Niedrige und erhöhte Blutwerte bei Bluthochdruck

In der Regel entsteht ein erhöhter Blutdruck bereits bei einer körperlichen Belastung oder einem ungesunden Lebenswandel. Daher stellt das Phänomen schlechter Blutwerte bei Bluthochdruck keine Seltenheit dar. Kommt es zu einem neu entdeckten Bluthochdruck bei einem Patienten, stehen spezielle Blutwerte im Mittelpunkt. Diese untersucht der behandelnde Arzt, um die Ursache  zu identifizieren.

Bluthochdruck
arzt misst den blutdruck © Picture-Factory – Fotolia.com

 

 

Die relevanten Blutwerte bei schlechten Werten bei Bluthochdruck sind beispielsweise das Cholesterin oder der Salzgehalt in dem Blutkreislauf. Des Weiteren erhält der Blutzucker einen hohen Stellenwert. Anhand der Werte erkennen die Mediziner, warum sich der Druck, den das Blut auf die Gefäße ausübt, als erhöht erweist. Ohne eine Behandlung drohen den Patienten weitreichende Folgen, die vorwiegend den Gesundheits-Zustand des Herzens betreffen.

 

Die wichtigen Blutwerte in der Zusammenfassung

Kommt es bei einem Patienten zu einem erhöhten Blutdruck, sprechen die Mediziner von einer arteriellen Hypertonie. Das Blut übt bei jedem Herzschlag erhöhten Druck auf die Gefäße aus. Auf die Dauer belastet das als Gefäßerkrankung bezeichnete Phänomen den Organismus der Betroffenen. Daher versucht der behandelnde Arzt, die Ursache für die Krankheit anhand der Blutwerte bei Bluthochdruck festzustellen.

Zu den relevanten Werten gehört neben dem Blutzucker das Natrium im Blut sowie das Cholesterin. Die Fakten erhalten die Ärzte aus dem großen Blutbild. Dieses erfasst beispielsweise das Verhältnis von festen und flüssigen Blut-Bestandteilen. In der Fachsprache nennt sich der entsprechende Wert Hämatokrit. Für Patienten mit einer arteriellen Hypertonie spielt er eine wesentliche Rolle.

 

Welche Blutwerte bei Bluthochdruck erhalten Relevanz?

Leiden die Patienten an einer arteriellen Hypertonie, spielen die Blutwerte bei Bluthochdruck eine bedeutende Rolle. Aufgrund der Ergebnisse eines Bluttests besteht für die Mediziner die Möglichkeit, die Gefäßerkrankung und deren Stadium zu diagnostizieren. Oftmals erkennen die Betroffenen das Phänomen erst, wenn durch eine Schädigung der Arterien deutliche Symptome auftreten. Zu diesen gehören beispielsweise:

  • Schlafstörungen,
  • ein anhaltendes Schwindelgefühl,
  • Kopfschmerzen,
  • Nervosität,
  • Abgeschlagenheit
  • und im schlimmsten Fall Übelkeit.

Zudem bemerken die Betroffenen den erhöhten Blutdruck eigenständig anhand einer dauerhaft geröteten Gesichtsfarbe. Steht die arterielle Hypertonie mit einem erhöhten Gewicht in Zusammenhang, tritt die Kurzatmigkeit als charakteristisches Merkmal auf. Suchen die Erkrankten bei Verdacht auf die Gefäßerkrankung ihren Hausarzt auf, entnimmt ihnen dieser zunächst eine Blutprobe. Eine Untersuchung im Labor sorgt für die Erstellung eines großen Blutbilds. Aus diesem liest der Experte die wichtigen Blutwerte bei einem Bluthochdruck ab.

Zu den ihnen gehört beispielsweise das Hämatokrit. Die Angabe beschreibt den prozentualen Anteil der Blutzellen im Gesamtblut. Das bedeutet, dass der Mediziner einen Überblick über das Verhältnis der festen und flüssigen Bestandteile des Blutes bekommt. Bei einer arteriellen Hypertonie nimmt dieser Fakt einen hohen Stellenwert ein, da vermehrte feste Blutbestandteile den Innendruck auf die Gefäße erhöhen. Das bedeutet, dass bereits ein hoher Hämatokrit-Wert auf eine Hypertonie hinzuweisen vermag.

