Grosses Blutbild - Fakten und Untersuchungen

Hier auf Blutbild diagnostik bekommen Sie einen umfassenden Informationsüberblick zu den hauptsächlichen Blutuntersuchungen wie dem Großen Blutbild, sowie alle Fakten und Hintergründe zum menschlichen Blut. Bei Blutuntersuchungen und Labordiagnostik-Verfahren wie dem Großen Blutbild sind Blutwerte notwendig um vielfältige Krankheiten zu erkennen. Für diverse Gesundheitsindikatoren eignen sich unter Umständen auch Urin und Blutuntersuchungen die es hier als Schnelltests für Zuhause gibt. In jedem Fall sollte ein Krankheitsverdacht ernst genommen und mit medizinischen Untersuchungen von Ihrem Hausarzt diagnostiziert werden:

Medizinerin im Labor

Blutwerte einfach erklärtBlutwerte einschätzen:
Die Analyse der Blutwerte besitzt in der Medizin einen hohen Stellenwert. Die Zusammensetzung des Blutes ist in Kombination mit auftretenden Symptomen ein wichtiges Hilfsmittel für die Diagnose vorliegender Erkrankungen.
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Blut und Werte als Spiegel der Gesundheit

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Das große Blutbild

aktualisiert 21.01.2016 medizinische Kontrolle: K.Dittrich,

Ein Blutbild geben Mediziner sowohl als routinemäßige Untersuchung als auch bei Verdacht auf Krankheiten und Störungen in Auftrag. Grundsätzlich ist zwischen dem kleinen und dem großen Blutbild zu unterscheiden.

Diese beinhalten unterschiedliche Parameter und geben Auskunft über verschiedene Erkrankungen. Regelmäßig geben Infektionen, Fehlfunktionen des Körpers oder anstehende operative Vorgänge Anlass zu einer Kontrolle des Blutes. Dazu erzeugt der Mediziner eine leichte Stauung im Unterarm des Patienten. Sodann entnimmt er mittels einer Punktion durch eine Nadel eine feststehende Menge Blut. Der Bedarf orientiert sich an dem Verdacht und am Alter des Patienten.


Über welche Werte gibt das große Blutbild Auskunft?



Das große Blutbild besteht aus einer Kombination aus dem kleinen Blutbild und dem Differenzial-Blutbild. Mediziner untersuchen bei ihren Patienten die Konzentration der roten und weißen Blutkörperchen. Hierbei konzentriert sich das Differenzial-Blutbild ausschließlich auf die verschiedenen Leukozyten. Im kleinen Blutbild erkennt der Arzt die Anzahl der Thrombozyten und der roten Blutzellen, der Erythrozyten.
Das große Blutbild gibt Auskünfte über eventuelle Infektionen sowie eine mögliche Störung der Blutbildung. Zudem erkennen die Experten, ob der jeweilige Patient an einer Blutarmut, der Anämie, leidet. Vorwiegend erstellen die Mediziner das große Blutbild, um weitere Erkenntnisse zu erlangen. Das bedeutet, dass sie differenziertere Werte, als sie im kleinen Blutbild erhalten, benötigen. Neben den einzelnen Blutzellen gibt die medizinische Maßnahme Aufschluss über das Hämoglobin, wobei es sich um den roten Blutfarbstoff handelt. Gleichzeitig verdeutlicht das große Blutbild das Verhältnis von festen und flüssigen Bestandteilen des Blutes. Diesen prozentualen Anteil der Blutzellen in der wichtigen Körperflüssigkeit nennen die Experten Hämatokrit.
In der Regel führen die Ärzte das große Blutbild beim Verdacht auf eine Erkrankung durch. Durch die Analyse des Blutes besteht gleichermaßen die Möglichkeit, bisher unerkannte Infektionen zu identifizieren. Was die medizinische Maßnahme über den Gesundheitszustand des Betroffenen aussagt, erklären die 15 Fragen zum großen Blutbild.

 

Das große Blutbild in der Zusammenfassung



In der Medizin spielt das große Blutbild eine wesentliche Rolle, um versteckte Krankheiten zu erkennen. Ebenfalls hilft die Analyse des Blutes dabei, eine gestörte Blutbildung oder einen frühzeitigen Zelltod zu diagnostizieren. Das große Blutbild besteht als Kombination zwischen zwei medizinischen Maßnahmen. Hierbei erstellen die Ärzte vorerst ein kleines Blutbild, das vorwiegend die Konzentration der roten Blutkörperchen sowie der Blutplättchen misst.

In einem weiteren Differenzial-Blutbild kontrollieren die Experten die Anzahl der weißen Blutkörperchen, die sich in verschiedene Gruppen unterteilen. Entsteht ein Gesamtblutbild aus beiden Varianten, nennt sich dieses in der Fachsprache großes Blutbild. Neben den einzelnen Blutwerten besteht die Möglichkeit, das Hämoglobin sowie das Hämatokrit zu bestimmen. Die Geräte, welche die Bestandteile des Blutes messen, unterscheiden sich innerhalb der verschiedenen Labors. Aus dem Grund besteht die Möglichkeit, dass die Werte bei zwei aufeinanderfolgenden großen Blutbildern variieren.

Um das große Blutbild zu erstellen, nutzt der Mediziner eine Blutprobe. Hierbei führt er das Verfahren jedoch ausschließlich durch, wenn es einer fachlichen Fragestellung dienlich ist. Das bedeutet, dass das große Blutbild bei Verdacht auf eine Erkrankung zum Einsatz kommt. Zusätzlich eignet sich die medizinische Maßnahme, um den Verlauf einer Infektion zu kontrollieren und die Arzneien entsprechend anzupassen.

Die 15 Fragen zum großen Blutbild



Das große Blutbild gibt über die festen und flüssigen Bestandteile des Blutes Auskunft. Aus dem Grund erhält es für eine medizinische Untersuchung einen hohen Stellenwert. Durch die Analyse des Blutbilds gelingt es, Erkrankungen zu erkennen und zeitnah hilfreiche Therapien zu beginnen. Damit der Hausarzt Infektionen schnell diagnostiziert, spielen die regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen eine bedeutende Rolle.

Wie oft sollte man sein Blut untersuchen lassen?

Bereits in wenigen Tropfen Blut erkennen die Mediziner gesundheitliche Komplikationen. Zu diesen gehören beispielsweise:
  • - der Eisenmangel,
  • - verschiedene Entzündungen,
  • - eine Erkrankung der Leber
  • - sowie Allergien.


Aus dem Grund erhält eine regelmäßige Blutuntersuchung Relevanz. Durch den menschlichen Organismus fließen im Schnitt fünf bis sechs Liter Blut. Für eine Vorsorge-Untersuchung benötigen Ärzte ausschließlich zehn bis 15 Milliliter der lebenswichtigen Körperflüssigkeit. Diese Menge entspricht zwei Röhrchen bei einer Blutentnahme und reicht aus, um mehr als 200 wesentliche Werte zu ermitteln.

Um den Gesundheitszustand im Auge zu behalten, suchen die Patienten ab dem 18. Lebensjahr alle drei Jahre ihren Hausarzt auf. Die Zeitspanne zeigt sich in jungen Jahren ausreichend, um eine Blutuntersuchung vorzunehmen. Ab einem Alter von 40 Jahren sollte sich der Zeitraum zwischen den Vorsorge-Untersuchungen verkürzen. Die Betroffenen gehen im besten Fall alle zwei Jahre zu einer Blutuntersuchung. Im mittleren Alter – ab dem 50. Lebensjahr – bewährt es sich, das Blut einmal im Jahr kontrollieren zu lassen.

Kann ich vom Arzt ein großes Blutbild verlangen?


In der Regel besteht für jeden Patienten die Möglichkeit, den Hausarzt nach der Erstellung eines großen Blutbilds zu fragen. Allerdings sehen die Mediziner diese medizinische Maßnahme vorwiegend bei Betroffenen ohne Symptome als unnötig an. Zusätzlich besteht die Option, dass der jeweilige Arzt nicht über die entsprechenden Geräte für die Fertigung des Blutbilds verfügt. In dem Fall existieren für die Interessenten drei verschiedene Alternativen.

Wenden sich die Patienten an einen Internisten, erhalten sie auf Wunsch ihr großes Blutbild. In der Regel bieten auch die Unikliniken in der sportmedizinischen Abteilung Blutuntersuchungen an. Vorwiegend die Sportmediziner kennen die Relevanz der Blutwerte und erstellen die Analyse auch ohne einen vorherigen Verdacht auf eine Krankheit. Des Weiteren erwerben die Interessenten einen unkomplizierten Bluttest, den sie in den eigenen vier Wänden vornehmen. Im Internet finden sich zahlreiche Angebote, wobei die Käufer von einer Zeit- und Stressersparnis profitieren.

Besteht die Notwendigkeit für ein großes Blutbild, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für das Verfahren. Bei einer als unnötig erachteten Blutuntersuchung tragen die Patienten die Gebühren selbst.

Kann man im normalen Blutbild THC nachweisen?


Die Abkürzung THC steht für das Tetrahydrocannabinol. Hierbei handelt es sich um die Droge Cannabis, die als Bestandteil der Hanfpflanze existiert. In einem großen Blutbild erkennen die Mediziner nicht, ob ihr Patient die berauschende Substanz konsumiert. Im Mittelpunkt der Analyse stehen ausschließlich die unterschiedlichen Blutzellen sowie der rote Blutfarbstoff. Um die Drogen im Blut zu identifizieren, benötigen die Interessenten ein THC-Screening. Dieses besteht als gesonderte Form einer Blutuntersuchung.

Wie lange dauert ein Blutbild-Ergebnis?


Die Zeitspanne von der Blutabnahme bis zum tatsächlichen Befund variiert zwischen zwei bis sieben Tagen. Hierbei kommt es darauf an, ob die Praxis über ein eigenes Labor für die Bestimmung der Probe verfügt. Schicken die Mediziner den entnommenen "Lebenssaft" an ein separates Labor, fügt sich der Transport zeitlich an die eigentliche Bearbeitung an.

Ruft der Arzt bei schlechten Blutwerten an?


Liegen die Blutwerte der einzelnen Blutzellen außerhalb des Normbereichs, entstehen unter Umständen gesundheitliche Komplikationen. Allerdings kontaktieren die Ärzte ihre Patienten nicht bei jeder Abweichung der jeweiligen Befunde. Stattdessen erfolgt der Anruf ausschließlich, wenn es sich um eine akute Erkrankung handelt, die einer augenblicklichen Behandlung bedarf.

Wie lange sieht man Alkohol im Blut?


Zwölf Stunden vor einer Blutuntersuchung nehmen die Betroffenen keine oder ausschließlich magere Kost zu sich. Bei der Aufnahme von fettigen und kohlenhydrat-reichen Speisen kommt es zu einer Verfälschung von zahlreichen Werten. Dazu gehören beispielsweise die Leberenzyme, der Blutzucker und die Blutfette. Ebenso wie die Nährstoffe bleibt der Alkohol in der lebenswichtigen Körperflüssigkeit zurück.
Die Abbau-Geschwindigkeit des Alkohols hängt von der konsumierten Menge des Getränks ab. In der Regel braucht die Alltagsdroge bei einem Mittelwert von 0,15 Promille in der Stunde sechs bis sieben Stunden, um den Gesamtalkohol abzubauen. Bei einem regelmäßigen Konsum von Alkohol bleiben die Rückstände in der Leber enthalten. Aus dem Grund weisen vorwiegend bei Alkoholikern die Leberwerte auf die jeweilige Aufnahme der Flüssigkeit hin.
Jedoch gilt es zu beachten, dass der Abbau des Alkohols von unterschiedlichen Faktoren abhängt. Demnach variiert gleichzeitig die Nachweiszeit. Sie orientiert sich an:
  • - der Menge und der Art des Alkohols,
  • - dem Geschlecht des Patienten,
  • - dem Body-Mass-Index, kurz BMI,
  • - der Menge und Fetthaltigkeit der eingenommenen Nahrung
  • - sowie des Körperwassers.


Kann man im Blutbild sehen, ob man schwanger ist?


Das große Blutbild misst nicht ausschließlich die Blutzellen sowie die flüssigen Bestandteile des Blutes. Zugleich stehen die Hormone und Vitamine im Vordergrund. Bei einer Schwangerschaft bildet der Organismus der jungen Mutter ein spezielles Schwangerschaftshormon. Mithilfe eines großen Blutbilds besteht aus dem Grund die Möglichkeit, eine Gravidität festzustellen. Hierbei messen die Mediziner das Hormon hCG. Dieser Botenstoff hält die Schwangerschaft aufrecht und ist deshalb für die werdende Mutter relevant. In der Regel weist eine Blutuntersuchung das Hormon bereits zehn Tage nach der Empfängnis nach.

Kann man im Blutbild sehen, ob man Krebs hat?


Im großen Blutbild identifizieren die Mediziner eine Vielzahl von Erkrankungen. Dabei achten sie auf die Krebsmarker, die eine krankhafte Mutation der Zellen nachweisen. Allerdings existiert nicht die Möglichkeit, sämtliche Krebserkrankungen ausschließlich durch eine Blutuntersuchung zu erkennen. Vorrangig geben die Leukozyten Aufschluss über die gesundheitliche Komplikation. Befindet sich ihre Konzentration oberhalb des Normwerts, liegt der Verdacht einer Krebserkrankung der blutbildenden Zellen nahe. Des Weiteren spielen die weißen Blutkörperchen bei dem Erkennen des Blutkrebses, der Leukämie, eine wesentliche Rolle. Als weiterer Marker stellt sich das RDW-CV dar. Dieser Wert gibt an, ob eine Veränderung bei den roten Blutzellen eintritt. Steigt der RDV-Spiegel über das normale Maß an, weist der Umstand auf eine Krebserkrankung hin. Ähnlich verhält es sich mit dem körpereigenen Stoff Triglyceride. Aus der Substanz schöpfen die Blutzellen ihre Energie. Liegt der Stoff in einer niedrigen Konzentration vor, besteht ebenfalls Verdacht auf die Krankheit Krebs.

Kann man im Blut Medikamente nachweisen?


In der Regel weisen die Experten kein bestimmtes Medikament innerhalb des Blutes nach. Allerdings ermöglicht das Erstellen eines großen Blutbilds einen Überblick über den Wirkspiegel von Arzneien, welche die einzelnen Blutzellen beeinflussen. Vorwiegend Gerinnungshemmer beeinträchtigen die körpereigene Produktion der Thrombozyten. Daher kommt es bei der Einnahme des Medikaments zu einer niedrigen Konzentration der Blutplättchen. Des Weiteren erniedrigen Schmerzmittel beispielsweise die Anzahl der weißen Blutkörperchen. Verschreibt der Hausarzt dem jeweiligen Patienten eine bestimmte Arznei, besteht für ihn die Option, deren Wirksamkeit anhand des großen Blutbilds zu überprüfen.

Ist Hautkrebs durch das Blutbild erkennbar?


Beim Hautkrebs handelt es sich um das maligne Melanom. Der schwarze Hautkrebs führt im schlimmsten Fall zu Tochtergeschwülsten, die sich innerhalb des Körpers ausbreiten. Um die gefährliche Komplikation zu heilen, besteht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Erkennung der Krebserkrankung. In einem großen Blutbild existieren ausschließlich Anzeichen für den Hautkrebs, wenn bereits Geschwülste bestehen. Hierbei weisen die Tumormarker auf die mutierten Zellen hin.

Sieht man Arthrose im Blutbild?


Die Krankheit Arthrose bezeichnet einen Verschleiß der Gelenke. Dieser geht mit starken Schmerzen und einer eingeschränkten Bewegung einher. Charakteristische Laborbefunde, um die Arthrose nachzuweisen, existieren in der Regel nicht. Dennoch ist eine Blutuntersuchung sinnvoll. In einem großen Blutbild erkennt der behandelnde Arzt die jeweiligen Entzündungsmarker. Auf diese Weise gelingt es ihm, den Gelenkverschleiß von ähnlichen Erkrankungen, beispielsweise der Gicht, abzugrenzen.
Zusätzlich geben die Blutwerte Auskunft, ob es sich um eine aktivierte Arthrose handelt. Speziell bei den Erythrozyten und den Leukozyten kommt es bei einer akuten Form des Gelenkverschleißes zu einer Steigerung der Konzentration. Dagegen senkt sich die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG). Um die schmerzende Komplikation zu behandeln, existieren zwei Möglichkeiten. Die Patienten wählen zwischen einer Operation oder der Physiotherapie. Die aus Boston stammende Studie "Surgery versus Physical Therapy for a Meniscal Tear and Osteoarthritis" widerlegt die positive Wirkung des operativen Eingriffs. Laut den Wissenschaftlern Jeffrey N. Katz et al. verbessert sich der Zustand des jeweiligen Gelenks trotz der OP nicht signifikant.

Sind alle Krankheiten am Blutbild zu erkennen?


Anhand des großen Blutbilds erkennen die Mediziner Unregelmäßigkeiten im Bereich der festen und flüssigen Blutbestandteile. Stellt der Arzt einen verdächtigen Wert fest, spricht er den Betroffenen an. Es folgen weitere Untersuchungen, um die Ursache für die außerhalb der Norm liegenden Blutwerte abzuklären. Jede Krankheit diagnostiziert der Experte jedoch nicht ausschließlich mithilfe des Blutbilds. Es weist einzig nach, dass eine Veränderung bei den Blutwerten existiert.

Kann man Alkohol vor der Blutabnahme trinken?


Der Alkoholspiegel im Blut verfälscht die gemessenen Blutwerte. Deshalb ist ein großes Blutbild unter Einfluss der Alltags-Droge nicht aussagekräftig. Um eine Beeinträchtigung der jeweiligen Werte zu verhindern, sollten die Interessenten zwölf Stunden vor der Blutabnahme keine alkoholischen Getränke zu sich nehmen. Des Weiteren bewährt es sich, vor der Untersuchung auf fettige Speisen zu verzichten. Diese führen ebenfalls zu einem fehlerhaften Ergebnis bei der Blutanalyse.

Ist ein großes Blutbild trotz Erkältung aussagekräftig?


Leiden Patienten während der Blutabnahme für das große Blutbild an einer Erkältung, brauchen sie keine Komplikationen zu befürchten. In der Regel zieht der behandelnde Arzt die durch die Infektion erhöhte Leukozytenzahl in Betracht. Auf diese Weise beeinflusst die Krankheit das Ergebnis der Blutuntersuchung nicht. Zielt deren Befund auf die Analyse der weißen Blutkörperchen ab, verschiebt der Mediziner im Normalfall den Termin. Aufgrund der krankheitsbedingten Vermehrung der Leukozyten kommt es zu einem verfälschten Wert. In dem Fall wiederholt der Experte das Verfahren, sobald der Betroffene wieder gesund ist.

Ist Rauchen anhand des Blutbilds nachweisbar?


Im Normalfall braucht es eine Urinprobe, um das Nikotin im Körper nachzuweisen. In einem regulären großen Blutbild stellt der Mediziner den gelegentlichen Zigarettenkonsum eines Untersuchten nicht fest. Jedoch erhöhen sich bei Menschen, die regelmäßig rauchen, die Hämatokrit-Werte. Das bedeutet, dass der Arzt die Folgen des Konsums in dem Blutbild identifiziert.  

5 weitere Fragen zum Blut und der Blutabnahme:

 


Um ein Großes Blutbild zu erhalten, bieten sich dem Mediziner zwei verschiedene Möglichkeiten an. Der Arzt wählt zwischen einem automatisch erstellten und einem sogenannten analogen Blutbild. Bei letzterer Variante erstellt die mit der Analyse betraute Fachkraft das Ergebnis mittels ihrer Beobachtungen unter dem Mikroskop.

Unter dem großen Blutbild sind die Werte eines kleinen Blutbildes zusammen mit der Differenzialdiagnose zu verstehen. In einem kleinen Bild erhält der Arzt Auskunft über die Zusammensetzung des Blutes. Verschiedene Blutzellenarten, wie Erythrozyten und Leukozyten, bilden die Grundlage. Bei Leukozyten handelt es sich um die umgangssprachlich weißen Blutkörperchen. Erythrozyten sind rote Blutkörperchen.

Unter Retikulozyten ist die Anzahl der neuen, noch nicht voll ausgebildeten Erythrozyten zu verstehen. Der Wert Hämatokrit bezeichnet die gesamte Anzahl der Blutzellen im Blut. Weiterhin bildet der Hämoglobin-Wert die Menge an Blutfarbstoff ab. Bei der Differenzialdiagnose durch ein großes Blutbild erhält der Arzt eine höhere Anzahl von Werten und spezielle Ergebnisse. Diese geben die Anzahl der Untergruppierungen von Leukozyten wieder. Deren Zahl indiziert verschiedene Erkrankungen sowie Krebs in einigen Varianten. Weiterhin ist deren Anzahl ein Indikator für Infekte, die das Blut betreffen.

Die wichtigsten Werte der Erythrozyten, des Hämoglobin, des Hämatokrit, der Leukozyten, der Granulozyten und der Thrombozyten werden nach definierten Normwerten eingeschätzt und als Indikatoren ausgewertet.

Leukozyten und ihre Eigenschaften

Leukozyten liegen in drei Arten vor. Diese heißen:
  1. Monozyten
  2. Granulozyten
  3. Lymphozyten


Granulozyten

Großes Blutbild: Ist der Wert der Granulozyten im Großen Blutbild erhöht, deutet dies auf eine erhöhte Immunabwehr hin. Bei einem geringen Wert ist die Bildung verringert oder sie werden im Körper verstärkt gebraucht. Bei den Granulozyten gibt es 3 weitere Unterteilungen, nämlich in die neutrophilen, die basophilen und die eosinophilen Granulozyten, die jeweils unterschiedliche Aufgaben in der Immunabwehr wahrnehmen. weiterlesen: Granulozyten

Neutrophilen Granulozyten

Sind die Werte der neutrophilen Granulozyten Differenzialblutbild beim Großen Blutbild zu niedrig kann dies auf verschiedene Krankheiten wie Infektionen, Tumorbildung oder Vitaminmangelerscheinungen, besonders des B 12 hinweisen. Zu hoch sind die neutrophilen Granulozyten im Großen Blutbild dann wenn der Körper beispielsweise chronisch entzündet, vergiftet oder verbrannt ist. Es kann sich auf diese Weise auch eine Krebserkrankung anzeigen. Der Normalwert der segmentkernigen neutrophilen Granulozyten 3.000- 5.800 pro µl Blut. Das sind ca. 50-70 %.

Basophilen Granulozyten

Sind die Werte der basophilen Granulozyten niedrig lässt dies auf heftige Infektionskrankheiten schließen. Erhöhte Werte zeigen sich beispielsweise bei Allergien oder Leukämie. Der Normalwert der basophilen Granulozyten beträgt 15- 50 pro µl Blut. Das sind ca. 0- 1 %

Eosinophilen Granulozyten

Die eosinophilen Granulozyten sind oft beim sogenannten burn out Syndrom, körperlicher Überbelastung und übermäßigem Stress sehr niedrig. Sind die Werte dagegen erhöht kann dies beispielsweise auf allergene Reaktionen hinweisen. Der Normalwert der eosinophilen Granulozyten betrrägt 50-250 pro µl Blut. Das sind ca. 1-4 %.

Monozyten

Die Aufgabe der Monozyten ist ebenfalls der Schutz des Immunsystems, indem sie Krankheit verursachende Teilchen aufnehmen und weitere Zellen zur Abwehr aktivieren. Der Normalwert der Monozyten beträgt 285- 500 pro µl Blut. Das sind ca. 3-7 %.

Lymphozyten

Großes Blutbild: Die Anzahl der Lymphozyten im Großen Blutbild gibt ebenfalls Auskunft darüber, ob der Körper mit Infektionen zu kämpfen hat. Die Lymphozyten haben sehr vielfältige Funktionen. Dabei kommt den T- Lymphozyten eine andere umfassende Stellung zu, als den B-Lymphozyten. Der Normalwert der Lymphozyten beträgt 1.500-3.000 pro µl Blut. Das sind ca. 25-45 %

Bestandteile des Blut
Granulozyten dienen der Immunabwehr des Menschen. Monozyten haben den größten Umfang. Sie sind unverzichtbar für die Gesamtkonstruktion des Blutes. Lymphozyten wehren Bakterien und Fremdstoffe ab. Darüber hinaus verändern sie sich, wenn im Körper Tumore heranwachsen. Niedrige Leukozyten typisieren einen abgeklungenen Infekt oder eine Anämie. Neben den Leukozyten bewertet der Laborbefund die Erythrozyten. Neben ihrer Anzahl spielt die Form und Stabilität für mehrere Funktionen des Körpers eine wichtige Rolle. Verformte oder abnorm große Erythrozyten weisen auf Mangelerscheinungen infolge von zu wenig Folsäure oder bestimmten Vitaminen hin.

Blutwerte