Schwindelkeit und Übelkeit nach Blutabnahme

Schwindelig nach Blutabnahme

Warum verspüren Patienten Übelkeit nach der Blutabnahme?

Eine Vielzahl von Patienten fühlt sich schwindelig nach der Blutabnahme. Um unverfälschte Blutwerte zu erhalten, kommen die Betroffenen nüchtern zu ihrem Arzttermin. Dieser findet in der Regel morgens statt, da äußere Reize die Behandelten noch nicht beeinflussten. Abhängig von der Untersuchung entnimmt der Mediziner eine oder mehrere Ampullen Blut. Durch die Entfernung der lebenswichtigen Körperflüssigkeit verspüren die Betroffenen unter Umständen ein flaues Gefühl im Magen.

Übelkeit Blutabnahme

schwindelig nach Blutabnahme Urheber: artono9 / 123RF.com

 

In manchen Fällen folgen der Entnahme Schwindel und Übelkeit. Jedoch bildet der Körper das Blut zeitnah nach, sodass das Missempfinden innerhalb weniger Stunden vergeht. Nicht zuletzt liegt das Schwindelgefühl an einem überlasteten Kreislauf, der aus dem nüchternen Zustand des Organismus resultiert. Eine anschließende Nahrungsaufnahme hilft, den Schwindel, komplikationslos, zu überwinden.

 

Wie reagiert der Körper auf die Blutabnahme?

Die Zusammenfassung: Übelkeit nach der Blutabnahme

Bei einem allgemeinen Gesundheitscheck spielt die Blutuntersuchung eine wesentliche Rolle. Die Ärzte erstellen auf die Weise ein großes und ein kleines Blutbild. Sie erkennen anhand der Werte die durchschnittliche Menge an roten und weißen Blutkörperchen sowie der Blutplättchen. Die Entnahme der Körperflüssigkeit erfolgt in der Regel morgens, wobei die Patienten nüchtern erscheinen. Aufgrund des Nahrungsmangels verspüren sie in manchen Fällen Übelkeit nach der Blutabnahme.

Das Missempfinden zeigt sich in Form eines Schwindelgefühls, einem flauen Magen oder einem geschwächten Kreislauf. Abhilfe schafft die Einnahme von Traubenzucker. Die enthaltene Dextrose verleiht den Patienten neue Energie, sodass sie die Übelkeit ohne Schwierigkeiten überstehen.

 

Die Blutabnahme beeinträchtigt den Kreislauf

Fühlen sich die Betroffenen schwindelig nach der Blutabnahme, handelt es sich um eine normale Reaktion des Körpers. Der nüchterne Zustand der Patienten bedingt eine schwächere Konstitution. Aus dem Grund bemerken sie das Fehlen einer geringen Blutmenge anhand deutlicher Symptome. Neben der Übelkeit nach der Blutabnahme klagen die Leidenden beispielsweise über:

  • ein flaues Gefühl im Magen,
  • Kopfschmerzen,
  • Schwindel
  • sowie eine körperliche Schwäche.

 

Was geschieht bei einer Blutabnahme?

Eine Blutabnahme führen die Mediziner aus verschiedenen Gründen durch. Sie testen die lebenswichtige Körperflüssigkeit beispielsweise auf Erreger oder kontrollieren die Blutwerte. Speziell bei chronischen Erkrankungen spielt die Blutuntersuchung eine wesentliche Rolle. Zu den anhaltenden Krankheiten gehört als Beispiel die Fehlfunktion der Schilddrüse. Vorwiegend im Alter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Schilddrüsenanomalie.

Vor dem Einstechen der Nadel bringt der Arzt seine Patienten in eine liegende oder sitzende Position. Speziell Menschen, die über einen schwachen Kreislauf verfügen, profitieren von der liegenden Haltung. Dadurch reduziert sich die Übelkeit nach der Blutabnahme. Den Arm strecken die Behandelten gerade aus. Oftmals stellen die Mediziner ein Kissen bereit, um eine angenehme Positionierung der Gliedmaße zu gewährleisten. Im Regelfall erhält die Wahl des Arms keine Bedeutung.

