ACE-Blutwert – Normalwerte und erhöhte Werte

Welche Bedeutung hat der ACE-Blutwert?

Die Abkürzung ACE steht für das Angiotensin-konvertierende Enzym, das innerhalb des menschlichen Organismus einen hohen Stellenwert erhält. Beispielsweise hält der Stoff den Blutdruck aufrecht und reguliert den Wasser-Elektrolyt-Haushalt. Vorwiegend bestimmen die Mediziner den ACE-Blutwert bei dem Verdacht einer Wucherung innerhalb der Lunge. Zudem weist die erhöhte Konzentration des Enzyms auf die Sarkoidose hin.

Laborwert Kalium

Kalium Wert © Christian Schwier – Fotolia.com

 

Warum erhält der ACE-Blutwert Relevanz?

Den ACE-Blutwert bestimmen die Ärzte in einer normalen Blutuntersuchung. Hierbei erhält das Enzym bei der Diagnose von verschiedenen Erkrankungen der Lunge einen hohen Stellenwert. In seiner Isoform, dem alpha-ACE, kommt der Stoff vorwiegend in den Endothelzellen der Lungengefäße vor. Weitere Formen des körpereigenen Bausteins befinden sich in den Gefäßen der Nieren und den Fibroblasten. Aufgrund der Konzentration im Blut erkennen die Mediziner Anzeichen für eine granulomatöse Erkrankung der Lunge.

 

Wie ist die Definition: ACE Blutwert

Als Angiotensin-konvertierendes Enzym erhält der Blutwert ACE eine wichtige Bedeutung in der Medizin. Ein Synonym für den Stoff lautet Kininase II. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften nimmt der Stoff einen indirekten Einfluss auf den Blutdruck. Der Grund besteht in der Funktion des Enzyms als Peptidase. Dabei wandelt das im Körper produzierte Ferment das Peptid in das Hormon Angiotensin II um. Dieser Prozess läuft innerhalb des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems ab und geht mit dem Abspalten der C-terminalen Aminosäuren einher.

Aus medizinischer Sicht kommt es durch den Vorgang zu einer Vasokonstriktion. Vorrangig das Hormon Angiotensin II wirkt sich gefäßverengend auf den Organismus aus. In der Folge erhöht sich der Blutdruck der Patienten. Des Weiteren führt das Enzym zu der Inaktivierung des Gewebshormons Bradykinin. Der gesteigerte ACE-Blutwert deutet auf eine arterielle Hypertonie oder eine Herzinsuffizienz hin. Dabei erkennen die Mediziner den Stoff in:

  • den Monozyten,
  • den Nervenzellen,
  • den Makrophagen
  • und den Spermien.

Zusätzlich eignet sich das Bestimmen der Aktivität des Blutwerts ACE für die Verlaufskontrolle der Sarkoidose. Die Komplikation zählt zu den granulomatösen Lungen-Erkrankungen, wobei eine Erklärung für ihr Entstehen bisher nicht existiert. Die an der amerikanischen Studie „A case control etiologic study of sarcoidosis: environmental and occupational risk factors“ aus dem Jahr 2004  beteiligten Wissenschaftler identifizierten keinen einzelnen vorherrschenden Grund, sondern verschiedene Expositionen für eine Sarkoidose. Als Risikofaktoren bezeichnen sie Insektizide, Arbeiten in der Landwirtschaft und mikrobielle Bioaerosole.

 

Warum erfolgt die Bestimmung des ACE-Blutwerts?

Vorwiegend bei der Diagnose einer granulomatösen Lungen-Erkrankung spielt der Blutwert ACE eine Rolle. Aufgrund der gefäßverengenden Wirkung des Enzyms steigt die Gefahr für eine Hypertonie. Jedoch erhält der Stoff bei der Bestimmung eines chronischen Bluthochdrucks keine Bedeutung. Ausschließlich die Medikamente gegen die arterielle Hypertonie orientieren sich an dem Einfluss des Angiotensin-konvertierenden Enzyms. Beispielsweise enthalten die Arzneien gegen eine Herzinsuffizienz ACE-Hemmer.

Befindet sich der Blutwert ACE in niedriger Konzentration im Blut, deutet der Umstand auf die Einnahme dieser Medikamente hin. Nehmen die Betroffenen keine blutdrucksenkenden Arzneien ein, wenden sie sich umgehend an ihren Hausarzt, um die Ursache des verminderten ACE-Werts abzuklären.

Bei einem deutlich gesteigerten Spiegel des Enzyms leiden die Patienten an einer granulomatösen Erkrankung im Lungenbereich. Bei den Krankheiten kommt es zu einer Bildung der epitheloidzelligen Granulome, kleinen Blutknötchen an der Lungenwand. Zu Infektionen dieser Art gehört beispielsweise auch die Tuberkulose.

 

weiterführend:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15347561

Autorenprofil

Gesundheitsredaktion

Anna Nilsson, Journalistin, und Medizinredakteurin seit 2001, medizinische Angestellte. verfasst medizinjournalistische Artikel unter anderem im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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