Warum entstehen erhöhte und niedrige Blutwerte bei Salmonellen Infektionen?

Leiden Sie unter einer Salmonellenvergiftung – der Salmonellose – befinden sich Salmonellen genannte Krankheitserreger in Ihrem Organismus. Die Bakterien gelangen über Nahrungsmittel wie rohes Fleisch oder Ei in den Körper. Abhängig von Ihrem gesundheitlichen Zustand und der Salmonellenart verläuft die Vergiftung mit leichten oder schweren Symptomen. In jedem Fall deuten niedrige und erhöhte Blutwerte auf Salmonellen hin.

 

Blutwerte bei Salmonellen
Blutwerte bei Salmonellen

Wodurch unterscheiden sich die Salmonellenvergiftungen?

Häufig tritt die Salmonellose in Form einer Darmentzündung auf. Handelt es sich um eine typhöse Erkrankung, befallen die Erreger den gesamten Organismus. Die Ärzte sprechen von einer systemischen Salmonellenvergiftung. Im ersten Fall weisen erhöhte Blutwerte der Leukozyten auf Salmonellen hin. Steigt die Anzahl der weißen Blutzellen über die Normgrenze, diagnostiziert Ihr Hausarzt eine Leukozytose. Sie resultiert aus der Salmonellen-Gastroenteritis.

Bei dieser Krankheit steigt zudem die Konzentration des CRP, des C-reaktiven Proteins. In der Leber gebildet, gehört es zu den Akute-Phase-Proteinen. In einem Liter Blut verfügen erwachsene Patienten über zehn Milligramm des Eiweißes. Erhöht sich dieser Wert, leiden Betroffene unter einem Entzündungsprozess im Körper.

Welche niedrigen Blutwerte bei Salmonellen treten auf?

Um die Erreger im Körper nachzuweisen, führen die Ärzte einen Widal-Test durch. Sie suchen nach spezifischen Antikörpern gegen die Salmonellen. Leiden Sie unter einer Typhus- oder Paratyphus-Salmonellose, gelingt der direkte Erregernachweis im Blut. Bei einer Salmonellenvergiftung ohne typhusähnliche Symptome kommt es zu einer Leukopenie. Hierbei sinkt die Anzahl der weißen Blutzellen unter den Normwert. Bei Erwachsenen liegt er zwischen 4.000 und 11.300 Leukozyten in einem Mikroliter Blut.

Neben diesen niedrigen Blutwerten bei Salmonellen achten die Ärzte auf die eosinophilen Zellen, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen. Bei einer Salmonellose existieren diese nicht im Organismus. In der Fachsprache nennt sich das Phänomen Aneosinophilie. Einen weiteren Hinweis auf die gesundheitliche Komplikation gibt eine Linksverschiebung der Leukozyten. Zahlreiche unreife Blutzellen gelangen ins Serum.

Welche Antikörper weisen auf eine Salmonellenvergiftung hin?

Bei Salmonellen handelt es sich um stabförmige Bakterien, die in zahlreichen Lebensmitteln vorkommen. Weltweit existieren 2.400 Salmonellenarten. Erkranken Menschen an einer Infektion, resultiert diese häufig aus kontaminierten Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs. Dazu zählen beispielsweise:
• Eierspeisen,
• Milchprodukte,
• Geflügel,
• Fleischprodukte.

In den 1960er-Jahren befanden sich Salmonellen zudem in importiertem Fischmehl [Quelle: Jacobs, J. et al.: Studies on the Incidence of Salmonella in imported Fish Meal (Oktober 1963); URL: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1439-0450.1963.tb00212.x/full (letzter Zugriff: 13.02.2018)].

Um eine Ansteckung mit Salmonellen nachzuweisen, sucht Ihr Hausarzt im Rahmen einer Blutuntersuchung nach entsprechenden Antikörpern. Zu ihnen gehören die O-Agglutinine. Sie befinden sich bei einer akuten Salmonellose im Blut. In der zweiten Krankheitswoche deuten die erhöhten Blutwerte auf Salmonellen hin. Nach der Behandlung fallen sie innerhalb kurzer Zeit wieder ab.

Des Weiteren existieren die H-Antigene. Bei einer akuten oder zurückliegenden Salmonellose kommt es bei ihnen zu einem positiven Testergebnis. Diese Polypeptide der Flagellen heißen in der Medizin Geißelantigen. Zu den besonderen Eigenschaften gehört ihre Hitzestabilität.

Vorbeugende Maßnehmen, um eine Salmonellose zu verhindern

Damit keine Salmonellen-Erreger in den Körper gelangen, hilft eine konsequente Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. Das betrifft vorrangig Lebensmittel, in denen sich die Bakterien befinden können. Fleisch und Eierspeisen lagern gesundheitsbewusste Menschen getrennt von anderer Nahrung. Die Lagertemperatur liegt unter zehn Grad Celsius, um eine Vermehrung der Keime zu unterbinden.

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Zudem erfolgt die Speisenzubereitung separat, damit die Salmonellen nicht auf Rohkost oder andere Speisen gelangen. Leiden Sie bereits an einer Leukopenie, erhalten die Maßnahmen besondere Priorität. Die niedrige Konzentration an weißen Blutzellen ruft neben allgemeinen Krankheitssymptomen eine höhere Anfälligkeit gegenüber Infektionen hervor. Betroffene achten darauf, dass Auftauwasser von Fleisch und Fisch nicht mit anderen Lebensmitteln in Berührung kommt.

Tipp: Speisezubereitung hilft gegen eine Salmonelleninfektion

Weisen erhöhte oder niedrige Blutwerte auf Salmonellen hin, leiden Sie bereits an der Erkrankung und benötigen medizinische Hilfe. Um einen erneuten Befall zu vermeiden, sollten Sie auf die richtige Nahrungszubereitung achten. Fleisch, Fisch und Geflügel gehören durchgebraten, um enthaltene Salmonellen abzutöten. Lagern Sie Hackfleisch nicht länger als einen Tag und waschen sowie desinfizieren Sie Ihre Hände regelmäßig.

 

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