Zahnfleischbluten: Blutung am Zahnfleisch stoppen

Wie kann man eine Blutung am Zahnfleisch stoppen?

So enden Blutungen am Zahnfleisch

Beginnt das Zahnfleisch beispielsweise nach dem Putzen zu bluten, bemerken die Betroffenen den unangenehmen Geschmack im Mund. Zudem erweist sich dieser Zustand als optisches Ärgernis, sofern es in der Öffentlichkeit auftritt. Die Gründe für das Phänomen zeigen sich vielseitig. Leiden die Patienten unter einer chronischen Zahnfleischentzündung, reicht bereits eine leichte Druckeinwirkung, um eine Blutung zu provozieren. Ebenso führen Gewalteinwirkung sowie Verletzungen zu offenen Wunden im Bereich des Zahnfleischs.

Um die Blutung am Zahnfleisch zu stoppen, üben die Betroffenen sanften Druck auf die Stelle aus. Dadurch setzt eine zeitnahe Wundheilung ein. Bleibt der Teil der Mundschleimhaut dauerhaft gereizt, lohnt sich ein Besuch beim Zahnarzt.

Zahnfleisch Blutung

Zahnfleisch Blutung beim Zahnarzt untersucht Urheber: zlikovec / 123RF.com

 

Die Blutung am Zahnfleisch stoppen – die Zusammenfassung

Eine Blutung am Zahnfleisch stoppen die Betroffenen mit einfachen Maßnahmen. Hierfür eignen sich beispielsweise Kompressen, welche die Patienten vorsichtig auf die blutende Stelle drücken. Die Ursachen für das Zahnfleischbluten bestehen in chronischen Entzündungen, Parodontose, kräftigem Zähneputzen oder Verletzungen. In einigen Fällen versiegt die Blutung ohne eine weitere Behandlung. Spülen die betreffenden Personen den Mund mit kaltem Wasser aus, sorgt die Kühlung für den Wundverschluss.

Häufiges Zahnfleischbluten erfordert einen Besuch beim Zahnarzt oder Hausarzt. Hierbei kommt es darauf an, eine bestehende Grunderkrankung frühzeitig zu erkennen. Beispielsweise fungiert das Zahnfleischbluten als Warnsignal für eine Thrombozytopenie, einer Unterversorgung der Blutplättchen.

 

Wie erfolgt die Behandlung des Zahnfleischblutens?

Das in medizinischen Fachkreisen mit Gingiva bezeichnete Zahnfleisch umschließt als epitheliale Manschette, die auch Saumepithel heißt, den Zahnhals. Die Aufgabe des Zahnfleisches besteht darin, die Eintrittsstelle des Zahns in den Kieferknochen abzudichten. Die Definition findet sich in der Publikation „Mikroskopische Anatomie“ vom Thieme Verlag. Blutet das Zahnfleisch, bemerken die Betroffenen ein unangenehmes Gefühl in der Mundhöhle. Zudem geht die Blutung mit einem unerwünschten Geschmack einher. Das Zahnfleischbluten besteht als erstes Warnsignal einer Zahnfleischerkrankung. Um die Blutung am Zahnfleisch zu stoppen, sorgen die Betroffenen zunächst für ein Ausbleiben der Reizung.

Resultiert der Blutaustritt beispielsweise aus einem kräftigen Reiben beim Zähneputzen, reduzieren die Patienten den Druck. Ein leichtes Pressen der blutenden Stelle erhält Priorität, um eine zeitnahe Wundheilung zu gewährleisten. Blutet das Zahnfleisch über einen längeren Zeitraum, gelangen unter Umständen Bakterien oder Fremdkörper in diesen Teil der Mundschleimhaut. In der Folge entstehen schmerzhafte Entzündungen.

 

Warum beginnt das Zahnfleisch zu bluten?

Für das Zahnfleischbluten kommen unterschiedliche Ursachen infrage. Um die Blutungen langfristig zu stoppen, gilt es, den Grund zu identifizieren. Des Weiteren achten die Betroffenen auf ihre Mundhygiene. Treten neben dem Blutaustritt weitere Beschwerden auf, konsultieren die Leidenden ihren Zahnarzt. Zahlreiche Menschen betrifft einmal in ihrem Leben das Symptom des blutenden Zahnfleisches. Das liegt an dem Umstand, dass die Mundschleimhaut zu den empfindlichen Körperstellen gehört. Bereits kleine Risse führen zu einer Blutung.

