Blutungen unter der Haut

Spezifizierung von Blutungen unter der Haut und deren Ursachen

Hautblutungen sind gekennzeichnet durch einen Blutaustritt aus den Gefäßen in die Schleimhäute oder in die Haut. Kleinere Blutungen unter der Haut sind meist dunkelrot. Im Verlauf der Heilung verfärben sie sich rot-braun, gelb oder grün. Häufig sind sie punktförmig und treten vereinzelt auf. Sie weisen die Größe eines Stecknadelkopfes auf. Vorrangig erscheinen sie an den Extremitäten oder im Brustbereich. Ihre größte Ausprägung erreichen sie als Hämatom, einem blauen Fleck oder Bluterguss.

Blut unter der Haut

Hämatom oder Hautblutungen © Harald Biebel – Fotolia.com

 

Haut-Blutungen – Petechien und Purpura 

Allgemeine Ursachen für die Hautblutung unter der Haut

Eine Blutung der Haut ist, außer in Hinsicht der Optik, in der Regel unproblematisch. Allerdings weisen manche Hautblutungen auf schwerwiegende Erkrankungen hin. Dazu gehört eine Entzündung der Blutgefäße. Im Verlauf dieser Krankheit kommt es zur Beschädigung der Blutgefäßwände durch entzündliche Prozesse in Arterien, Venen, Kapillaren und innerhalb der Blutbahnen, in dessen Folge Blut austritt.

 

Zur Behandlung von Hautblutungen ist es notwendig, deren Auslöser zu diagnostizieren. Anschließend leitet der Arzt eine passende Therapie ein. Die Symptome sind Anzeichen für diverse ernsthafte Erkrankungen. Sie gefährden den gesamten Organismus. Wichtig ist der frühzeitige Gang zum Arzt.

Ebenso besteht nach Dr. med. Nonnenmacher die Gefahr einer Gerinnungsstörung. Sie kennzeichnet diverse Blutkrankheiten. Weiterhin ist eine Blutung unter der Haut ein Zeichen für einen Blutstau (Hämostase). Er führt zu einem zu hohen Druck in den Blutgefäßen, welcher diese beschädigt. Oftmals beobachten Patienten eine Hautblutung bei Blutplättchen-Mangel infolge Chemotherapie. Eher harmlose Auslöser sind einfache Verletzungen durch Stürze oder Schürfwunden.

Wie erfolgt die Diagnose?

Eine Hautblutung ist für jeden einfach zu erkennen. Bei ungewöhnlichen Symptomen gilt es, den Hautarzt aufzusuchen, damit dieser deren Ursache identifiziert. Im Ernstfall stecken schwerwiegende Erkrankungen dahinter, die den gesamten Organismus gefährden. Zwar liegen den Blutungen unter der Haut unterschiedliche Ursachen zugrunde, jedoch ist der Verlauf gleich. Die roten Flecke oder Punkte treten auf und verfärben sich im Laufe der Heilung. Durch den Abbau des Hämoglobins in den roten Blutkörperchen ändern sie ihre Farbe ins Bläuliche bis hin zu Grün und Gelb. Sie verschwinden letztendlich nach einigen Tagen.

 

Wie behandelt der Arzt die Symptome?

Maßgeblich für die Behandlung einer Blutung der Haut ist nach Dr. med. Nonnenmacher die Ursache. Ist eine Gerinnungsstörung des Blutes der Auslöser, welcher mit einem zu hohem Druck in den Blutgefäßen einhergeht, verschreibt der Arzt sogenannte Blutverdünner. Sie lösen den Stau des Blutes und erleichtern dessen Fluss. Ist eine Infektion oder eine Entzündung der Blutgefäße ursächlich für die Blutungen der Haut, verabreicht der Mediziner Antibiotika. Bei Verletzungen hilft das Kühlen der lädierten Hautstelle.

 

Vorbeugung gegen Blutungen unter der Haut

Hautblutungen lassen sich nicht vermeiden. Jedoch gibt es diverse Faktoren, die sie begünstigen. Eine gesunde Lebensweise mit regelmäßigem Sport, viel Trinken, gesundem Essen, Nichtrauchen und der Schutz vor Verletzungen tragen zu einem starken Immunsystem bei. So verhindern Patienten schwerwiegende Krankheiten.

 

Arten und Größe von Hautblutungen

Der Mediziner unterscheidet die Blutungen der Haut je nach Größe und Art in vier verschiedene Gruppen:

  • Petechien,
  • Purpura,
  • Ekchymose und Sugillation,
  • Hämatom oder Pferdekuss.

 

Welche Kennzeichen besitzen Petechien?

