Bedeutung der Triglyceride-Werte

Die Triglyceride (Neutralfette) zählen zur Gruppe der Nahrungsfette. Im menschlichen Körper fungieren sie als Energiereserve. Bis zu ihrem Gebrauch speichert der Organismus sie im Fettgewebe.

Die Bedeutung der Triglyceride-Werte hängt von ihrer Konzentration ab. Bei erhöhten Werten sprechen die Ärzte von der Hypertriglyceridämie.

Diese setzt bei verschiedenen Erkrankungen ein. Ebenso steigen die Blutwerte bei einem ungesunden Lebensstil oder Fettleibigkeit. Niedrige Triglyceride treten bei einer Mangelernährung auf.

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Fünf wichtige Fakten über die Bedeutung der Triglyceride-Werte

  1. Triglyceride zählen wie das Cholesterin zu den Nahrungsfetten.
  2. Sie entstammen der Nahrung und bleiben im Körper als Energiereserve gespeichert.
  3. Im Serum sollte die Konzentration der Triglyceride bei erwachsenen Patienten maximal bei 160 Milligramm je Deziliter liegen.
  4. Menschen mit Diabetes oder einer koronaren Herzkrankheit sollten Werte im unteren Normbereich anstreben.
  5. Überhöhte Triglyceride können zur Senkung des HDL-Cholesterins führen.

Triglyceride-Werte: Bedeutung und Aussagekraft

Welche Bedeutung Triglyceride-Werten zukommt, hängt von ihrer Menge ab. Ebenso wie das Cholesterin zählen die Triglyceride zu den Nahrungsfetten. Im Darm entnimmt der Organismus sie aus den Speiseresten. Anschließend speichert er sie im Fettgewebe. Im Bedarfsfall setzt er sie frei und verwertet sie.

Zusätzlich zeigt sich der menschliche Körper in der Lage, diese Nahrungsfette eigenständig zu produzieren. Vorwiegend geschieht das in der Leber sowie im Fettgewebe. Die Triglyceride bestehen aus einem Glycerin-Molekül, kombiniert mit drei Fettsäuren. Beim Abbau der Nahrungsfette spalten die Enzyme (Lipasen) sie in ihre Bestandteile.

Das Glycerin geben sie ins Blut ab. Die Fettsäuren führt der Organismus einem weiteren Abbauzyklus zu.

Wann sind die Triglyceride zu hoch oder zu niedrig?

Die medizinische Bedeutung der Triglyceride-Werte spielt eine wichtige Rolle. Um die Blutfette zu bestimmen, entnehmen Ihnen die Ärzte eine Blutprobe. Um unbeeinflusste Werte zu erhalten, nehmen Sie acht bis zwölf Stunden vor der Entnahme keine Speisen oder alkoholischen Getränke zu sich.

Sobald Ihre Blutwerte über dem Normbereich liegen, sprechen die Mediziner von einer Hypertriglyceridämie. Bei niedrigen Triglyceride-Werten liegt die Konzentration des Blutfetts unterhalb der Normgrenze. Die Normwerte zeigt Ihnen die folgende Tabelle:

Triglyceride Normwerte

Geschlecht

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Triglyceride in Milligramm je Deziliter

Triglyceride in Mikromol je Liter

Männer

unter 160

unter 1,8

Frauen

unter 160

unter 1,8

 

Welche Ursachen führen zu hohen oder niedrigen Triglyceride-Werten?

Ein niedriger Triglycerid-Wert tritt in Wohlstandsnationen selten auf. Er dient als Indikator für eine Mangelernährung. Zu seinen Ursachen zählen:

  • eine Überfunktion der Schilddrüse,
  • eine gestörte Aufnahme von Fetten im Darm,
  • eine hohe Dosierung von Medikamenten, die den Triglyceridspiegel senken.

Ursachen veränderter Triglycerid-Blutwerte?

Übersteigt der Triglycerid-Blutwert eine Konzentration von 200 Milligramm je Deziliter, leiden die Patienten unter einer Hypertriglyceridämie. Diese entsteht beispielsweise durch eine Fettstoffwechselstörung. Weitere Gründe für einen Anstieg der Triglyceride bestehen in:

  • einem ungesunden Lebensstil (Bewegungsmangel, fett- und zuckerreiche Ernährung, Alkoholmissbrauch),
  • chronischen Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Gicht oder Morbus Cushing),
  • Adipositas (Fettleibigkeit),
  • einer chronischen Funktionsstörung der Nieren,
  • einer Schwangerschaft,
  • der Einnahme von speziellen Arzneien (Betablocker oder Kortikosteroide).

Symptome veränderter Triglycerid-Blutwerte

Einen Anstieg oder das Absinken der Triglycerid-Werte bemerken die Patienten nicht. Jedoch führen die Folgeerscheinungen zu charakteristischen Symptomen. Leiden Sie unter einer niedrigen Triglycerid-Konzentration, folgt oft ein starker Gewichtsverlust.

Er resultiert beispielsweise aus dem Malabsorptionssyndrom. Nimmt der Organismus wenig Nahrungsfette auf, fehlen ihm die Energiereserven. In der Folge kommt es zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit und einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Infektionen.

Beim Anstieg dieser Blutfette kommt es auf Dauer zu einer vermehrten Kalkablagerung in den Gefäßen. Gleichzeitig leiden die Betroffenen oft unter einem hohen Gewicht. Typische Begleiterscheinungen bestehen in Kurzatmigkeit, Schwierigkeiten beim Bewegen sowie einem erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen.

Welche Komplikationen ergeben sich aus niedrigen und hohen Triglyceriden?

Stellen niedrige Triglycerid-Werte eine Gefahr dar?

Ärzte messen einer niedrigen Triglycerid-Konzentration im Blut keine medizinische Bedeutung bei.

Welche Folgen drohen bei hohen Triglycerid-Werten?

Ein hoher Triglycerid-Wert im Blut verweist auf ein erhöhtes Risiko für die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Diese begünstigt Schlaganfälle, Herzinfarkte und weitere koronare Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zudem steigt bei hohen Blutfettwerten das Risiko, eine Insulinresistenz zu entwickeln. Hierbei reagiert Ihr Körper kaum oder gar nicht auf das blutzuckersenkende Hormon Insulin.

Um einzelne Triglyceride zu bestimmen, kommt die Hochtemperatur-Gaschromatographie zum Einsatz (K. Kemper et al.: Characterization of triglyceride patterns in vegetable and animal fats as well as in human and animal sera by HPLC after preseparation with AgNO3-impregnated silicagel minicolumns (1988).

Stark überhöhte Triglycerid-Werte führen zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse, der Pankreatitis.

Tipps um die Triglyceride im Blut zu normalisieren

Die medizinische Bedeutung der Werte der Triglyceride nimmt Einfluss auf die Therapie eines Anstiegs. Um überhöhte Blutfette zu normalisieren, stellen Sie Ihren Lebensstil um. Dafür achten Sie auf ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung.

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