Jedoch gilt es zu bedenken, dass der Austritt von Blut auf schwerwiegende Folgeerkrankungen hinweisen kann. Dazu gehören Zahnfleischerkrankungen oder Grunderkrankungen, die sich auf die Blutgerinnung auswirken. Bei einer Thrombozytopenie fehlen im Organismus Blutplättchen, sodass Blut schneller austritt. Ebenso führen verschiedene Wirkstoffe in Medikamenten – beispielsweise Acetylsalicylsäure – zu einer Blutverdünnung. Sie stellt im gleichen Fall eine Ursache für eine Zahnfleischblutung dar. Weitere Gründe zeigen sich in Form von:

  • einer schlechten Mundhygiene,
  • kräftigem Zähneputzen,
  • Parodontose,
  • hormonellen Veränderungen,
  • Vererbung
  • sowie einem Über- oder Unterbiss.

 

Eine geringe Zahnhygiene führt unter Umständen zu Erkrankungen wie der Gingivitis, aus der das Zahnfleischbluten resultiert. Um die Blutung am Zahnfleisch zu stoppen, achten die Betroffenen auf eine regelmäßige Pflege des Mundraums. Dadurch beugen sie ebenso der Parodontose vor. Neben einer fehlenden Mundhygiene führt energisches Putzen der Zähne zu einer Überempfindlichkeit des Zahnfleischs. Durch das kräftige Reiben entzündet sich das sensible Zahnfleischgewebe. Aus dem Grund beginnt es zu bluten, verschließt sich im Regelfall aber eigenständig.

Um die Wundheilung zu beschleunigen, kühlen die Betroffenen das Gewebe. Dafür nutzen sie kaltes Wasser, mit dem sie die Mundhöhle mehrmals ausspülen. Durch die Kälte verengen sich die Gefäße innerhalb des Zahnfleischs und der Wundverschluss setzt ein. Ebenso bewährt es sich, einen sanften Druck auf die betroffene Stelle auszuüben. Kommt es aufgrund einer hormonellen Veränderung zu verstärktem Zahnfleischbluten, wenden sich die Patienten an ihren Hausarzt. Arzneien, welche die Blutgerinnung begünstigen, eignen sich als Therapiemaßnahme.

 

Welche Behandlungen eignen sich beim Zahnfleischbluten?

Die Blutungen am Zahnfleisch stoppen die Betroffenen langfristig mit der Unterstützung ihres Zahnarztes. Speziell beim wiederholten Auftreten des Zahnfleischblutens bewährt es sich, einen Termin mit dem Dentisten zu vereinbaren. Beispielsweise erfolgt in der Praxis eine professionelle Zahnreinigung, sodass sich die Mundhygiene der Patienten verbessert. Leiden die Erkrankten bereits an einer Erkrankung des Zahnfleischs, leitet der Zahnarzt eine entsprechende Therapie ein. Dadurch unterstützt er gleichzeitig die Heilung der gesamten Mundschleimhaut.

Als Sofortmaßnahme, um die Blutung zu stillen, eignen sich kalte Kompressen. Ebenso wie kaltes Wasser verlangsamen sie den Blutfluss in dem betroffenen Bereich. Um eine Kompresse herzustellen, füllen die Nutzer beispielsweise einen Waschlappen mit Eiswürfeln. Unter leichtem Druck pressen sie diesen an das blutende Zahnfleisch. Innerhalb weniger Minuten sollte der Wundverschluss einsetzen. Resultiert das Bluten aus einer intensiven Zahnreinigung, wechseln die Patienten die Zahnbürste. Vorwiegend Personen mit einem empfindlichen Zahnfleisch benötigen eine Bürste mit weichen Borsten.

 

Ebenso existieren separate Zahnfleischbürsten, die eine sanfte Massage der Region gewährleisten. Die daraus resultierende bessere Durchblutung stärkt das Zahnfleisch. Des Weiteren wechseln die Betroffenen ihre Zahnputztechnik. Statt einer dauerhaften Reibung, lassen sie die Zahnbürste auf der Zahnoberfläche kreisen. Hierbei lohnt es sich, die Bürste vom Zahnfleisch wegzubewegen, um eine Reizung zu vermeiden.

Verwenden die Verbraucher Zahnseide, führen sie diese sanft in die Zahnzwischenräume. Eine Berührung des Zahnfleischs findet im besten Fall nicht statt. Auf die Weise beugen die Patienten dem Zahnfleischbluten vor. Um Speisereste aus dem Mundraum zu entfernen, verwenden die Verbraucher eine Munddusche. Ihr kräftiger Wasserstrahl spült den Innenraum des Mundes aus und beugt dadurch Entzündungen und Infektionen vor. Um das Bluten des Zahnfleischs dauerhaft zu unterbinden, verzichten die Betroffenen besser auf alkoholhaltiges Mundwasser. Dieses führt zu einer unnötigen Reizung der Mundschleimhaut, sodass die Blutungen einsetzen.

 

Autorenprofil

Anna Nilsson, Medizinredakteurin

Anna Nilsson, Journalistin und Medizinredakteurin seit 2001 mitwirkende Autorin im Gesundheitsmagazin www.grossesblutbild.de


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