 

Um das Hervortreten der Venen zu erleichtern, führen die Betroffenen pumpende Bewegungen mit der jeweiligen Hand durch. Die daraus resultierende Muskelaktivität sorgt für eine Steigerung der venösen Aktivität. Zusätzlich hilft es, die Arme vor der Blutentnahme zu reiben, um Wärme zu erzeugen. Auch dadurch profitieren die Patienten von einem verbesserten Blutfluss. Der Einstich erfolgt im Normalfall in der Armbeuge. Obgleich die Venen im Handgelenk dichter unter der Haut liegen, stellt die Beuge die bessere Wahl dar. Der Bereich erweist sich als schmerzunempfindlicher als Handgelenk und Handrücken. Das bestätigt der Arzt Markus Stücker in einem Interview.

Der Experte erweist sich als leitender Arzt am Venenzentrum der Ruhr-Universität Bochum. Die Schmerzrezeptoren befinden sich auf der Oberfläche der Haut. Demnach besteht der Einstich der Nadel als schmerzvollster Part des Blutabnehmens. Für ängstliche Patienten lohnt es sich, den Blickkontakt mit dem Instrument zu vermeiden. In manchen Fällen verursacht die Angst vor und nach der Blutabnahme die Übelkeit. Zieht der Arzt die Nadel aus dem Arm, drücken die Behandelten mit einem Tupfer auf die Wunde. Durch den festen Druck verschließen sie die Punktion und beugen einem Bluterguss vor.

 

Was passiert nach dem Blutabnehmen?

Fühlen sich die Betroffenen schwindelig nach der Blutabnahme, bleiben sie mehrere Minuten liegen. In der Zeit stabilisiert sich der Kreislauf, das Schwindelgefühl klingt ab. Um der Übelkeit nach der Blutabnahme vorzubeugen, lohnt es sich, einen Snack zum Untersuchungstermin mitzubringen. Nach dem Blutabnehmen konsumieren die Patienten beispielsweise ein Stück Traubenzucker. Dadurch gelangt die Dextrose ins Blut und verleiht dem Organismus ausreichend Energie.

Zusätzlich dämmt die Nahrungsaufnahme das Hungergefühl ein. Ist den behandelten Personen schwindelig nach der Blutabnahme, liegt das unter Umständen an einer Unterzuckerung. Speziell Patienten, die morgens reichlich frühstücken, bemerken das Fehlen der Mahlzeit in Form von körperlichem Unwohlsein. Des Weiteren bewährt es sich, nach der Behandlung Flüssigkeit einzunehmen. Erhält der Organismus ausreichend Wasser, klingt die Übelkeit nach der Blutabnahme innerhalb kurzer Zeit ab.

 

Ist allen Patienten schwindelig nach der Blutabnahme?

Für die Vielzahl der Betroffenen erweist sich das Blutabnehmen als stressiger Prozess. Verspüren die Patienten Furcht vor dem Einstich, stellt die Maßnahme eine psychische Belastung dar. Hierbei sammelt sich im Körper Adrenalin an. Baut der Organismus dieses nach der Behandlung ab, fühlen sich die betreffenden Personen schwindelig nach der Blutabnahme. Führt der Mediziner bei den Betroffenen regelmäßig eine Blutuntersuchung durch, gewöhnen sich diese an den Prozess. Die Möglichkeit, dass sich an der Einstichstelle blaue Flecken bilden, bleibt bestehen.

Obgleich der Bluterguss unter Umständen mit Schmerzen einhergeht, verlieren die Behandelten die Angst vor der medizinischen Maßnahme. Zeitgleich gewöhnt sich ihr Körper an die temporäre Unterzuckerung, die aus ihrem nüchternen Zustand resultiert. Dadurch sinkt das Risiko, dass sich die Patienten nach der Blutabnahme schwindelig fühlen.

 

Gibt es vorbeugende Maßnahmen gegen das Schwindelgefühl?

Um dem Schwindel oder einem Kollaps nach dem Blutabnehmen vorzubeugen, erheben sich die Patienten langsam und ohne Hast. Kommt es zu einem raschen Absinken des Blutdrucks, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Kreislaufschwäche. Unter Umständen verlieren die Betroffenen kurzzeitig das Bewusstsein. Damit das nicht geschieht, heben sie beispielsweise die Beine an, um einen reibungslosen Blutfluss zu ermöglichen. Ebenso hilft es, nach dem Entfernen der Nadel mehrere Minuten mit dem Aufstehen zu warten.

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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