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Bei dem Bluthochdruck sind Blutwerte wichtige Hinweise

Einen relevanten Wert bei einer arteriellen Hypertonie und schlechten Werten bei Bluthochdruck stellt das Cholesterin dar. Dieses besteht als ein zum Leben notwendiges Sterol, das sich vorwiegend in der Plasmamembran befindet. Beim Bluthochdruck steigt das Cholesterin in dem Organismus der Betroffenen. Der Normwert beim Gesamtcholesterin liegt bei Männern und Frauen bei 200 Milligramm je Deziliter Blut. Innerhalb des gesamten Cholesterins befindet sich das „schlechte Cholesterin“, bei dem es sich um den LDL-Wert handelt. Im Normalfall beträgt er 160 Milligramm in einem Deziliter Blut. Steigt das LDL-Cholesterin an, weist das auf ein gesundheitliches Problem der betroffenen Patienten hin.

Kommt es gleichzeitig zu einem Anstieg des Blutzuckers, weisen die Blutwerte auf den Bluthochdruck hin. Der des Blutzuckers bezeichnet den Glukosespiegel innerhalb des Blutes. Sein Normwert liegt im nüchternen Zustand bei 70 bis 99 Milligramm pro Deziliter Blut. Hierbei existiert in der Regel kein Unterschied bei den Geschlechtern. Bei einem erhöhten Blutdruck zeigen sich hohe Blutzucker- und Blutfettwerte. In beiden Fällen nimmt das Herz der Erkrankten ohne eine zeitnahe Senkung des Gefäßdrucks Schaden. Hierbei drohen den Patienten schwerwiegende Erkrankungen, die das lebenswichtige Organ betreffen. Im schlimmsten Fall kommt es aufgrund des Bluthochdrucks zu einem Herzinfarkt.

Des Weiteren ist der den Salzgehalt betreffende Blutwert bei einem Bluthochdruck von Bedeutung. Verändert sich der Natriumgehalt im Blut, untersuchen die Mediziner eine Blutprobe, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Vorwiegend bei einem gesenkten Salzgehalt im Blut liegt der Verdacht einer Herzinsuffizienz nahe. Oftmals kommt es bei einem erhöhten Blutdruck zu einer Verwässerung des Blutes, sodass die Konzentration des Natriums ebenfalls abfällt. In dem Fall liegt der Salzgehalt unter dem Normwert von 136 bis 148 Millimol pro Liter Blut.

 

Die roten Blutkörperchen weisen auf eine Hypertonie hin

Untersucht der Arzt die Blutwerte bei einem Bluthochdruck, erhalten die Erythrozyten Relevanz. Diese vermehren sich bei einem dauerhaft erhöhten Blutdruck deutlich, sodass gleichzeitig der Hämoglobin-Wert ansteigt. Ebenso weisen die über dem Normwert liegenden Erythrozyten auf eine gestörte Sauerstoff-Versorgung innerhalb des Blutkreislaufes hin. Bemerken die Mediziner bei einer Untersuchung die gestiegene Anzahl der roten Blutkörperchen, kontrollieren sie zudem die anderen wichtigen Blutwerte, die auf eine arterielle Hypertonie hinweisen.

Bei einem Bluthochdruck drohen den Betroffenen gesundheitliche Komplikationen. Daher steht eine rechtzeitige Senkung des Drucks, den das fließende Blut auf die Gefäße ausübt, im Vordergrund. Laut der Studie „A Randomized Trial of Intensive versus Standard Blood-Pressure Control“ aus dem Jahr 2015 besteht die Möglichkeit, den systolischen Blutdruck durch eine intensive Behandlung zu senken. Hierbei erhielten die Teilnehmer der SPRINT-Studie eine Kombination aus unterschiedlichen Antihypertensiva.

Weitere Optionen, um den Bluthochdruck eigenständig zu behandeln, bestehen in einer gesunden Lebensweise und ausreichend Bewegung. Zudem entlastet eine Gewichtsreduktion den Kreislauf der Patienten, sodass sich ihr Blutdruck reguliert. Bereits bei einer beginnenden Hypertonie eignen sich die unkomplizierten Therapien, um schwerwiegenden Erkrankungen vorzubeugen. Die arterielle Hypertonie zählt zu den weltweit häufigsten Komplikationen und stellt einen Risikofaktor im Bezug auf Herzkrankheiten dar. Als Therapie erhält der Sport eine wesentliche Bedeutung, wobei die Patienten zwingend auf die Auswahl ihrer Aktivitäten achten. Die Publikation „Bluthochdruck und Sport“ des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin der Deutschen Sporthochschule Köln zeigt das Spannungsfeld zwischen beiden Faktoren auf.

Demnach begünstigen große Anstrengungen die Hypertonie im schlimmsten Fall. Um ihren Gefäßdruck regelmäßig zu kontrollieren, brauchen die Patienten ein Blutdruck-Messgerät, das sie in der Apotheke oder in Online-Shops erwerben. Auf diese Weise gelingt es ihnen, ihren gesundheitlichen Zustand im Auge zu behalten.

weiterführend:

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1511939

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64763

 

 

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