Sehr Dunkles Blut – was bedeutet das?

Mein Blut ist sehr dunkel – Ursachen und Hintergründe

Der Blutfarbstoff Hämoglobin in den Erythrozyten sorgt für die rote Farbe des menschlichen Blutes. Wie es beispielsweise während einer Blutabnahme auffällt, ist es in verschiedenen Farb-Abstufungen vorhanden. Das Blut ist sehr dunkel und dick oder hellrot und flüssig. Abhängig von dem Sauerstoff-Gehalt des Blutes ändert sich die Farbe.

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Warum Blut manchmal dunkel ist

Davon, dass das Blut eine kräftig rote oder auch hellrote Färbung besitzt, gehen viele Menschen aus. Dunkles Blut sorgt hin und wieder für Beunruhigung. Allerdings ist es normal, dass Blut mit einem geringeren Sauerstoff-Gehalt dunkel ist, während sich das Blut mit einem hohen Oxygenium-Gehalt heller zeigt.

Welche Farbe das Blut besitzt, das während einer Blut-Untersuchung oder bei einer Verletzung sichtbar ist, hängt davon ab, an welcher Stelle es sich im Körper und Blutkreislauf gerade befindet. Das helle, sauerstoffreiche Blut stammt aus den Venen. Das dunklere, sauerstoffarme fließt durch die Arterien. Auffallend dunkles, fast schwarzes Blut deutet darauf hin, dass Betroffene ihrem Körper nicht ausreichend Flüssigkeit zuführen. Das Blut ist sehr dunkel, wenn ein Sauerstoff-Mangel vorliegt.

 

Blut besitzt unterschiedliche Färbung

Die Tatsache, dass das Blut des menschlichen Körpers in diversen Farbtönen vorhanden ist, hängt mit seiner Funktion, die O2-Versorgung der einzelnen Organe sicherzustellen, zusammen. Das Blut fungiert als Transportmittel des durch die Atmung aufgenommenen Sauerstoffs von der Lunge zu den verschiedenen Zellen des Körpers. Außerdem transportiert es das ebenfalls durch die Atmung entstehende Kohlenstoffdioxid zu den Lungen zurück, damit sie dieses über die Atemwege wieder ausscheiden.

Für den Atem-Stoffwechsel spielt auch die Farbe des Blutes vor allem der roten Blutkörperchen eine Rolle. Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin ist ein Eiweiß, das die Funktion besitzt, Sauerstoff zu binden.

280 Millionen Hämoglobin-Moleküle befinden sich in jedem roten Blutkörperchen. Gelangt beim Einatmen sauerstoffhaltige Luft in die Lungen, binden diese den Sauerstoff und transportieren ihn durch die Venen in die Zellen, die ihn benötigen. Dabei erscheint das Blut hellrot. Jedes Hämoglobin-Molekül ist in der Lage, vier Sauerstoff-Atome zu binden. Es teilt sich in jeweils vier Einheiten auf, die jede ein zweifach positiv geladenes Eisenatom enthalten. Dieses sorgt für die anziehende Wirkung auf den Sauerstoff.

In den Zellen, die den Sauerstoff für ihre Versorgung benötigen, entsteht ein saures Klima. Die Säuren sorgen ebenso wie Kohlenstoffdioxid dafür, dass die Anziehungskraft der roten Blutkörperchen sinkt. So gibt das Blut den Sauerstoff an die Zellen ab. Zurück bleibt das Endprodukt des oxidativen Kohlenstoffwechsels: Kohlenstoffdioxid. Es lässt das Blut dunkelrot erscheinen. Durch die Arterien bringt das Blut das CO2 zurück zur Lunge, wo es sich ausatmen lässt. Daher ist Blut, das sich in den Venen befindet, in der Regel hellrot, während das aus den Arterien dunkelrot erscheint.

 

Sauerstoffarmes Blut ist sehr dunkel

Das Blut ist sehr dunkel, wenn besonders wenig Sauerstoff vorhanden ist. Dies stellt ein Anzeichen für einen Sauerstoff-Mangel dar. Ist das Blut fast schwarz und dazu sehr dickflüssig, liegt dies häufig daran, dass Betroffene zu wenig trinken. Im Großteil der Fälle ist dunkelrotes Blut kein Grund zur Besorgnis.

 


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