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Syphilis-Schnelltest für zuhause

Syphilis ist eine der bekanntesten sexuell übertragbaren Krankheiten. Sie führt unbehandelt zu schweren gesundheitlichen Schäden. Bei einem Verdacht auf eine Erkrankung ist es ratsam, sofort einen Arzt aufzusuchen. Dieser und das örtliche Gesundheitsamt testen auf die Geschlechtskrankheit. Vielen Menschen fällt der Besuch einer Praxis aus Scham schwer. Mittlerweile gibt es im Onlineversandhandel verschiedene Tests für den Heimgebrauch. Wie Interessierte den Syphilis-Schnelltest durchführen und ob die Ergebnisse wirklich sicher sind, erfahren sie im Beitrag.

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So funktioniert der Syphilis-Schnelltest

In der Apotheke oder im Onlineversandhandel erhalten Anwender unterschiedliche Tests. Sie zeigen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch eine Infektion mit der Geschlechtskrankheit an. Teilweise erhalten Interessierte Kombinationstests, die zusätzlich eine Ansteckung mit dem HI-Virus nachweisen. Die Testverfahren selbst unterscheiden sich zwischen den einzelnen Herstellern. Anwender erhalten Syphilis-Schnelltests, die nach wenigen Minuten das Ergebnis anzeigen. Darüber hinaus gibt es Verfahren, bei denen sie selbst entnommene Proben in ein Labor einschicken. Hierbei erfahren sie das Ergebnis innerhalb weniger Tage.

Die Testverfahren ähneln einander. Der Patient entnimmt unter Zuhilfenahme einer Lanzette einige Tropfen Blut aus dem Finger. Syphilis-Schnelltests für die Heimanwendung liefern ein sofortiges Ergebnis innerhalb von dreißig Minuten. Dazu geben Anwender das Serum auf einen präparierten Teststreifen und warten einige Minuten, bevor sie das Ergebnis ablesen. Zur Anwendung kommt häufig eine Testkarte mit Syphilis-Antigen beschichteten Partikeln und eine mit Syphilis beschichtete Membran. Damit weisen Anwender TP-Antikörper im Serum nach. Gibt der Patient etwas Blut auf die Testkarte, reagiert dieses mit den Syphilis-Antigenen auf dem beschichteten Testfeld. Bei einem positiven Test erscheint darin eine rote Linie. Die Verfahren weisen eine unterschiedliche Testgüte auf, deren Evaluation das Robert-Koch-Institut vornimmt.

Syphilis-Schnelltests, die der Nutzer einschickt, funktionieren ähnlich. Hierbei gibt er ein paar Tropfen Blut auf eine Blutskarte. Diese verpackt er im Anschluss in eine im Testkit enthaltene Rücksendebox und versieht sie mit einem individuellen Code. Gibt er diesen wenige Tage nach der Einsendung auf der betreffenden Internetseite ein, erhält der Anwender sein Ergebnis.

 

Sind die Ergebnisse der Syphilis-Schnelltests sicher?

Grundsätzlich ist es ratsam, das Sie beim ersten Verdacht auf Syphilis den Arzt aufzusuchen. Erkennt dieser die Infektion im Frühstadium, verläuft ihre Behandlung einfacher. Syphilis-Schnelltests weisen unterschiedliche Testgüten auf. Das Robert-Koch-Institut warnt davor, sich ausschließlich auf einen Heimtest zu verlassen. Teilweise liegt die Qualität weit unter dem Standard der Labordiagnostik. Sie führen zu falsch positiven und falsch negativen Ergebnissen. Frische Erkrankungen detektieren sie oftmals nicht.

 

Symptome einer Erkrankung

Der Verlauf der Syphilis erfolgt in vier aufeinanderfolgenden Stadien, falls die Therapie nicht frühzeitig einsetzt. Hierbei folgen auf Erkrankungsphasen beschwerdefreie Zeiten, die mitunter mehrere Jahre andauern. Im ersten Stadium ist die Gefahr für eine Ansteckung besonders hoch. Die ersten Symptome in dieser Phase treten zwischen zehn und dreißig Tagen auf. Sie gehen auf eine Infektion mit dem Bakterium vom Treponema-pallidum-Stamm zurück. An den Stellen, an denen sich Männer und Frauen infizierten, treten Geschwüre auf. Diese harten Schanker sind schmerzlos und führen zum Anschwellen der Lymphknoten. Häufig finden Betroffene diese am After, an Scheide und Schamlippen bei Frauen oder am Penis des Mannes. Die Geschwüre sondern eine hochansteckende, farblose Erregerflüssigkeit ab. Einige Wochen danach verschwinden sie.

In der Zwischenzeit geht die Erkrankung zum zweiten Stadium über. Jetzt breitet sich die Syphilis in den Lymphwegen und im Blut aus, verursacht allgemeine Krankheitssymptome, Hautausschläge, Haarausfall, Lymphknotenschwellungen und Schleimhautentzündungen. Im Anschluss folgt eine Latenzphase ohne Symptome. Nach bis zu fünf Jahren breitet sich die Erkrankung überall aus, in den Organen, in den Muskeln und Knochen sowie in der Aorta. Im letzten Stadium führt die Syphilis zu neurologischen Störungen, die bei einigen Patienten nach zehn Jahren zum Tod führen.

 

„Determine“ von Alere gilt als hoch sensitiv und spezifisch

Das Robert-Koch-Institut hebt derzeit als einziges Instrument zur Heimtestung den Syphilis-Schnelltest „Determine“ von Alere hervor. Er weist laut einer Studie von Theresa Diaz et al. aus dem Jahr 2004 („Evaluation of the Determine Rapid Syphilis TP Assay Using Sera“) eine Sensitivität von bis 98.4 Prozent und eine Spezifität von bis zu 97.3 Prozent auf.

 

Mehr Syphilis-Erkrankungen in den letzten Jahren

Syphilis ist eine folgenschwere Geschlechtskrankheit. Unbehandelt führt sie zu schweren gesundheitlichen Schäden. Sie erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit HI-Viren. Ärzte behandeln die Erkrankung erfolgreich mit Antibiotika. Galt die Syphilis in den letzten Jahrzehnten als nahezu ausgestorben, ist sie heute wieder auf dem Vormarsch. Die Prävalenz stieg in den vergangenen Jahren deutlich an, besonders betroffen sind Männer, die mit anderen männlichen Geschlechtspartnern ungeschützten Sex haben. Gesundheitsämter zählen etwa 36.000 neue Fälle im Jahr.

Quellen:

Theresa Diaz et al. (2004): Evaluation of the Determine Rapid Syphilis TP Assay Using Sera: doi: 10.1128/CDLI.11.1.98-101.2004 Clin Vaccine Immunol January 2004 vol. 11 no. 1 98-101: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC321336/.

 

 

Hinweis für die Leser

Diese Inhalte sind zur Information gedacht. Sie sind kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bitte konsultieren Sie dafür immer einen Arzt.

Verantwortliche Autorin: Anna Nilsson, Journalistin und Medizinautorin seit 2001 mitwirkende Autorin, entsprechen ihre Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich auf ärztliche Fachliteratur.