Kleines Blutbild – Wissen und Werte

Das kleine Blutbild ist die häufigste Blutuntersuchung auf gesundheitliche Faktoren beim Menschen. Ein kleines Blutbild setzt sich aus den Werten zu den Blutzellen (Erythrozyten, Thromozyten und Leukozyten), dem Hämoglobin und dem Hämotokrit zusammen, wobei der Hämatokrit-Wert wiedergibt, wie sich der Anteil der Blutzellen zum gesamten Blut verhält und der Hämoglobin-Wert den Blutfarbstoff darstellt.

Großes Blutbild

Kleines Blutbild – ein Indikator für Krankheiten?

Ein kleines Blutbild gibt Aufschluss über die Zellen und deren Bestandteile im Blut. Bei einer ärztlichen Untersuchung kann, zu gegebenen Anlass, ein Blutbild sehr nützlich sein, um bestimmte Symptome einer Krankheit zuordnen zu können. Hierbei gibt es für den Patienten die Möglichkeit ein kleines Blutbild erstellen zu lassen. Ein kleines Blutbild kann bereits durch wenige Milliliter Blut ermittelt werden. Ein kleines Blutbild kann bei Verdachtsfällen auf Infektionen, Mangelsymptomen oder vor operativen Eingriffen sehr hilfreich sein.

 

kleines Blutbild –  Bedeutung der Blutwerte

Ein kleines Blutbild gibt unter anderen den Hämotokrit-Wert wieder, der aufzeigt, welches Verhältnis im Blut zwischen flüssigen und festen Bestandteilen besteht. Ist dieser Wert zu hoch, so bedeutet dies, dass das Blut sehr dickflüssig ist und nur langsam durch den Körper fließen kann. Dadurch bilden sich in der Folge schneller Blutgerinnsel. Der Hämotokrit-Wert wird in Prozent gemessen und der Wert beläuft sich im Normalfall auf 40 – 50 %.

Das Hämoglobin hat die Aufgabe, Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut zu binden. Weist ein kleines Blutbild einen erhöhten Hämoglobin-Wert auf, so kann dies womöglich auf einen Gehirntumor oder auf einen Schlaganfall zurückzuführen sein. Ist der Hämoglobin-Wert hingegen zu gering, so deutet dies auf eine Anämie, wie zum Beispiel eine Eisenmangelanämie, eine Nierenerkrankung oder eine Magen-Darm-Erkrankung hin.

Ein kleines Blutbild gibt auch Auskunft über die Erythrozyten und Retikulozyten (einer Vorstufe der Erythrozyten). Die roten Blutkörperchen, die sogenannten Erythrozyten, werden in ihrem Volumen im Blut gemessen und ein Volumen von 4 – 6 Millionen Erythrozyten pro mm³ entspricht dem Richtwert. Zeigt ein kleines Blutbild zum Beispiel eine zu niedrige Anzahl an Erythrozyten, so kann dies auf eine Anämie – eine Blutarmut – hinweisen.

Eine Anämie entsteht bei einem Eisenmangel, einem Vitamin B12 Mangel oder einer zu geringen Aufnahme von Folsäure. Diese Stoffe sind maßgeblich dafür verantwortlich, das Blut zu bilden. Bei Frauen treten insbesondere häufig Eisenmangelsymptome auf, die dann aufgrund eines zu geringen Erythrozyten-Wertes belegbar sind. Doch auch Operationen, mit einem einhergehenden hohen Blutverlust, erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Blutarmut. Die Folge einer solchen Blutarmut ist, dass das Blut weniger mit Sauerstoff versorgt werden kann.
Ist der Erythrozyten-Wert jedoch erhöht, so weist dies auf einen Sauerstoffmangel des Körpers hin. Ein solcher kann auf Lungen- und Herzkrankheiten hindeuten.

Die Blutplättchen, die sogenannten Thrombozyten, sind für die Blutgerinnung von Bedeutung. Ein kleines Blutbild zeigt häufig nach akuten Infektionen, Operationen mit einem hohen Blutverlust und Krebserkrankungen eine zu hohe Anzahl an Thrombozyten. Einer verminderten Anzahl an Thrombozyten liegt meist ein Eisen-, Folsäure- oder Vitamin B12 Mangel zugrunde. Dies führt dazu, dass das Blut schlechter gerinnen kann und Wunden langsamer verheilen. Der Normalwert der Thrombozyten im Blut beläuft sich auf 150.000 – 400.000 pro mm³.

Die weißen Blutkörperchen, die Leukozyten, sind für das Immunsystem entscheidend. Wenn ein kleines Blutbild eine erhöhte Leukozytenanzahl aufweist, kann dies auf eine Infektion – hervorgerufen durch Bakterien oder Parasiten – hindeuten. Doch auch Allergien, Vergiftungen oder Leukämie können die Ursache für eine zu hohe Leukozytenanzahl im Blut sein.

 

Der rote Lebenssaft durchströmt den menschlichen Körper täglich mit Geschwindigkeiten von bis zu einem Meter pro Sekunde. Er ist maßgeblich für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich und er enthält eine Fülle an Informationen, ohne welche das Leben des Menschen nicht möglich wäre.

Je nach Körpergewicht besitzt jeder Mensch etwa 5 – 6 Liter Blut, welches permanent durch die Venen und Arterien seines Körpers fließt.