Wie kann ich schnell Amphetamine abbauen?
So baut der Körper Amphetamine ab
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Der pH-Wert im Urin des Konsumenten entscheidet, wie schnell sich Amphetamine abbauen. Die anregend wirkende Droge scheidet der Körper nach der Aufnahme beim Wasserlassen über mehrere Tage verteilt aus. Mittels Urinprobe weisen Drogenfahnder und Polizisten den Abbau des Aufputschmittels und damit die illegal erfolgte Einnahme nach. Ein praktischer Heimtest ermöglicht auch Privatpersonen den Nachweis von Amphetaminen im Urin.
So verläuft der Abbau von Amphetaminen:
Was sind Amphetamine und wie wirken sie?
Bei Amphetaminen handelt es sich um synthetisch hergestellte Stoffe, die zur Stoffgruppe der Phenylethylamine gehören. Die umgangssprachlichen Begriffe der Konsumenten lauten Speed und Pep. Damit meinen sie Amphetamine. Die Aufputschmittel wirken auf das Zentral-Nervensystem des Menschen und bergen ein hohes Suchtpotenzial.
Die Wirkung entsteht durch das Ausschütten von Noradrenalin und besteht in einem stimulierenden Gefühl der Euphorie. Das Schlafbedürfnis reduziert sich und das Selbstbewusstsein steigt. Das Rauchmittel findet nicht nur beim Drogen-Missbrauch Verwendung. Mediziner behandeln damit auch die Narkolepsie und das Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom.
Nach der Aufnahme absorbiert der Darm die Amphetamine, von wo aus sie sich im gesamten Körper verteilen, vorwiegend aber im Fettgewebe. Die Leber ist der Ort, an dem sich die Amphetamine abbauen. Dies geschieht mithilfe von Enzymen. Neunzig Prozent der Amphetamine scheidet der Körper innerhalb von drei bis vier Tagen als wasserlösliche Säure über den Urin aus.
Säure beschleunigt den Abbau von Amphetaminen
Je saurer der pH-Wert des Urins ist, umso schneller geht das Ausscheiden der Amphetamine vonstatten. Durch die Aufnahme von Ascorbinsäure, Zitrusfrüchten oder sauren Obstsäften ist es möglich, dafür zu sorgen, dass der Körper die Amphetamine schneller ausscheidet.
So weisen Tests den Amphetamin-Abbau nach
[product_category category=“amphetamin-schnelltest“ per_page=“8″ columns=“4″]Üblicherweise erfolgt der Nachweis, dass sich im Körper Amphetamine abbauen, über einen Urintest. Über eine Blutuntersuchung ist der Nachweis von Amphetaminen im Körper ebenfalls möglich. Bluttests weisen den Abbau der Droge sechs Stunden nach der Einnahme nach. Im Urin stellen Tests je nach pH-Wert des Urins ein bis vier Tage lang fest, dass sich Amphetamine abbauen. Dabei gilt es, mehrere Dinge zu beachten. Lagert der Testende den Urin zu lange, kommt es in manchen Fällen zu einem fälschlichen Nachweis oder Nichtnachweis von Amphetaminen. Beginnt der Urin sich zu zersetzen, entstehen Fäulnisamine, die vortäuschen, dass Amphetamine sich abbauen. Bei langer Lagerung kommt es vor, dass das Gefäß, in dem sich der Urin befindet, Amphetamine aufnimmt. Ein fälschlicher Nichtnachweis ist die Folge.
Darüber hinaus gibt es weitere Substanzen, die einen Drogentest auf Amphetamin verfälschen. Darunter befinden sich:
- Ephedrine,
- Asthma-Medikamente,
- verschreibungspflichtige Medikamente wie Ritalin,
- Nieren-Krankheiten und -infektionen,
- Diabetes
- und Leber-Erkrankungen.
Mit dem Heimtest Amphetamine selbst nachweisen
Nicht nur bei einer Polizeikontrolle oder einer Drogenrazzia gibt es Drogentests, die den Abbau von Amphetaminen im Urin nachweisen. Mithilfe eines einfachen Tests für zu Hause weisen auch Privatpersonen leicht nach, ob sich in ihrem Urin Amphetamine abbauen.
Diese Tests bestehen aus Teststreifen, die die Testenden in den Urin halten. Nach fünf bis zehn Minuten zeigt sich das Ergebnis. Diese Urintests erfassen den Abbau von Amphetaminen bis zu einer Konzentration von 1000 Nanogramm pro Milliliter Urin. Sie funktionieren ebenso präzise, wie die von der Polizei verwendeten.
Urintests weisen den Abbau von Amphetaminen nach
Über die Abbau-Produkte von Amphetaminen weisen Urintests nach, dass der Getestete die illegalen Drogen konsumierte. Mithilfe einfach anzuwendender Heimtests ist auch jede Privat-Person in der Lage, einen solchen Nachweis durchzuführen. Eine Beschleunigung des Abbaus von Amphetaminen erreicht der Konsument, indem er säurehaltige Lebensmittel oder Ascorbinsäure zu sich nimmt.
Was machen Amphetamine im Körper?
Amphetamine gehören zur Gruppe der zentral stimulierenden Substanzen. Sie wirken vor allem auf das Zentralnervensystem und beeinflussen dort die Signalübertragung zwischen Nervenzellen. Medizinisch werden bestimmte Amphetamin-Derivate bei Erkrankungen wie ADHS oder Narkolepsie eingesetzt. Gleichzeitig besitzen sie ein erhebliches Missbrauchs- und Abhängigkeitspotenzial.
