Coli-Bakterien-Schnelltest – Trinkwassertest auf Bakterien

Was passiert bei einem Coli-Bakterien-Schnelltest?

Befinden sich Kolibakterien im Körper der Betroffenen, bemerken sie unverkennbare Anzeichen. Beispielsweise lösen die Erreger ein unangenehmes Völlegefühl und Entzündungen aus. Treten bei den Verbrauchern vermehrt Harnwegsinfekte auf, bewährt es sich ebenfalls, einen Coli-Bakterien-Schnelltest zu erwerben. Mit den unkomplizierten Teststreifen ermitteln sie, ob sich Darmbakterien im Organismus ansiedelten. In der Regel gelangen sie über den After in den Bereich der Harnwege. Das geschieht beispielsweise während des Toilettengangs. Weist der Schnelltest auf den Erregerbefall hin, suchen die Patienten zwecks einer Therapie ihren Hausarzt auf.

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Was stellen die Kolibakterien dar?

Die Kolibakterien nennen sich in der Fachsprache Escherichia coli, kurz E. coli. Sie erweisen sich als gramnegative, peritrich begeißelnde Erreger, die in der Lage sind, Säuren zu bilden. Dadurch verursachen sie im Darm der betroffenen Personen zahlreiche gesundheitliche Komplikationen.

Escherichia coli bacterium test

Escherichia coli bacterium Copyright: Kateryna Kon, Bigstockfotos

Dazu zählen Durchfall, Blähungen und Verstopfung. Aufgrund ihres Vorkommens gelten die Kolibakterien als Fäkalindikator. Einige Tests bieten die Möglichkeit, die Bakterien im Trinkwasser nachzuweisen. Kommt es dabei zu einem positiven Ergebnis, bestätigt die Untersuchung, dass die Flüssigkeit Kot von Mensch und Tier beinhaltet. In dem Fall verzichten die Verbraucher darauf, das Wasser zu konsumieren.

Bei verunreinigtem Trinkwasser kochen die Nutzer dieses vor der weiteren Verarbeitung ab. Das Bakterium E. coli stellt zusammen mit anderen anaeroben Erregern 0,1 Prozent der Darmflora dar. Der Begriff „anaerob“ macht deutlich, dass die Bakterien eine Umgebung, die wenig Sauerstoffgehalt aufweist, benötigen. Die Patienten bedenken, dass die Kolibakterien zu den Enterobakterien – also den Organismen im Darm – gehören. Als Escherichia gelten sie als Typspezies dieser Schädlinge.

 

Nicht in jedem Fall erweist sich das Bakterium E. coli als Gefährdung für die Gesundheit. Innerhalb der Darmflora gilt es beispielsweise als Produzent für das relevante Vitamin K. Im Regelfall geht von der Mehrzahl der Kolibakterien keine Infektionsgefahr aus. Jedoch existieren gleichermaßen pathogene Stämme, welche der Coli-Bakterien-Schnelltest aufzeigt. Die Erreger besitzen die Fähigkeit, ihren Wirt zu infizieren. Zu den Krankheiten, unter denen die Betroffenen leiden, zählen:

  • die Sepsis genannte Blutvergiftung,
  • die Bauchfellentzündung (Peritonitis),
  • die Blinddarmentzündung (Appendizitis),
  • die als Cholangitis bezeichnete Gallengangentzündung
  • und die Wundinfektion.

 

Des Weiteren sorgt das Bakterium für verschiedene Harnwegsinfektionen, zu denen beispielsweise die Blasenentzündung gehört. Treten bei den Patienten häufig Entzündungen der Harnwege auf, eignet sich die Anwendung eines Coli-Bakterien-Schnelltests. Auf die Weise bringen sie in Erfahrung, ob eine krankhafte Vermehrung der Darmbakterien E. coli vorliegt.

Escherichia coli bacterium

Escherichia coli bacterium Copyright: Kateryna Kon, Bigstockfotos

 

Wie äußern sich die Harninfekte?

Bei einem Harninfekt handelt es sich um eine bakterielle Entzündung der Schleimhäute im Bereich der Harnwege. Alternativ betrifft der entzündliche Prozess die gesamte Wand dieser Körperregion. Der Harnweg besteht aus mehreren Teilen. Dazu zählen die Nieren, der Harnleiter, die Blase und die Harnröhre. Vorwiegend weibliche Patienten leiden oftmals an einem Infekt der unteren Harnwege. Unter der Bezeichnung verstehen die Mediziner eine Entzündung der Blase, auch Zystitis genannt. Zu den charakteristischen Symptomen des Phänomens gehören heftige Schmerzen beim Urinieren und der häufige Drang, Wasser zu lassen.

Bei einem schweren Verlauf leiden die Betroffenen an einer temporären Inkontinenz. Ebenso tritt Blut im Harn auf. Zeigt sich die Körperflüssigkeit trüb und verströmt einen stechenden Geruch, besteht der Verdacht einer Blasenentzündung. Wiederholt sich das Krankheitsbild bei den betroffenen Personen mehrmals in einem Jahr, führen sie besser den Coli-Bakterien-Schnelltest durch.

Die Blasenentzündung lösen die Erreger E. coli aus, die aus dem Stuhl der Verbraucher stammen. Hierbei wandern die Bakterien von der Harnröhre in die Harnblase und verursachen dort die Infektion. Vorrangig bei einer Schwäche der körpereigenen Abwehrkräfte erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Kolibakterien die Gesundheit ihres Wirts gefährden. Wünschen die Kunden herauszufinden, ob sie die Erreger im Körper tragen, benutzen sie den Coli-Bakterien-Schnelltest. Hierbei profitieren sie von der unkomplizierten Handhabung des Sets. Handelt es sich um einen Urin-Test, geben die Verwender eine Harnprobe in das Testgefäß.

 

Im Vorfeld bewährt es sich, den Intimbereich zu waschen, damit es nicht zur Verfälschung des Resultats kommt. Die Teststreifen tauchen die Patienten in die Flüssigkeit und warten eine Farbveränderung ab. Diese weist auf die Rückstände der Kolibakterien hin. Führen sie zu Beschwerden, informieren die Verbraucher ihren Hausarzt über ihr Leiden. Durch eine medikamentöse Therapie gelingt es, die Anzahl der Schädlinge im Darm zu reduzieren. Gegen die Symptome der Blasenentzündung helfen Antibiotika sowie leichte Schmerzmittel.

 

Den Coli-Bakterien-Schnelltest führen Sie ohne Schwierigkeiten zu Hause durch, wobei Sie keine medizinischen Vorkenntnisse benötigen. Als vorteilhaft erweist sich das zuverlässige Testergebnis, das Sie innerhalb kurzer Zeit erhalten. Bei einem Harn-Test lohnt es sich, den morgendlichen Urin als Probe zu verwenden. In diesem befinden sich weniger Substanzen, die zu einer Verunreinigung führen. Zudem achten Sie darauf, den Mittelstrahlurin als Untersuchungsmaterial zu sammeln.

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin "Großes Blutbild"


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