrene Ärzte vor eine Herausforderung stellt. Helfen kann dann eine Blutuntersuchung, die unter anderem Hinweise auf die Borrelien im Blut gibt.

Borreliose im Blutbild

Zecken Suche nach Einstich | © Jean Kobben – Fotolia.com

Der Verdacht auf Borreliose

Wie schnell der Arzt eine Borreliose hinter den Beschwerden des Patienten vermutet und sich auf die Suche nach Borrelien im Blut macht, hängt vor allem von deren Stärke und dem Stadium der Erkrankung ab. In vielen Fällen sind die Symptome nicht eindeutig zuzuordnen – sie könnten unter anderem auch für eine Sommergrippe sprechen. Nur wenn der Betroffene von einem Zeckenstich und/oder einer Rötung an der Wunde und im umliegenden Hautareal berichtet, fällt der Verdacht meist schnell auf Borreliose. Um beim Nachweis ganz sicher zu gehen und keine Spätfolgen zu riskieren, wird der Arzt eine Blutuntersuchung anordnen.

 

 

Borreliose – was ist das eigentlich?

Die Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die Zecken auf den Menschen übertragen. In unseren Breitengraden ist die am meisten verbreitete Art der Erkrankung die sogenannte Lyme-Borreliose. Sie äußert sich beispielsweise durch

o   charakteristische Rötung an der Stelle des Zeckenstichs,

o   Kopfschmerzen,

o   Gliederschmerzen,

o   Fieber,

o   Verdauungsstörungen,

o   Müdigkeit,

o   starke Gelenkschmerzen

und kann unbehandelt langfristige, extrem belastende Folgen für den Betroffenen haben. Dazu können zum Beispiel chronische Entzündungen des Gehirns, des Rückenmarks oder auch der Gelenke gehören.

Im Gegensatz zu FSME kann man der Borreliose nicht durch eine Impfung vorbeugen. Hier helfen lediglich entsprechende Kleidung, Mittel gegen Zecken und regelmäßige Kontrolle der Haut, um eine Ansteckung zu verhindern.

weiterführend zu vorbeugenden Mitteln & Sprays:

www.antibrumm.com/produkte/anti-brumm-zecken-stopp/

 

Lassen sich Borrelien im Blut nachweisen?

Der einfachste Weg den Borrelien im Blut auf die Spur zu kommen, ist die Untersuchung des Blutes selbst. Dabei prüfen die Experten das Blut des Patienten auf Spuren der Bakterien, vor allem aber auf die entsprechenden Antikörper, die der Körper gegen die Borrelien bildet. Sie gehören zu den Immunglobulin-Gruppen IgM und IgG. Die IgM-Werte weisen meist auf eine akute oder noch nicht weit zurückliegende Infektion hin, während sich die IgG-Werte vor allem bei alten Erkrankungen oder einer Chronifizierung zeigen. Liegen die Immunglobuline in ausreichender Höhe vor, kann das der Nachweis der Borreliose sein.

Doch Vorsicht: Menschen, die – zum Beispiel aus beruflichen Gründen – sehr viel Zeit in der freien Natur verbringen, weisen oftmals bereits Antikörper gegen die Borrelien im Blut auf, ohne eigentlich an Borreliose erkrankt zu sein. Daneben kann auch eine in der Vergangenheit überstandene Ansteckung das Ergebnis verfälschen.

 

Die Blutuntersuchung allein kann eine akute Borreliose daher nicht zweifelsfrei entlarven. Nur in Verbindung mit einem bekannten Zeckenstich und dem Auftreten der entsprechenden Symptome legt sie eine Diagnose nahe. Weitere Hinweise können Überprüfungen des Gehirnwassers oder der Gelenkflüssigkeit schmerzender Gelenke liefern.

Ist dem Arzt der Nachweis der Borreliose gelungen, kann er eine passende Behandlung einleiten: Der Patient muss nun über mehrere Wochen hinweg Antibiotika einnehmen, um alle Bakterien im Körper zuverlässig abzutöten. In den allermeisten Fällen kann das die Beschwerden schnell lindern und eine Ausbildung ernster Spätfolgen verhindern.

weiterführend:

www.zeckenstich.net/borreliose-symptome.html

 


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