Diese Blutungen der Haut sind etwa stecknadelkopfgroß. Es handelt sich dabei um kleinste punktförmige Haut- oder Schleimhautblutung. Frische Petechien sind rötlich, ältere rot-braun. Am Körper treten sie verstreut, vorwiegend an den Beinen, Knöcheln und Unterschenkeln auf. Sie sind weder wegdrückbar noch verursachen sie Schmerzen. Petechien sind ein Symptom einer Krankheit. Sie verursachen keinen Juckreiz, da sie unter der Haut liegen.

Ursache ist meist eine Thrombozytopenie, ein Mangel an Thrombozyten im Blut. Die Abdichtung der Blutgefäße ist insuffizient, es entstehen kleinste Blutungen unter der Haut. Auch eine Überdosierung von Thrombozyten-Aggregations-Hemmern verursacht Petechien. Nimmt der Patient diese Medikamente ein, wodurch Symptome auftreten, passt der Arzt die Dosierung des Arzneimittels neu an.

Die kleinsten Hautblutungen treten ebenso nach dem Sport oder nach einem Husten oder Erbrechen auf. Sie entstehen durch Druck im Gesicht und um die Augen, sind jedoch ungefährlich. Als weitere mögliche Ursachen kommen Leukämie, Meningitis und die Blutvergiftung in Betracht. In jedem Fall ist zur Sicherheit ein Bluttest beim Arzt empfehlenswert.

 

Formen der Purpura sowie deren Ursachen

Purpura zeichnen sich durch ihre punktförmige und kleinfleckige Formgebung aus. Sie treten als spontane Haut- oder Schleimhautblutungen fleckenartig oder über große Gebiete auf. Ihre rötliche Verfärbungen entsteht durch austretendes Blut in das Hautgewebe. Ältere Flecken erscheinen rot-braun.

Betroffen sind die Extremitäten bevorzugt an den Streckseiten der Unterschenkel oder der Bereich der Brust oder das Gesäß. Sie sind nicht wegdrückbar oder schmerzhaft. Ursachen sind Entzündungen der Blutgefäße wie Vasculitis allergica, Erkrankungen des Bindegewebes sowie Arzneimittel-Allergien. Der Mediziner unterscheidet viele verschiedene Arten der Purpura je nach Ursache ihres Auftretens. So treten Purpura nach Bluttransfusionen auf, bei Hypertonie und bei Nieren-Insuffizienz. Eine Abklärung durch den Arzt ist erforderlich.

 

Was versteht der Mediziner unter Ekchymose und Sugillation?

Diese Blutungen unter der Haut oder in Schleimhaut treten flächenhaft auf. Ekchymose ist kleiner als Sugillation. Die Flecken bei Sugillation erreichen einen Durchmesser von bis zu 30 Millimetern (Münzgröße). Die flächenhaften Gewebeblutungen sind zunächst purpurrot bis bläulich, später verändern sie ihre Farbe hin zu Grün, Gelb und Braun. Sie sind rund, oval oder unregelmäßig geformt. Eventuell bilden sie zentrale flache Erhebungen.

Ursachen von Ekchymose sind: Blutstauung durch Würgen, stumpfe Traumen, Gefäßstörungen, ein erhöhter Kortisonspiegel, Thrombopenie, Infektions-Krankheiten wie Malaria oder Pest, Knochenbrüche, Gelenkverrenkungen oder Bisse von giftigen Tieren. Ursachen für die Sugillation sind Blutgerinnungs-Störungen. Sie entstehen durch Zerreißen der Gefäßwände. Äußere Gewalteinwirkungen wie Quetschungen und Stöße, Blutentmischung oder brüchige Wände der Gefäße rufen sie hervor. Der sogenannte „Knutschfleck“ zählt ebenso zu den Sugillationen.

 

Verletzungen nach Unfällen führen zu Hämatomen.

Das Hämatom ist großflächig und deklariert als tief gehende massive Blutung im Gewebe. Es ist zunächst purpurrot bis bläulich, später grün, gelb oder braun. Hämatome treten am ganzen Körper auf und sind eventuell schmerzhaft und schwellen an. Die Hautverfärbungen erscheinen nicht sofort nach der Verletzung, sondern nach Stunden oder Tagen.

Ursachen sind massive Blutansammlungen in der Haut und dem tiefer liegenden Gewebe nach einem Trauma, blutverdünnenden Medikamenten und Störungen der Blutgerinnung. Umgangssprachlich bezeichnet sie der Patient als blauen Fleck. Normalerweise ist keine Behandlung erforderlich. Kälte, ein Hochlagern und Schmerzmittel erleichtern das Ausheilen. Nach zwei bis drei Wochen bildet sich der Bluterguss zurück.

 

Fazit: Hautblutungen verschiedener Ausprägung mit vielfältigen Ursachen

Blutungen unter der Haut entstehen durch Verletzungen der Blutgefäße. Der Mediziner unterscheidet sie nach Art und Größe in Petechien, Purpura, Ekchymose und Sugillation sowie Hämatom oder Pferdekuss. Blutungen unter der Haut haben schwerwiegende Ursachen. In einigen Fällen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

 


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