Wirkmechanismus im Gehirn
Amphetamine erhöhen die Konzentration bestimmter Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn – vor allem Dopamin, Noradrenalin und in geringerem Maße Serotonin. Diese Stoffe sind entscheidend für Aufmerksamkeit, Motivation, Antrieb und Belohnungsempfinden.
Normalerweise werden Neurotransmitter nach ihrer Ausschüttung rasch wieder in die Nervenzellen aufgenommen oder enzymatisch abgebaut. Amphetamine greifen in diesen Prozess ein:
- Sie fördern die Freisetzung von Dopamin und Noradrenalin aus den Nervenzellen.
- Sie blockieren die Wiederaufnahme dieser Botenstoffe.
- Sie hemmen teilweise den enzymatischen Abbau.
Das Ergebnis ist eine deutlich erhöhte Konzentration dieser Signalstoffe im synaptischen Spalt – also im Zwischenraum zwischen zwei Nervenzellen. Dadurch kommt es zu einer verstärkten und verlängerten Signalübertragung.
Wirkungen auf Psyche und Verhalten
Die erhöhte Dopamin- und Noradrenalinaktivität führt zu typischen stimulierenden Effekten:
- gesteigerte Wachheit und Aufmerksamkeit
- erhöhte Leistungsbereitschaft
- vermindertes Schlafbedürfnis
- Appetitminderung
- Euphorie oder gesteigertes Selbstvertrauen
In therapeutischer Dosierung – etwa bei ADHS – verbessern Amphetamine die Konzentrationsfähigkeit und Impulskontrolle. In höheren Dosen oder bei Missbrauch können sie jedoch zu Unruhe, Reizbarkeit, Angstzuständen oder aggressivem Verhalten führen.
Wirkungen auf Herz und Kreislauf
Amphetamine stimulieren das sympathische Nervensystem. Dieses ist für die sogenannte „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“ zuständig. Die Folgen sind:
- Anstieg der Herzfrequenz
- Erhöhung des Blutdrucks
- Verengung der Blutgefäße
- Erhöhte Atemfrequenz
Bei gesunden Menschen können diese Effekte meist kurzfristig kompensiert werden. Bei bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung besteht jedoch ein erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen oder sogar Herzinfarkt.
Stoffwechsel und körperliche Effekte
Durch die sympathische Aktivierung wird der Stoffwechsel beschleunigt. Der Körper setzt vermehrt Energie frei, was zu:
- vermehrtem Schwitzen
- Mundtrockenheit
- Muskelanspannung
- Gewichtsverlust bei längerer Einnahme
führen kann. Gleichzeitig wird das Hungergefühl deutlich reduziert, weshalb Amphetamine früher teilweise als Appetitzügler missbraucht wurden.
Wirkdauer und Abbau
Die Wirkdauer hängt von der Substanzform und Dosierung ab. Kurz wirksame Präparate entfalten ihre Wirkung für mehrere Stunden, retardierte (verzögerte) Formen deutlich länger. Der Abbau erfolgt überwiegend über die Leber, die Ausscheidung über die Nieren.
Der pH-Wert des Urins beeinflusst die Ausscheidungsgeschwindigkeit. Ein saurer Urin beschleunigt die Elimination, ein alkalischer verzögert sie.
Toleranzentwicklung und Abhängigkeit
Bei wiederholter Einnahme kann sich eine Toleranz entwickeln. Das bedeutet, dass für die gleiche Wirkung höhere Dosen erforderlich sind. Ursache ist eine Anpassung der Rezeptoren im Gehirn.
Amphetamine besitzen ein erhebliches Suchtpotenzial. Besonders das schnelle Anfluten hoher Dopaminspiegel aktiviert das körpereigene Belohnungssystem stark. Dies kann zu psychischer Abhängigkeit führen.
Langzeitfolgen bei Missbrauch
Chronischer Missbrauch kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben:
- Schlafstörungen
- depressive Verstimmungen
- Angststörungen
- Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme
- Psychosen mit Halluzinationen
Im Extremfall können dauerhafte Veränderungen der Dopaminregulation entstehen. Auch Herz-Kreislauf-Schäden sind möglich.
Therapeutische Anwendung
In kontrollierter Dosierung werden Amphetamin-Derivate medizinisch eingesetzt, insbesondere bei:
- Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
- Narkolepsie
Hier erfolgt die Gabe unter ärztlicher Kontrolle. Ziel ist eine Stabilisierung der Aufmerksamkeit und Impulskontrolle, nicht eine euphorisierende Wirkung.
Was passiert beim Absetzen?
Nach längerer Einnahme kann es zu einem sogenannten Rebound-Effekt kommen. Dabei treten Müdigkeit, depressive Verstimmungen oder Konzentrationsprobleme verstärkt auf. Dies liegt daran, dass das Gehirn sich an die erhöhte Neurotransmitteraktivität angepasst hat.
Amphetamine wirken stark stimulierend auf Gehirn und Körper, indem sie die Konzentration wichtiger Neurotransmitter erhöhen. Kurzfristig steigern sie Wachheit und Leistungsfähigkeit. Langfristig können jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken entstehen – insbesondere bei missbräuchlicher Anwendung. Die medizinische Nutzung erfolgt deshalb ausschließlich unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung.