WBC-Blutwert – Niedrige und erhöhte Werte

Bedeutung des WBC-Blutwert

Hinter der Bezeichnung WBC verstecken sich die Leukozyten genannten weißen Blutkörperchen. Somit steht die abgekürzte Form für „White Bloodcells“. Mithilfe des Blutwerts ermitteln die Ärzte im Zuge einer Blutprobe die Konzentration der Gesamtmenge der weißen Blutzellen. In einigen Fällen präsentiert sich der WBC-Blutwert zu niedrig. Hierbei leiden die Patienten an einer Leukopenie.

Laborwert

Blutwerte © Christian Schwier – Fotolia.com

 

 

Der Blutwert WBC in der Zusammenfassung

Der WBC-Wert umfasst die unterschiedlichen Arten der weißen Blutkörperchen. Demnach bestimmt der Mediziner mit dem Blutwert die Menge der im Blut enthaltenen Lymphozyten, Granulozyten und Monozyten. Zeigt sich der WBC-Wert zu niedrig, diagnostiziert der Arzt bei dem untersuchten Patienten eine Leukopenie. Vorwiegend nach einer viralen Infektion sinkt die Anzahl der weißen Blutzellen.

 

Wann stellt sich der WBC-Wert zu niedrig dar?

Für die reibungslose Funktion der körpereigenen Immunabwehr nimmt die Konzentration der Leukozyten im Blut eine wichtige Bedeutung ein. Befinden sich zu wenige weiße Blutkörperchen innerhalb des Blutkreislaufs, bezeichnen die Ärzte den Zustand als Leukopenie. In dem Fall sinkt die Menge der drei Leukozyten-Arten, die sich in folgender Form präsentieren:

  • Monozyten,
  • Granulozyten,
  • Lymphozyten.

Mithilfe eines Differenzial-Blutbilds besteht für den Mediziner die Möglichkeit, die jeweilige Verminderung der Zellen zu kontrollieren. Dabei liegt bei einer Leukopenie vorwiegend eine Verringerung der als Fresszellen bezeichneten Granulozyten vor. In der Regel stellt sich der WBC-Wert zu niedrig dar, wenn die Betroffenen unter einem viralen Infekt leiden.

Hierbei kommt es während der Erkrankung zu einer Überproduktion der weißen Blutkörperchen. In der steigenden Intensität gelingt es dem Organismus nicht, die Bildung der Leukozyten aufrechtzuerhalten. Daher entsteht mit der Zeit eine eingeschränkte Produktion der weißen Blutzellen. Auf diese Weise kommt es zu einer kurzzeitigen Leukopenie. Sobald sich die Patienten von der viralen Infektion erholen, normalisiert sich das Entstehen der weißen Blutkörperchen.

 

Warum sinkt die Zahl der weißen Blutzellen?

Leiden die Betroffenen an einer Leukopenie, besteht die Gefahr eines geschwächten Immunsystems. Bereits bei einem Leukozytenwert unter 3.000 Stück in einem Mikroliter Blut sprechen die Ärzte von einer beginnenden Unterversorgung mit den weißen Blutkörperchen. Durch Medikamente, die vorwiegend bei Krebs-Erkrankungen zum Einsatz kommen, verstärkt sich unter Umständen die Leukopenie.

Beispielsweise publizierte die Internetseite pharma-zeitung.de die Ergebnisse einer 2014 veröffentlichten Studie zu der Arznei Vidaza® . Diese findet bei der Behandlung einer Leukämie Anwendung, führte jedoch bei 48 Prozent der Studienteilnehmer zu einer verringerten Produktion der weißen Blutzellen.

Des Weiteren resultiert ein niedriger Leukozytenwert aus einer Erkrankung des Knochenmarks, das sich für die Bildung der relevanten Zellen verantwortlich zeigt. Bemerken die Mediziner bei der Blutuntersuchung eines Patienten eine verminderte Konzentration der weißen Blutkörperchen, ziehen sie eine Überfunktion der Milz in Betracht. Dadurch kommt es zu einem höheren Verbrauch der Leukozyten, sodass ihre Zahl mit der Zeit sinkt.

Gleiches geschieht, wenn sich zahlreiche Erreger innerhalb des Blutkreislaufs befinden. Durch das vermehrte Eindringen von Viren, Bakterien, Pilzen oder Würmern benötigt der Körper mehr Leukozyten, um die Fremdkörper zu eliminieren. Nach der Überproduktion folgt die verringerte Produktion der weißen Blutzellen, da dem Organismus Kraftreserven fehlen. Aus dem Grund besteht kurz nach einer Erkrankung die Gefahr einer Folge-Infektion.

Autorenprofil

Gesundheitsredaktion

Anna Nilsson, Journalistin, und Medizinredakteurin seit 2001, medizinische Angestellte. verfasst medizinjournalistische Artikel unter anderem im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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